Zum Bild: Das „Ich“ in der Gesellschaft ist wie das Haus in einem Dorf dem „Es“ gegenüber. Als Mensch, Strukturiert, mit einer inneren Ordnung und Unordnung bin ich kommunikatives Medium, wie ein jedes anderes. Aufnahme, 1975, Kaltern, Südtirol
Was genau ist Kommunikation?
Erfahrungsgemäs wird in der Regel eine Form technischer Art erwartet. Dem komme ich nach.
Eine technisch formale Beschreibung von Kommunikation wäre.…
technisch
Kommunikation ist eine Übertragung, Tausch von Nachrichten zwischen Sender, Quelle und Empfänger, Senke.
Nachrichten müssen in eine Signalfolge umgewandelt werden. Das gilt in sehr vielen Fällen für die elektronische Übertragung, in der Regel dennoch auch für Menschen oder Objektübertragungen. Einer der Pioniere für die Sinnzusammensetzung, Zeichenfolgen der Sprache war Ferdinand de Saussure (1857 – 1913). Signale sind physikalische Größen. Optisch, elektrisch, elektromagnetisch, Schall, akustisch oder taktil.
Kommunikation ist damit zwischen Quelle und Senke um den Übertragungskanal als auch Codierung und Dekodierung erweitert.
In gewisser Weise kann man oder muss man sagen, dass bevor kommuniziert werden kann, Information aufzubereiten sind. Bevor ich wirklich so sprechen kann, das mich jemandes versteht, muss ein gewisser Grad an Ordnung durchlaufen worden sein. Demnach hier auch eine Beschreibung was Information ist.
Information
Information ist eine Menge von Daten, die einen bestimmten Organisationsgrad und damit einen Wert für einen Nutzer hat. Information ist eine Ressource mit wachsender Bedeutung. Eine Ressource hat den Wert in der Nutzung und ist damit Teil eines ökonomischen Prozesses. Information ist immateriell und benötigt einen Träger auf dem diese „abgelegt“ werden können. Auch die Daten und Informationen im Gehirn von Menschen ist immaterieller Art. Compact Disc, Gehirn, Computer, all das sind Plätze, Räume zur Ablage. Darüber wie Daten im Gehirn abgelegt werden wird aktuell auch sehr aktiv geforscht (Vgl. Studie 2024, Autobiografisches Erinnern). Ein Speichermedium an sich wäre von geringem Wert. Erst durch den Informationsgehalt kommt der Sache entsprechende Bedeutung zu.
Informationen sind Daten, die einen Konzentrations- und Verbesserungsprozess durchlaufen haben. Information wird kommunikativ übertragen und hat in der Regel einen Zuwachs an Wissen zur Folge, womit der Hinweis zur Wechselwirkung zwischen zwei Objekten gegeben ist.
Informelles Wissen entsteht wenn Informationen einem Analyseprozess unterworfen sind. Nach Bewertung der Daten werden diese als produktives Wissen bezeichnet. Produktives Wissen setzt die Möglichkeit zur Entscheidungsfindung frei, bzw. stellt Entscheidung für zukünftiges Handeln bereit. Entscheidend wiederum ist der vorausgegangene Kontext.
Weil Information mit Daten in Beziehung gesetzt werden, wird ein Sinnzusammenhang erreicht. Auf diese Weise wird Wissen zur Handlungsoption und wird damit zu einem ökonomischen Wert.
Daten sind Träger von Informationen. Damit beschreiben Eigenschaften, Merkmale von Objekten, Personen, Sachverhalten, Vorgängen aus der Realen Welt und Beziehungen zwischen ihnen.
Empfänger von Daten die mit Bedeutungen versehen sind und damit in einen Handlungskontext passen, werden damit zur Information.
Diese Form der Information führt zur Kenntnis über Sachverhalte, Vorgänge, Objekte uw. Daten werden damit Grundlage zur Beschreibung eines Realitätsausschnittes.
Kommunikation
Kommunikation ist zwangsläufig ein sehr umfangreiches und sehr komplexes Thema. In dieser Darstellung lege ich den Schwerpunkt in die Tendenz zur vestimentären Kommunikation, bei der die Kleidung eines Menschen eine grosse bedeutende Rolle spielt. Was bedeutet, der Anfang bewegt sich zwischen der Bewegung von Menschen, über den Ausdrucksgehalt und Wirkung von Kleidung, über die Sozialisierung bis hin zur innenliegenden Motivation und der Herausbildung als Individuen. Die Grundlagen dazu beider Kleidung habe ich unter der Rubrik Mode, hier steht eher die verbale Kommunikation im Vordergrund.
Auch hier, zwangsläufig als eine Form der hybriden Lebensweise zwischen Mensch und Technologie als auch ein Gegenüber zwischen Mensch und Künstlicher Intelligenz.
Wie eingangs beschrieben, unter Kommunikation versteht man die Verständigung untereinander, oder Übermittlung von Informationen und Signalen. Aus dem Lateinischen abgeleitet bedeutet Kommunikation Gemeinsamkeit oder Mitteilung.
Nachfolgend ein Auszug aus Loriot, das Ei. Ein Darstellung grandiosen Gesprächsverlaufs der alles aufzeigt was ein Gespräch hat, das in Folge Konfliktmunition für ein halbes Leben produziert.
Ob man Zugang zu den eigenen inneren Motiven hat oder nicht, die Quelle, das Motiv wie eine Botschaft sinngemäss vermittelt wird ist auch das was beim Empfänger so ankommt. Sätze wie, „Das war nicht so gemeint oder so zu verstehen, sondern…“ sind nahezu überflüssig, weil man letztlich doch genau das meint was man versendet hat. In der Praxis ist das natürlich anders.
Zum einen ist der Kontext massgeblich aus dem ich komme, zum anderen ist massgeblich auf welchen Kontext ich treffe.
Mögliche Störfaktoren in einer Informtionskette könnten sein
– Gesagt ist (nicht) gleich gehört
– Gehört ist (nicht) gleich verstanden
– Verstanden ist (nicht) gleich einverstanden
– Einverstanden ist (nicht) gleich gewusst, wie zu handeln
– Gewusst, wie zu handeln ist (nicht) gleich entsprechend aktiv zu werden
Aus der Einfachheit des Lebens entsteht eine Tiefe und Differenziertheit. Wir tauchen im Verlauf der Zeit, der Evolution in immer weitere Tiefen und Höhen vor. Und mit jedem weiteren dieser Verläufe geht eine Ressourceneffizienz einher (Theorie kommunikativen Handeln, Habermass, Jürgen). Und das wiederum bedeutet das man zunehmend auf mehr Kommunikation untereinander zurückgreifen muss, will man nicht in Konfliktreiche Situationen kommen.
Mit technologischen Hilfsmitteln vertieft sich das ganze um ein weitere maß. Wenn ich heute mit einer anderen Person über Smartphone oder Desktop kommuniziere, so sehe ich keine virtuellen Botschaften mehr. Die Kommunikation ist eine andere, das Konfliktpotenzial ist in dem Masse angewachsen. Dem muss durch zusätzliche oder anderweitige Kommunikation entgegengewirkt werden.
Wahrnehmung
Nach dem die technische Beschreibung einer Kommunikation dargestellt ist, will ich auch hier nach und nach in die jeweiligen tieferen Verständnisse und Möglichkeiten übergehen.
Kippbilder zeigen, das man Dinge aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten kann. Wichtig ist dabei mitunter die Sozialisierung. Die Art und weise wie ich aufgewachsen bin, was mich ausmacht, was ich gelernt habe, was mich interessiert, wohin meine Energie sich überträgt und Umwandelt.
Typisch und bekanntes Kippbild:
Meine Frau und meine Schwiegermutter von William Ely Hill

Interkulturelle Kommunikation soll an dieser Stelle ebenfalls kurz angesprochen sein und wird an einem anderen Ort noch etwas vertieft.
Ethnologen, Anthropologen und Sprachwissenschaftler liefern besonders viele Beispiele, die die unterschiedlichen Wahrnehmungsprozesse im Vergleich verschiedener Kulturen veranschaulichen.
Je wichtiger ein Bereich für den Lebensalltag der Menschen einer Kultur ist, umso feiner wird er sprachlich ausdifferenziert.
Während in Norddeutschland lebende Menschen des Flachlandes dem Schnee nicht viel Bedeutung zumessen, verhält sich das im Alpenraum ganz anders. Betrachtet man nur die Perspektive der Bergrettung und Meteorologie, dann ist massgeblich wie die Beschaffenheit der vielen unterschiedlichen Schneearten zu welchen Zeitpunkten sein wird. Man schaut sich die Dinge wesentlich differenzierter an.
Die Aivilik, ein Eskimovolk, welches zwölf verschiedene Begriffe zu Wind kennt, wird mit diesen Begriffen über den Wind anders denken und sprechen als Menschen die dem Wind nur wenig ausgesetzt sind. Die Inuit kennen ca. 100 verschiedene Bezeichnungen für weiß im Zusammenhang mit Schnee und Eis. Das Schwarz der Nacht hat für Navaho-Indianer eine andere Bedeutung als für die schwarze Farbe von Objekten. Chinesische Frauen kleiden sich bei der Hochzeit in rot und grün, in Europa in weiss. In Japan steht weiß sogar für Trauer.
Soziale Herkunft und damit auch kulturelle Aspekte sind der verlängerte Arm von interkultureller Wahrnehmung und damit Kommunikation.
Begriffe im Sinne vom Amig, also Mehrdeutige Begriffe benötigen einen Nationenübergreifenden Gedanken um unnötige Konflikte zu meiden. Auch zwischen den Kulturen in einem Land, zwischen verschiedenen Interessengruppen innerhalb einer Kultivierung wie bsw. unterschiedliche Berufsbilder können Begriffe ganz unterschiedliche Bedeutungen haben und liefern damit ein erhebliches Konfliktpotenzial in Missverständnissen. Ein Blatt ist für einen Menschen mit botanischem Interesse weitanders als für einen Kartenspieler.
Unterschiedliche Sprachen beinhalten unterschiedliche Bezugssysteme, Erfahrungen, Gefühle und Erwartungen.
Paul Watzlawick ist einer der vielleicht am häufigsten zitierten Kommunikationspsychologen und gilt als der moderne Begründer der Kommunikationstheorie. Zusammen mit Janet H. Beavin und Don D. Jackson entwickelte er einen systemtheoretischen Ansatz zur Entschlüsselung der Kommunikation.
Im folgt Friedemann Schulz von Thun mit dem Nachrichtenquadrat. Beide sind in ihren wesentlichen Grundzügen nachfolgen vorgestellt.
Watzlawick riskiert den Versuch eine Nachricht von Sender zu Empfänger aufgegliedert in einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt ausdifferenziert darzustellen. Bisher ist noch nicht bekannt, ob die von mir später dargestellten Aspekte menschlicher Beziehung auf einem Unterschied zwischen männlichem Geschlecht und weiblichem Geschlecht eine Rolle spielen. Dazu nachfolgend mehr.
Wahrnehmen sei ein aktiver sozialer Prozess, wie Watzlawick und seine Mitautoren zu bedenken geben und das jeder Mensch seine eigene Wirklichkeit zu konstruieren hätte (Konstruktivismus).
Auf Störungen in der Kommunikation kommt man im Grunde eigentlich am ehesten bei Friedemann Schulz von Thun zu sprechen.
Kommunikationsmodell Paul Watzlawick
Wenn man auf die Entwicklungen der Kommunikation schaut, insbesondere durch Watzlawick, dann könnte man annehmen, die Entwicklung der Kommunikation erlebte zum Zeitpunkt ihrer Entstehung einen zentralen Meilenstein. Den durch die interkulturelle Kompetenz, womit ich noch auf das spätere Thema hinweise. Denn viele Begriffe haben in unterschiedlichen Nationen andere Bedeutungen, was Kommunikation und Konflikt gegenüber stellen.
