Move up your Life

Mit Beginn der industriellen Revolution um die 1850er Jahre kamen die ersten Sportvereine, Organisationen und Gemeinschaften auf. Die industrielle Revolution war die erste Form einer Arbeitserleichterung, die auch Arbeitsteilung mit sich brachte.

Wer leistungsfähig ist, hat die größeren Überlebenschancen. Die durchschnittliche Wegstrecke des Menschen um die Jahrhundertwende des 19. Jhd. lag bei rund 20 km am Tag. Heute, etwas mehr als hundert Jahre später, laufen Menschen im täglichen Leben maximal 1000 m (vgl. S.19 Andreas Bredenkamp/Michael Hamm, Milon, Erfolgreich Trainieren). Die zunehmende Form der Mobilität sowie einem Rücklauf zum Beispiel durch die Entstehung virtueller Realitäten hemmt den Bedarf sich als Mensch in Fleisch und Blut bewegen zu müssen. Von den Grossvätern und Müttern ist manch einem noch zugänglich, die Geschichten tägliche Wege zur Arbeitsstätte und zu Märkten mit 3-4 Stunden Wegezeit. In Schwellenländern und Ländern mit einem weniger hohen Lebensstandard ist das auch heute noch keine Seltenheit.

Zunehmende Technologisierung macht deutlich, dass Bewegung etwas ist, das uns aufhält. Wenig Bewusstsein über die menschlich, evolutionäre Entwicklung des eigenen Körpers und deren Gesundheit, aber auch die Tatsache, dass der Mensch an sich lebensfeindlich ist, führt bei jedem Epiphänom wie der Erfindung von Fahrzeug, Themen im Geschäfts- und Berufsleben wie auch dem Hang zum festen Wohnsitz zu einer Rückführung von Bewegung.

Der Wohlstand und die Faszination der Dinge, die wir heute tun können, fesseln unsere Blicke und ziehen den Fokus auf sich. Was wir hingegen kaum oder weniger wahrnehmen ist immer der Zeitbogen, die Reflexion, das Analysieren, was hat sich in welchem Zeitraum bisher verändert. Die Zeit relativ ist, hat Albert Einstein einmal mit seiner Formel auf den Punkt gebracht. Das sich Zeit aber auch in den Köpfen der Menschen komprimiert, das der Mensch mit zunehmendem Zeitverlauf produktiver wird, zeigt schon auch das Prinzip „Teile und Herrsche“. Doch was wir bislang verkannt haben, dass diesem Teilen ein altruistisches Ordnungssystem zugrunde liegt, das nur vor dem Hintergrund und der Motivation prosozialer Entwicklung funktioniert, nicht aber aus egozentrischer Selbstverherrlichung.

Wir sind in irgendeiner Form darauf angewiesen, durch Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und Hinweise dritter zu reflektieren, was ist, was war bisher passiert. Nur dadurch können wir produktiver werden und uns vor Gefahren schützen. Wirklich fruchtbar kann dies nur dann sein, wenn wir dieses Verhalten von uns selbst geben und nicht etwa warten bis jemand den ersten Schritt tut. Denn bevor du liebst, wurdest du geliebt, bevor du vergibst, wurde dir vergeben. Es war immer jemand vor dir am Zug, doch in diesem Fall sah man es nicht.

Wer das eigene Wachstum nicht mit anderen teilt, kann nicht erwarten, dass man vom Universum begünstigt wird. Die Zerfallszeit von Wissen wirkt mit zunehmendem Druck auf uns. Je mehr versucht wird durch Mehrarbeit, Mehraufwand dem zeitlichen Verfall Einhalt zu gebieten, desto mehr baut sich dieser Druck auf. Erst durch die Orientierung an Arbeitsteilung und darin als Mensch produktiver zu werden, hemmt den Druck, das Gefühl alles würde immer noch mehr werden.

Die beiden Münsteraner Sportwissenschaftler, Andreas Bredenkamp und Michael Hamm haben zwei Phänomene aufgeführt, die man jeweils als eine Zäsur in der Geschichte begreifen darf. Bei einer Zäsur handelt es sich um einen bedeutsamen geschichtlichen Einschnitt.

1958, die Zeit des Weltwirtschaftswunders. Sie wurde möglich, nach dem die furchtbaren Grauen des Zweiten Weltkrieges vorüber waren und der Marshallplan, bei dem nicht nur unzählige Hilfsgüter aus den USA nach Europa, insbesondere Deutschland flossen, sondern auch umfangreich viel Geld in die Wirtschaft Floß, um selbige neu anzukurbeln, regelrecht expandierte. Schon wenige Jahre nach dem Marshallplan, 1952, trugen die Investitionen in die Wirtschaft Früchte. Die Wirtschaft fing an zu boomen. Die erschwingliche Mobilität begünstigte die Minderung der körperlichen Bewegungsbedürfnisse. Möglicherweise spielte die Nachkriegsdepression die entscheidende Rolle für das weitere Verhalten der Menschen.

1990, das Zeitalter der kommerziellen Bürokommunikation begann. Der Computer revolutionierte die Arbeitswelt und erleichterte eine Vielzahl von Arbeitsabläufen. Viele Laufwege wurden weniger notwendig. Mit dem Personal Computer kamen aber auch die ersten Computerspiele auf den Markt und erreichten so auch ein wesentlich jüngeres Alter.

Vor dem Hintergrund einer Homöostase, also dem Bestreben, dass sich die Dinge in der Summe ausgleichen, muss es zu jeder Bewegung eine Gegenbewegung geben. Genauer und partikularer dargestellt, kann man es auch dem Sport entnehmen. Der Agonist ist der wunschgemäß zu aktivierende Spielmuskel. Dieser funktioniert nur gemeinsam mit dem Antagonisten, als Gegenspieler bezeichnet und dem Synergisten, den begleitenden Muskeln um die Hauptakteure.

