Aba
aus dem arabischen, alternativ Abadjeh und steht für Obergewand. Ist ein weiter Umhang, aus Stoffbahnen zusammengefügt, hat seitliche Armschlitze, vorne geöffnet, meist aus fester Wolle, Kamel oder Ziegenhaar gefertigt, mit oder ohne Muster. Auch Frauen tragen diesen Aba, bedecken damit aber auch noch den Kopf.

Anzug
Anzug für meist gesellschaftliche oder offizielle Anlässe. Als Frack oder Smoking nennt man meist kleiner Anzug. Weiterhin gelten Messjackett, elegante, dunkle Sakkoanzüge. Nennen sich auch After-six-Anzüge.

Absatz

Verstärkung bzw. Erhöhung der Sohle im Fersenbereich; vermutl. im 12./13. Jh. im Orient aus einem Haken am Reitstiefel (als fester Halt im Steigbügel) entwickelt; der eigentliche Absatz wurde im Laufe des 16. Jh. in Europa populär. Ab der 2. Hälfte des 17. Jh. bis zur Französischen Revolution waren sehr hohe und rote Absätze ein Privileg des Hochadels; für Damen herrschte ab etwa 1800 bis in die Biedermeierzeit der flache Absatz vor, häufig auch im 20. Jh. durch Einfluss des Sports; Herrenschuhwerk seit Anfang des 19. Jh. mit flachem Absatz, Keil-Absatz, kein Absatz im eigentlichen Sinn, sondern eine Erhöhung der gesamten Auftrittsfläche, meist mit Abflachung nach vorne.
Accessoires
Ein Accessoires ergänzt das modische Erscheinungsbild, meist zu einer Oberbekleidung. Schals, Mützen, Handschuhe, Tücher oder auch Fazilein sind die meisten Schmuckaccessoires.
Acetat
Chemiefaser aus Cellulose-A.; entsteht auf der Basis von Zellulose; CelluloseA. wurde erstmals 1864 gewonnen. Großproduktion seit den 1920er Jahren;
Achselstück
auch Achseloder Schulterwulst, → Epaulette; heute auch Schulterstück, schulterbetonender Flügel oder Wulst in oder an der Einsatznaht des Ärmels, an repräsentativer Kleidung; erstmals Mitte 16. bis 1. Drittel des 17. Jh.; als A. gilt auch die Schleife auf der rechten Schulter des Justaucorps um 1700 in der höfischen Mode.
Agraffe
die (evtl. von normannisch >agrappe‹), Schmuckstück zur Gewandhalterung o. -befestigung mit Haken und Öse oder mit Nadel; vielfach aus Gold o. Silber, auch mit Perlen und Juwelen u.ä.; im 11. Jh. zur Befestigung des Schleiers unter dem Kinn, beliebt im Spätmittalter an Kopfbedeckungen als Halterung für Federschmuck, auch aufgenäht; im 18. Jh. gern mit Strassbesatz.
Ajour

Ajour steht für französisch Licht oder Durchbruch und meint damit durchbrochene Web- und Maschenware. Hohlsaumähnliche Durchbrüche verteilen sich über die Fläche, bei Ajouré sind wie im Bild mustermässige Streifen angeordnet.
(Fachwissen Textilhandel, Europa Verlag)
A-la-mode-Kleidung
auch Alamode-Kleidung, in Nachahmung der französischen zeitgenössischen Kleidung übertriebene Aufmachung deutscher Kavaliere der ersten Hälfte des 17. Jh.; „alamode“ ist spöttische Bezeichnung nach französisch à la mode, so niedergelegt in einer deutschen Schrift von 1629, damit Einführung des Begriffs „Mode“; typische Silhouette: lässige, mit Bändern, Schleifen usw. überladene Kleidung, Zubehör in übersteigerter Größe. Schlapphut mit breiter, einseitig aufgeschlagener Krempe (Respondent der Gemütsverfassung entsprechend), ausladender Kragen, Stiefel mit hohem Absatz und dekorativen Sporen, dazu ein Degen oder Stock; ein entsprechender Aufputz bei Frauen wurde „Damische Bisarrie“ genannt.
(Claudia Wisniewski, Wörterbuch des Kostüms und der Mode)
A-Linie
Modelinie, 1955 vom französischen Modeschöpfer Christian Dior (1905-1957) kreiert; Silhouette: schmale Schulterpartie, Hüftbetonung durch nach unten verschobene Taillenlinie, stark ausgestellter Rock; bis in die 60er/70er Jahre vor allem in der „Jungen Mode“ nachwirkend.
(Claudia Wisniewski, Wörterbuch des Kostüms und der Mode)
Allover-All Fancy
(engl.), Gewebemuster, das über die ganze Fläche gleichmäßig verteilt ist.