Dreiteilung der Kommunikation
Watzlawick sieht eine Notwendigkeit in der Kommunikation darin diese in eine Informationstheorie, in Philosophie und in Psychologie aufzuteilen.
Syntax
Eine Syntax besteht aus Signale wie Kanälen, Codes und Kapazität der Kommunikation. Diese Syntax basiert auf der eingangs beschriebenen technischen Darstellung von Nachrichtenübertragung. Die Struktur sorgt dafür das eine Botschaft entsprechend richtig dargestellt ankommt.
Semantik
Die Semantik meint die Bedeutung der Kommunikation. Diese setzt eine Übereinkunft zwischen Sender und Empfänger voraus. Die Bedeutungsempfindung kommt der Philosophie ähnlich. Die Botschaft muss verstanden werden können.
Pragmatik
Pragmatisch ist die Botschaft dann, wenn das Verhalten durch die Kommunikation beeinflusst ist.
Regelkreissysteme
In den 1950er Jahren entstand der Wissenschaftszweig Kybernetik. Das brachte es mit sich das man auch in der Psychologie nicht mehr nur das einzelne Individuum sah, sondern, ohne sich in der Wechselwirkung bewusst zu sein, Beziehungen und Austausch innerhalb von Systemen zu verstehen. Informationen stehen nun in Relation zum Informationsaustausch. Jede Erfahrung und Wahrnehmung wird in Relation, in Beziehung zu etwas gesetzt.
Um Wahrnehmungen einordnen zu können sind Ordnungs- und Bezugssyteme erforderlich.
Wenn a auf b wirkt und b auf c, dann entspricht das einer linearen Abfolge von Ereignissen. Wirkt aber zusätzlich c auf a mit einer Rückmeldung wird das System zirkulär und entspricht einem Regelkreis. Eine Neuheit im Bezug auf die Kybernetik, weil sich auch dadurch der Kreis das System geschlossen hatte.
Jedes Verhalten bedingt und wirkt auf das Verhalten des anderen.
Redundanz
Die Redundanz beschreibt die Regelhaftigkeit einer Zeichenfolge. Im Sinne einer Anpassungsleistung speichern Menschen bestimmte Verhaltensweisen was die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten weiterer Verhaltensweisen erhöht. Watzlawick teilt die Kommunikation in die Bereiche Syntax, Semantik und Pragmatik. Man kann das Verhalten anderer verstehen, beeinflussen und voraussehen. Eine Verletzung von Regeln fällt im Grunde nicht auf.
Metakommunikation
Aktuell leben wir in einer Zeit die aufgrund ihres rasanten Wachstums immer auch dazu drängt Übersicht gewinnen zu wollen, reflektieren zu wollen, begreifen zu wollen, wie etwas ein- und zugeordnet werden kann.
Für die Kommunikation gilt hier dasselbe. Aus pragmatischer Sicht ist es hilfreich sich über das kommunizierte, den Abläufen und Regeln Bewusstsein zu verschaffen und diese ggfl. Zu korrigieren. Weiterhin hilft Metakommunikation aktuell sehr aktiv dabei Konflikte zu vermeiden.
In gewisser Weise hilft es, wie Daniel Shapiro, Konfliktforscher und Verhandlungswissenschaftler das beide Seiten sich über die eigene Position Klarheit verschaffen. Verhandelt man durch Gespräche, kann man sich in Aussagen über die ursprüngliche Position erneut Gedanken machen. Vor allem, wie man in den Axiomen noch sehen wird, weil man dazu neigt abzugleiten!
Metakommunikation beschreibt also die Kommunikation über der Kommunikation. Ein gewisser Nachteil wird bei den eigenen Ressourcen sichtbar. Denn eine Eigenbeobachtung kostet in der Regel viel Energie und Hirnschmalz!
Damit hat die Metakommunikation den Nachteil das dass eigentliche Medium, das beobachtet wird, auch zur Analyse über dasselbige verwendet wird.
Watzlawicks Gedanken dazu sind die, das man die Form dieser Beobachtung wie ein wechelseitiges Verhalten betrachtet, wie in einem Schachspiel. Wenn auf das Verhalten von a immer das Verhalten b oder c folgt, aber eben nie d oder e, und auf b folgt immer f oder g, kann man auf eine Metakommunikation schließen. Eine Verhaltenskette mit einer regelhaften Wechselbeziehung die nach Watzlawicks Auffassung nicht weiter erklärbar wird.
Wenn Systeme komplex werden, dann bietet es sich an nicht akribisch auf den Kern, auf die Beschaffenheit zu schauen, sondern wirtschaftlich denkend, Ressourcen sparend, die Wechselwirkung als Black Box zu betrachten. Das bedeutet, man betrachtet lediglich Input-Output. Man arbeitet mit Fakten die in die Black Box gehen und zieht aus der Schlussfolgerung des Ausgangs auf mögliche Mutmassungen von Verhaltensmustern.
Paul Watzlawick hat vor diesem Hintergrund fünf Axiome entwickelt.
Axiome nach Watzlawick
Zur kurzen Übersicht
1. Axiom „Man kann nicht nicht kommunizieren“
2. Axiom „Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt. Der Beziehungsaspekt bestimmt den Inhaltsaspekt und entspricht daher einer Metakommunikation.“
3. Axiom „Interpunktion von Ereignisfolgen“
4. Axiom „Menschliche Kommunikation bedient sich digitaler und analoger Modalitäten.“
5. Axiom „Zwischenmenschliche Kommunikationsabläufe sind entweder symmetrisch oder komplementär, je nachdem, ob die Beziehung zwischen den Partnern auf Gleichheit oder Unterschiedlichkeit beruht.“
Erstes Axiom: „Man kann nicht nicht kommunizieren“
Jede Art des Verhaltens von Menschen liefert mindestens nonverbale Signale. Das Spektrum was jemand denkt, denken könnte ist dabei freilich sehr umfangreich. Das Motiv des Schweigens hat eine gleiche Bandbreite und reicht von Erhöhung des Gegenübers im Sinn von erstaunt sein, bis hin zur maximalen Erniedrigung im Sinne die schlechtesten Gedanken weder offenbaren, noch ein Feedback darüber geben ob etwas angemessen sein könnte oder nicht.
Man kann die Sache auch etwas umgekehrt sehen und sagen „Die Sprache ist die Quelle der Mißverständnisse.“ wie einst der französische Dichter Saint-Exupéry gesagt haben solle. Es ist ja durchaus bekannt das Körpersignale aus Gesicht, Mikroexpression aber auch vom Körper selbst eine solche Komplexität aufweisen, das der Mensch diese nicht in der Form kontrollieren kann. Sprache hingegen hat schon vor dem Hintergrund der Vermeidungsstrategien erhebliches zu bieten. Aus biblischer Perspektive, die Zunge ist wie ein Schwert das Körper und Geist zu trennen weis.
Andererseits kann man von den Dingen natürlich so sprechen das jemand gerne zuhören möchte, wie Blaise Pascal sagte, „Beredsamkeit ist die Kunst, so von den Dingen zu sprechen, dass jemand gerne zuhört.“ Wann es also gut ist zu schweigen oder zu sprechen, das wird man auch situationsabhängig zu entscheiden haben.
Welche Bedeutung aber das aktive nicht kommunizieren hat, da hat sich Watzlawick relativ präzise ausgedrückt:
– Abweisung
– Annahme
– Entwertung
– Symptome vortäuschen um sich einer Kommunikation zu entziehen
Als Kommunikationsklippen bezeichnet und in Erweiterung zu den Ausführungen von Watzlawick gelten noch,
– Angst, sich selbst zu offenbaren (Schulz von Thun)
– Imponiergehabe, man betrachtet den oder die kommunikativ aktive Person aus dieser Position
– Fassadentechnik als Gegenteil des Imponiergehabes, man versucht sich hinter einer Fassade zu verbergen → Vortäuschungen
– Fehlende Sicherheit, Verunsicherung führen zu einem Mangel an kommunikation gegenüber der aktiv kommunizierenden Person.
Zweites Axiom: „Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt. Der Beziehungsaspekt bestimmt den Inhaltsaspekt und entspricht daher einer Metakommunikation.“
Für die Kommunikation benötigt der Mensch Daten für die Inhaltsebene. Wortwahl, Wortfolge, Satzbau. Die Beziehungsebene hat die Aufgabe diese Daten zu interpretieren. Jeder Mitteilung folgt daher neben dem Inhalt auch die Informationen wie der Sender sie vom Empfänger verstanden haben möchte.
An der Stelle ist es durchaus wichtig und hilfreich zu wissen das immer das Motiv des Senders versendet wird. Wenn man sich nicht im klaren über das eigene Motiv ist, dann hat man den inneren Zugang nicht und es wird sich als belanglos äussern, mit vielleicht fatalen Folgen für den oder die Empfängerin. Ist das Motiv klar, kann es durchaus sein das die empfangende Person die Information zwar anders versteht als gesendet wurde. Allerdings ist das Motiv auf Seiten des Senders klar gewesen. Der oder die Empfängerin hätte die Pflicht im Zweifel zunächst urteilsfrei zu bleiben und die tieferen Beweggründe zu hinterfragen.
Sofern nonverbale Signale (Kommunikationscodes wie Mimik, Gestik, Körperhaltung, Blickrichtung, Tonfall, Lautstärke, Intonation) mitgesendet werden wirken diese an der Stelle sehr hilfreich. Im Zeitalter technologischer Kommunikation ist hierbei sehr viel Konfliktpotenzial vorhanden.
All diese Anteile sind nach Watzlawick als Metakommunikation zu verstehen.
Mögliche Störungen
Uneinigkeit der Kommunikationspartner auf der Sach- und auf Beziehungsebene.
Mischformen können sein:
– Eine Störung überträgt sich von der Beziehungs- auf die Inhaltsebene.
– Gemeinsamkeiten auf der Inhaltsebene sind zwar gross, die Störung auf der Beziehungsebene ist aber noch vorhanden, trotzdem kooperiert man. So lange bis die Blockade gebrochen wird und es zum Abbruch der Kommunikation kommt. Typischerweise kennt man diese Haltung wenn jemand alles hinzunehmen scheint, aber man bereits an nonverbalen Signalen erkennen kann das eine Person die Kommunikation lediglich hinnimmt. Dabei baut sich Frust auf der irgendwann irgendwo zu entladen sein wird.
– Die Störung wird geklärt, erst danach wird das Gespräch fortgesetzt.
Störungen verlangen in der Regel viel Engagement um einen Dialog ordnungsgemäss zu Ende zu bringen. Feedback, Resonanz und Reflektion sind wichtige Bestandteile um Konflikte zu meiden.
Ein kleiner Exkurs
Aus der Biologie aber auch der Psychologie ist bekannt, das aus dem männlichen Geschlecht das Informative hervor geht, während sich bei weiblichen Geschlechtern die Sinnlichkeit in der Welt entwickelt. Verantwortlich für diese Entwicklungen sind die jeweiligen Hormone Östrogen und Testosteron (Vgl. et al Beck, Faszinierendes Gehirn, 2019). Aus diesen haben sich die Geschlechtsmerkmale und damit das jeweilige geschlechtsspezifische (Gehirn) Denken entwickelt (Vgl. Das Geschlecht des Körpers – Warum unsere Organe kein einfaches männlich oder weiblich kennen, 2025). Jedes Geschlecht und der Vollständigkeit halber damit im Kontinuum der Geschlechter (bedeutet alle Geschlechtsdifferenzierungen dazwischen), hat damit eine einzigartige Besonderheit.
Bis zum Gegenwärtigen Zeitpunkt ist aber nicht bekannt, ob grundlegend durch ein weibliches Geschlecht der Beziehungsaspekt kommuniziert, und durch das männliche Geschlecht der Inhaltsaspekt kommuniziert wird. Aber es scheint sehr naheliegend.