Wenn es demnach diese beiden Zäsuren in der Gesundheit gab, dann müssen diese als Gegenspieler der Wirtschaft betrachtet werden. Oder, wenn wir aus Perspektive des Menschen die Gesundheit als wichtigstes Gut betrachten, so müsste die Wirtschaft ein Gegenspieler sein und das, was wir als Menschen tun und sind als Agonist zu verstehen sein.

Schon aus evolutionärem Verlauf wird deutlich, nach diesen Zäsuren ist oder sind weitere Zäsuren zu erwarten. Mit etwas Weitsicht aber wissen wir bereits um die Entstehung der künstlichen Intelligenz und erahnen hierbei durchaus das ein zu erwartendes Phänomen rund um die künstliche Intelligenz.

Otmar M. E. Schreiner beschrieb die Typologie von Innovationen und differenzierte diese nach deren unterschiedlichen Eigenschaften und Wirkungen auf die Veränderung von Märkten. Dabei konnte festgestellt werden, dass der Grad der Innovationsunsicherheit ein Merkmal dafür ist, wie stark eine Innovation Einfluss haben wird. Radikale Innovationen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie eine hohe Marktunsicherheit vorherrscht und hohe technische Unsicherheit bevor steht. (Otmar M. E. Schreiner Et Al. S. 25).

Eine Eigenschaft künstlicher Intelligenz (KI) ist das Anlernen oder referenzieren eines ersten Vorgangs, während sich die KI ihre Wege dann selbständig sucht, aus der Entstehung, aus dem ersten Anlernen heraus. Das macht deutlich, dass die Unsicherheit von etwas Neuem sehr hoch einzuschätzen ist. Wir können daher mit der KI als radikal neue Innovation rechnen.

KI kann demnach als weitere Zäsur verstanden werden, die im Hinblick auf die Gesundheit des Menschen eine Spaltung der Gesellschaft vor sich nehmen kann. Die Makroökonomischen Systeme sind noch nicht zu Ende geführt, weil deren Erfinder zuvor verstarben, die wirtschaftliche Entwicklung die Wege änderte und keine hilfreiche Adaption dafür Sorge tragen konnte, die Gesundheit des Menschen als Vordergründig ins Zentrum der Betrachtung zu stellen.

So gibt es immer wieder Menschen, die sich neu daran, versuchen diese Darstellungen wieder aufzugreifen. Neben dem Ökonomen John Maynard Keynes spekuliert man auf die weitere Entwicklung des russischen Wirtschaftstheoretiker Nikolai Kondratieff darauf, dass es ein weiteres Kondratieff die Gesundheit des Menschen als Schlüsselbranche sein wird.

Näher zu Nikolai Kondratieffs Theorie im Anhang.

Wohlstandskrankheiten als Gegenspieler?

Bredenkamp und Hamm konnten feststellen, dass jeweils nach einer Zäsur typische Wohlstandkrankheiten, Zivilisationskrankheiten und maßgebliche gesundheitliche Einschränkungen in den Folgejahren der jeweiligen Zäsuren zugenommen haben. Dies begründet keineswegs, dass die Ursachen in den jeweiligen Ereignissen liegen. Aber es scheint offensichtlich zu sein, dass es einen Zusammenhang gibt. Diese als Axiome definierten Feststellungen bedürfen auch keines Beweises. Sie sind offensichtlich und es können auch keine Gegenbeweise, bzw. Wiederlegungen belegt werden.

1958, die Jahre der Wirtschaftswunderzeit. Der Herzinfarkt wuchs, laut Prof. Wildor Hollmann, rasant von einer relativ wenig verbreiteten Krankheit zur häufigsten Todesursache heran.<br&gt;

1990, Einführung des Computers, Computerspielen und Internet. Studien belegen, dass das Körpergewicht der Deutschen explodierte. Bredenkamp und Hamm stellen aber fest, dass nicht mehr Nahrung aufgenommen wurde und einzig ein Mangel an Bewegung die Ursache der Gewichtszunahme sein konnte.

Ich denke nicht das es der richtige Weg sein kann Menschen und vor allem auch Kindern und Jugendlichen klarmachen zu wollen, dass man früher anders gelebt hätte, mehr an der Natur gewesen sei. Vielmehr muss ein Hunger nach Bewegung erzeugt werden. Dieser Hunger muss größer sein als die Erkenntnis, sich nicht bewegen zu wollen. Wenn es nicht Künstliche Intelligenz sein mag, dann wird es andere Phänomene geben, die einen Bewegungsmangel hervorrufen und begünstigen werden. Es wird eine Zäsur zu erwarten sein.

Seit den 1968er Jahren war es Arnold Schwarzenegger, der einen regelrechten Fitnesstribe zunächst in den USA auslöste.<br&gt;

Mit der Pille kam sexuelle Freiheit ins Alltagsleben der Menschen und setzte die unterdrückten Triebe frei.

1982, zum besten Zeitpunkt im Frühjahr, im April, löste Jane Fonda eine globale Fitnesswelle aus.

Aus diesen Eruptionen gingen immer neue und differenzierte Fitnessprogramme einher. Vorzugsweise in der Gruppenfitness. In der Gruppenfitness verbirgt sich heute ein schon jetzt weiteres erkanntes Phänomen. Die Einsamkeit oder wie man fachmännisch sagen würde, die Atomisierung von Menschen. Was wir heute in der Vereinsamung als Nachteil erkennen, hat ganz offensichtlich den bedeutenden Hintergrund, dass Menschen sich ganz auf die Liebe ihrer Partner konzentrieren und fokussieren und dabei ein gewisses Mass an Selbstliebe verloren haben. Sigmund Freud hatte diese Form der Liebe als Objektliebe festgestellt, der ein gesunder Autoerotismus gegenüber steht, was als eine gesunde Form der Eigenliebe zu begreifen ist.