Altdeutsche Kleidung
auch Altdeutsche Tracht, Schlagwort, den Stil der deutschen Nationalkleidung während der Befreiungskriege (1813-15) charakterisierend; auf Reformbestrebungen der 2. Hälfte des 18. Jh. zurückgehend; in der Gestaltung, bes. der Herrenkleidung, an historischen Vorbildern wie dem „alten deutschen Leibrock“ orientiert: hochgeschlossener, kurz über dem Knie endender Rock, als Standestracht besonders von Studenten übernommen; in der Damenkleidung Rückgriffe auf diverse historische, oftmals vermeintlich typische deutsche Stilelemente wie lange gepuffte Ärmel, Halskrause, Stuartkragen, jedoch nicht abweichend von der allgemeinen modischen Silhouette; aktuell um 1814, 1820 verboten; Bezeichnet erstmals 1639 für die Kleidung vor der Reformation in Deutschland aufgetaucht.
Alpaka
Weiche und Feine Wolle von südamerikanischen Lamas
Angora
Angorakaninchen haben feines Haar aus dem Garne und Stricke gefertigt werden. Herausstechende Merkmale sind die besondere Leichtigkeit und Voluminöses Erscheinungsbild.
Anorka
Ein Begriff der aus der Inuit-Sprache entnommen ist. Damit sind winddichte Jacken aus Vogel- und Seehundhaut gemeint. Schlicht geschnitten, überwiegend hüftkurze Windjacke mit langem Reißverschluss. Gerne auch Windbreaker mit einer kurzen Verschlussleiste in Schlüpfform mit Kapuze und Kängurutasche. Tunnelzug am Bund.
Appliktionen
Dekorative Elemente der Zeit und der Trends, meist zum aufnähen, oft auch zum aufbügeln.
Ärmelspange
Lasche oberhalb des Ärmelsaums; reines Zierstück oder zur Regulierung der unteren Ärmelweite; geknöpft, mit Schnalle usw.; meist in die Ärmelnaht gefasst; rund um den Ärmel geführt als »>Ärmelgurt« bezeichnet. in Europa eingeführt.
Atmungsaktiv
Atmungsaktiv sind Gewebe dann wenn sie Feuchtigkeit, vom Körper wegtransportieren.
Ausbluten
Ein Farbverlauf von meist dunkleren Farben zu helleren Tönen beim Waschen. Durch tiefe und dunkle Färbung kann die Farbe im Nachgang nochmals auswaschen.
Ausrüstung
Sammelbegriff für Verfahren, die nach der Fertigung den Gebrauchswert einer Ware erhöhen, ihren Charakter, ihre Oberfläche oder ihr Erscheinungsbild verändern bzw. veredeln.
Badges
Etiketten die bedruckt oder bestickt sind. Werden äusserlich sichtbar an der Kleidung angebracht.
Baggy

Basics
Basics kann man immer tragen. Sind in der Regel frei von Modezwängen und bieten die Möglichkeit auf dieser Form der „Leinwand“ aufzubauen und zu stylen.
Barbourjacke