Drittes Axiom: „Interpunktion von Ereignisfolgen“
Das meint die Strukturierung der Wechselwirkung der Zeichensetzung. Die Interpunktion organisiert das Verhalten des Gesprächs. Der Gesprächsverlauf ist dabei in einem Ursache-Wirkungsverhältnis zu verstehen. Person A gibt eine Aktion vor, möglicherweise schon mit einer Erwartungshaltung. Person B reagiert entsprechend gegenläufig oder erwartungsgemäss.
In entsprechender Reaktion agiert Person A, wobei bereits das Gesprächsverhältnis vorgegeben ist.
Hier darf ich nochmals auf Loriot „Das Ei“ verweisen! Der Verlauf eines Gesprächs ist aber ebenso von möglichen Tagesformen Abhängig. Ereignisse können eigene Haltung oder Meinungen ins wanken bringen! (Vgl. Beziehungszufriedenheit schwankt im Verlauf weniger Tage und selbst während eines Tages deutlich, 2025)
Der Gesprächsverlauf ist nach Auffassung von Paul Watzlawick der Gefahr preisgegeben das ein Gesprächsverlauf verroht, was dieser der Tatsache zuordnet, das man im Gesprächsverlauf nicht in die Metaebene übergeht. Also dem ständigen reflektieren über den Dialog.
So bsw. gibt Person A eine Information, Person B nimmt diese mit Widerwillen zur Kenntnis.
Durch die fehlende Metakommunikation bricht die Interpunktion im Gesprächsverlauf aus der Sachebene in die Beziehungsebene ab. Die Gesprächspartner, Partnerinnen werden zu einander persönlich. Diesen Fall erkennt man sehr häufig im Plenum bei der Politik. In so mancher Nation entstehen sogar Handgreiflichkeiten, was im Grunde schwer zu verstehen ist! Den Inhalt der Politik ist es Themen auszudiskutieren die das Leben der Menschen in einem Staat organisieren sollen. Die Vorbildrolle der Politik ist in der Regel für Familie gedacht, weil die Politik aus diesem System ursprünglich entstanden ist. D.h., hier wird diskutiert und Meinungen müssen ausgehalten werden.
Ein Konflikt ist nahezu unvermeidbar. Watzlawick sieht das Problem nicht nur in der fehlenden Metakommunikation, sondern vor allem auch in den unterschiedlichen Wahrnehmungen von Gesprächs- und Verhaltensabläufen.
Daher ist die Interpunktion auch sehr stark in der Interkulturellen Diplomatie sehr problematisch und benötigt entsprechende sprachliche Kompetenz. Denn jede Kultur hat eine eigene Interpunktion.
Störungen
Störungspotenzial ist in der Sinneswahrnehmung zu finden. Während eines Gesprächsverlaufes muss flink entschieden werden welche Informationen relevant und welche unrelevant sind. Dabei sind nicht nur die Informationen als solches wichtig die wegzulassen und hinzuzufügen sind, sondern das Repertoire der informierenden Quellen bewerten Informationsgehalte durchaus unterschiedlich.
In der gegenwärtigen Zukunft wird davon auszugehen sein das es von Vorteil ist ein Verständnis dafür zu haben in welchem Narrativ man sich bewegt. Und wenn man ein Bewusstsein über das eigene Narrativ hat, also eine Gruppe gleichgesinnter Menschen, das man dann versteht wie man sich nach aussen zu kommunizieren habe.
Grundsätzlich muss man es als Vorteil bewerten, wenn beide Gesprächspartner bereit sind sich über ihre jeweiligen Positionen auszutauschen und für Klarheit zu sorgen.
Auch die Self-fulfilling Prophecy gilt hierbei als eine Störung. Jemand reagiert genauso wie ich es mir bereits gedacht hatte. Im Sinne einer Koinzidenz (Vgl. Lexikon/Koinzidenz) besteht dabei die Gefahr, das man den Partner unter dem Aspekt der Selbstprophezeihung versteht und auf diese weise entsprechend das Gespräch bereits lenkt, ohne das Bewusstsein beim Thema gehabt zu haben. Man handelt wie man sieht und lässt sich nicht auf die Wechselwirkung ein. Man ist festgefahren in der Haltung seiner Selbstprophezeihung. Im Lexikon habe ich dazu einen nachgestellten Verlauf aus Jürgen Habermass Werk „Theorie kommunikativen Handelns“ eingestellt. Die Dinge sind manchmal anders als sie scheinen. Im Grunde führt hierbei die Voreingenommenheit zum Hauptproblem.
Viertes Axiom: „Menschliche Kommunikation bedient sich digitaler und analoger Modalitäten.“
In der menschlichen Kommunikation wie in der Informationsübertragung werden Zeichen verschlüsselt und Signale weitergegeben. Bei Zeichensystemen wird zwischen digitalen und analogen Zeichen unterschieden. Digital meint, eine begrenzte Anzahl von Elementen, die verschieden kombiniert werden können. Analog meint in etwa die bildhaften Zeichen.
Das Wort Hund ist irgendwann der Bedeutung zugeordnet worden. Der Begriff „Hund“ an sich ist absolut Bedeutungslos. Ihm wird aber, im Sinne Gottlobs Frege (1809 – 1866) eine Bedeutung beigemessen, wodurch der Hund greifbar wird.
Die digitale menschliche Kommunikation ist eine abstrakte Sprache. Analoge Zeichen der menschlichen Kommunikation sind Abbildungen wie bsw. Gemälde, Zeichnungen, Fotografie oder Filme. Die analogen Kommunikationsformen sind für die Beziehungsebene von besonderer Bedeutung, weil ihre Wirkung viel unverschlüsselter und unmittelbarer an Sender und Empfänger ist. Mit einem Bild oder einer Filmsequenz lässt sich manchmal ein viel komplexerer Zusammenhang auf den Punkt bringen.
Störungen
Störungen des vierten Axioms sind bsw. Übersetzungen zwischen digitaler und analoger Kommunikation. Mimik und Gestik können mehrdeutig sein. Im Zweifel oder bei Konflikten bezieht man sich auf die eigene Sozialisierung und Menschenkenntnis und liegt damit manchmal auch falsch. Ein einfaches Beispiel das mir selbst zu Hauf passierte ist der gutgemeinte Gedanke des Freundes oder Ehepartners der seiner Holden einen Blumenstrauß schenkt. Kann man in Beziehungen machen, denkt man sich. Die Ehefrau oder Partnerin aber ist misstrauisch und vermutet eine Untreue des Partners, die noch bevorsteht oder bereits war.
Man sollte in Fällen wie denen zwischen analoger und digitaler Kommunikation immer in Erwägung ziehen, oder besser noch berücksichtigen. Bei allen weiteren Entwicklung ist immer die Rückbesinnung auf etwas ursprüngliches zu hinterfragen. Wenn ich mich nur noch hinter Smartphone und Computer verstecke, dann geht mir vielleicht die ursprüngliche Fähigkeit verloren Situationen richtig interpretieren zu können, Menschenkenntnis kann verrohen.
Wann immer der Strom ausfällt, ich sollte wissen wo die Kerze steht!
Kleiner Exkurs
Unter Durchsetzungsvermögen versteht man bis heute in etwa die Beschreibung nach Max Webers Machtdefinition. Dass man den eigenen Willen, notfalls auch gegen den Willen eines anderen Menschen durchsetzt. Diese Darstellung ist aus autokratischen Verhältnissen entnommen.
Wer heute etwas durchsetzen möchte, der muss sich auf den Ursprung der Symbolik zurückbesinnen. In der heutigen Zeit, das behaupte ich auch anhand von verschiedenen Beobachtungen, ist das ein lebensnotwendiger Vorgang. Ein Beispiel zeigt die Entstehung des Otto-Motors. Es gab vor über 100 Jahren die Situation das man sich nach der Entwicklung des Otto-Motors beim Fahrzeug hätte auch für einen Elektromotor entscheiden können. Damals waren die Umstände aber noch nicht entsprechend gegeben oder entwickelt. So verwarf man diese Idee und verfolgte die Ideologie des Otto-Motors weiter. In der aktuellen Zeit, das weis inzwischen ein Grossteil der Menschheit, hat der batteriebetriebene Elektromotor die Ökonomie geflutet. Die Idee war bereits damals geboren, man hat sich darauf zurückbesinnt, also einen historischen Fehler korrigiert, in dem man gedanklich zurück in diese Zeit ging!
Auf diese Weise konnte man den neuen Weg durchsetzen. Aber, die Besonderheit daran zeigt sich vor allem darin, das die Zeit erst heute bereit ist diese Entwicklung zu tragen. Denn die Menschen müssen die Notwendigkeit erkennen und diese Fahrzeuge auch kaufen wollen. Das ist eine ganz klare und deutliche Botschaft an den Unterschied zwischen Autokratie vs Demokratie. Autokratie ist nicht nachhaltig. Demokratie hingegen zukunftsträchtig.
Demnach wird eine Entscheidung dann an der Zeit sein, wenn sich an den Umständen erkennen lässt das eine Gesellschaft etwas, eine Meinung, eine Haltung mitträgt. Das macht die Sache durchaus leichter, zeigt aber vor allem eine Kontinuität mit dem zeitlichen Eintreten. Es gibt keinen besseren Moment!
Im anderen Fall gibt es natürlich die Situation etwas durchzusetzen, auch gegen einen potenziellen Willen.
Sofern der Erfahrungsschatz vorhanden ist das eine Sache wichtig ist und durchgesetzt werden muss. Da die Gegenreaktionen aber entsprechend zu erwarten sind, wird Erfahrung notwendig sein dem Team eine Form zu geben oder die Form zu stabilisieren das Menschen motiviert und bei der Sache bleiben.
Fünftes Axiom: „Zwischenmenschliche Kommunikationsabläufe sind entweder symmetrisch oder komplementär, je nachdem, ob die Beziehung zwischen den Partnern auf Gleichheit oder Unterschiedlichkeit beruht.“
In Untersuchungen hat man festgestellt, das im Verlauf einer Interaktion zwischen Gesprächspartnern die Partnerinnen und Partner gegenseitig verändern. Daraus sich dann auch eine bestimmte Beziehungsform entwickelt. Im Verlauf der Wechselwirkung stabilisiere sich diese Form dann zu einem festen Interaktionsmuster. Der renommierte Konfliktforscher Daniel Shapiro hat hierzu das Beispiel genannt das man Übertragender Weise auch in einem Verkaufsraum wiederfinden könnte (Vgl. Arbeitswerte als Kompass für erfolgreiche Unternehmenskultur, 2024). Die Art und Weise eines Klimas in einem Raum entspricht dem Umgang der Menschen die sich darin aufhalten. Konkreter müsste man auf den Fall der Verhandlungen eingehen von denen Shapiro hier spricht. Er sagt in seinem 2018 erschienen Werk „Verhandeln“ das man sich bei einer schon fast festgefahrenen Verhandlung einmal aus dem Raum bewegen sollte, um sozusagen aus der Wolke auszusteigen.
Der Grund ist einfach der, das Menschen nicht nur eine eigene Meinung oder Mächtigkeit mit in einen Raum, in einen Dialog bringen. Vielmehr verändert sich die Stimmung in Wechselwirkung der Menschen untereinander. Sein Einstieg zum Verständnis, das schon verschiedene Philosophen aus der Antike kannten belegt Shapiro hier mit einer Darstellung von Buddha. Shapiro sieht hier Sinngemäss beschrieben, hinter allem sichtbaren, das in irgendeiner Form in Bewegung gebracht wird, steht etwas göttliches.
„Der Grund, wenn der Mensch eine Illusion ist, die etwas tut um die Wirklichkeit zu beeinflussen, und nur das sichtbare mächtig ist, dann ergibt sich aus der Summe der Handlungen der Handelnde Geist. D.h. es wird etwas bewegt und verändert, aber im Grunde ist es ein Geist der über allem wirkt. Das der Mensch eine Illusion wäre wird dann vorstellbar wenn sich dieser als völlig unscheinbar zurück nimmt (Vgl. Shapiro, 2018, S. 135).“
Im Axiom von Watzlawick gibt es für diese Form seiner erwähnten Interaktionsmuster zwei Varianten. Die Interaktionspartner passen sich in den Verhaltensweisen einander an und wirken daher symmetrisch.
