Kommunikationsmodell verbal nach Paul Watzlawick
Kommunikationsmodell verbal nach Friedemann Schulz von Thun
Kommunikationsmodell nonverbal nach Michael Argyle
Kommunikationsstrategie für Narrative
Produktivität des Menschen und seine Org-Modi
Produktivität durch gezielte Kreativitäts- und Produktivitätstechniken stärken
Kommunikation – wo Grenzen sind – Korrelation, Koinzidenz und Kausalität
Bindungsmotive – Bindungsarten
Zum Bild: Das „Ich“ in der Gesellschaft ist wie das Haus in einem Dorf dem „Es“ gegenüber. Als Mensch, Strukturiert, mit einer inneren Ordnung und Unordnung bin ich kommunikatives Medium, wie ein jedes anderes. Aufnahme, 1975, Kaltern, Südtirol
Was genau ist Kommunikation?
Erfahrungsgemäs wird in der Regel eine Form technischer Art erwartet. Dem komme ich nach.
Eine technisch formale Beschreibung von Kommunikation wäre.…
technisch
Kommunikation ist eine Übertragung, Tausch von Nachrichten zwischen Sender, Quelle und Empfänger, Senke.
Nachrichten müssen in eine Signalfolge umgewandelt werden. Das gilt in sehr vielen Fällen für die elektronische Übertragung, in der Regel dennoch auch für Menschen oder Objektübertragungen. Einer der Pioniere für die Sinnzusammensetzung, Zeichenfolgen der Sprache war Ferdinand de Saussure (1857 – 1913). Signale sind physikalische Größen. Optisch, elektrisch, elektromagnetisch, Schall, akustisch oder taktil.
Kommunikation ist damit zwischen Quelle und Senke um den Übertragungskanal als auch Codierung und Dekodierung erweitert.
In gewisser Weise kann man oder muss man sagen, dass bevor kommuniziert werden kann, Information aufzubereiten sind. Bevor ich wirklich so sprechen kann, das mich jemandes versteht, muss ein gewisser Grad an Ordnung durchlaufen worden sein. Demnach hier auch eine Beschreibung was Information ist.
Information
Information ist eine Menge von Daten, die einen bestimmten Organisationsgrad und damit einen Wert für einen Nutzer hat. Information ist eine Ressource mit wachsender Bedeutung. Eine Ressource hat den Wert in der Nutzung und ist damit Teil eines ökonomischen Prozesses. Information ist immateriell und benötigt einen Träger auf dem diese „abgelegt“ werden können. Auch die Daten und Informationen im Gehirn von Menschen ist immaterieller Art. Compact Disc, Gehirn, Computer, all das sind Plätze, Räume zur Ablage. Darüber wie Daten im Gehirn abgelegt werden wird aktuell auch sehr aktiv geforscht (Vgl. Studie 2024, Autobiografisches Erinnern). Ein Speichermedium an sich wäre von geringem Wert. Erst durch den Informationsgehalt kommt der Sache entsprechende Bedeutung zu.
Informationen sind Daten, die einen Konzentrations- und Verbesserungsprozess durchlaufen haben. Information wird kommunikativ übertragen und hat in der Regel einen Zuwachs an Wissen zur Folge, womit der Hinweis zur Wechselwirkung zwischen zwei Objekten gegeben ist.
Informelles Wissen entsteht wenn Informationen einem Analyseprozess unterworfen sind. Nach Bewertung der Daten werden diese als produktives Wissen bezeichnet. Produktives Wissen setzt die Möglichkeit zur Entscheidungsfindung frei, bzw. stellt Entscheidung für zukünftiges Handeln bereit. Entscheidend wiederum ist der vorausgegangene Kontext.
Weil Information mit Daten in Beziehung gesetzt werden, wird ein Sinnzusammenhang erreicht. Auf diese Weise wird Wissen zur Handlungsoption und wird damit zu einem ökonomischen Wert.
Daten sind Träger von Informationen. Damit beschreiben Eigenschaften, Merkmale von Objekten, Personen, Sachverhalten, Vorgängen aus der Realen Welt und Beziehungen zwischen ihnen.
Empfänger von Daten die mit Bedeutungen versehen sind und damit in einen Handlungskontext passen, werden damit zur Information.
Diese Form der Information führt zur Kenntnis über Sachverhalte, Vorgänge, Objekte uw. Daten werden damit Grundlage zur Beschreibung eines Realitätsausschnittes.
