Kommunikationsstrategien verwendet man überwiegend in Agenturen um ein Unternehmensimage oder ein Produkt aus einem Status Quo in eine neue, meist dem Zeitgeist angepasste Position im Markt zu überführen.

Das Storytelling gewinnt inzwischen zunehmend an Bedeutung. Es gibt aber noch einen weitere Fall für was eine Kommunikationsstrategie wichtig, vorteilhaft und bedeutungsvoll ist. Für Gruppennarrative.

Im einfachsten Fall geht man davon aus, das, unabhängig davon ob regional oder überregional Pläne, Ziele, Narrative, Unternehmensphilosophien vorliegen und für alle Einsehbar sind.

Ist dieser Plan oder diese Vision klar, dann liegt es daran diese für den Betrieb am Standort vor Ort als Vorgabe, meist kleinere Gruppen zu kommunizieren.

Das Ziel in Teams und Gruppen, im Ladenlokal ist es, möglichst in Form eines gemeinsamen Sprachrohres zu sprechen. Sie zeigt damit Loyalität, Geschlossenheit, Einheit und Stabilität.

Hilfreich ist dabei diese Ziele und Vorhaben mit Argumenten zu untermauern. Ein Plan zur Kultivierung hilft dabei diese Vorgänge operativ umzusetzen, auf Dauer zu kultivieren, eine Form zu geben. Bildung war und ist der Übergang in Wachstum und Wohlstand. Aber auch Fitness, ob körperlich oder im Geiste sind ein wichtiges Merkmal.

Zu den Grundpfeilern einer Kultivierung gehört daher

  • dauerhaftes aktuelles weiterbilden und beschäftigen mit der Ware.
  • das dauerhafte wahrnehmen von Medienberichten

Es muss klar sein, wie wird das Unternehmen, das Produkt, die Organisation in der Medienlandschaft dargestellt und diskutiert. Für die Gruppe ist wichtig, das jeder diese Presseberichte sehen und wahrnehmen kann. Und damit klar ist, das jede Person diesen Artikel lesen kann ist es hilfreich diese in einem internen Gruppenmessenger regelmässig zu zeigen.

Darüber hinaus muss aber immer auch deutlich gemacht sein, wie geht man mit entsprechenden Nachrichtenmeldungen um. Wie kommuniziert man diese, im Falle von Themendiskussionen im Ladenlokal.

Auf diese Weise kann sich jeder, im Rahmen dieser Umstände so frei bewegen, weil Motiv und Ziele klar sind, die Kommunikation einzelner wird sich in einer Form der gemeinsamen Sprache äussern.

Im Sinne eines Medienmanagements weis jedes Gruppenmitglied intuitiv wie es sich verhalten soll.

  • intern Kommunikation in der Gruppe, in einem Team
  • extern, gegenüber Kunden im Ladenlokal, Kommunikation auch über social media

Um dies auch praktisch zu verdeutlichen bzw. eine mögliche Strategie darzustellen soll nachfolgend das Grundgerüst für den Entwurf einer Kommunikationsstrategie gezeigt werden.


Kommunikationsstrategie zum Gruppenorientierten Storytelling

  1. Was denkt der Verbraucher über die Marke oder das Produkt?
  2. Wie ist der Status Quo des zu bewerbenden Gegenstandes?
    • D.h., bewusst machen, was ist die Ausgangslage?
    • Wie denken Verbraucher über das Produkt, die Marke?
  3. Positionierung, wohin man in der überschaubaren Zeit möchte, klären. Heisst, in Worte fassen, wie die zu erreichende Positionierung aussehen soll. Z.B. Unsere Arbeitsabläufe sind arbeiten mit Unterstützung der Künstlichen Intelligenz
  4. Schwachstellen, die aus Medien bekannt sind, bewusst machen und in der Gruppe ansprechen, diskutieren. z.B. typisches Thema bei Kleidung, „Produktion und Bedingungen in Schwellenländern“
  5. Diskutieren wie mit Schwachstellen in den Medien umgegangen werden soll. Wie wird dem Kunden gegenüber kommuniziert?
  6. Kanal zur Zielgruppe/Kunden. Emotional, rational, oder andere???
  7. Mehrwerte und Produkteigenschaften herausstellen.
    z.B. Welche Eigenschaften hat Leinen und macht es daher besonders für warme Tage geeignet?
  8. Bedürfnisse von Menschen, warum Produkte gekauft werden besprechen
  9. Platzierungscheck – kann ein gemeinsames Narrativ, kann das gemeinsame Ziel mit den erarbeiteten Argumenten erreicht werden?
  10. Gegebenenfalls überarbeiten

Narrative

In unserer Welt und dieser Zeit wird unglaublich vieles schlecht geredet. Nachrichten berichten viel von negativen Ereignissen. Sprache ist dahingehend verroht, das über viele Menschen gegenseitig gesagt wird, wie schlecht sie seien oder wie schlecht ist, was diese tun.