Aus diesem Grund muss man davon ausgehen, dass eine Form der natürlichen Selbstheilungskräfte in den Gesellschaften Menschen in Gruppen neu zusammen führen, diese aber dennoch alleine für sich leben. In der Gemeinschaft, in der Gesellschaft werden Menschen das Gefühl haben, Teil von etwas zu sein, das etwas mit in die Gesellschaft bringt, aber auch dass man Teil von etwas Nützlichem ist. Das man gebraucht wird. Dieses Gefühl gebraucht zu werden und etwas geben zu können fällt von der Einzelnen, vom Einzelnen ab und man ist nicht mehr auf diese Form der Objektliebe angewiesen. Auf diese Weise findet der Mensch zu sich selbst und erkennt seine eigenen Mehrwerte.

Es dauert in der Regel eine Generation, in westlichen Nationen und Konfessionen runde 30 Jahre, bis sich solche Phänomene zu einem allgegenwärtigen Umstand durchgesetzt haben. Denn, es benötigt auch Begleiterscheinungen, die bsw. ebenfalls durch Technologien, aber ebenso von anderen Ereignissen gestützt werden, damit sich ein Trend, eine Neuerscheinungen durchsetzen und etablieren kann. Menschen sind außerdem auf natürliche Weise zu überzeugen und es benötigt nachweisbarer Argumente, die belegen, dass man Vorteile hat und begünstigt wird, wenn man die Bewegungsfähigkeit aufrechterhält. Vorbildfunktionen sind elementar wichtig.<br&gt;

Es wird sicher neue Bewegungshypes geben, dem wir in absehbarer Zukunft ins Auge sehen dürfen. Aber, es müssen die Menschen erreicht werden, die von Bewegung, Fitness und der Erfahrung von Wohlbefinden durch sportliche Aktivität weit entfernt sind. Jemand, der sportaffin ist, muss nicht überzeugt werden. Aber jemandem deutlich zu machen, dass viele Probleme durch aktive Bewegung zu lösen sind, wird eine neue Ebene der Herausforderung bedeuten. Unfälle, oder sonst dergleichen, schicksalsbedingte Erscheinungen müssen hingenommen und ertragbar werden. Aber es liegt in der Hand eines jeden einzelnen seinem Schicksal entgegenzutreten und sein bestmögliches für sich selbst und andere zu versuchen. Menschen müssen körperlich wie im Geiste resilienter werden. Je sensibler wir durch den Verlauf und deren Ausdifferenzierung werden, desto höher die Anforderung an Resilienz, natürliche Widerstandsfähigkeit.

Durch sportliche Betätigung wird die Belastungsgrenze nach hinten verschoben. Die Stresstoleranz erhöht sich. Der Organismus wird belastbarer. Reaktionszeiten verkürzen sich, ein typischer Trainingseffekt. Regelmässiges Training führt zu Adaptionsmechanismen. Der Körper stellt sich auf Belastungen ein. Biologische Adaption ist das, was man unter Trainierbarkeit versteht. <br&gt;

Wenn wir wenig Stresstolerant sind, dann wirken schon wenige Ereignisse in kleinen Zeitfenstern sehr belastend. In Zeiten, in denen wir jeden Strohhalm nach Lob und Anerkennung ergreifen, ist einmal mehr Bewegung erforderlich. Langfristige Anerkennung erreicht man mit der Bereitschaft das zu tun, wovon man überzeugt ist, dass es langfristig richtig und gut für einen ist, denn damit gehen immer auch Verluste einher, die es zu verkraften gilt. Das führt zu Resilienz.

Die eigene Leidenschaft, für den Preis gesellschaftlich geringerer Anerkennung in Kauf zu nehmen, kann für das eigene Individuum ertragreicher sein als jedes Lob, dessen Ernsthaftigkeit und Aufrichtigkeit fragwürdig erscheint. Was von Herzen kommt, wird auch als solches übertragen, mit dem Herzen. Mit zunehmender Mobilität steigt der Bedarf des Körpers nach Bewegung. Der Zyklus der sich wiederholenden Jahreszeiten beschleunigt sich mit der Beschleunigung der Lebensumstände.

Sport oder Fitness stören ganz gezielt die Homöostase, das Ruhegleichgewicht des Körpers. Belastungsreize setzen Anpassungserscheinungen in Gang, mit dem Ziel durch eine langfristige Belastungssteigerung den Körper an neue Belastungen anzupassen. Belastungen meint hier eindeutig den Körper. Mit dem Körper geht aber auch die mentale Belastung einher und wirkt daher gleichermaßen. Diese Vorgänge machen die Bedeutung von Sport und Fitness gegenüber einer rasant wachsenden Welt zunehmend wichtiger.