Das Motiv
1894 brachte J. Barbour and Sons die erste Regenjacke aus Wax zur Welt.
Die Heidelandschaft und weite Horizonte, so wie das häufig regnerische Wetter bilden den Inbegriff des Gedanken einer mit Wachs beschichteten und damit ökologisch Nachhaltigen Allwetterjacke, wie man es nur in Großbritannien kennen kann.
Eigenschaften
Die Ursprungsidee aber war eben doch eine Kleidung für Seeleute und Hafenarbeiter zu entwickeln, die auch der erforderlichen Robustheit für den Zweck dienlich sein sollte. Aus dem Modecoup sollten aber später alltagstaugliche Variationen entstehen, mit sportlich-klassischen Eindrücken die für Rebellion und Haltung in der Sache stehen. Ein Eigenwilliger Stil der sich auch über die Wachsbeschichtung ergab.
Auch die Langlebigkeit ist Teil des Images und daher wichtiges Markenzeichen. Wer eine solche Barbourjacke besitzt, ist auch im Besitz einer lebenslangen Garantie, was es mit sich bringt das die Jacke zur Reparatur jederzeit an den britischen Hersteller versendet werden kann. Danneben besitzt Barbour auch den Titel des Royal warrants of Appontment und gilt damit auch als Ausstatter des britischen Königshauses. Wer also nichts königliches in der Familie hat, wird diese Wirkung aufgrund der Sichtbarkeit in den Kleidungsstücken durch das britische Königshaus vermittelt bekommen ohne regieren zu müssen.
Seit ihrer Entstehungszeit gefärbt und gewachst hebt sich die Jacke mit dem Baumwollstoff von seiner Konkurrenz ab. Mit einem geschickten und doch aufwendigen Marketing wurde die Jacke Global bekannt. Heute wird diese Jacke auch gerne zum Segeln und Angeln verwendet, zum Bootfahren, wandern und jagen.
Das Prinzip hat sich weiterentwickelt. Viele Modelle zieren heute den Markt und stehen für eine coole Charakteristik. Modische Details geben dem Schnitt heute eine neue Mode auf Basis des ursprünglichen Designs und der Idee.
Geschichte – Evolution
Nach seinem Ursprung im Jahr 1894 stieg das Unternehmen in den 1930er Jahren auch in den Markt der Bekleidung für Motorrad-Sport ein. 1940 erfolgte eine Erweiterung in die Seefahrt, genauer, Uniformen für britische U-Bootbesatzungen. Nach dem zweiten Weltkrieg folgte dann der Einstieg in die Alltagskleidung. Mit der 1970er Generation sollte Margaret Barbour fortan als erste Frau das Unternehmen in die Zukunft führen und modischer werden.
1974 erfolgte der Einstieg das Jagdreiten. Die Bedales entstand, beinhaltend einen Kragen aus Condsant. Bedales wurde erneut britischer Hoflieferant und Barbour verschaffte sich eine Position in der britischen Upper Class und steht damit seit jeher für die Gentlemen der Aristokratie und britischer Tradition.
(Quelle: Edwards-Dujarding, Hayley; In Mode, 2024)
Basicshirt

Das Basicshirt für darunter gibt es heute neben dem ursprünglichen Weis in verschiedensten Ausführungen. Entdeckt um 1898 liegt sein Ursprung als Unterhemd in der US-Armee. Damit ist ihm der Eindruck unterstellt das es Kriegsheldenstatus impliziert. Es war Teil der Uniform und an den heissesten Tagen sollte man es auf der Haut und ohne Oberteil tragend charakteristisch darstellen.
Batist

Feinfadiges, leinwandbindiges Gewebe aus Baumwolle, weich, schmiegsam, leicht. Hochwertige Qualitäten sind gekämmt oder merzerisiert. Auch Mischungen mit Polyester und Modal (beides chemische Stoffe aus natürlichen Polymeren). Hemden, Blusen, Wäsche oder Einlagen.
(Fachwissen Textilhandel, Europa verlag)
Bermuda
Freizeithose, geht bis oberhalb des Knies.

Beschichtungen
Bei einer Beschichtung werden dem Textil besondere, erweiterte Eigenschaften zugefügt. Meist mit speziellem, auch optischen Effekten. Beschichtungen können auf der Vorder- Rückseite des Oberstoffs angebracht werden, oder auch auf eingearbeitetem Trägermaterial.
Bicolor
Dezente, zweifarbige gemusterte Stoffe. Bicolor-Effekte entstehen durch Mélange und durch Nutzung verschiedener Garnfarben in Kette und Schuß.
Bordüre

Aus dem französischen Borte – Rahmen – ein Musterstreifen in ausgeprägter Gestaltung, oft an einer Kante wie im Bild entlang einer Knopfleiste am Hemd, oder Teil einer Gesamtmusterung. Innerhalb eines Druckmusters und als Besatz zum Aufnähen.
(Quelle: Wisniewski, Claudia, Wörterbuch des Kostüms und der Mode)
Bouclé