Das Negativ der sichtbaren Welt

Wenn die Zeit gekommen ist, das eine Generation die bisherige ablöst, meist zeigt sich das darin das Familien gegründet werden und die nächste Generation entsteht, eine Alterskohorte das moderne Berufsleben bestimmt und dominiert, damit also ein neues Novum einher geht, dann verwendet man häufig das Narrativ, früher sei alles besser gewesen!

Es gibt schwerwiegende Argumente die dies entkräften.

Die Generationengerechtigkeit.
Jede Generation hat das Recht auf eine Ausgangslage, wie man sie selbst einmal angetroffen hat. Als vorausgehende Generation habe ich damit die Pflicht, die Rahmenbedingungen zu unterstützen um eine solche Atmosphäre herzustellen!

Anpassung
Fortschritt ist das Ergebnis von Anpassungsfähigkeit. Könnten Menschen sich nicht anpassen, sie würden aussterben. Damit in Verbindung stehen Innovationen, die nicht nur den Fortschritt bilden, Innovationen sind auch ein Treiber für Motivation. Man sieht an ihnen, genauso wie an Familiegründungen und Existenzen wie das Leben weiter geht.

Das Positiv

Das Negativ bei einem Bild, um im Bild zu bleiben, entsteht also von alleine. Das Positiv muss man wie bei der Filmherstellung produzieren, herstellen. Nicht umsonst hat auch Erich Fromm in „Die Kunst des Liebens“ beschrieben, dass Liebe, das positives kultiviert werden muss. Man muss das gute Pflegen, auferbauen, motivieren!

Rahmenbedingungen – Sesshaftigkeit oder Nomadentum

Im Alltagsgeschehen muss daher eine Situation, eine Position erreicht werden, die dafür sorgt das die Dinge ins positive Licht gerückt werden können! Die Ausgangslage ist, Menschen sind gut so wie sie sind. Wenn jemand nicht meiner Meinung oder Auffassung ist, dann vielleicht für viele andere. Es geht also darum das richtige Milieu zu finden. Solange ich darauf beharre das dieser Ort mein Lebensmittelpunkt ist, solange besteht auch die Chance das ich und mein Umfeld sich zum Nachteil verändern. Es ist daher dem Gedanken der Sesshaftigkeit geschuldet ob und wie sich ein Milieu für mich gut entwickeln kann oder nicht.
Dieser Zustand, dieser Umstand muss immer wieder aufs neue geprüft werden. Hierzu dürfte gelten was einmal Thomas Hobbes in Leviathan beschrieben hatte. Eine Zeitlang gehen Generationen nebeneinander her, bis die Macht der älteren Generation an die jüngere abgegeben ist und das Leben an der jüngeren Generation orientiert weiter gehen wird. Denn sie ist die fortschreitende Zukunft und wird selbiges auch einmal erfahren müssen. Das gilt nicht nur für Generationen, sondern auch für soziale Milieus und Kohorten.

Transformation durch Vielfalt

Es ist nicht nur die Sesshaftigkeit, auch die Vielfalt bildet neue Bedingungen, Rahmenbedingungen für eine sich entwickelnde Gesellschaft, für Gruppen. Durch Vielfalt entsteht eine Transformation. Für die einen bedeutet es ein Gefühl der Zugehörigkeit, mehr als bisher. Für andere nimmt eine Gruppe eine Tendenz an in der sie sich nicht mehr wohlfühlen. Es ist zu prüfen inwiefern man mit Motiv und Ziel noch übereinstimmend sein kann.
Ist man aber im richtigen Milieu, in der Gruppe, bei Menschen wo man hingehört, dann gelten klassische Gruppenregeln. Grundsätzlich geht man davon aus, das die Menschen in der Gruppe gut sind und gibt durch Aussicht und Ziele eine Gestalt. Auf diese Weise formt sich mit der Entwicklung auch die Kommunikation in der Gruppe.

Die Lösung mit der entstandenen Vielfalt umzugehen liegt darin diese zu nutzen.
Wenn Dinge, Menschen, Ideen schlecht sind, dann muss ein Individuum hinterfragen ob das Milieu das richtige ist. Durch Transformation entstehen aber auch neue Gruppen und neue Milieus.