Quellen:

Andreas Bredenkamp/Michael Hamm, Milon, Erfolgreich Trainieren

Otmar M. E. Schreiner, Aufbau und Management von Innovationskompetenz bei radikalen Innovationsprojekten 2011

So dick war Deutschland noch nie, https://www.dge.de/presse/pm/so-dick-war-deutschland-noch-nie

Rober Koch Institut, https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Studien/Kiggs/Basiserhebung/GPA_Daten/Adipositas.pdf?__blob=publicationFile

Jane Fonda, https://www.janefonda.com/workout/

Jane Fonda, First Workour, https://www.dailymotion.com/video/x70r1zk<br><br>Jane Fonda, Filmografie; https://www.imdb.com/title/tt0241066/?ref_=ttpl_p

Geschichte des Fitnesstrainings; https://www.dssv.de/presse/geschichte-des-fitnesstrainings/

Les Mills, über les Mills; https://www.lesmills.com/about-us/planet-community/



Die Gegenbewegung

Wie ich zum Sport kam, ist sicherlich wesentlich unbedeutender als die der Sportarten oder Sport insgesamt. Da ich aber eng an diesem Thema arbeite und es für einen zentralen Bestandteil zumindest meiner Arbeit halte, spiele ich dabei prägend eine Rolle, im Sinne möglicher Verallgemeinerung. Außerdem steckt in so vielen Geschichten immer auch ein Motiv für Menschen, die den Zugang suchen oder denen dieser in Aussicht gestellt ist.
Zentral ist, durch das Elternhaus wurde mir die Möglichkeit gegeben eine Vielzahl von Sportarten testen zu können. Beim Fußball, der meine gesamte Kind- und Jugendzeit prägte, bin ich hängen geblieben. Erst mit vielleicht 30 Jahren habe ich mich dem komplett losgesagt. Der Spaß hat sich aber im Grunde nur um den Ball selbst herumgezeigt und hat nicht mit Erfolg geglänzt. Daraus ergaben sich aber umfangreichere Erkenntnisse als wie, wenn es hätte mit Erfolg glänzen hätte können. Botschaft hiervon war für mich, nur weil ich in einem Dorf aufgewachsen bin in dem Fußball populär war, war ich dazu verdammt einer Sportart nachzugehen, die so gar nicht das meine zu sein schien. Als Kind weis man das nicht! Später habe ich den Flecken Erde in Frage gestellt und mich auf den Weg gemacht die Welt zu erkunden. 

Als Mannschaftssport blieb die Botschaft dennoch groß. Resümee für das weitere Leben bleibt darin bestehen, der Effekt, wenn das Training beendet ist. Das Glücksgefühl, das gute Körpergefühl, Kraft, Selbstbewusstsein, Motivation, auch Tage nach dem Training ist so intensiv nachhaltig, das man zeit seines Lebens davon nicht mehr wegkommt. Dankbarer weise habe ich es positiv erfahren.
Diese Geschichte unterscheidet sich in ihrem Muster kaum von denen des Sports selbst oder aber von denen der Sportarten wie diese entstanden sind.

Und weil Sport ein zentraler Bestandteil von Beruf, Ausbildung, Energiebereitstellung, Motivation, dem klassischen Lebensverlauf, Lebenszyklus und vielem mehr sein kann, will ich meinen Beitrag hierzu leisten.

Die anfängliche Lebensweise führte bei mir schon früh zu Arthrose in Kniegelenken, und noch dramatischer im Lendenwirbelbereich (Studie Arthrose schon früher). Kein Sport mehr in der Form machen zu können wie bisher, war für mich eine schockierende Botschaft für die weitere Gestaltung des Lebenswegs. Daher entschloss ich das zu ändern, dem entgegenzuwirken.
Kein Bürojob und kein Job, der sich ausschließlich am Erfolg messen und krönen lassen sollte. Sondern Eigenschaften die der Sport mit sich bringt. Charakterentwicklung, Ausdauer, Durchhaltevermögen, Durchsetzungsvermögen, Leidensfähigkeit, alles zentrale Themen die Tänzerinnen und Tänzer mit sich bringen, die für diesen einen Moment im Leben trainieren. Einmal auf der Bühne stehen und die ganzen Konzentration auf die Körperbeherrschung, Disziplin und Kontrolle, auf den Punkt bringen und dafür die Lorbeeren einsammeln. Und das spiegelt ganz zentral den klassischen Lebensverlauf wieder.
Dabei spielt der Gedanke der Professionalität eine massgebliche Rolle. Manche Menschen leiden unter bestimmten Dingen, oder tun Dinge die sie nicht zuordnen können. Es fehlt dabei an Orientierung. Sich in etwas professionell auszubilden oder ausbilden zu lassen schafft hier ganz klar abbhilfe. Zu lernen wie etwas gemacht, gelernt, geübt werden sollte ist für den persönlichen Erfolg und das Selbstbewustssein essentiell. Denn gerade in schwierigen Phasen benötigt man in irgendeiner Weise Zuspruch, das der Weg gut und richtig ist den man geht.

Mit dem fortschreitenden Alter nimmt nach aktuellem Stand der Abbau der Körperlichen Substanz zu. Ein Ziel für mich war also, der Erosion entgegen zu wirken.

So ergaben sich zwei Perspektiven:

Die Entscheidung ein sportlich betontes Leben zu führen, sowie einem drohenden Krankheitsverlauf entgegen zu wirken.

Die eine ist, in einen Job zu gehen der mir dauerhaft und auf natürliche weise Bewegung verspricht. Diese habe ich durch viel laufen im Store, im Ladenlokal an sich selbst, aber auch durch den Wunsch, authentisch und Spiegelnd verkaufen zu wollen. Spiegelung ist ein zentrales Element zukünftigen Verkaufens.