Gewebe mit noppiger, knotiger Oberfläche, die durch Schlingenzwirne entsteht. Wird meist als Kleider-, Kostüm oder Mantelstoff verwendet. Im Bild einer Oberhemd.
(Quelle: Fachwissen Textileinzelhandel, Europa-Verlag)
Blousonjacke

Der oder das Blouson, sportlich und hüftlang geschnitten. Auffälliges merkmal, die Stoffhülle wird durch einen breiten Bund am hüftende zusammengefasst. Beliebter Schnitt der seit den 1950er Jahren ununterbrochen aufgelegt wird.
(Claudia Wisniewski, Wörterbuch des Kostüms und der Mode)
Bootcut
Bei der Bootcutform ist die Hosenform einer Silhouette vom Knie abwärts gerade zum Saum ausgestaltet. In den 1980er Jahren gab es einmal die Karottenform, die zum Saum hin konisch zuläuft. In den 1970er Jahren ging die Form als Schlag nach aussen hin.
Brokat

Brokat ist schwer und ein luxuriös wirkender Stoff. Komplexe Muster und metallisch glänzende Fäden bringen die edle Wirkung hervor. Spezielle Webstühle ermöglichen durch die Kombination von Schuss- und Kettfäden ansprechende Muster. Der Begriff ist dem italienischen broccato entnommen, was für bestickt steht. Es bezeichnet im Grunde effektvolle Gewebe mit reicher Jacquard-Musterung. Meist vielfarbig und mit Glanzfäden durchsetzt. Zu seinen Anfängen mit Gold- und Silberdrähten verarbeitet. Man verwendet den Stoff weil er so edel wirkt für festliche Kleidung oder stilvolle Dekorationen.
(Quelle: Fachwissen Europa-Verlag, Textileinzelhandel; https://www.textil-one.de/brokat-stoffe/)
Bulla (römisch)

Bundfalten
In aller Regel sind die Falten rechts und links der Hosen, unterhalb des Bundes eingenäht und damit dauerhaft faltig. Dazu wurde der Stoff weiter geschnitten und der Zusatz in Falten gelegt. Erst dann erfolgt die Anbringung des Bundes.
Bundweite
Misst den Umfang des Bundabschlusses der Hose in der Höhe der Taille.
Button-Down

„Knopf-unten“-Kragen aus dem englischen übersetzt. Hat an den Ecken unterhalb des Stegs Knöpfe um den Kragen am Steg zu fixieren. Ursprünglich an sportlichen Herrenhemden um 1950 verwendet.
Caban
Von der Marine entlehnte Form zwischen Jacke und Kurzmantel aus robustem blauen Wollstoff. Grundsätzlich zweireihig mit großem Reverskragen und auffälligen Knöpfen.
Calceus (Römisch)

Pé co calceus senatorius Bronce
A bronze senatorial calceus discovered in Spain
By Álvaro Pérez Vilariño – Flickr: Pé co „calceus senatorius“. Bronce., CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=29206900
Calicos
Reitkleidung für Frauen; Bezeichnet nach den kriegerischen Reiterinnen der griechischen Mythologie; ab 18. Jh. erste Ansätze zur Sportkleidung und damit neue Zweckbestimmung der Reitkleidung, Entstehung des A.: der allg. Modelinie angepasst, allerdings mit maskulinem Charakter durch die der Herrenmode entlehnten Kleidungsstücke und Accessoires; bes. im 19. Jh. für die Reithaltung im Damensattel asymmetrisch geschnittene Röcke, darunter meist knielange Hosen, auch aus Wildleder; die nach dem 1. Weltkrieg übernommenen Herrenreithosen wurden bis in die 30er Jahre noch z. T. unter Röcken getragen. Mit Abschaffung des Reitrockes war auch das eigentliche A. abgeschafft.
Reitkleidung, dem Reiten in Schnitt und evtl. Material angepasste Kleidung: in geringem Masse bereits in der Antike, z.B. die vorne statt auf der Schulter zusammengehaltene Chlamys; Herausbildung einer speziellen Reitkleidung beginnend nach Mitte des 16. Jhd. Als Reisekleidung, auch als Jagdkleidung, im wesentlichen aber erst im 18. Jhd. Bes. für Frauen; siehe Amazonenkleid,
(Claudia Wisniewski, Wörterbuch des Kostüms und der Mode)

Caliga (Römisch)

Ferse einer Caliga aus Qasr Ibrim im British Museum
Von Prioryman – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=18435521

Parell_de_soles_de_sandàmlies_(caligae),_necròpolis_de_l’Albir,_Museu_Arqueològic_d’Alacant
Ober- und Unterseite von Caligasohlen (Archäologisches Museum Alicante)
Von Joanbanjo – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=30091359
Caprihose
Modische Sommerhose, schmal geschnitten und wadenlang.