Kommunikation
Kommunikation ist zwangsläufig ein sehr umfangreiches und sehr komplexes Thema. In dieser Darstellung lege ich den Schwerpunkt in die Tendenz zur vestimentären Kommunikation, bei der die Kleidung eines Menschen eine grosse bedeutende Rolle spielt. Was bedeutet, der Anfang bewegt sich zwischen der Bewegung von Menschen, über den Ausdrucksgehalt und Wirkung von Kleidung, über die Sozialisierung bis hin zur innenliegenden Motivation und der Herausbildung als Individuen. Die Grundlagen dazu beider Kleidung habe ich unter der Rubrik Mode, hier steht eher die verbale Kommunikation im Vordergrund.
Auch hier, zwangsläufig als eine Form der hybriden Lebensweise zwischen Mensch und Technologie als auch ein Gegenüber zwischen Mensch und Künstlicher Intelligenz.
Wie eingangs beschrieben, unter Kommunikation versteht man die Verständigung untereinander, oder Übermittlung von Informationen und Signalen. Aus dem Lateinischen abgeleitet bedeutet Kommunikation Gemeinsamkeit oder Mitteilung.
Nachfolgend ein Auszug aus Loriot, das Ei. Ein Darstellung grandiosen Gesprächsverlaufs der alles aufzeigt was ein Gespräch hat, das in Folge Konfliktmunition für ein halbes Leben produziert.
Ob man Zugang zu den eigenen inneren Motiven hat oder nicht, die Quelle, das Motiv wie eine Botschaft sinngemäss vermittelt wird ist auch das was beim Empfänger so ankommt. Sätze wie, „Das war nicht so gemeint oder so zu verstehen, sondern…“ sind nahezu überflüssig, weil man letztlich doch genau das meint was man versendet hat. In der Praxis ist das natürlich anders.
Zum einen ist der Kontext massgeblich aus dem ich komme, zum anderen ist massgeblich auf welchen Kontext ich treffe.
Mögliche Störfaktoren in einer Informtionskette könnten sein
– Gesagt ist (nicht) gleich gehört
– Gehört ist (nicht) gleich verstanden
– Verstanden ist (nicht) gleich einverstanden
– Einverstanden ist (nicht) gleich gewusst, wie zu handeln
– Gewusst, wie zu handeln ist (nicht) gleich entsprechend aktiv zu werden
Aus der Einfachheit des Lebens entsteht eine Tiefe und Differenziertheit. Wir tauchen im Verlauf der Zeit, der Evolution in immer weitere Tiefen und Höhen vor. Und mit jedem weiteren dieser Verläufe geht eine Ressourceneffizienz einher (Theorie kommunikativen Handeln, Habermass, Jürgen). Und das wiederum bedeutet das man zunehmend auf mehr Kommunikation untereinander zurückgreifen muss, will man nicht in Konfliktreiche Situationen kommen.
Mit technologischen Hilfsmitteln vertieft sich das ganze um ein weitere maß. Wenn ich heute mit einer anderen Person über Smartphone oder Desktop kommuniziere, so sehe ich keine virtuellen Botschaften mehr. Die Kommunikation ist eine andere, das Konfliktpotenzial ist in dem Masse angewachsen. Dem muss durch zusätzliche oder anderweitige Kommunikation entgegengewirkt werden.
Wahrnehmung
Nach dem die technische Beschreibung einer Kommunikation dargestellt ist, will ich auch hier nach und nach in die jeweiligen tieferen Verständnisse und Möglichkeiten übergehen.
Kippbilder zeigen, das man Dinge aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten kann. Wichtig ist dabei mitunter die Sozialisierung. Die Art und weise wie ich aufgewachsen bin, was mich ausmacht, was ich gelernt habe, was mich interessiert, wohin meine Energie sich überträgt und Umwandelt.
Typisch und bekanntes Kippbild:
Meine Frau und meine Schwiegermutter von William Ely Hill

Interkulturelle Kommunikation soll an dieser Stelle ebenfalls kurz angesprochen sein und wird an einem anderen Ort noch etwas vertieft.
Ethnologen, Anthropologen und Sprachwissenschaftler liefern besonders viele Beispiele, die die unterschiedlichen Wahrnehmungsprozesse im Vergleich verschiedener Kulturen veranschaulichen.
Je wichtiger ein Bereich für den Lebensalltag der Menschen einer Kultur ist, umso feiner wird er sprachlich ausdifferenziert.
Während in Norddeutschland lebende Menschen des Flachlandes dem Schnee nicht viel Bedeutung zumessen, verhält sich das im Alpenraum ganz anders. Betrachtet man nur die Perspektive der Bergrettung und Meteorologie, dann ist massgeblich wie die Beschaffenheit der vielen unterschiedlichen Schneearten zu welchen Zeitpunkten sein wird. Man schaut sich die Dinge wesentlich differenzierter an.