Ich habe die Möglichkeit, als herausstellendes Merkmal unseres Anbieters für Sport und kommzerzielle Bekleidung bei einem Unternehmen zu arbeiten, das im Schwerpunkt Wintersportbekleidung, Mountaining, Ski Alpin, Touring und Snowboard, als auch im Sommer, Wandern, Klettern, Trailrunning und im gesamten Outdoorerleben anbietet. Damit sind auch meine Wünsche bezüglich Ausdauersport und sich selbst Herausforderungen stellend abgedeckt. Unser Alleinstellungsmerkmal sind die Zusammenarbeit mit gesponserten Athleten des Alpinismus, mit denen gemeinsam Kleidungskollektionen bedarfsgerecht entwickelt werden. Besonders wichtig sind hierbei die speziellen Momente des Lebens, die sowohl Alpinisten erleben, als auch Anfänger des Sports. Es beisst und zwickt irgendwo, Kleidung ist zu klein, zu gross, entspricht oder entspricht nicht so ganz meinen persönlichen Befindlichkeiten.
Weil Kleidung mit dem Verlauf der Zukunft angepasster wird, ist es wichtig und nötig diese Themen anzusprechen, zu besprechen, zu diskutieren. Der Ausgangspunkt für mich dauerhaft darüber zu schreiben, am Ball zu bleiben.


Von jeher war Tanzen meine Leidenschaft, obwohl ich diesbezüglich nicht wirklich etwas unternommen habe. Dennoch gehört es auf diesen Seiten zu meinem Themenschwerpunkt, weil Tanzen aus meiner Perspektive das auf den Punkt bringt was bei mir zentrales Thema, vielleicht auch Alleinstellungsmerkmal ist.


Es gibt wohl kaum eine Sportart, die den Organismus des Körpers ganzheitlich in Schuss hält, um es salopp zu beschreiben, daneben aber auch Schwachstellen des Körpers zu Wort kommen lässt die von besonderer Bedeutung sind. So bsw. die Hüftmuskulatur. Sie kann merkwürdigerweise relativ wenig trainiert werden, ist aber gerade für den Rücken von essenzieller Bedeutung. Es gibt vielfältige Probleme daran – ich will mich jetzt einfach darauf beschränken – Rücken ist eine Volkskrankheit. Bei mir hat sich seit vielen Jahren, jungen Jahren schon Arthrose gezeigt, was klarmachte, ich habe großen Handlungsbedarf.
Tanzen ist im Hinblick auf Musik, wenn man sie liebt, Stretching und damit auch Faszienthema von besonderer Bedeutung. Mit den Figuren des Tanzes bedient man auch die tiefliegende Muskulatur der Anatomie. Insofern sind das nur die oberflächlichsten Gründe, Tanzen zum Thema dieser Seiten zu machen. Für nicht interessierte Leser muss ich das bedauern.

Ansonsten hoffe ich für den Tanzbegeisterten hier aus dem Ausdauersport eine Spezialisierung anbieten zu können.
Für jede Sportart ist Kondition unabdingbar. Selbst bei reaktionsschnellen Sportarten wie dem Boxen. Letztlich benötigt man das Hinauszögern der körperlichen Müdigkeit überall, und das ist die zentrale Botschaft von Sport. Sport ist das Hinauszögern körperlicher Müdigkeit und Erschöpfung.

Ich beziehe mich hier also auf Tanzen und Gruppenfitnessprogramme als Basis für eine große Vielzahl ausdifferenzierter und differenzieller Techniken. Dazu gehören Programme wie Zumba oder auch Programme von freien Anbietern wie LesMills. Programme dieser Art sind Tanzen, Kampfsport, Training auf Kraft, Schnelligkeit und Dehnung bzw. Stretching.
Die Grundlage dafür ist Aerobic. Aerob ist der lateinische Begriff für „Sauerstoff benötigend“.
In der Bereitstellung von Energie für den Körper gibt die Sportart an, ab welchen Zeitpunkten der Körper welche Energieform in Anspruch nimmt. Energie unter Zuhilfenahme von Sauerstoff, aerob bezeichnet, oder Anaerob, wenn der Körper Energie ohne Zuhilfenahme von Sauerstoff verbrennt.
Aerob meint daher Sportarten die auf Ausdauer und Koordination ausgelegt sind. Bei Programmen wie Aerobic ist daher die Ausdauer über eine Zeitspanne gemeint, die in eine Aneinanderreihung abwechselnder Körperfiguren unterstützt, als Choreografie bezeichnet, vereint dabei dynamische Rhythmische Bewegungen mit Unterstützung von Musik.

Geschichtlicher Hintergrund zur Aerobic

Die Entstehung von Aerobic geht auf Kenneth H. Cooper zurück. Einem Arzt, bei der US-Luftwaffe tätig, entwickelte er für die NASA in den 1960er Jahren ein Ausdauertraining, Astronauten zur Ökonomisierung der Herzarbeit. Benannt Aerobics, nach dem Namen aus griech. „aer“ für Luft, das zunächst aus Ausdauersportarten wie Laufen, Radfahren oder Schwimmen bestand. Massgeblich für ihn und sein Programm waren Studien von Forschungen von Hollmann, Reindell und Astrand die den Trainingsformen eine ausreichende Sauerstoffversorgung und damit eine hohe Bedeutung zusprachen. Ein Aerobes Ausdauertraining sollte die Grundlage eines jeden Trainingsprogramms bieten, so Cooper. Herz- Kreislauferkrankungen mit Todesfolgen boten den Kontext, oder umgänglicher beschrieben, den Nährboden für den Erfolg seines Fitnessprogramms.
Mit durchaus aufwendiger Öffentlichkeitsarbeit, Publikationen sollte zunächst für die USA eine breite Masse in der Bevölkerung erreicht werden.
Es wurden zahlreiche Persönlichkeiten aus Film und Fernsehen gewonnen die das neue Konzept mit auf den Weg brachten.
Mit dem Beginn der 1980er Jahre war es dann aber Jane Fonda, die einen Hype auslöste. Jane Fonda und Sydney Rome revolutionierten mit einem Aerobicprogramm die noch untrainierte Massenbevölkerung durch einfach zu erlernende Aneinanderreihung einfacher Bewegungen, Laufen auf der Stelle, Kicks, Sprünge und vielem mehr. Es entstand eine Massenhysterie, Euphorie und 1982 kam über die Präsenz der Sendung „Das aktuelle Sportstudio“ im Zweiten Deutschen Fernsehen die Welle nach Deutschland. Es entwickelte sich ein Trend und schnell wurden Mängel deutlich. Es fehlten Trainerinnen, Trainer und Instruktoren, geeignete Kleidung und Räumlichkeiten mit Bodenvoraussetzung und entsprechend geeignetem Schuhwerk. Der Modetrend nahm seinen Lauf. Es waren Menschen wie Jack Campbell, die diesen Mangel aufgriffen und Trainerausbildungen ins Leben riefen. Von nun an kamen Strukturen wie Schrittfolgen und Schrittfamilien und einer erfolgversprechenden Herangehensweise vor allem auch für untrainierte. Der Tenor, das Training muss in einer Form erfolgen, das Teilnehmer das Gefühl haben, sie sind diejenigen die sich leicht tun, das Programm mit Erfolg bewältigen zu können. In diesem Satz steckt weitaus mehr Potenzial als auf den ersten Blick erkennbar. Denn die Führung des Formats bilden ein Spiegelbild, das selbst komplexere Aneinanderreihungen von Schrittfolgen auf einfach zu erlernenden Herangehensweisen herunterbricht und die Teilnehmer auf diese Weise an allen Stellen ihrer Leistungsfähigkeit abzuholen weis.