Die Interaktionspartner entwickeln sich gegenseitig ergänzend in ihren Verhaltensweisen, was dann komplementär wirkt.
Die symmetrische Interaktion beruht auf Gleichheit in den Beziehungen (Vgl. Wer zusammenarbeitet, bewegt sich eher synchron, 2025, Vgl. Hirnwellen in Harmonie – Wenn Neuronen im Gleichklang kommunizieren, 2025). Eine komplementäre Beziehung beinhalten zwei unterschiedliche Gesprächtspartnerinnen und Partner die sich durch die Unterschiedlichkeit ergänzend verhalten. Diese Beziehungstypen sind nicht als Wertigkeit im Sinne von besser oder schlechter zu verstehen, sondern zeigen die verschiedenen Entstehungsmuster beim Aufeinandertreffen unterschiedlicher Menschentypen. So etwas kann z.B. sehr wichtig und nützlich sein, wenn man sich ein Team im Verkauf zusammen stellt.
Man stelle sich vor es wird ein Wochenplan erstellt in dem verschiedene Verkäuferinnen und Verkäufer im Verkaufsraum eingeteilt werden, Kundinnen und Kunden zu bedienen. Es kann dabei sehr nützlich sein, das ein gruppenschwächeres Mitglied mit einem gruppenstärkeren Mitglied zusammenkommen und beide sich günstig ergänzen. Während ein anderes Gruppengefüge, zwei gleichwertig starke Persönlichkeiten harmonisch zusammenarbeiten. So bsw. führt die eine Person ein Kundengespräch, die andere ist frei, spielt der aktiv beratenden aber in die Hände in dem es Waren aufräumt oder unterstützend zur Hand geht und ein Produkt bringt das zuvor erwähnt wurde. Einen Gang ins Lager tut um ein paar Schuhe zu holen, während die aktiv beratende Verkäuferin die Kundschaft bei Laune hält.
Es wird schon wichtig sein in der Zukunft das man intensiver auf die Ressourcen blickt und daher auch darauf achte wie man welche Menschen zusammen tut die sich sinnhaft oder gegenseitig förderlich ergänzen.
Störungen
Störungen findet Paul Watzlawick darin das es bei symmetrischen Formen zu Eskalationen kommen kann, weil die Gleichwertigkeit unserem natürlichen Bedürfnis nach positiver Abgrenzung gegen andere widerspricht. Zur potenziellen Störungsbehebung muss man sich vielleicht die Darstellung von Erich Fromm zu Herzen nehmen.
Erich Fromm (1900 – 1980), Psychoanalytiker, Philosoph und Sozialpsychologe berichtet in „Die Kunst der Liebe“ das man einen Gedanken dauerhaft im Denken installieren sollte. Nämlich dem, bevor ich meinen Willen durchsetzen möchte, zu überprüfen wie haltbar mein Gedanken unter dem Blickwinkel eines Objektivismus zu verstehen sein kann.
Sinngemäß beschreibt Fromm: „Das Gegenteil von Narzissmus ist Objektivität; damit ist die Fähigkeit gemeint, Menschen und Dinge so zu sehen, wie sie sind, also objektiv, und in der Lage zu sein, dieses objektive Bild von einem Bild zu trennen, das durch die eigenen Wünsche und Ängste zustande kommt.“ (Vgl. Fromm, 2020, S. 157). Zwei Darstellungen geben dieser Darstellung ein nachvollziehbares Bild.
Zum einen, dass Menschen Ich-zentriert aufwachsen und ein Sinn darin besteht ein Ich größer, als die Gesellschaft werden zu lassen. Die andere Darstellung bezieht sich auf die biologisch/Psychologische Darstellung von Spitzer, die ich gleich noch zeigen darf.
Man ist immer auf Kompromisse angewiesen und tut sich daher gut, wenn man versucht eine Lösung zu finden die für beide Seite annehmbar ist. Fromm begründet das Problem darin, das ein Gedanke zunächst meist auf Selbstliebe beruht und wir als Menschen dazu neigen diesen um- oder gar durchsetzen zu wollen. Ich muss für den Moment dann innehalten und versuchen einen objektiven Blickwinkel einnehmen zu können. Denn auch ich will das man mich berücksichtigt und Lösungen für mich findet.
Untermauert wird Fromms Darstellung durch einen der bekanntesten Neurowissenschaftler, Manfred Spitzer. Spitzer ist neben Mediziner auch Philosoph und Psychologe und beschreibt aus psychologisch, biologischer Sichtweise sei der Mensch intern so eng vernetzt, das es wichtig sei einen Blick nach außen zu werfen, bevor man alles mit sich selbst und in sich selbst ausmachen würde. Wann immer ich also eine Idee oder einen Gedanken habe, die Lösung liegt immer darin diesen Gedanken aus objektiver Sicht zu betrachten und erst dann zu Entscheidungen zu gelangen. Das erschwert viele Probleme und löst Störungen solcher Art auf.
Die Störung der komplementären Form, um wieder zur Watzlawick zurückzukehren, dürfte allgegenwärtig bekannt sein. Ein gesellschaftlich kollektives Vermächtnis ist z.B. wenn die Mutter ihr jung-erwachsenes Kind wie ein Kleinkind behandelt. Das führt meist zu schwerwiegenden Ablehnungen gegen die Eltern, die Mutter. Häufig auch zu erkennen, wenn junge reife Erwachsene wie kleine Kinder behandelt, obwohl diese vielleicht genauso weit entwickelt sind wie jemand der etwas längere Zeit im Berufsleben steht. Die Lösung liegt darin, im Respekt vor der jeweiligen Sozialisierung miteinander umzugehen. Niemand weis, woher jemand kommt, was man erlebt hat oder wie man erlebtes verarbeitet oder damit umgegangen ist. Eine Gesellschaft benötigt im Hinblick auf unterschiedliche Sozialisierungen und auch zwischen den Generationen und in den Alterskohorten untereinander ein Höchstmaß an Toleranz. Auch und gerade in der heutigen Zeit wird so viel um den Erhalt der Demokratie geworben. Das aushalten können von Meinungen, sich in Belastbarkeit zeigen!
Eine weitere Störung ist für Watzlawick die Form einer Metakomplementarität. Es herrscht eine Art Pseudometrie, bei der der überlegenere Partner, dem anderen bewusst die Einnahme einer symmetrischen Position gestattet oder aufzwingt. Ein komplizierter Satz der meint, das man Alters und Erfahrungsunterschiede, bzw. ggfl. Positionsunterschiede berücksichtigen muss.
Das Verhalten wäre zwar symmetrisch, die Beziehung aber komplementär. So etwas erlebt man relativ häufig dann, wenn viel ältere Erwachsene einen jüngeren Menschen oder Kollegin, Kollege auf ihr Niveau erheben. Also Dinge verlangen die ein Mensch schon aufgrund des Alters und der Erfahrung nicht haben oder wissen kann. Nicht umsonst gibt es das Prinzip der Lebenszyklen, wonach man bestimmte Dinge nur in einem bestimmten Alter wissen oder haben kann. Wenn die Grenzen zwischen den Generationen verschwimmen, dann liegt häufig ein Prinzip vor, über das ich an anderer Stelle bereits beschrieben habe. Ein Tunneleffekt der aus bis heute noch viel zu wenig berücksichtigten „transgenerationalen Übertragungen“, oder kurz gesagt, Gefühlserbschaften stammt. Dabei ist das Bewusstsein von gedanklichen Grenzen durchschlagen.
Wenn eine Vorgesetzte, Vorgesetzter so tut, als hätte ich als MitarbeiterIn genauso viel Entscheidungsgewalt wie die Vorgesetzte entsteht ein solches Beziehungsdilemma. Dieses Paradoxon führt dann zu einem Double Bind-Moment die psychischen Störungen hervorrufen kann, wie Paul Watzlawick offensichtlich wusste.
Theorie nach Friedemann Schulz von Thun
Das Modell Schulz von Thun baut auf dem Modell von Paul Watzlawick auf. Man könnte sagen, es wird darin vertieft.
Bei Schulz von Thun ist die Inhaltsebene als Sachebene bezeichnet. Die Beziehungsebene aus Watzlawicks Kommunikationstheorie wird bei Schulz von Thun weiter ausdifferenziert. Aus der Beziehung wird nun die Selbstoffenbarung und der Appell woraus dann insgesamt ein Kommuniktionsquader entstanden ist.
Aus der Perspektive der durch Paul Watzlawick benannten Metakommunikation blickt man jetzt bei Schulz von Thun auf ein Nachrichtenquadrat das aufgeteilt ist in einen Sachinhalt und einen Beziehungsinhalt. Der Sender offenbart sich und führt über die Nachricht einen Appell an den Empfänger. Betrachtet man den Kommunikationskomplex als Metakommunikation, wird die Rückkopplung erforderlich.
Im kommunikativen Dialog geht es darum, das man mittels der Metakommunikation alle Informationen einer Nachricht entdeckt, wahrnimmt und entsprechend darauf reagiert. Man verlangt demnach nicht mehr einfach nur ein Gespräch abzuwickeln, sondern alle Informationen der Kommunikation während eines Dialogs zu berücksichtigen.
Für diesen Zweck ist die Rückkopplung erforderlich, weil erst dadurch Korrekturen im Gesprächsverlauf vorgenommen werden können.
Die vier Seiten
Üblicherweise verwendet Schulz von Tun ein Beispiel in dem ein Paar im Fahrzeug sitzt und einen üblichen klassischen Dialog führt. In diesem Dialog geht es darum diese vier Seiten zu identifizieren und im Gesprächsverlauf richtig zu interpretieren.
Die Geschichte
Das Ehepaar fährt mit einem Fahrzeug. Die Frau ist am Steuer. Der Mann zeigt auf die entfernte Ampel und weist mit einem Satz auf die Ampel hin: „Du, da vorne ist Grün!“
Die Frau antwortet: „Fährst du oder fahre ich?“
Sachinhalt
Aus Perspektive des Sachinhaltes handelt es sich hierbei um eine reine Information. Eine Nachricht.
Beziehung
Wie das Paar zueinander steht, wird, von aussen betrachtet erst deutlich, wenn sämtliche Aspekte der Kommunikation, also auch die nonverbalen Signale miteinbezogen werden. Das Paar selbst handelt den Dialog üblicherweise routiniert ab, mit allen Störungen die es bis zu diesem Beziehungszeitpunkt gab. Korrekturen sind kaum denkbar. Das erinnert sehr an die Interpunktion der Ereignisfolgen von Paul Watzlawick.
Selbstoffenbarung
Aus Sicht der Selbstoffenbarung macht der Mann deutlich worin ihn der Schuh zudrücken scheint. Der Mann könnte es eilig haben, steht unter Druck, oder hat möglicherweise kein Vertrauen in seine Partnerin.
Appell
Der Appell ging aus dem Dialog bereits deutlich hervor. Der Sender wirkt auf den Empfänger ein und will offensichtlich auffordern das die Partnerin noch die Grüne Ampel erreicht.
Die vier Ohren
Sachohr
Das Sachohr hört ausschließlich den sachlichen Bezug. Um was genau geht es in der Sache?
„Die Ampel ist grün!“
Beziehungsohr
Das Beziehungsohr hört weniger den Sachinhalt, als vielmehr die Aspekte die auf die Beziehung hinweisen. „Du, da vorne ist Grün!“. Die Botschaft ist vermutlich schon jetzt übersteigert, weil die Notwendigkeit darauf hinzuweisen schon zu viel gewesen sein könnte. Der Rest kann alles sein, ausser der Botschaft an sich!