Cargo Pants
Sportive Hose mit aufgesetztem oder genähten Seitentaschen im Oberschenkel – oder Kniebereich.
Casual
lockerer legerer Kleidungsstil.
Casual-Waffle

Checks
Englisch für Karos
Chino
Lässige Baumwollhose aus Twill.
Chiton

Chlamys

Clavi

Medieval Men Women Roman Gladiator Costume Adult Ancient Greek Cosplay Halloween Roman Warrior
Pinterest (https://www.aliexpress.com pinterest-all)
Cord
Das Gewebe gehört zur Samtgruppe. Durch Einschneiden der Rippen wird daraus Cord.
Cucullus (römisch)


Von Der ursprünglich hochladende Benutzer war Michail in der Wikipedia auf Deutsch – Übertragen aus de.wikipedia nach Commons durch Ireas mithilfe des CommonsHelper., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11627717

Von Johann Adam Delsenbach – Scanned from a postcard., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/ind
ex.php?curid=59935
Kaiser Sigismund im Ornat, Kupferstich von Johann Adam Delsenbach
Dehnbundhose
Bequeme Bundverarbeitung. Der Komfortbund entsteht durch den Einsatz elastischer Materialien und die Verarbeitung des Bundes.
Denim
Benannt nach der gleichnamigen Stadt in der der Stoff erfunden wurde. Strapazierfähiger, meist blauer Baumwollstoff in Körperbindung. Für die Herstellung von Jeans verwendet. Die Kettenfäden sind mit Indigo gefärbt, die Schussfäden naturfarben.
Dessin
Bestimmtes Muster, das mehrfarbig uni oder aus beidem kombiniert sein kann. Dessin wird im weiteren Sinne als Bezeichnung für alle Muster gebraucht.
Destroyed
Aus dem englischen „zerstört“. Meist bei Jeans die aufgeschnitten, kleine Löcher oder offene Kanten haben.
Dip-Dye
Batik-Technik. Wirkt als wäre der Stoff, Pulli oder T-Shirt in einen Farbeimer getaucht. Streifen und Farbverläufe sind üblich.
Double Dyed
Zweifarbiges Färbeverfahren bei Jeans oder Baumwollstoffen. Das Material wird komplett gefärbt, anschließend auf der Oberseite nochmals überfärbt; verleiht der Hose intensive Farbigkeit und hohe Farbeechtheit.
Dufflecoat
Sportiver, zweireihiger Mantel mit Kapuze. Aus robustem, oft Wasserabweisendem Oberstoff.
Exomis (griechische Antike)

By Marie-Lan Nguyen (User:Jastrow) 2009, CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7871590
Fascia (römisch)

Von Artiste romain – Science & Avenir N°746 – Avril 2009 – Page 57, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6407215
Fazilettlein

Fibula

Gallon-Streifen

Plural Galons oder Galone kommt von Gala und ist ein Besatz an einer um ca. 1814 bis 1850 festlichen Hofkleidung spanischer Mode Zierstreifen. Im Bild an einer Hose seitlich, oft auch an Hemden oder anderen Oberteilen eine seitlich verlaufende seitennaht. Ursprünglich für Herrenbekleidung entworfen, wurde es später im allgemeinen an Galla-Uniformen verwendet.
(Quelle: Wisniewski, Claudia, Wörterbuch des Kostüms und der Mode)
Gaufre

Gaufrer aus dem französischen das für prägen, im Falle des Textils auch für Reliefartige Textur steht. Ein Leinwandbindiges Gewebe mit Oberflächenprägung wie bei einem Relief. erzeugt durch eine gravierte Walze, dem Prägekalander.
(Fachwissen Textilhandel, Europa Verlag)
Gesässweite
Bei Hosen, waagerecht an der stärksten Stelle des Gesäßes gemessen.
Gewichtswebstuhl