Jane Fonda Beginners Workout MPG


Der Übergang – Was Führung und Team verbindet

Bis heute ist in der Analogie zu Führungskräften, Job und Arbeit noch immer eine große Lücke, obwohl es hier, zwischen dieser Form des Sports, Teamarbeit und Job in Führung und Teambuilding wirklich kaum nennenswerte Unterschiede gibt. Aktuell gehört Fachkräftemangel und die Umstrukturierung und damit Verteilung auch von Wertigkeit und Neubewertung von Jobs durch künstliche Intelligenz zu einem Vielschichten Thema.

Mein Thema das vor allem auch den Umstand der Modesoziologie beinhaltet, baut hier eine Brücke. 2011 hatte ich im Rahmen meiner Ausbildung zum Aerobic Groupenfitnesstrainer die Möglichkeit wahrgenommen und einem Vortrag einer bekannten Paralympicsteilnehmerin zu lauschen. Sie erzählte vom Schicksalshaften Verlauf, als junge Schwimmerin in einen Motorradunfall verwickelt worden zu sein, dabei ihren Freund verlor und sie selbst in den Rollstuhl kam. Die Geschichte, die dann folgt, ist Musterhaft. Nicht in Schmerz und Selbstmitleid versinkend, sondern als rettenden Anker betrachtend begann die junge Athletin das zu tun, was sie von Kindesbeinen an gelernt hatte. Sie lernte und begann von neuem zu Schwimmen. Erst in und während der Reha, dann mit Unterstützung der bisherigen Weggefährten des Sports, unter anderem ihr Trainer und dann mit der Aufnahme in den Kader der Nationalmannschaft schaffte sie den Sprung zurück in ihre Form unter neuen Umständen. Die Geschichte zeigt, Sport und Bewegung ist eine der Säulen die hilft das man einen festen Anker im Leben haben kann. Wichtig ist eine positive Erinnerung daran. Ein weiteres Beispiel ist hier Kristina Vogel. Insgesamt 17 Weltmeistertiteln, zwei Olympiasiegen und fünf Europameistertiteln die erfolgreichste Bahnradsportlerin der Welt, ist seit einem schweren Trainingsunfall von der Brust ab querschnittsgelähmt. Die Frau, die bei der Olympiade in Rio de Janeiro mit über 70 Stundenkilometern ohne Sattel spektakulär zu Gold gerast ist, fährt nun im Rollstuhl durchs Leben. Mit solchen Strukturen im Kopf findet man durch den Halt der sich daraus ergibt wieder neu ins Leben (Vgl. Bericht im Anhang, 2024, Was Olympiasiegerin Kristina Vogel so stark macht).

Aus diesem Grund gehört auch Sport als zentrales Hilfsmittel zur Charakterausbildung des Menschen, verleiht dieser Stabilität und gibt Kraft auch mit Niederlagen konstruktiv umzugehen. Es schafft eine innere Ordnungsstruktur, arbeitet individuelle Bewegungsabläufe heraus und gibt Menschen die Möglichkeit sich in eine Form zu überführen.

Für mein Thema, an dem ich arbeite ist die Botschaft wichtig, das man dem Körper eine Form automatisierter Bewegungsabläufe als innere Ordnungsstruktur vermittelt werden kann.

Die Brücke baut und reiht sich von einer Art Vorbestimmung für vorgeprägtes aus durch die Formung des aktiven Tuns bis hin zur Kommunikation über den Zusammenhang zwischen Kleidung, Bewegung und Kommunikation hinaus.
Anzustrebendes Ziel ist eine Form der Kongruenz, eine Übereinstimmung aus innerem erleben und äußerer Darstellung. Eine Form innerer und äußerer Ordnung zu entwickeln.
Als Teil meiner gesamten Ausarbeitung habe ich an anderen Stellen über die Kommunikation selbst und auch über Mode beschrieben, oder arbeite aktuell daran weiter. Damit grenze ich diesen Teil hier wirklich auf das Bewegungsnaturell aus Sicht des Sports möglichst ab.

Sport und Gesundheit oder besser mögliche körperliche Unversehrtheit bildet meiner Auffassung nach, gemeinsam mit der Bildung zwei tragende Säulen in der Homöostase, also einer dauerhaften Ausgewogenheit gegenüber den Herausforderungen der Zukunft, aber eben auch als eine allgemeine Basis.