Selbstoffenbahrungsohr
Koppelt man die Beziehung des Wir aus, dann hört man nur noch das was etwas über den Zustand des Senders aussagt. Interessant hierbei ist, wenn sich jemand angegriffen fühlt, erfolgt in der Regel eine Affektreaktion die Schuld von sich weist. Hat man sich auf ein grundsätzliches Schuldeingeständnis konditioniert um Affektreaktionen auszuhebeln, besteht die Chance das man den Gesprächsverlauf so versteht wie dieser Abgeschickt wurde. Man hört tatsächlich die mögliche Selbstoffenbarung.
Appellohr
Mit dem Appellohr schließlich hört man die Information die als Beziehung verstanden werden soll.
Die vier Schnäbel
Die vier Schnäbel sind selbsterklärender Weise auf der anderen Seite zu finden. Der Empfänger hört nicht nur mit den vier Aspekten der Ohren, sondern kann entsprechend den vier Anteilen auch die eigene Seite kommunizieren, mit genau denselben vier Botschaftsmöglichkeiten.
Störungen der vier Seiten
Hinderliche Aspekte bei der Sachseite
In einem Dialog können bereits mittels der Sachseite, also ein Gesprächsaufbau bei dem es neutral um eine sachliche Angelegenheit geht, erkannt werden das die Beziehung vorbelastet ist. Wird eine Unstimmigkeit auf der Meta-Ebene entdeckt, besteht die Chance das man das Beziehungsthema anspricht um damit die Beziehung zu klären.
Bei ernsthaften Auseinandersetzungen und Ungeklärtheiten, wie bsw. in geschäftlichen Dialogen ist man gut beraten die Vernunft walten zu lassen und eine Schlichtung in Erwägung zu ziehen. Das kann unter Umständen ein neutrale Person sein die in der Lage ist die Wogen zu glätten, die Störungsanteile zu erkennen und anzusprechen.
Störungspotenzial der Beziehungs-Seite
Man kann durchaus behaupten, das es einwenig auch vom geschulten Gehör oder aber vom Intellekt abhängt, wie auf Informationen zwischen Sach- und Beziehungsebene reagiert wird oder werden kann. In der Regel nimmt man Beziehungsaspekte stärker war als die reine Sachinformation. Beziehungsaspekte sind umfangreicher und komplexer als die reine Sachinformation.
Es trägt sich an, das eigene Anliegen so zu verpacken das eine Botschaft in der entsprechenden Priorität beim Empfänger zu begreifen sein kann. Auf diese Weise kann der Empfänger die Anteile bewerten, die ihn zu einer Entscheidung darüber bringen mit dem gegenwärtigen Umstand umzugehen.
Gefahren der Selbstoffenbahrung
Bei der Selbstoffenbahrung spielt eine Tatsache bis heute noch eine grosse Rolle. Eine fehlende Fehlerkultur führt dazu das die meisten Menschen sich im besten Lichte zeigen wollen. Oft wird nichts gesagt, weil man um seine Selbstoffenbahrung bangt. Dieser Aspekt der Selbstoffenbahrung steht noch immer über vielem. Umgekehrt kann eine Selbstoffenbahrung natürlich auch vorsätzlich erfolgen, wenn ich meinem Gegenüber etwas klar machen möchte, die Information daher vielleicht sogar unnötig oder belanglos war oder gewesen sein könnte.
Eine gesunde Fehlerkultur trägt in aller Regel dazu bei, das eine Selbstoffenbahrung etwas über den Zustand aussagt, und damit Bedürfnisse und Erwartungen freisetzt!
Bei der Selbstoffenbahrung kommen wieder die bereits bei Paul Watzlawick erwähnten möglichen Selbstdarstellungstechniken zum Einsatz. Imponiergehabe und Fassadentechnik.
Schwierigkeiten Appell-Seite
Die Auffälligkeit beim Appell ist, häufig wird nicht ausgesprochen was man wirklich will. Man sagt etwas durch die Blume, oder liefert im Sinne einer Salamitaktik – Scheibenweise. Bei der Selbstoffenbahrung macht man sich häufig kleiner und hilfloser als man eigentlich ist. Diese Haltung kann beim Appell dann verstanden und entsprechend reagiert werden. Es sollte helfen anzusprechen was man meint verstanden zu haben, was durch die Blume gesagt sein sollte. Man wiederholt und fragt bestätigend ob etwas so oder anders richtig verstanden wurde. Auf diese Weise hilft man dem Gegenüber sich aus seiner hilflosen Position zu lösen und den Sachverhalt richtig zu stellen.
Es benötigt ganz sicher eine Atmosphäre der Toleranz und gesunder Fehlerkultur. Wenn ich nicht in der Lage bin einen klaren Appell an jemand richten zu dürfen, dann stimmt etwas im System nicht.
Gegenwärtig wird stark um den Erhalt der Demokratie geworben, bei der dies ein ähnlicher Fall ist. Meinungen und Haltungen in der Gesellschaft müssen ausgehalten und sich in Toleranz gegenüber anderen geübt werden. Wenn man meint keinen Grund zu haben, so kann man entsprechend dem System des Altruismus, bzw. Abwehrmechanismen wie Übertragungen und Projektionen davon ausgegangen werden, das man an eigenen Verfehlungen irgendwann in der Zukunft selbst daran gemessen wird. Und das erfolgt in der Regel immer zu einem sehr ungeeigneten Zeitpunkt.
Hilfreiche Haltungen für eine gute Kommunikation
Kongruenz
Der Begriff Kongruenz ist der Gesprächspsychotherapie von Carl Rogers entnommen. Kongruenz meint die Echtheit die ein Mensch ausstrahlt und trifft dann zu, wenn das innere Erleben, das Bewusstsein und die Kommunikation eines Menschen übereinstimmen.
Ich- und du Botschaft
Die Ich- und Du-Botschaft könnte man als einen der wichtigsten Positionen in einer Kommunikation betrachten. Denn, ein sehr grosser Anteil von Gesprächen lenkt von sich selbst ab und sieht, beobachtet und beschuldigt sogar andere für das was beobachtet wurde.
Wenn ich eine Beobachtung mache, dann bin ich die Person die diese Beobachtung gemacht hat. Nicht mein Gegenüber. Es steht mir auch nicht das Recht zu, bzw. nur sehr bedingt, darüber zu urteilen ob ein Sachverhalt so richtig, gut oder ähnliches ist. Im zweifel also trenne ich die Botschaft vom Urteil und stelle klar, es ist meine Position, meine Haltung, meine Beobachtung.
Der Unterschied dürfte in der Freiheit der oder des Einzelnen liegen. Die Freiheit im Rahmen von gesellschaftlichen Bedingungen des Miteinanders das zu tun was immer man möchte. Wenn ich der Auffassung bin das jemand etwas anders tun sollte, dann darf ich das in der Formulierung des Ichs gerne tun. Sätze wie bsw. „das darfst du nicht, oder du machst das falsch“ sind potenzielle Konflikttreiber.
Alternativ könnte man Sätze nutzen wie, „das ist ganz offensichtlich deine Methode, ich würde es anders machen oder habe eine andere Methodik…“
Loyalität
Dazu vielleicht noch der Hinweis auf eine Loyale Sachlage.
In einer Gruppe macht irgendjemand etwas falsch. Das fällt zunächst nicht weiter auf. In der Verkettung aber verstärken sich diese Fehler und werden irgendwann deutlich. Dort wo es auffällt, wird sofort die angebliche Person kritisiert und getadelt.
Loyalität bedeutet, ich nehme den Fehler, der irgendwo in der Gruppe entstanden ist auf mich, weil, egal welche Fehler oder was für ein Fehler passieren oder geschehen sind, dieser oder dafür ein anderer Fehler hätte mir genauso widerfahren können. Um den Zusammenhalt in der Gruppe und gegen äussere Eingriffe zu stärken, bsw. im Verkauf oder auch im Krankenhaus, wenn Pflegekräfte im Team zusammenarbeiten. Wichtig ist, mittels Loyalität Geschlossenheit zu zeigen, weil potenzielle „Eindringlinge“ solche Lücken ausnutzen könnten.
Rückmeldung geben ? Feedback
Feedbacks sind absolut wichtig, damit Menschen sich als Spiegel erkennen können, in der Lage sind sich zu verbessern oder sich gar stabilisieren können.
Aktiv zuhören
Die Besonderheit des Aktiven zuhörens besteht in aller Regel darin, das man werturteilsfrei anhört was jemand sagt. Diese Darstellung ist ebenfalls vom Gesprächstherapeuten Carl Rogers.
In erster Linie stiftet man damit aktive Wertschätzung. Durch aktives Zuhören entsteht zunächst ein Potenzial für mögliche Sympathie und möglicherweise wird entdeckt das man auf einer Welle schwimmt.
Dazu gehört auch, wenn sich der Moment ergibt das man eine kurze Sequenz der Erzählung wiederholt um zu verdeutlichen das oder ob man den Sachverhalt richtig verstanden habe.
Hilfsregeln für Gespräche nach der themenzentrierten Interaktion
Ruth Cohn hat Regeln erarbeitet die helfen sollen die Kommunikation zu verbessern. Ruth Cohn gilt als Mitbegründerin der humanistischen Psychologie.
Dabei ist das Thema über das kommuniziert wird im Mittelpunkt des Interesses. Man versucht mittels Gespür eine bewusste Balance zwischen der einzelnen Sache, der Interaktion und Beziehung zu anderen Teilnehmern, sowie des Sachthemas und vor dem Hintergrund des Kontextes das Gleichgewicht zu halten.
Wie man hier gut erkennen kann trifft dieser Umstand auf die „Wolke“ von Daniel Shapiro zu, bei der man in einer geeigneten Atmosphäre versucht die Stimmung auf gutem Fundament zu halten. In meinem Beispiel hatte ich den Verkaufsraum genannt. Man versucht unter Berücksichtigung der Umstände eine positive Grundstimmung aufrechtzuerhalten.
Körpersignale
Das bewusste beachten der eigenen Körpersignale kann oftmals helfen sich im Sinne einer Metakommunikation selbst zu beobachten. Im schlimmsten Fall zu korrigieren. Es hilft aber durchaus sich darüber bewusst zu sein was man selbst sendet oder auch das was man an Signalen wahrnimmt. In der Regel nehmen Menschen immer Signale war.
Ich statt man oder wir
Es ist gut wenn man konkret ist. Klare Aussagen und Darstellungen darüber welche Position man hat oder einnehmen möchte, helfen dem Kontext eines Dialogs, eine Stabilität zu vermittelt. Wenn man sich eine Botschaft verallgemeinert, im Sinne des Wir und nicht von sich selbst ausgeht der diese Botschaft meint, nimmt man ihr, je nach Kontext in der Regel auch eine Autorität.
Nonverbales Kommunikationsmodell nach Michael Argyle
Alles, was nicht sprachlich – verbal – ist, ist nonverbal. Mimik, Gestik, Körperbewegungen, Körperhaltung, Mikroexpression. Räumliches Verhalten, Standpunkte. Vestimentäre Kommunikation wird über Kleidung übertragen und hat mit Bewegungsfähigkeit, Mobilität und ästhetischer Kommunikation als Erweiterung der Kunst in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Der Akzeptanz und Toleranz von Vielfalt und Entwicklung der Individualität, der eine Veränderung der Gesellschaft hin zu einer pluralistischen Gesellschaftsveränderung vorausging, folgt zunehmend, dass der Körper mit vielfältigen neuen Möglichkeiten zum individuellen Kunstobjekt wird.
Bislang wurden zur nonverbalen Kommunikation aber auch Randbereiche wie paralinguale Formen, Modulation, Intonation – Betonung – Lautstärke oder Sprechgeschwindigkeit hinzugezählt. Wirkfaktoren der Körpersprache machen je nach Kultur rund 70 % der Kommunikation aus, es folgen Stimme und Tonfall mit 22 % sowie Inhalt und Wortwahl mit 8 %.