Die Aivilik, ein Eskimovolk, welches zwölf verschiedene Begriffe zu Wind kennt, wird mit diesen Begriffen über den Wind anders denken und sprechen als Menschen die dem Wind nur wenig ausgesetzt sind. Die Inuit kennen ca. 100 verschiedene Bezeichnungen für weiß im Zusammenhang mit Schnee und Eis. Das Schwarz der Nacht hat für Navaho-Indianer eine andere Bedeutung als für die schwarze Farbe von Objekten. Chinesische Frauen kleiden sich bei der Hochzeit in rot und grün, in Europa in weiss. In Japan steht weiß sogar für Trauer.
Soziale Herkunft und damit auch kulturelle Aspekte sind der verlängerte Arm von interkultureller Wahrnehmung und damit Kommunikation.
Begriffe im Sinne vom Amig, also Mehrdeutige Begriffe benötigen einen Nationenübergreifenden Gedanken um unnötige Konflikte zu meiden. Auch zwischen den Kulturen in einem Land, zwischen verschiedenen Interessengruppen innerhalb einer Kultivierung wie bsw. unterschiedliche Berufsbilder können Begriffe ganz unterschiedliche Bedeutungen haben und liefern damit ein erhebliches Konfliktpotenzial in Missverständnissen. Ein Blatt ist für einen Menschen mit botanischem Interesse weitanders als für einen Kartenspieler.
Unterschiedliche Sprachen beinhalten unterschiedliche Bezugssysteme, Erfahrungen, Gefühle und Erwartungen.
Paul Watzlawick ist einer der vielleicht am häufigsten zitierten Kommunikationspsychologen und gilt als der moderne Begründer der Kommunikationstheorie. Zusammen mit Janet H. Beavin und Don D. Jackson entwickelte er einen systemtheoretischen Ansatz zur Entschlüsselung der Kommunikation.
Im folgt Friedemann Schulz von Thun mit dem Nachrichtenquadrat. Beide sind in ihren wesentlichen Grundzügen nachfolgen vorgestellt.
Watzlawick riskiert den Versuch eine Nachricht von Sender zu Empfänger aufgegliedert in einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt ausdifferenziert darzustellen. Bisher ist noch nicht bekannt, ob die von mir später dargestellten Aspekte menschlicher Beziehung auf einem Unterschied zwischen männlichem Geschlecht und weiblichem Geschlecht eine Rolle spielen. Dazu nachfolgend mehr.
Wahrnehmen sei ein aktiver sozialer Prozess, wie Watzlawick und seine Mitautoren zu bedenken geben und das jeder Mensch seine eigene Wirklichkeit zu konstruieren hätte (Konstruktivismus).
Auf Störungen in der Kommunikation kommt man im Grunde eigentlich am ehesten bei Friedemann Schulz von Thun zu sprechen.
Quelle:
Argyle, Michael; Petzold, Hilarion (Hrsg).; Körpersprache & Kommunikation; Innovative Psychotherapie und Humanwissenschaften; Junfermann Verlag Paderborn 1985
Göpel, Maja; Unsere Welt neu Denken, Eine Einladung, 10.. Auflage, 2020, Ullstein Buchverlage GmbH;
Beuther, Axel; Die geheimnisvolle Macht der Farben, Wie sie unser Verhalten und Empfinden beeinflussen; 2020, Droemer Verlag;
Han, Byung-Chul; Was ist Macht? Reclam Verlag Ditzingen, 2019
Rank, Otto; Das Trauma der Geburt – und seine Bedeutung für die Psychoanalyse; Psychosozialverlag; 2007
Maslow, Abraham; Motivation und Persönlichkeit, Übersetzung Paul Kruntorad; 15. Auflage 2018; Rowohlt Taschenbuch Verlag
Berkel, Karl; Konflikttraining, Konflikte verstehen, analysieren, bewältigen, 11. Auflage, Band 15, Verlag Windmühle, 2011
Shapiro, Daniel; Verhandeln, Die neue Erfolgsmethode aus Havard, Übersetzung Jürgen Neubauer, Campus Verlag, Frankfurt New York, 2018
Pini-Karadjuleski, Marianne; Kluger, Bernhard; Fein, Erhard; Boese-Grzeskowiak, Elke; Betriebliche Kommunikation, Verlag Stam, 1996;
Fromm, Erich, Die Kunst des Liebens; Übersetzung Liselotte und Ernst Mickel; Manesse Verlag Zürich; 2020; Titel der englischen Ausgabe „The Art of Loving“ 1956;
Schulz von Thun, Friedemann
Psychologische Vorgänge in der zwischenmenschlichen Kommunikation. In Fittkau, B; Müller-Wolf, H.M. Schulz von Thun, F; Kommunizieren lernen (und Umlernen) Hahner Verlagsgesellschaft 1987
Schulz von Thun, Friedemann
