Künstliche Intelligenz (KI) übernimmt in Unternehmen zunehmend nicht mehr nur einzelne Aufgaben. Systeme können nun mehrere Arbeitsschritte planen, digitale Werkzeuge sowie Datenquellen einbinden und mehrstufige Prozesse teilautonom ausführen. Beschäftigte werden verstärkt zu Koordinatoren und Kontrolleuren. Ein neues Whitepaper der Plattform Lernende Systeme zeigt, wie sich Tätigkeiten, Rollen und Organisationsstrukturen verändern – und welche Voraussetzungen Unternehmen für einen sicheren und produktiven Einsatz von KI-Agenten schaffen müssen.
München/Germany, 15. September 2026. – Sobald KI eine Schwelle erreicht hat die dabei unterstützt zu verstehen wie Umfangreich diese wird, ist der Zeitpunkt erreicht sich damit intensiver zu beschäftigen. Umfragen des Bitkom Verbandes (Kommunikationsverband BRD) zeigen aber die Tendenz das man KI bereits dann einsetzt, sobald geeignete Software auf dem Markt angeboten wird.
Ki bildet einen grossteil der menschliche Evolution ab. Bzw. erreicht, wie es beim überwiegenden Teil von Technologien in der Vergangenheit und bis heute der Fall ist, ein menschliches Spiegelbild. Der Grund weshalb man Technologien oft auch menschliches Leben zuspricht. Ein Grossteil was menschliche Evolution geleistet hat, wiederholt sich – mit dem sehr wesentlichen Unterschied der Beschleunigung. Sobald bekannt ist wie Teile des Körpers funktionieren und sich technologisch umsetzen lassen, wie sich diese über die Gehirn-Maschine-Schnittstelle intuitiv ansteuern lassen, transformiert sich alles letztlich in die Steuerzentrale. Wie beim Menschen auch, das Gehirn. Die Dinge sind entstanden wie bei einer menschlichen Geburt. Jede Organisation, Forschungsinstitute haben an irgendeinem Teil geforscht und allmählich fügt sich alles zusammen. Der letzte Akt, das bis heute unzureichend erforschte Gehirn.
Und da stehen wir jetzt bei den Agenten. Agenten unterschiedlichster Ausführungen und Generationen übernehmen komplexere Aufgaben. Das Beginnt beim einfachen Hausstaubsauger der mit seiner Umwelt interagiert und endet vielleicht beim Menschen selbst, der mittels Kleidung zum Kommunikationsmedium wird, das unter Einwirkung der Umwelt vorgeschlagen bekommt, was in Form von Effizienz und Effektivität zur optimalen Angepasstheit führen könnte.
Die menschliche Evolution hat, spätestens seit dem Beginn der Steinzeit Instrumente und Werkzeuge entdeckt, die seine eigenen Eigenschaften erweitern und seinen Mangel ausgleichen konnten. Wenn man heute Experimente mit KI tut, dann beschäftigt man sich damit, lernt sie kennen, aber man sollte sie sich keinesfalls zu Eigen machen, noch beginnen sich diese als Bestandteil der eigenen Identität zu machen. Und doch wird es unausweichlich passieren. Das verbinden, das Koppeln der eigenen menschlichen Identität mit der Technologie könnte zu einem zentralen Problem menschlicher Entwicklung werden.
Es ist nicht allein ein Fachkräftemangel oder Lieferengpässe. Solche wirtschaftlichen und psychologischen Phänomene trügen darüber hinweg, das zwangsläufig die grosse Beschleunigung kommen wird. Auch die gab es immer. Aber weil sie exponentiell ist, wird ihr Unterschied erheblich deutlich ausfallen. Es ist nicht das Fahrzeug, und kein anderes Medium an dem dieses Wachstum messbar wird. In den 1980er Jahren (1970-1979) sind Kommunikationsunternehmen deutlich gewachsen und zeigen bsw. ein Beschleunigung bis zum Smartphone im Jahr 2006. Am Anfang Funk und Datenübertragung, dann Mobiltelefonie, Video, globale Vernetzung durch das World Wide Web. Mit er Entwicklung der Mikrocontroller konnte aus einem einfachen Mobiltelefon ein interaktives Gerät entstehen, bei dem Telefonieren heute der geringste Anteil ist. Mit „so nah als wäre man da“ ist sich die Welt auf diese Weise näher gekommen. Man sieht sich, man spricht mit Kulturen am anderen Ende der Welt, lernt neues einschätzen, lernt Toleranz, und vor allem, das wir auch durch unterschiedliche Kulturen sehr viele Ähnlichkeiten aufweisen. Auch die KI ist schon irgendwann Mitte des 20. Jhd. In den Kindheitsschuhen und es scheint, jetzt reif genug um die Beschleunigung auf eine neue Stufe zu heben.