Interessant in diesem Zusammenhang ist aber nicht nur das, was durch Sprache nach außen hin kommuniziert wird, sondern auch das, was durch Reize aus anderen Menschen abgerufen wird. Genauer gesagt bedeutet das: Je unterschiedlicher Menschen sind, desto unterschiedlicher auch die Perspektiven, die jeweils einen anderen Reiz abrufen, als diejenigen, die uns im ständigen Austausch und Umfeld gegenüberstehen. Der Anthropologe Mehrabian konnte einmal ermitteln, dass wir 55 % aller Beziehungsinformationen aus der Körpersprache unseres Gegenübers abrufen. Genug Material also auch für Konflikte oder neue, engere oder auch qualitativ bessere Kommunikation oder Bindungen.
Das sowohl positive als auch negative am Zusammentreffen von verbaler wie nonverbaler Kommunikation, ist die Fähigkeit, zu entdecken, dass manche Kanäle mit anderen nicht übereinstimmen. D.h., die Gesichtszüge, die über Mikroexpression wahrgenommen werden, sagen vielleicht etwas anderes aus, als das, was ich mit meinen Händen und Worten versuche darzustellen. In diesem Fall bin ich auch wieder nicht kongruent, was dann für gewöhnlich sehr deutlich wird.
Die Vielfalt soziologischer Hintergründe macht es Menschen möglich, unterschiedlichste Facetten eines Menschen annehmen und wahrnehmen zu können, wodurch sich die Sensibilität und Einschätzung für oder zur Menschenkenntnis ergeben hat, die in sehr häufigen Fällen für das meine Milieu zuzutreffen scheint. Was jemand meint, sagt oder von sich gibt, wird genauso wie bei der Sprache dekodiert und enkodiert.
Biologie und Gesellschaft
Wie man sich gut vorstellen kann, haben sich die nonverbalen Ausdrücke über die Evolution entwickelt. Die Sozial- und Kulturgeschichte gab ihr Übriges hinzu. Körperhaltung, Blickrichtung, Gesichtsausdruck sowie Veränderung der Gesichtsfarbe oder beim Tonfall, die Basisinformationen sind angeboren.
Für den Kommunikationspsychologen Argyle ist nonverbale Kommunikation eine Unterstützung und ein Ersatz für Sprache, Ausdruck von Gefühl und Einstellung gegenüber anderen. Es werden dabei immer auch Gefühlsäußerungen von Mitteilungen über die eigene Person übermittelt, so wie bereits Watzlawick dies erkannte.
Mit jeder Sensibilisierung des Menschen, die zwangsläufig mit einer Differenzierung in den Funktionsbereichen stattfindet und den Verlauf der Evolution maßgeblich mitgestaltet, werden zunehmend tiefliegendere Schichten des Menschen angesprochen und kommen zum Vorschein. Wenn jemand isoliert arbeitet, wie bsw. in einem Büro, bei Heimarbeit oder Ähnlichem verkümmern Kanäle mental auf der Seite, an der kein tägliches Training mehr stattfindet. Das Verkümmern geht zu Lasten der Sensibilisierung. Andere Kanäle werden dadurch verstärkt, so bspw. versucht man in der elektronischen digitalen Kommunikation intensiver, auf Emotionen zu achten. Wie könnte etwas gemeint sein, oder passt das Emoji, das gesendet wurde?
Dieser Mangel sensibilisiert Menschen zunehmend für die Gefühlswelt.
Während Emotionen häufig durch Resonanz vermittelt und übertragen werden, und damit vor allem Affekt und Instinkt ansprechen, sind es bei Isolation zuallererst prüfende Blicke und tiefgehende Selbstreflexion, wie etwas verstanden werden kann oder nicht. Das Bewusstsein wächst zunehmend an der Stelle, wo es um die Frage nach der eigenen inneren Gefühlswelt geht. Der Blick nach innen wird geschärft, Resonanz als Teil von Bindungskräften nimmt an der Stelle ab. An anderer hingegen zu.
Das Gefühlsleben von Menschen entwickelt sich vom ersten Moment an und verändert sich im Lebensverlauf mehrfach.
Gefühle werden über die nachfolgenden Kanäle transportiert:
| Gesicht | Mund, Augenbrauen, Haut, Gesichtsbewegungen |
| Augen | Öffnungsweite, Pupillengröße, Länge und Ziel des Blicks |
| Gestik | Gestalt der Hand, Hand- und Körperbewegungen |
| Körperhaltung | angespannt, entspannt, aufrecht, gebeugt, Stil der Körperbewegung |
| Tonfall | Stimmhöhe, Schnelligkeit, Volumen, Rhythmus |
Körperreaktionen wie Pupillenweite, und Schwitzen bei Ausnahmesituationen können relativ schlecht manipuliert werden, sie sind Teil autonomer Körperreaktionen. Bekanntermaßen stimmt die Intuition, dass Frauen, Männer und das Kontinuum dazwischen auch unterschiedliche Schwerpunkte haben und Kanäle zum Empfangen und Senden verschieden stark ausgebildet sind.
Interpersonale Einstellungen
Argyle unterscheidet nonverbale Kommunikation durch zwischenmenschliche Einstellungen
Dabei unterscheidet er zwei Hauptdimensionen:
Dominanz – Unterwürfigkeit
Freundlichkeit – Ablehnung
Beide Dimensionen sind stark von der Sozialisation und Kultur abhängig.
Persönlichkeit und nonverbales kommunizieren
Sprache allein oder auch körperliche Signale allein wären nichts ohne einen Kontext, also zeitliche und räumliche Einbettung. Informationen sind daher immer in ein Umfeld eingebettet. Bedauerlicherweise leben wir noch in einer Welt, in der wir auch oder gerade vor allem den geschichtlichen Hintergrund einer Sache, in die moderne Zeit holen und direkte Vergleiche herstellen.
Ganz anders, und ich denke, man darf durchaus feststellen, dass dies Teil einer zukünftigen menschlichen Intelligenz werden wird, ist die Situation dann, eine ganz andere, wenn ich mich vor allem Wissenshintergrund in eine Zeit der Vergangenheit zurückversetzen kann und die dortigen Umstände und Einflüsse mitberücksichtige. Ein Phänomen, das nicht allein das Wissen über Geschichte voraussetzen muss, sondern hier sind die virtuelle digitale Welt und die reale Welt eng miteinander verknüpft. Der Begriff Metaversum ist absolut zutreffend, auch dann, wenn ein Unternehmen sich den Namen zu eigen gemacht hat. Denn es erweitert das vorstellbare Universum um die Dimension, dass ich zu jedem Zeitpunkt in eine virtuelle Welt der Vergangenheit eintauchen kann, um alle erforderlichen Fakten, Hinweise und Informationen aus der damaligen Zeit in die aktuelle Gegenwart zu holen, um damit Vergleiche ziehen zu können, die damit sehr realistisch werden. Denn wie man dann wohl erkennen wird, wird es wirken, als wäre die Zeit stehen geblieben und nur der Fortschritt, entkoppelt vom Menschen, eine eigene Welt. Einsteins Relativität bekommt hier eine eigene Vorstellung, wie es scheint.
Zu den häufigsten unbeabsichtigten Signalen gehören,
– körperliche Merkmale (Größe, Hautfarbe, etc)
– Alter, Geschlecht, Ethnien- und Schichtzugehörigkeit in der Gesellschaft
– Persönlichkeitszüge wie Extraversion – Introvertiertheit
Zum einen aus der Evolution der Menschheit geboren, zum anderen in jedem Lebenszyklus des eigenen Lebens kultiviert und sozialisiert, lernen Menschen, die jeweiligen kommunikativen Mittel einzusetzen und dazu ihre Motorik.
In der Künstlichen Intelligenz wird der Tod bzw. das Leben nach dem Tod zur Diskussion, wie es einmal zurzeit der Fall war, als der Mensch lernen musste, Kinder zu gebären. Auch der Mensch steht in einem Entwicklungsprozess. Sinn und Unsinn des menschlichen Ablebens sind in Diskussion zu stellen. Und so ist zumindest aus biologischer und psychologischer Sicht bekannt, dass neben Genen auch über Resonanz Identitäten übertragen werden, was vor allem in den ersten Lebensjahren der Fall ist. Jedes noch so große oder kleine Defizit wird einfach aus der Vergangenheit der Vorfahren übernommen. Und wenn dann das Leben auf gleiche Weise fortgesetzt wird, dann sind die Ähnlichkeiten manchmal, inklusive der Gesichtszüge und Mikroexpression, verblüffend, als sei es ein Duplikat.
Die benannten Signale, die im Verlauf des Lebens demnach ausgesendet werden und unbewusst sind, verraten über eine Person genau das, was man so manchmal lieber verschweigen würde. So hat Sigmund Freud bereits darauf hingewiesen, dass Verdrängungen meist selbst nicht erkannt werden, andere hingegen sehen diese Verdrängungen und sehen sie als zugehörig zum Signalgebenden. Wenn man also anders behandelt wird, als man es vielleicht erwartet, ist es durchaus denkbar, dass andere Signale gesendet werden als ursprünglich erwünscht.
Maßgeblich für das, was gesendet wird, ist immer das innenliegende Motiv.
Denn Signale, die unbeabsichtigt erfolgen, werden durch zusätzliche Maßnahmen entweder verstärkt oder zurückgenommen.
Mit höheren Absätzen kann ich mich größer machen, als ich bin, mit den Haaren kann genauso gespielt werden wie mit Schmuck und allem voran der Kleidung. Farbe, Form und Silhouette verändern geradezu kunstvoll die Interaktion mit dem Gegenüber. Denn auch die Farben rufen unterschiedlichste Emotionen in der Außenwelt ab oder setzen neue Reize.
Wie ich mich entschieden habe, aufzutreten und mein Bild nach außen abzugeben, so werde ich von außen kategorisiert und behandelt, ob berechtigt oder nicht. Je nach Sozialisierung und Kultivierung wird das Gegenüber in seine Welt einordnen.
Argyle hat hier eine Dreiteilung vorgenommen:
– Körperbild
– Rollenzugehörigkeit in der Gesellschaft
– grundsätzliche Charakterzüge
Zu Letzterem muss man sagen: Nach Abraham Maslow gehört es zu den vordergründig wichtigsten Zielen von Menschen, den Charakter auszubilden. In der Regel hat man dieses Bestreben unbewusst. In jüngeren Generationen zeigen sich aber wieder bewusstere Züge. So gilt die Rückkehr zur Tugendhaftigkeit als ein erstrebenswertes Ziel mit Mainstreamcharakter. Der Wunsch nach Charakterausbildung oder sich in Gerechtigkeit wiederzufinden, scheint wieder an Popularität zu gewinnen. Wenn man genau und unbefangen hinschaut, dann sind Menschen tatsächlich erst dann schön und begehrenswert, wenn sie ihren Charakter ausgebildet haben.
Der Charakter ist dann im Gesicht und auch teilweise gut an der Körperhaltung ablesbar. Man könnte dann meinen, es gäbe nichts mehr zu entdecken. Aber es ist genau das Gegenteil der Fall. Dahinter steht das Geheimnis, erfahren zu wollen, was den Menschen zu dem gemacht hat, wie er sich darstellt. Ergo: Je offener ich bin und je mehr Charakter ich zeige, desto geheimnisvoller. Die innere Ordnung, das dauerhafte An-sich-selbst-Arbeiten bringt diese Charaktere zum Vorschein.
Signale im Gespräch
Ob mit oder ohne aktiv zu sein, der Körper spricht unaufhörlich.
Michael Argyle unterscheidet Signale in zwei Gruppen:
a) vokal-auditiv
prosodische Signale (zeitliche Abstimmung, Tonhöhe, Lautstärke)
Rahmensignale (Ausdrücke zu Äußerungen des Sprechenden)
b) kinetisch
Mimik und Blickwechsel
Gestik (Kopfnicken, Handbewegungen, etc.)
Wie schon bei Paul Watzlawick das Axiom über die Interpunktion stellt auch Argyle eine Interpunktionsfolge in den Zeichenfolgen fest.