Ich vertrete daher ganz klar die Auffassung, Bildung sollte für jeden zugänglich sein, es soll jeder Mensch selbst entscheiden wollen, ob er sich für etwas interessieren möchte oder nicht. Und wenn ich für etwas Unlust empfinde, dann oft deshalb, weil ich nicht den richtigen Zugang gefunden habe.
Selbiges gilt damit auch für Sport. Oft ist es aber Unwissenheit, die dazu führt das man das eine oder andere nicht angehen möchte.
Auf dieser Seite möchte ich daher den Zugang ermöglichen. Stöbere und suche danach, was dich interessiert, für dich interessant ist und vielleicht meldest du dich zu einem Kurs in deiner Nähe an, findest neue Menschen mit ähnlichen Interessen und verfolgst aufmerksam deine eigene sich dadurch ergebene psychische und physische Gesundheit und Geschichte.



Tanzen und Aerobic

Insbesondere das Tanzen fördert kreatives Denken. Tanzen und konzentrierte Formen des Körpers zu bilden bedeuten auch eine emotionale Bindung zwischen denjenigen die Figuren vorführen und denen die mittanzen oder im Publikum sitzen, die Rezipienten (Vgl. Haas, 2018, S. vii).

Konzentrierte Bewegungen sind souverän. Sie sind einstudiert und geben dem Körper eine gezielte Ausdruckskraft. Was einem Menschen wirklich gut liegt, das muss jeder selbst herausfinden.
Wer Kampfkunst mag, bei dem wäre noch zu klären welches Motiv ein solcher Individualist hätte, ansonsten aber würde jederzeit gelten, sich im Zweifelsfall verteidigen zu können bedeutet in diesem Masse Selbstbewusstsein.
Wenn du aber keine Angst hast, vielmehr einen Sinn für das Ästhetische, vielleicht den Ausdruck, der durch den Körper vermittelt werden kann, dann kann Tanzen, und hier muss weiter differenziert werden welche Tanzform, für dich der eigentliche Ausgleich zu einem Mangel bedeuten, den du bisher empfunden hast.
Körper und Bewegung als kommunikatives Element findet hierin seine Ausdruckskraft. Mit Körper verbindet man den Sinn für die eigene Balance, Körperbeherrschung, es bringt Anmut mit sich, sowie Rhythmusgefühl und Schnelligkeit (Haas, 2020, S. Vii).


Allgemeines zur Anatomie

Bewegung lässt sich als Körperaktion oder Positionswechsel definieren. (Haas, 2018, S. 1). Nicht nur speziell beim Tanz kann man sagen, jede Verbesserung der Performance die durch sportlich gezielte Übungen gelernt und erlernt werden, präzisiert allem voran die Gehirnleistung. Denn der Einsatz der Muskulatur geht vom Gehirn aus. Die Abfolge nebeneinander und harmonisierender Bewegungen wird Intraneuromuskulature Kommunikation genannt. Ihre Aufgabe besteht darin aus neuronaler Sicht motorische Fähigkeiten herauszuarbeiten und die Muskulatur zu koordinieren.

Es sind 206 Knochen im Körper die das Gerüst einerseits stützen, andererseits Hebelmechanismen für Muskulaturen bilden (Haas, 2018, S. 1). Deshalb gehen Muskulatur und Bänder in der Regel auch immer über Gelenke. Bis auf die Gesichtsmuskulatur. Sie hat eine sehr spezielle feine Muskulatur die vom Schädelknochen unmittelbar an das Epilel-Gewebe anknüpft. Veränderungen und Ausprägungen im Charakter und Wesen eines Menschen werden hier innerhalb einer relativ überschaubaren kurzen Zeit sehr deutlich. Gerade bei Kindern kann man noch sehr deutlich sehen wie das Wechselspiel der Übertragungen von Mutter und oder Vater, den Erziehungsberechtigten sich auf das Kind im Wachstum niederschlagen. Aber auch in späteren Zeiten kann man aktuelle Lebensphasen die mit einem Partner einhergehen ablesen. Das Gesicht verändert sich immer und man nennt die kleinen erkennbaren Details Mikroexpression. Sehr häufig lässt, lassen sich an aktuellen Gesichtern auch die Konturen längst vergangener, meint verstorbener Generationen erkennen, weil sie, nachgewiesener massen in den aktuellen Menschen übergehen.

Kalzium stärkt die Knochen und sorgt für gesunde Muskelkontraktion.
Wer zu viel trainiert, egal in welcher Sportart, der riskiert vor allem Ermüdungsbrüche. Abgesehen von regelmäßigen Regenerationsphasen die wichtiger sind als der Sport selbst, weil hier der eigentliche Körperaufbau stattfindet, unterstützt ein Mangel an Kalzium die Ermüdung der Knochen. Es wäre daher ein wichtiger Tipp für die Ernährung darauf zu achten, das in ausreichender Menge Kalzium zur Verfügung stehen kann.