Nachbau eines Gewichtswebstuhls im Wikinger Museum Haithabu
Von Kai-Erik Ballak – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5670547
Jungsteinzeitlicher Gewichtswebstuhl, Handwebmuseum Ruppenrath
Gewichtswebstuhl im Archäologischem Museum Kelheim
Gitterkaro
Feinfädiges Karo auf unifarbenem Grund.
Hang Tag
Produktetikett, mit Preis, Grössenangaben und Informationen zum Produkt. Manchmal werden auch Etiketten zur Preisreduzierung exkludiert, die auch als Tags bezeichnet werden.
Henley

Inch
Amerikanische Größenbezeichnung für Jeans. Bsw. 32/34. Steht für Bundweite 32 und Hosenlänge 34.
Jacquard-Muster

Benannt nach dem gleichnamigen Erfinder des Webstuhls. Ein Gewebe das meist mit formenreicher, grossrapportiger Webmusterung, mittels unterschiedlicher Garne, im Wechsel von Kett- und Schussatlas und Bindungseffekte hervorgehoben werden kann. Anwendungen sind meist in Gesellschaftskleidung oder auch zur Dekoration.
Jersey
Ein- oder zweiflächig gearbeiteter Maschenstoff, der sich durch Knitterarmut und begrenzte Dehnbarkeit auszeichnet.
Justaucorps
Justaucorps, franz. Direkt am Körper, eng anliegender, etwa knielanger Herrenrock; tailliert, Schoß auch versteift und abstehend, bes. in der 1. Hälfte des 18. Jhd. Vorne mit Knöpfen, ab etwa 1700 mit umgeschlagenen Kanten, dadurch bes. im Brustbereich das farbige Futter sichtbar → Revers; schmal eingesetzte, etwa dreiviertellange Ärmel mit breitem, weitem Aufschlag, nach 1700 Pagodenärmel; eingearbeitete Taschen; bei Hofe reich verziert mit Litzen, Tressen, Stickerei; aus der Uniform der Truppen Ludwigs XIV, etwa uib deb 1660er Jahren in die Zivilkleidung übernommen; im 18, Jahd. Durch Einfluss der Englischen Mode zurückhaltender in Form und dekor. Ab etwa 1770 bes. in der bürgerlichen Kleidung aus der Mode; div., z.T. neu aufgekommene Details des J. Haben sich etabliert, Reitschlitz, Revers.
(Claudia Wisniewski, Wörterbuch des Kostüms und der Mode)
Kamee

Von Gryffindor – Image:Kunsthistorisches Museum Vienna June 2006 035.jpg, CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4374249
Kubanischer Kragen

Auch unter Camp-Kragen zu finden. Ein lässiger Kragenstil, meist in Verbindung von Kurzarmhemden. Offen getragen wird gerne auf den obersten Knopf verzichtet. Dieser Kragenstil wird traditionell von der männlichen Bevölkerung unter dem Begriff Guayabera getragen. Kurzarmhemden werden eher ausserhalb der Hose getragen und wirken daher zusammen mit dem Kragen insgesamt lässig.
(Quelle Braun Hamburg GmbH)
Mauskragen

Nadelstreifen
Nadelfeine Streifen in verschiedenen Arten von Geweben. Entstehen durch das Trennen von ein bis zwei Kettfäden.
NOS
„Never out of stock“, für immer verfügbare Waren. Sind im Lager immer vorättig.
Ottoman

(Quelle Fachwissen Textilhandel, Europa Verlag)
Paenula (Römisch)

Überziehmantel. Grabstein des in Bonn stationierten Legionärs Quintus Petilius Secundus mit Paenula
Von Heiko Fischer – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=77140112
Palla (römisches Reich)

Agrippina die Jüngere mit Palla
Von Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885–1892 – Meyers Konversationslexikon. Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885–1892. Internetlink Retrobibliothek, PD-alt-100, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=2202832
Panama Textur

Paspelierung

Passepoil, französisch und meint schmaler, schmückender Vorstoß an Kanten und zwischen Teilungsnähten. Meist an Ausschnittkanten auch zu Stabilisierung der Form.
(Quelle: Wisniewski, Claudia, Wörterbuch des Kostüms und der Mode)
Paisleymuster