Die sprechende Person sendet bsw. am Ende einer Äußerung einen längeren Blick, begleitet von einer Frage, die neben dem Anstieg der Tonhöhe zu beobachten ist, welche vom Anheben der Augenbrauen oder einer Kopfbewegung nach oben begleitet wird.
Beim Versuch, ein Gegenüber zu überzeugen, wird der Blick auf den Rezipienten, den Zuhörer, fixiert. Zudem ist die Gestik intensiver, genauso wie die mimischen Aktivitäten. Das Sprechen ist flüssiger und schneller.
Bei Unwahrheiten wird hingegen deutlich weniger interpunktiert. Wenn man daher davon ausgeht, dass die Emotionalität in der Zukunft sich steigern wird, wird der kommunikative Einfluss und die Unterscheidbarkeit zur Glaubwürdigkeit oder nicht deutliche Zeichen hervorheben.
Aber nicht nur die sprechende Person ist aktiver. Dass man interessiert ist und folgen kann, äußert sich darin, dass jemand der sprechenden Person aktiv zugewandt wirkt. Körperhaltung, Kopfnicken, Blickkontakt, und Emotionen begleiten das Gespräch. Man geht emotional und bewegt mit!
Kommunikation über Gesichtsausdruck
Weil die, insgesamt 23 Muskelstränge, der Muskulatur des Gesichts unmittelbar zwischen Knochen und Haut verknüpft sind, ist jede kleinste, mittelfristig andauernde Veränderung des Charakters durch das Gesicht ablesbar, die verschiedenen Teile wie Mund, Augenbrauen, Nase und Haut unabhängig voneinander zu bewegen. Auf diese Weise werden interpersonale Einstellungen und Emotionen über das Gesicht kommuniziert.
Gesichtszüge passen sich zwar relativ schnell an, dennoch sind im Zuge von Intentionsbewegungen entstanden, wie bsw. Das Zeigen der Zähne, Hochziehen oder Zusammenkneifen der Augenbrauen. In der Suche und Interpretation ihrer Bedeutung nach sind diese fester Bestandteil sozialer Signale geworden. Lachen oder ein Lächeln ließen sich nach Darstellung des Autors Michael Argyle bis auf die Primaten zurückverfolgen.
Gesichtszüge, die eher statisch sind, betreffen in der Regel die Persönlichkeit eines Charakters. Vom Gefühlsausdruck betroffene Muskulatur aktiviert entsprechend verschiedene Gesichtsmuskeln. Grundsätzlich geht man von sieben Gesichtsausdrücken aus, die angeboren sind. Sie gelten als universell für alle Menschen.
Über die Gefühlsausdrücke ist bekannt, dass diese kontrolliert und damit auch in ihrer Stärke manipulierbar sind. Hierbei gibt es kulturelle Differenzen.
In den überwiegenden westlichen Ländern wird ein Lächeln oder Lachen mit Fröhlichkeit in Verbindung gebracht, während in Japan ein Lachen Verwirrung oder Unsicherheit symbolisiert.
Bei einer sozialen Interaktion spielen die Gesichtssignale dann die entscheidende Rolle, wenn das gesprochene Wort durch Signale unterstützt wird. Klare Bedeutungen rufen meist ähnliche Signale hervor.
Sind Gesichtssignale der Persönlichkeit betreffend, werden diesen bestimmten Eigenschaften zugesprochen. Hohe Stirn gilt als eher intelligent, Menschen mit vollen Lippen spricht man eher eine Genusssucht zu. Dünne Lippen hingegen vermitteln einen asketischen Eindruck.
Was fürs Gesicht trainiert wird, hinterlässt auf mittel- bis langfristige Sicht seine Spuren. Wird die Stimmung auf Dauer durch die Mimik zum Ausdruck gebracht, entsteht ein auf Dauer schlüssiges und vor allem ein authentisches Bild. Genaueres hierzu kann man dem in 2023 erschienenen Spiegelbestseller „Menschen lesen“ von Joe Navarro entnehmen.
Menschen sind dann bevorzugt, wenn diese überdurchschnittlich symmetrische Gesichtsmerkmale aufweisen. Denn das gilt meist als relativ ausgewogen und gilt als weniger anstrengend in der Signalaufnahme bzw. Encodierung. Attraktivität bleibt ein Magnet. Man schaut attraktive Menschen intensiver an. Attraktivität kann aber nicht von außen verschönert werden, wie man oft zu glauben vermag. Hinter Attraktivität verbergen sich die Geheimnisse der Erlebnisse durch Erfahrung, Gewinn und Verlust und sind nicht manipulierbar.
Nonverbale Kommunikation
Gefühle zeigen sich z.B. bei Furcht durch weit geöffnete Augen, bei Ärger werden diese zusammengekniffen. Bei Scham oder Verlegenheit wird der Blickkontakt größtenteils gemieden. Bei Angst und Anspannung erhöht sich die Frequenz des Blinzelns. Während diese abnimmt, wenn man konzentriert im Denken oder Schauen ist.
Grundsätzlich schaut man einen Menschen länger an, wenn man seinem Gespräch aufmerksam lauscht. Spricht man hingegen selbst oder hört das Gegenüber zu, wird das Gegenüber weniger intensiv betrachtet. Hat man jemanden besonders gerne, schaut man diesen auch intensiver und mit längerer Verweildauer an. Wird man häufiger angeschaut, überträgt sich das Gefühl, diese Person sympathisch zu finden. Ein längerer Blickkontakt wird auch dann gehalten, wenn zustimmende Signale gegeben werden. Dominante Mitglieder einer Gruppe erhalten mehr Blickkontakte als andere Teammitglieder. Das hat überwiegend damit zu tun, dass Reden die Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Der starre Blick verrät das Drohsignal. Ein Blickkontakt wird genutzt, um Feedback einzuholen, Sprechen zu begleiten, zu kommentieren und um ein Schlusssignal zu setzen. Extravertierte Menschen schauen Gesprächspartner häufiger an als andere, vor allem beim Sprechen. Sind Menschen melancholisch oder depressiv, führen sie den Blickkontakt seltener, und neigen auch dazu, diesen zu meiden. Ein Vergleich zwischen Männern und Frauen hat gezeigt: Frauen wenden Blickkontakte häufiger an. Fehlen diese, sind weibliche Geschlechter schneller verunsichert. Menschen, die ihre Gesprächspartner häufig anschauen, gelten als aktiv, dominant und selbstbewusst.
Gesten, Körperbewegungen und Körperhaltung
Wie zuvor bereits erwähnt, mit dem Verlauf der Jahre und Zeit bildet sich all unser Tun und Wirken als Repräsentation im Gehirn ab.
Die gesamte Motorik, das Handeln, was man auch im Sinne von „greifen und begreifen“ verstehen kann, repräsentiert jeden einzelnen Punkt im Gehirn. Über die Jahre wird aus Grobmotorik in aller Regel Feinmotorik. Eine Theorie über die Entstehung der Gestik, sei aus der Begleitung des Sprechens entstanden, wie Michael Argyle weiter aufzeigt. So habe sich die verbale Kommunikation aus der Gestensprache entwickelt.
Die Körpersprache dient dabei der Unterstützung der verbalen Kommunikation in Interpunktion, Betonung, Veranschaulichung und Kontrolle der Synchronisierung zum Feedbackgeben. Das Feedback war bisher durch die Gesicht-zu-Gesicht-Kommunikation ein Kanal, der der modernen Kommunikation über Computer und Peripherie und/oder Endgeräte nicht mehr zwangsläufig gegeben ist. Was hier an früheren kommunikativen Mitteln gegeben war, bleibt heute aus und ist ein großes Potenzial für Konflikte. Allerdings: In einer resilienten Gesellschaft sind Herausforderungen wie diese besonders wichtig, weil die Kommunikation am grundlegenden biologischen und psychologischen Bedürfnis wächst und damit auch neue Wege von Beziehungen findet.
Die Gestensprache ist in verschiedenen Kulturen unterschiedlich stark ausgeprägt und dient der Vermittlung verschiedener Arten von Signalen.
– Sie veranschaulichen das Gesprochene
– Sie gelten als Zeichensprache an sich
– Bewegungen bringen Gefühle zum Ausdruck
– Gesten sind Teil der Persönlichkeit, womit Menschen ihrer Persönlichkeit Ausdruck verleihen.
– Bewegungen bei Ritualen sind ebenfalls signalgebend
Konventionelle Gesten haben in ihrer Kultur eine allgemein akzeptierte Bedeutung. Sie werden in der Regel bewusst gesendet und empfangen. Sie gelten als selbst vollständige Botschaften, werden aber in der Gesamtheit nicht zu einer unabhängigen Zeichensprache zusammengestellt. Kulturell sind diese zwar abhängig, haben oft aber gemeinsame Bedeutungen. Darunter findet man Kopfnicken, Händeklatschen, Schulterklopfen oder mit der Hand zu winken.
Körper und Hände eignen sich bei weitem nicht so gut wie das Gesicht, wenn es um die Vermittlung von Gefühlen geht. Erregung oder Zerstreutheit lassen sich allerdings mit Bewegung der Hände und des Körpers gut mitteilen. Solche Signale sind allerdings sehr häufig der Kanal für den Abbau von Überspannungen oder gar Übersprungshandlungen. Sie sind nicht zu kontrollieren und passieren meist affektiv. In der Gestensprache teilen sich Gefühle hauptsächlich durch Spannung und Entspannung mit.
Gesten, wie etwa das Umarmen, sind Teil der interpersonalen Einstellung und haben sich aus bestimmten Formen von Körperkontakten heraus entwickelt. Sie bringen auf ihren Formen eine Abneigung oder Zuneigung zum Ausdruck. So bedeutet in etwa das Verschränken der Arme eine Abwehrhaltung, geöffnete oder gar gestreckte Arme zeigen in der Interaktionssituation mehr Nähe oder Intimität.
Eine körperliche Unruhe wie bspw. das ständige Bewegen der Beine oder Hände gibt Aufschluss über das Verlassenlassenwollen der Situation. Konkret meint mein Psychoanalytiker, dass das bekannte Drehen des Eheringes Fluchtgedanken aus der Beziehung zum Ausdruck bringt. Was man also sieht und beobachtet, lässt sich überwiegend auf etwas sehr Konkretes beziehen. Und weil dies in uns biologisch, und psychisch angelegt ist, empfinden wir in aller Regel auch das richtige ohne wirklich zu wissen woher das Gefühl wirklich kommt. Im Zweifel gilt dabei sich auf das eigene Gefühl zu verlassen. Denn selbst wenn etwas nicht so zutrifft wie vermutet, Niederlagen, falsche Auffassungen sensibiliseren, in diesem Fall die Menschenkenntnis und geben einem in der späteren Situation recht.
Wer wenig bedrohlich wirkt, vor dem bleibt man meist ruhig und strahlt gelassenheit oder Souverenität aus. Aufgrund der Stereotypisierung als auch werturteilen beurteilt man Menschen in einen Status, was das eigene Empfinden als erhöhend repräsentiert, ein Gefühl der Erhabenheit beinhaltet oder man sich selbst abgewertet empfindet.
Das meiste dieser Bedeutungen bezieht sich aber auf Affekte. In kürzesten Augenblicken lassen sich viele weitere Deutungen dann manipulieren.
Dass man jemanden an seiner Körperbewegung erkennt, liegt an der Mischung zwischen Gestik und Persönlichkeit. Bewegungen variieren mit der Stimmung, das grundlegende Bewegungsrepertoire bleibt hingegen konstant. So hat fast jeder Mensch einen individuellen Gang und Bewegungsablauf, die jeweilige seelische und körperliche Verfassung bringt aber die entsprechende Abweichung zur Geltung. Dennoch erkennt man die unverwechselbare Grundhaltung.