Unternehmen und Organisationen die das Geld haben sich intensiv mit KI zu beschäftigen werden zum Treiber. Doch sie benötigen auch einen Expertenkreis. Für alle anderen wird es eine Zeit der Ungewissheit. Un weil in vielen Nationen der Mittelstand der eigentliche Arbeitgeber, das sogenannte Rückgrat, ist und zwischen 70 und 95% der Wirtschaft ausmachen, wird sich auch für diese Entwicklung ein ganz neues Bild ergeben.
Zwischen ersten Anwendungen generativer und agentischer KI und ihrem produktiven Einsatz klafft in vielen Unternehmen eine deutliche Lücke. Trotz möglicher Effizienzgewinne verharren viele Projekte im Pilotstatus. Eine renommierte Studie zeigt, dass 95 Prozent der untersuchten Unternehmen bislang keinen messbaren Return on Investment (ROI) nachweisen können. Mangelnde Zuverlässigkeit und Steuerbarkeit, hohe Kosten sowie Defizite bei Integration, Governance und Verantwortlichkeit erschweren den Dauerbetrieb.
Derweil betreffen mögliche Anwendungen die gesamte Wertschöpfungskette: Generative KI analysiert Informationen, unterstützt Simulationen und Ideenentwicklung oder erschließt Unternehmenswissen. Beschäftigte wechseln dabei vom Erstellen und Suchen zum Prüfen und Einordnen. KI-Agenten können zudem Experimente steuern, Geschäftsprozesse bearbeiten oder Fertigungsabläufe anpassen.
Vom Prompt zum Prozess
Generative KI erzeugt beispielsweise Texte, Code oder Analysen. KI-Agenten gehen einen Schritt weiter: Sie können innerhalb festgelegter Grenzen ganze Zielerreichungsprozesse bearbeiten. Sie planen Teilaufgaben, delegieren diese gegebenenfalls, bewerten Resultate und bessern nach. Beschäftigte definieren Ziele und Handlungsspielräume, überwachen Agentennetzwerke und greifen bei Unsicherheiten, Zielkonflikten oder sicherheitskritischen Entscheidungen ein.
„Wenn KI im Unternehmen selbstständig Aufgaben übernimmt, verändern sich auch die Fähigkeiten, die Menschen benötigen“, so Rahild Neuburger, Ludwig-Maximilians-Universität München und Mitglied der Arbeitsgruppe „Arbeit/Qualifikation, Mensch-Maschine-Interaktion“ der Plattform Lernende Systeme. „Sie müssen fundiert entscheiden, was sie an KI abgeben, ihre Ergebnisse kritisch prüfen und mit der KI kommunizieren können. Fachwissen bleibt dabei unverzichtbar – ergänzt durch Erfahrung, Steuerungs- und Delegationskompetenz sowie ein sicheres Gespür dafür, was die KI kann und wo die Grenzen liegen.“
Autonomie braucht klare Grenzen
Je mehr Arbeitsschritte ein System selbstständig ausführt, desto wichtiger werden nachvollziehbare Regeln und wirksame Kontrollmöglichkeiten. Fehler agentischer Systeme können sich über Prozessketten verstärken und nicht eindeutig definierte Lösungswege erschweren Tests, Zertifizierung und Erklärbarkeit. Systemübergreifende Zugriffe und das Langzeitgedächtnis von KI-Agenten werfen zudem Fragen zu Geschäftsgeheimnissen, personenbezogenen Daten, Zugriffsrechten und Löschkonzepten auf.
Die Autorinnen und Autoren des Papiers empfehlen, KI mit Zielbildern für Prozesse, Kompetenzen und Arbeitsstrukturen einzuführen. Gefordert sind verbindliche Leitlinien, ein verankertes Qualitätsmanagement, zielgruppengerechte Prüfstandards und ein systematischer Kompetenzaufbau der Mitarbeitenden. Mandatsüberschreitungen sollten durch Schutzschalter und begrenzte Zugriffsrechte verhindert werden. In Pilotphasen sollen Einsatzfelder, Datenbasis und Prozessreife von KI geprüft werden. Denn Erfolg bemisst sich nicht allein an Zeitersparnis, sondern auch an Faktoren wie Prozessstabilität, Ergebnisqualität, Innovationsgrad, Vertrauen und tatsächlicher Entlastung.