Orientalische Muster nachempfundenes Dessin mit typischen Palmetten-Motiven. Hat die Wirkung eines an den Spitzen eingerollten Palmblattes. Bekannt geworden um 1802 durch Kaschmirschals, die in der schottischen Stadt Paisley überwiegend in Baumwolle nachempfunden wurden.
(Quelle: Wisniewski, Claudia, Wörterbuch des Kostüms und der Mode)
Pallium

Innozenz III. mit Pallium im spätantik-byzantinischen Stil
Von Autor/-in unbekannt – Fresco at the cloister Sacro Speco, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=64027
Pileus (Römisch)

Griechische Terracotta-Figur eines Bauern mit Pilos, 1., Hut Jahrhundert vor Chr.
Von Marie-Lan Nguyen (3. Januar 2009), CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5729364
Piquet-Stoff

Wird auch gerne als Pikee geschrieben, Reliefmuster in Baumwollgewebe. Lehnt an die Wirkung einer plastischen Stepparbeit an. Ursprünglich entstanden aus zwei miteinander verarbeiteten Kett- und Schusssystemen (Doppelgewebe), entstandene englische Herrenweste im 18. Jhd. Später ausgeweitet auf Gesellschaftskleidung, inzwischen auch an Kragen von Damen und Kinderkleidungen. Passende Manschetten werden oftmals als Garnitur in den 1950 und 1960er Jahren eingesetzt.
(Quelle: Wisniewski, Claudia, Wörterbuch des Kostüms und der Mode)
Reitkleidung
Reitkleidung, weiter, bodenlanger Rock, Halsbinde „de Steinkerque“, Männerhemd, Dreispitz, dazu offenes üppiges Haar.
Wisniewski Wörterbuch; dem Reiten im Schnitt und evtl. Material angepasste Kleidung in geringem Masse bereits in der Antike, z.B. die vorne statt auf der Schulter zusammengehaltene Chlamys; Herausbildung einer speziellen Reitkleidung beginnend nach Mitte des 16. Jhd. Als Reisekleidung, auch als Jagdkleidung, im wesentlichen aber erst im 18. Jhd. Besonders für Frauen; siehe Amazonenkleid,
Redingotes
Mantel oder lange Jacke, tailliert, mit ausgestelltem bis glockigem Schoß, meist mit Revers oder Schalkragen; in England als riding-coat, Reitmantel, in Gebrauch, 1. Hälfte 18. Jhd. Bald in Frankreich als R. Bekannt: ein meist zweireihiger, wadenlanger Mantel, vielfach mit doppeltem Kragen; in der 2. Hälfte 18 Jhd. In div. Ausführungen, auch als Oberrock mit zurückgeschnittenen schoßteilen; in Kleidlänge ab den 1780er Jahren auch für Frauen modern; um 1800 Weiterentwicklung zum Gehrock, aber auch weiterhin in Mantelform; ab etwa 1950 Damenmantel und Kostümjacke, vielfach mit durchgehenden Teilungsnähten (Englische Naht) Frz., vom Englischen „riding coat“
Ein langer, schwerer Reitmantel mit doppeltem oder dreifachem, breitem Umlegekragen, der bis über die Schultern liegt. Er wurde aus England importiert, als im letzten Viertel des Jahrhunderts Englisches in Frankreich Mode wurde. Nicht nur als Reit- und Reisemantel fand der riding coat Verwendung, sondern vor allem mitte der 80er als Vorlage für eine Damenrobe mit doppeltem oder dreifachem Kragen.

