Wie wird aus Technologie gesellschaftlicher Nutzen? Wie wird aus einem fachlichen Wärmeplan eine praktikable Lösung, die Stadtwerke, Kommunen und Menschen vor Ort verstehen und mitgestalten können? Das Projektteam HEATogether unter Leitung des Fraunhofer IEG sieht Künstliche Intelligenz als das passende Werkzeug für den Knowhowtransfer entlang der Kette Fachplaner, Energieversorger, Kunde und Anwohner. Das BMWE fördert mit rund 1,2 Millionen Euro. In den nächsten zweieinhalb Jahren soll eine KI-gestützte Plattform entstehen, die Wissen und Planungswerkzeuge zusammenführt. Sie soll komplexe Entscheidungen verständlicher machen und die Wärmewende in Strukturwandelregionen unterstützen.
Bochum/Germany, 25. September 2026. – Man kann die Erschaffung einer virtuellen, digitalisierten Welt als das erweiterte Werkzeug des Menschen verstehen, sein Vorstellungsvermögen in die sichtbare Welt, in die Realität zu bringen. Es ist also nicht nur eine Erweiterung menschlicher Eigenschaften, sondern das Vorstellungsvermögen das durch KI und Digitalisierung eine Erweiterung findet. Effizienz und Effektivität ist heute das zentrale Argument das Kreislaufwirtschaften unterstützt und Ressourcen auf ein Maximum den Nutzerinnen und Nutzern zuordnen kann. Doch diese Entwicklungen beginnen schon in der Planung und können in der Vorstufe zur Projektumsetzung zentrale Themen einbinden. Auf diese Weise kann Nachhaltig gepunktet werden.
Das Projekt HEATogether, unter der Leitung des Fraunhofer IEA soll mittels einer Plattform Informationen passend zur jeweiligen Region und Nutzergruppe erklären. Planungswerkzeuge für Strom-, Gas- und Wärmenetze mit Künstlicher Intelligenz versehen, sollen mit der Anpassung an die Umstände vor Ort angepasst werden. Dabei ist die Plattform die verbindende Komponente.
„Kommunen und Stadtwerke verfügen heute über leistungsfähige Werkzeuge für die Wärmeplanung. Die Herausforderung liegt darin, die Ergebnisse für unterschiedliche Akteure verständlich und nutzbar zu machen. Mit HEATogether wollen wir Planungswerkzeuge, Künstliche Intelligenz und Wissen über die Menschen und Regionen erstmals in einer gemeinsamen Anwendung verbinden“, sagt Prof. Tanja Kneiske, Projektleiterin am Fraunhofer IEG.
KI bietet die Möglichkeit und die Chance nicht nur einer wachsenden Komplexität Rechnung zu tragen. Jede Epoche geht mit einer Steigerung von Effizienz und Effektivität einher. Dort wo dem Menschen Grenzen gesetzt sind, dort lotet die KI Lösungen aus die in solcher Effizienz und Effektivität neue Dimensionen schaffen und erweitern. KI klärt bsw. verschiedene Ergebnisse von Planungsvarianten, macht diese dadurch zugänglicher und vermittelt auf unterschiedlichen Fachebenen in der Planung.
Was bislang viel allgemeiner in der Verwendung war, das findet heute in der Darstellung persönlicher Nutzererlebnisse eine Erweiterung. Dieses persönliche Nutzerverhältnis ist der Anteil der in einer Planung bereits mitgedacht werden muss. So entwickeln die Forschenden zunächst Lösungen mit den späteren Nutzerinnen und Nutzern. Welche Informationen werden für Individuen benötigt, welche im Zusammenspiel dieser in Gruppengefügen. Interviews, eine Befragung von mindestens 1.000 Menschen sowie die Untersuchung regionaler Erfahrungen liefern dafür die Grundlage. Daraus entstehen typische Nutzerprofile. Anschließend entwickelt und erprobt das Projektteam die Plattform schrittweise mit Akteuren aus der Praxis. Mindestens sechs bis acht Erprobungsformate sind vorgesehen.
Die regionalen Akteure wie die Energieversorger in Weißwasser, Aachen oder Hoyerswerda bringen Anforderungen, Planungsstände und Erfahrungen aus der kommunalen Praxis ein. Das Projekt startet sehr früh mit der Einbindung der Nutzergruppen. Diese Woche findet bereits ein erster Austausch mit den assoziierten Partnern in der Region Hoyerswerda und Weißwasser satt.
„Für uns ist entscheidend, dass neue Energie-Lösungen in der kommunalen Praxis funktionieren. HEATogether bietet die Chance, Fachleute mit KI zu unterstützen, komplexe Zusammenhänge verständlicher zu machen und die Menschen in der Region auf dem Weg der Wärmewende zu begleiten“, sagt Frau Bartsch, Geschäftsführerin der Stadtwerke Weißwasser.
Weitere Erprobung und Beteiligung findet unter anderem an speziell digital ausgestatten Transferräumen in Cottbus, Zittau und Dormagen statt. So will das Forschungsteam früh erkennen, was im Alltag von Kommunen und Versorgern funktioniert und wo es nachbessern muss.
Sechs Partner verbinden ihre Kompetenzen
Im Verbund arbeiten das Fraunhofer IEG, Fraunhofer FIT, Fraunhofer ISI, die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit dem Zentrum für Interdisziplinäre Regionalstudien, die Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen sowie die Hochschule Zittau/Görlitz zusammen. Als assoziierte Partner mit Letter of Intent (LOI) sind in der Modellregion Hoyerswerda / Weißwasser die Stadtwerke Weißwasser, die Stadt Weißwasser, die Tilia GmbH sowie die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda eingebunden. In der Modellregion Nordrhein-Westfalen erfolgt die Zusammenarbeit mit der Stadt Aachen, der BasePeak GmbH sowie der Mensch goes GmbH.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert HEATogether im Bereich »Energiewende und Gesellschaft«. Projektträger ist das Forschungszentrum Jülich. Für das Teilvorhaben »KI-Wärmeplattform und gesellschaftliche Analyse« die Fraunhofer Gesellschaft wurden 772.807,15 Euro bewilligt, das Gesamtvorhaben hat ein Budget von rund 1,3 Mio. Euro. Es läuft vom 1. August 2026 bis 31. Januar 2029 unter dem Förderkennzeichen 03EI5287A. Der Verbund trägt die Kennung 01290387/1.
Mehr zum Projekt
https://www.ieg.fraunhofer.de/de/projekte/heatogether.html
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