Entfaltungspotenzial

Weiterhin, wenn ich vielleicht in Form einer Selbstreflektion erkenne das ich auf einem Gebiet Erfahrung gesammelt habe und mich nun anderweitig entwickeln möchte, dann muss die Tür offen stehen die richtige, die geeignete Organisation zu finden in der ich mich weiter entwickeln und entfalten kann. Ob jemand in eine Gruppe oder Team passt, das ist sicherlich vielmehr eine Frage von Eigenschaften, Charakter, viel weniger davon wie Leistungsfähig etwas oder jemand ist, oder ob jemand im Berufs- oder Jobwechsel auch die Chance sieht und erkennt seine Schwächen zu stabilisieren oder gar in Stärken umwandeln zu wollen. Eine Organisation oder Gruppe sollte immer die Chance zur Weiterentwicklung beinhalten, weil darin auch ein ganz persönliches Motiv des Individuums liegt. Etwas womit man Menschen in der Gruppe antreiben kann gemeinsame Ziele und Vorhaben umsetzen zu wollen, die Bereitschaft Konflikte lösen zu wollen und zu können.

Die Form gießen

Nun verbringen wir noch immer viel Zeit damit uns mindestens mehrere Stunden am Tag bei der Arbeit aufzuhalten.
Und weil Betriebe als Zellen der Wirtschaft gelten, müssen diese Zellen – wie in einem menschlichen Körper auch, kultiviert werden.

  • Bildung ist und war immer ein Sprungbrett in Wohlstand und Wachstum.
  • Auch Fitness ist ein Merkmal für die Fähigkeit sich an neue Gegebenheiten anpassen zu können.

Beides sind Merkmale die in einer solchen Zelle kultiviert werden können.

Ein gemeinsames Motiv, so wie die Vereinbarkeit der Mitglieder einer Gruppe hin zu einem (gemeinsamen) Ziel trägt in sich die Entscheidungsfähigkeit einer Einzelperson. Man kann immer wieder aufs neue entscheiden ob etwas passt oder nicht. Wenn also jemand etwas schlecht redet, dann muss geprüft werden ob das Milieu, in dem man sich befindet noch richtig ist.

Loyalität und positives Image

Wenn in einem Gruppengefüge alles passt, dann kann man auch eine positive Kommunikation erwarten. Vor allem aber, die Gruppe ist durch Konflikte belastbar. Man wird Konflikte lösen können, weil die positive Voraussetzung, die Haltung vorhanden ist. Konflikte, d.h., mindestens zwei unterschiedliche Meinungen in eine Lösung zu bekommen ist der Motor der Gruppe. Konflikte und die damit einhergehenden Spannungen aushalten zu müssen sind nicht immer schön. Dennoch muss man auch voran stellen, den Umgang damit kann man kultivieren. Z.B. in dem deutlich angesprochen wird wie man mit Konflikten umgehen möchte.

  • Konflikte treiben die Gruppe an,
  • sind für beide Seiten gute Lösungen gefunden versteht man sich anschließend gut, die Gruppe wächst zusammen – sind nur zwei Aspekte.
    Ansonsten kann man eine Form positiver Ausdrucksweisen, Kommunikation und positiver innerer Haltung erwarten.

Mit dieser Haltung trägt man das Narrativ des Betriebes, Organisation, Unternehmen nach aussen.

In der Zukunft ist daher von grosser Bedeutung das Individuen und Organisationen möglichst gut passen, die gleichen Ansichten und Inhalte teilen und auf diese Weise eine Zeitlang einen gemeinsamen Weg gehen.

Fazit

Eine Kommunikationsstrategie ist eine Möglichkeit eine Gruppe von Menschen auf Dauer gezielt innerhalb einer Motiv-Methode-Ziel-Struktur auf Wachstumskurs zu halten und Anpassungsleistungen zu erbringen. Bildung bezieht sich dabei nicht nur auf rein fachliche oder sachliche Inhalte wie bsw. Warenkunde oder kaufmännische Tatsachen. Bildung bezieht sich auch auf die Fähigkeit zur Kommunikation, die eigene innere Haltung. Geistige Fitness ist oft ein Resultat aus körperlicher Fitness. Aber nicht zwangsläufig. Um Mental Fit zu bleiben ist es wichtig und empfehlenswert das man weis wie das Unternehmen, die Organisation für die man arbeite in der Medienlandschaft besprochen wird. Viele Betriebe legen Wert darauf das man dies mit Eigeninteresse tut. Ein oder zwei Administratoren zu finden die dies in einem Messenger pflegen ist ein Motivationsbooster für die gesamte Gruppe und ein Bindemittel in der Gruppe. Man kann in der Gruppe darüber diskutieren und sich austauschen.