Miteinander reden 1, Störungen und Klärungen, Allgemeine Psychologie der Kommunikation, rororo Rowohlt Taschenbuch Verlag, 61. Auflage, 2023
Schulz von Thun, Friedemann
Miteinander reden 2, Stile, Werte und Persönlichkeitsentwicklung, Differenzielle Psychologie der Kommunikation, rororo Rowohlt Taschenbuch Verlag, 40. Auflage, 2022
Watzlawick, P; Beavin, J.H.; Jackson, D. D;
Menschliche Kommunikation, Verlag Hans Huber 1986
Watzlawick, P;
Anleitung zum Unglücklichsein, Piper 1988
Spitzer, Manfred; Lernen – Gehirnforschung und Schule des Lebens; Heidelberg, Spektrum Verlag 2002
Spitzer, Manfred; Selbstbestimmen – Gehirnforschung und die Frage, was sollen wir tun? Spektrum Verlag Heidelberg; 1. Auflage 2004;
Wer zusammenarbeitet, bewegt sich eher synchron, 2025
(http://de.gate-communications.com/wer-zusammenarbeitet-bewegt-sich-eher-synchron/)
Beziehungszufriedenheit schwankt im Verlauf weniger Tage und selbst während eines Tages deutlich, 2025
(http://de.gate-communications.com/beziehungszufriedenheit-schwankt-im-verlauf-weniger-tage-und-selbst-waehrend-eines-tages-deutlich/)
Hirnwellen in Harmonie Wenn Neuronen im Gleichklang kommunizieren, 2025
(http://de.gate-communications.com/hirnwellen-in-harmonie-wenn-neuronen-im-gleichklang-kommunizieren/)
Arbeitswerte als Kompass für erfolgreiche Unternehmenskultur, 2024
(http://de.gate-communications.com/arbeitswerte-als-kompass-fuer-erfolgreiche-unternehmenskultur/)
Psychosomatische Beschwerden haben eine biologische Basis, 2025
http://de.gate-communications.com/psychosomatische-beschwerden-haben-eine-biologische-basis/
Nature-Publikation Mechanische Spannungen als Treiber der Evolution, 2025
http://de.gate-communications.com/nature-publikation-mechanische-spannungen-als-treiber-der-evolution/
„Die Entwicklung eines Embryos ist eine präzise choreographierte Abfolge von Prozessen, bei denen Zellen aufeinanderstoßen, Gewebe wachsen, sich verschieben und ineinandergreifen. Dabei entstehen mitunter erhebliche mechanische Spannungen, die die Entwicklung des winzigen Organismus beeinträchtigen können“, beschreibt Studienleiter Professor Steffen Lemke von der Universität Hohenheim.
Die Entstehung des Rassismus, 2012 Arte, Bundeszentrale politische Bildung
https://m.bpb.de/178985
Eine Folge aus der Reihe „Mit offenen Karten“
von: Jean-Christophe Victor
Wie ist unser Gedächtnis verdrahtet – Prozess der Mustervervollständigung, 11. Dezember 2024
http://de.gate-communications.com/neurowissenschaft/wie-ist-unser-gedaechtnis-verdrahtet-prozess-der-mustervervollstaendigung/
Autobiografisches Erinnern im digitalen Zeitalter – Unser Leben im Spiegel unserer Daten
http://de.gate-communications.com/kommunikation/autobiografisches-erinnern-im-digitalen-zeitalter-unser-leben-im-spiegel-unserer-daten/
Wenn Führungskräfte nach oben buckeln und nach unten treten, 05. September, 2022
http://de.gate-communications.com/fuehrung-leadership/wenn-fuehrungskraefte-nach-oben-buckeln-und-nach-unten-treten/
Wiener, Norbert, 1948, 2019, Cybernetics or Control and Communications in the Animal and the Machine
https://direct.mit.edu/books/oa-monograph/4581/Cybernetics-or-Control-and-Communication-in-the
1948, Cybernetics, or, Control and Communication in the Animal and the Machine by Norbert Wiener
(https://libraries.mit.edu/150books/2011/04/04/1948/)
Shannon Claude Elwood,
a mathematical theory of communication bell system technical Journal
vol. 27, pp. 379-423 and 623-656, July and October 1948
https://www.bell-labs.com/claude-shannon/assets/images/discoveries/1948-04-21-a-mathematical-theory-of-communication-parts-I-and%E2%80%93carousel-01.pdf
Seit 123 Millionen Jahren blüht es auf der Erde, 2025
http://de.gate-communications.com/seit-123-millionen-jahren-blueht-es-auf-der-erde/
Sakralisierung – wie Held in die Welt kam, 2025
http://de.gate-communications.com/sakralisierung-wie-held-in-die-welt-kam/