Weitere Beeinflussung bringen Alter, Gesundheit und berufsmäßige Gewohnheiten mit sich. Interessant ist allerdings, dass, genauso wie sich die Stimmung auf die Körperhaltung auswirkt, dies auch umgekehrt der Fall ist, in gleichem Maße. Um es abzukürzen: Wenn es mir nicht sonderlich gut geht, dann muss man sich klarmachen, wie man sich fühlt, und eine andere Körperhaltung einnehmen, damit sich auch meine Stimmung wieder aufhellt. Es entspricht geradezu einer Selbstprophezeiung: Wenn ich mich hängen lasse und traurig in der Welt umhergehe, dann werde ich auch entsprechend behandelt und wahrgenommen, und es gibt meiner Haltung den nötigen Feinschliff, sich darin zu vertiefen. Es ist daher wichtig, auch wenn es anstrengend ist, gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Der Ursprung menschlicher Beziehungen liegt in der Trennung und hat zur Folge, dass Beziehungen wirken wie ein Magnet. Dieses Magnet drückt sich in der Wechselwirkung und damit in interpersonalen Beziehungen, bzw. psychologischem Fachterminus Übertragung und Gegenübertragung, aus. Das, was ich ausstrahle, bekomme ich als eine Form der Spiegelung zurück. Bedauere ich mich selbst, werde ich bedauert.
Körperkontakt und räumliches verhalten
Gerade in den ersten Jahren ist Körperkontakt so wichtig wie Nahrung und Körperpflege. Im ersten Jahr eines Kleinkindes zeigt sich die Fähigkeit, sich angenommen fühlen zu können oder sich abgelehnt zu fühlen, am deutlichsten. In jedem Fall aber findet hier in der Regel das Höchstmaß an Einverleibung statt, eine der drei Identitätsstufen. Jegliche Störung zeigt sich in jedem weiteren Alter bis hin zum hohen Lebensalter immer wieder neu. Muster wiederholen sich und bekommen daher nicht nur eine Bedeutung. In aller Regel liegt hierin auch das höchste Potenzial, sofern überwindbar zur eigenen Persönlichkeit, Identität und Entfaltung. Egal wie das erste Jahr eines Menschen aussieht oder verläuft, Kulturen haben ihren eigenen Umgang damit. Letztlich ist es den Menschen aber aufgrund des Geburtsvorganges gegeben, Distanz auf irgendeine Weise zu überwinden. Sind Kontakte besonders herausragend, führt die Beziehung dazu, neuen Nachwuchs in die Welt zu bringen. Damit ist die Distanz maximal überwunden. Wie demnach unschwer zu erkennen ist, sind Menschen mit dem Ziel geboren, Distanz und Trennung im Leben generell zu überwinden. Trennendes und spaltendes geht daher eher auf negative Erfahrungen zurück und kann kein Ziel sein, das auf Dauer angelegt ist. Eine solche Nähe kann aber auch einseitig sein, und kann man die Einseitigkeit nicht überwinden, dann liegt eine Nachahmung bis zu einem bestimmten Grad sehr nahe.
So manches Mal kennt ein Gegenüber nicht die Grenze. Sehr gut zu beobachten in Zeiten großer gesellschaftlicher Vereinsamung. Menschen, die alleine oder sozial kaum mehr integriert sind, kommen einer anderen Person oft sehr viel näher, als man das wünscht. Hier zeigen sich Empfindungsgrenzen.
Beim räumlichen Verhalten spielen der Abstand, der Winkel, wie sich Gesprächspartner gegenüberstehen, und die Höhe zueinander eine Rolle.
Wenn Zuneigung oder Statusgleichheit herrscht, empfindet man eher das Gefühl, enger zusammenzustehen. Seite an Seite spricht für Nähe und Kooperation. Entspannte Gespräche oder auch Verhandlungen sind im Winkel von gut 90° vorteilhaft. Das rührt daher, dass sich die Blicke nicht zwangsläufig treffen müssen, jeder hat die Chance, auszuweichen, Konflikte werden so eher gemieden. Positionen, die gegenüber platziert sind, deuten auf Konkurrenzsituationen hin und führen schneller zu Machtgerangel.
Distanzregeln sind aus der Verhaltensforschung entstanden und haben damit zu definierten Distanzzonen geführt, die empfohlen sind. Wer sein Gefühl allerdings wahrnehmen kann, der wird die Distanzen selbst fühlen und empfinden können.
Die Abstände dazu sind in vier Zonen aufgeteilt. Gewöhnlich variieren diese in der jeweiligen Kultur oder Persönlichkeit.
Intimzone
Die engste Zone wird dabei als Intimzone bezeichnet. In diese Zone lassen wir in der Regel nur uns sehr vertraute Personen. Überschreitet eine uns unbekannte Person diese Distanz, wirkt das auf uns bedrohlich. Die Intimzone ist von den Revierzonen her abgeleitet. Hier zeigt sich der Mensch ganz als Primat. Die Bedrohung äußert sich in einem schnelleren Herzschlag, das Adrenalin steigt an, man will gewöhnlich aus der Situation bzw. weicht instinktiv zurück. Der Kommunikationskanal sind Geruchssinn und meist Tastsinn.
Persönlichkeitszone
Der Umfang beträgt 120 cm, ca. Gute Bekannte oder Gesprächspartner sind in der Regel in dieser Zone anzutreffen. Kommunikationskanäle sind ein vermindert möglicher Körpergeruch, der Gesprächspartner ist greifbar nahe, aber auch in der Lage, sich schnell zu distanzieren, sowohl verbal als auch räumlich körperlich.
Gesellschaftliche Zone
120 bis 360 cm sind ein Distanzbereich, den die Verhaltensforschenden als eine Distanz identifiziert haben, bei der Beziehungen weniger freundschaftlich oder vertrauensvoll sind. Vielmehr der Sachlage dienend. Oft gehören dazu Kolleginnen und Kollegen oder gar Vorgesetzte.
Öffentliche Zone
Ab 360 cm spricht man dann von einer respektablen Zone. Man kennt sich nicht und hat nichts miteinander zu tun. Die Sprache ist meist förmlicher, lauter und distanzierter. Man kann sowohl würdevoll als auch distanzierter miteinander hadern.
Vokal-auditive Signale
Nonverbale Laute wie Tonfall, Stimmhöhe oder Lautstärke sind Kommunikationsmittel, über die Stimmungen und interpersonale Einstellungen oder auch charakterliche Aspekte transportiert werden können.
Solche nonverbale vokale Signale lassen sich unterscheiden in mit dem Sprechen verbundene und vom Sprechen unabhängige Signale. Gefühle werden bsw. Über Tempo, Tonhöhe und Lautstärke decodiert. Schnelles Tempo weist auf Vergnügen oder hohe Aktivität hin, kann aber ebenso Ärger oder Furcht bedeuten. Ein hoher Ton transportiert Überraschung oder Stärke. Ist der Ton niedrig, wird Vergnügen, Langeweile oder Trauer transportiert. Grundsätzlich zeigen sich im Tonfall Furcht und Zorn am deutlichsten. Liebe und Traurigkeit oder Stolz und Zufriedenheit weniger.
Selbstbewusste und/oder durchsetzungsstarke Menschen haben eine betontere Intonation, eine größere Tonhöhe und eine schnellere Geschwindigkeit.
Kongruenz
In der aktuellen Zeit gewinnt dieser Ausdruck zunehmend an Bedeutung. Während viele Menschen zurück zur Authentizität wollen, steht die Herausforderung durch ein Höchstmaß an Täuschung gegenüber. Das wundert wenig, denn wir leben in einer Zeit hohen Wohlstands, der die grundsätzliche Sinnfrage gegenübersteht. Die Sinnfrage untergräbt den Wert der Dinge, oder um es kurz zu sagen: Wir stehen am Beginn einer Zeit des Seins, während wir gerade aus einer Zeit des Habenwollens kommen. Tugenden gewinnen wieder an Fahrt, ehrenwerte Charakterzüge sind wieder trendy.
Kongruenz ist die Echtheit, die jemand ausstrahlt. Wenn alle Kanäle, nonverbale wie verbale, Inhalte in Beziehung zum Partner und Gesprächsinhalt einheitlich transportiert werden, dann ist der Gesprächspartner in einem Zustand der Klarheit. Das Gegenstück ist die Inkongruenz.
Zur Kongruenz der Echtheit gehören vor allem Tugenden wie bspw. zu seinen Schwächen zu stehen, klarzustellen, wenn man etwas nicht weiß, eine innere Haltung wie bsw. Weniger Stolz als mehr Dankbarkeit, eine gesunde Fehlerkultur. Auch der schmale Grad zwischen Selbstbewusstsein und Narzissmus, das Überzeugtsein von dem Überzeugtsein, was man tut, immer aber auch am Rande des Skeptizismus, sind existenzielle Ausdrucksweisen dieses Verhaltens. Gerade weil solches Verhalten schwer in Einklang zu bringen ist, ist es auch schwer, Kongruenz zu erlangen. Meist geht daher auch Attraktivität einher, was viele Menschen mit einer inneren Schönheit in Verbindung bringen, die sie äußerlich mittels Schönheits-OPs zu kaschieren versuchen.
Symmetrie
Man sieht durchaus, wenn eine Körperhaltung symmetrisch wirkt. Die Haltung spiegelt dann eine innere Zufriedenheit wider, eine aufrechte Haltung zeigt sich über die Schultern, Arme und Beine und verführt das Gegenüber zur selbigen Haltung. Symmetrie findet statt in einem Zustand zwischen Konzentration und Entspanntheit.
Synchronizität von Bewegungen
Sind sich Gesprächspartner sympathisch, verhalten diese sich meist synchron zueinander. Sie machen ähnliche Körperbewegungen. Beide sind oder fühlen sich vertraut oder finden sich nett. Über dieses Maß hinaus ist eine aktive Gesprächshaltung mehrheitlich ein Initiator, andere mitzunehmen oder mitzureisen. Auch dadurch wird oft Synchronizität erreicht. Denn ein Überschuss an Energie aus Begeisterung kann durchaus auf andere übertragen werden. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass in der aktuellen Zeitphase Emotionen und Authentizität eine größere Rolle spielen als in Epochen zuvor, was in aller Regel auch dafür sorgt, dass Menschen viel unmittelbarer erreicht werden können. Bei wem die Energie kaum überschwappt, könnte im Thema schon falsch sein. Etwas mit einer Geste zu unterstreichen, zu untermauern, ist vornehmlich ein kongruentes Verhalten und animiert dazu, überzeugt zu sein.
Fazit
Grundsätzlich muss man sich vor Augen halten, dass sowohl am Telefon ohne Bild als auch mit Bild, oder wenn über digitale Kanäle kommuniziert wird, bestimmte Kanäle fehlen. Diese holt man sich oft auf anderen Wegen zurück, weil zumindest das Feedback, in Form der Rückkopplung, wie es schon Watzlawick beschrieben hat, ein Grundbedürfnis des Menschen ist.
Weiterhin gilt in der nonverbalen Auseinandersetzung, dass es immer förderlich ist, sich auch die Metainformationen deutlich zu machen. D.h., welche Wirkung hat welches Verhalten? Die Reflexion dahingehend, die eigene Kommunikation zu verbessern, unterstreicht den eigenen Wunsch und Willen, was mit Kommunikation erreicht werden soll. Kommunikation kann Türen verschließen, vor allem aber auch öffnen und Konflikte vermeiden. Meta in der nonverbalen Kommunikation bedeutet, sich darüber bewusst zu sein, welche Nebensächlichkeiten das Kommunizieren mit Hand und Fuß sowie Gestik und Mimik mit sich bringen.
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„Die Entwicklung eines Embryos ist eine präzise choreographierte Abfolge von Prozessen, bei denen Zellen aufeinanderstoßen, Gewebe wachsen, sich verschieben und ineinandergreifen. Dabei entstehen mitunter erhebliche mechanische Spannungen, die die Entwicklung des winzigen Organismus beeinträchtigen können“, beschreibt Studienleiter Professor Steffen Lemke von der Universität Hohenheim.
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