Rollkragenpullover

S. 21 InMode
Schiller-Kragen
offen getragener, über den Kragen des Rocks bzw. der Jacke gelegter Hemdkragen; Bez. nach Friedrich Schiller (1759 bis 1805), wie ihn viele zeitgenössische Darstellungen zeigen; gilt als Symbolhafte Kleidung der Sturm- und Drang-Bewegung (um 1767 bis 1785); wiederaufgenommen und Entstehung der Bez. im Zuge des Zusammenschlusses der Wandervögel, Anfang 20. Jhd.
Scrapin-Effekt

Seersucker

Persisch shir oder shekar für Milch und Zucker stehend, Baumwollstoff mit borkigen Längsstreifen. der Effekt wird durch unterschiedliche Kettspannung erreicht. Wird häufig bei Hemden, Kleidern oder Blusen verwendet.
(Quelle Fachwissen Textilhandel, Europa Verlag)
Speckiger Look

Stola (Römische Republik)

Überkleid. Marmor-Statue einer römischen Frau mit Stola
Von Luis García (Zaqarbal), 14. Mai 2006., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=846987
Estatua de LIVIA DRUSILA. Mármol. Primer cuarto del siglo I. Paestum, Campania, Italia. Museo Arqueológico Nacional de España, Madrid.
T-Shirt
Das klassische T-Shirt wie man es heute kennt bekam seine Form im Jahre 1898 als die US-Armee das Unterhemd in die Uniform integrierte. Als Charakteristikum wurde es als die Oberbekleidung der Uniform an heissen Einsatzorten entfernt wurde und die Uniform auf das Unterhemd reduziert wurde. Mit dem zweiten Weltkrieg brachte man das T-Shirt mit der Charakteristik des eroberungslustigen Draufgängers in Verbindung. Seither ist ein Basic T-Shirt das Synonym für Kriegshelden und strahlt als Zweideutigkeit auch männliche Verführung aus.
Auch während der weltweiten studentischen Bewegungen in den 1968er Jahren kam das Shirt zur Geltung und hebt auch hier eine ausgeprägtere Form des Heldentums hervor. Rebellen, kühne Frauen oder Studenten machten sich diese Darstellung und praktikabilität zu eigen! Feministinnen trugen es ohne BH und Homosexuelle nutzen es als Darstellung für erotisch verbündete.
Der Begriff T-Shirt, das nach seiner Urform, einem T benannt ist, soll durch Francois Scott Fitzgerald um 1920 schriftlich festgehalten worden sein, als dieser einen Kofferinhalt in seinem Roman Diesseits vom Paradies beschrieb. Der Duden entnahm den Begriff seit den 1980er Jahren aus dem Englischen. Gedacht war das Unterhemd zur Sittsamkeit, sollte Robustheit mit sich bringen, die Haut vor der Rauhen Oberbekleidung schützen und darüber hinaus vor Hautfett. Das T-Shirt wurde später auch durch das Hemd ersetzt.
Es gibt allerdings auch einen Werdegang der die Geschichte seiner Bekanntheit in Form bringt. 1940 als erster Slogan durch die US-Armee, Namen der Korps und Militärakademien. 1948 kam das Shirt durch einen Politiker, der in Zivilkleidung gesehen wurde damit in Verruf. In den 1960er Jahren wurde das T-Shirt zum Werbe-T-Shirt von Walt Disney mit Protestaufschriften und eigener Haltung. Auch Luxusmarken nutzen diese für ihre Logos.
Toga (Römerzeit)

Toga mit Sinus (römisch)

Marcus Vipsanius Agrippa mit über den Kopf gezogener Toga beim Opfer (Fries des Ara Pacis in Rom). Die bauschige Überlappung bzw. Drapierung – das Sinus – diente möglicherweise als Tasche.
Von Institute for the Study of the Ancient World – Flickr: Procession on the Ara Pacis (I), CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=25046441
Tunika (Germanisch)

Germanische Tunika aus dem Thorsberger Moor, etwa 4. Jahrhundert n. Chr.
Von Photographed by User:Bullenwächter – Photographed at Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum de:Schloss Gottorf, Germany, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1432573
Tunika (Römisch)

Römisches Relief in der kroatischen Hafenstadt Pula.
Von Veleius – Eigenes Werk, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=65806608
Tweed
U-Boot-Ausschnitt
Ovale Kragenform, die von Schulterkugel zu Schulterkugel reicht.
Used-Optik
Spezielles Waschverfahren, das der Ware eine getragene Optik verleiht.
Waffelpikee

Zipper
Reißverschluss, aus dem englischen
Zopfmuster
Spezielles Versatzmuster, bei dem die Maschen verkreuzt werden, sodass ein Zopf entsteht.
Zwirn
Aus mehreren Parallelen liegenden Einzelfäden mit bestimmter Dehnung zusammengefügter Gesamtfaden.