„Menschzentrierte Gestaltung von KI bedeutet, dass Automatisierung so in Arbeit integriert wird, dass sie Menschen entlastet, sie aber auch qualifiziert und ermächtigt – und zudem neue Arbeit schafft. Nur so kann KI zur nachhaltigen Entwicklung von Produktivität und Wertschöpfung von Unternehmen beitragen“, betont Norbert Huchler, Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e. V. und Mitglieder Arbeitsgruppe „Arbeit/Qualifikation, Mensch-Maschine-Interaktion“ der Plattform Lernende Systeme.
Die Zielvision für Unternehmen sollte ein komplementäres Arbeitssystem zwischen Mensch und Technik sein: Der Mensch setzt Zweck, Ziele und Grenzen und bleibt Letztentscheider, KI-Agenten übernehmen hingegen die taktische Ausführung und beschleunigen die Zielerreichung.
Über das Whitepaper
Das Whitepaper „Generative KI und KI-Agenten in Unternehmen“ wurde von Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Arbeit/Qualifikation, Mensch-Maschine-Interaktion“ der Plattform Lernende Systeme verfasst. Es steht zum kostenfreien Download bereit.
Über die Plattform Lernende Systeme
Die Plattform Lernende Systeme ist ein Netzwerk von Expertinnen und Experten zum Thema Künstliche Intelligenz (KI). Sie bündelt vorhandenes Fachwissen und fördert als unabhängiger Makler den interdisziplinären Austausch und gesellschaftlichen Dialog. Die knapp 200 Mitglieder aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft entwickeln in Arbeitsgruppen Positionen zu Chancen und Herausforderungen von KI und benennen Handlungsoptionen für ihre verantwortliche Gestaltung. Damit unterstützen sie den Weg Deutschlands zu einem führenden Anbieter von vertrauenswürdiger KI sowie den Einsatz der Schlüsseltechnologie in Wirtschaft und Gesellschaft. Die Plattform Lernende Systeme wurde 2017 vom Bundesforschungsministerium auf Anregung von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften gegründet und wird von einem Lenkungskreis gesteuert. Die Leitung der Plattform liegt bei Dorothee Bär (Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt) und Claudia Eckert (Präsidentin acatech).
Weitere Informationen:
Künstliche Intelligenz und Agenten
http://de.gate-communications.com/kuenstliche-intelligenz-und-agenten/
Unterstützung beim erfolgreichen Einsatz von KI-Agenten
http://de.gate-communications.com/unterstuetzung-beim-erfolgreichen-einsatz-von-ki-agenten/
Agenten der KI optimieren Sortimente im Handel, 2026
http://de.gate-communications.com/agenten-der-ki-optimieren-sortimente-im-handel/
Mit Unsicherheiten rechnen, 2025
http://de.gate-communications.com/mit-unsicherheiten-rechnen/
Bewusstsein und Unterbewusstes – natürliche und künstliche Intelligenz
http://de.gate-communications.com/bewusstsein-und-unterbewusstes-natuerliche-und-kuenstliche-intelligenz/
Visionärer Ansatz für Hirn-Computer-Schnittstellen, 2026
http://de.gate-communications.com/visionaerer-ansatz-fuer-hirn-computer-schnittstellen/
KI verändert Jobprofile – nicht Beschäftigung, 2026
http://de.gate-communications.com/ki-veraendert-jobprofile-nicht-beschaeftigung/
Prothesen durch Gedankenkraft steuern, 2025
http://de.gate-communications.com/prothesen-durch-gedankenkraft-steuern/
KI kann zur kulturellen Evolution beitragen, 2026
http://de.gate-communications.com/ki-kann-zur-kulturellen-evolution-beitragen/
Der KI-Campus der IBM bietet einen kostenfreien Grundlagenkurs für KI. „Grundlagen der Künstlichen Intelligenz“
Zukunftsmission Bildung: Stifterverband und IBM stärken KI-Kompetenzen, 2025
http://de.gate-communications.com/zukunftsmission-bildung-stifterverband-und-ibm-staerken-ki-kompetenzen/
Bildquelle
Arten von KI-Systemen. Copyright: Plattform Lernende Systeme
Whitepaper: Generative KI und KI-Agenten in Unternehmen. Copyright: Plattform Lernende Systeme
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