Gerade im Hinblick auf die Ernährung darf man deutlich sagen, Hunger hat man oft auch dann, wenn man einen psychischen Mangel empfindet, nicht aber, weil der Körper Nahrung benötigt. Meines Erachtens und meiner Erfahrung nach zu urteilen bedeutet das Gefühl Hunger zu haben auch oft auf das Leben hungrig zu bleiben, um der Vorstellung eine philosophische Zeichendeutung hinzuzufügen und um im Bild zu bleiben. Kaum irgendwo wird sich ein körperliches Mangelgefühl so stark herausbilden als wie bei der Bedürfnisbefriedigung des Hungers. Denn vieles von dem, was wir essen schmeckt oft gut, braucht der Körper aber vielleicht gar nicht. Vielmehr müssten wir eine Sensibilität dafür entwickeln können um zu „hören“ wenn der Körper einen Mangel an einem Mineral, einem Protein oder einem Ballaststoff hätte, wenn ich das so übertrieben beschreiben darf.
Die Gesellschaft für Ernährung in Deutschland empfiehlt, 1000 mg Kalzium täglich, bei jugendlichen gerne noch mehr.
Starke sich wiederholende Belastungen von Sehnen und Bändern führen schnell zu entsprechenden Entzündungsherden. Genannt Tendinitis oder Tenosynovitis. Diesem Problem kann man allerdings durch gezieltes Krafttraining und Stretching sowie selbstverständlich der Ernährung entgegenwirken. Hier kann man wirklich ein Yogaprogramm gut empfehlen, vielleicht sogar Faszienyoga, weil Yoga Stretching mit sich bringt. Außerdem die noch junge Disziplin der Faszien, eine Art kommunikatives Netz unter der Haut begünstigt durch solche Übungen das Auflösen von Problemen wo man zuvor keinen Zusammenhang erkannte.

Ich würde Arthrose als Volks- und Zeitgeistproblem einstufen. Denn inzwischen haben dies nicht mehr nur ältere Menschen, sondern auch schon sehr viel jüngere. Weil ich selbst davon betroffen war, kann ich gut nachvollziehen das und warum einseitige Belastungen dabei eine erhebliche Rolle spielen. Umso wichtiger der Hinweis, ausgewogen zu trainieren, Übungen machen und ausgewogen ernähren. In Sigmund Freuds Kindsneurosen ist sogar von einer vollständigen Lähmung die Rede, die durch Neurosen entstehen kann. Was ich durch einen Familienfall im Zusammenhang mit Neurose bestätigen musste.

Wenn Gelenke schon Abnutzungserscheinungen zeigen, dann zeigt sich damit auch ein weiteres Problem von Verkettung. Anstatt, und das ist eben nicht immer möglich, eine Verletzung zu reparieren, verlagert man körperliche Funktion oft auf andere Gelenke und beginnt damit eine Verkettung von Bewegungsstörungen die wiederum auf irgendwelche anderen Funktionen des Körpers wirken und man auf diese Weise generell in ein körperliches Ungleichgewicht gerät. Das allerdings muss neurologisch bereits zeitlich früher der Fall gewesen sein, mit dem alles begonnen haben muss, zwangsläufig.

Bei Bewegungen mit Gelenken ist eine Sache durchaus sehr interessant. Jeden Tag, den man nicht an das Bewegungsmaximum heranreicht, schränkt sich der Bewegungsradius weiter ein. Sehnen und Bänder ziehen sich auf natürliche Art und Weise weiter zusammen. In jungen Jahren ist da noch viel Spielraum, Sehnen und Bänder erholen sich schnell, lassen sich auch gut wieder aufdehnen. Jedes Jahr aber, in dem man älter wird, wird zunehmend schwieriger. Denn in aller Regel kommen insgesamt, mit der Komplexität des Körpers weitere und noch mehr verkettete Probleme hinzu. Dem kann man wirklich gut entgegenwirken, in dem man durch Bewegungsübungen mindestens das erhält, was man bereits an Bewegungsmöglichkeiten hat.


Muskelkontraktion und Muskelfasern

Bewegungen an sich erfolgen zunächst durch die Skelettmuskeln. Allerdings, die Kontraktion eines Muskels benötigt dies Impulse aus dem Gehirn. Diese werden durch das Nervensystem bereitgestellt (Haas, 2020, S. 4). Muskelfasern verkürzen sich. Wie die Verkürzung erfolgt, das hängt von den Fasertypen ab.
Fasern des Typs I sind langsam zuckende Muskelfasern, Typ II sind schnell zuckende Muskelfasern.

Muskeln des Typs I kontrahieren langsam und ermüden auch langsam. Diese Muskelfasertypen benötigt man in der Regel für die gesamte Körperhaltung als auch für aerobe Bewegungen, also Bewegungen die ihre Bereitstellungen der Energie unter Zuführung von Sauerstoff haben.

Typ II Muskelfasern kontrahieren und Ermüdungen schneller. Allerdings speichern sie schnellere Kraft und Energieformen.

Im Zusammenspiel von Muskelkontraktion und Ausbildung der Muskelfasertypen wird als weiteres die Muskelspannung maßgeblich um die Gelenke beeinflussen. Hierbei unterscheidet man zwischen exzentrischer und konzentrischer Muskelkontraktion. Eine konzentrische Muskelkontraktion verkürzt den Muskel, eine exzentrische Kontraktion verlängert den Muskel.

Wenn man das liest, sollte man nicht denken, was es zu beachten gibt und das all das zu kompliziert wäre. Es ist vielmehr umgekehrt. In einer gewissen Form von Eigenliebesfähigkeit, ich rede nicht vom Selbstverliebt sein, in etwa wie toll man sei, ist es gesund und empfehlenswert sich in der Wechselwirkung seiner Umwelt in jedem Moment des Lebens beobachten können zu dürfen. Staunen können über und was durch sich selbst passieren kann. Die Komplexität des Körpers lädt wirklich dazu ein solche Eigenbeobachtungen machen zu dürfen und sich auch danach zu fragen, ob es vielleicht anderen genauso ergehen könnte wie mir selbst. Oft liegt hier der Schlüssel zur Beziehung mit anderen. Durch die eigene Entwicklung trifft man oft schon auf die Menschen die mit ihren Eigenschaften zu meinen gleichgesinnten Treffen. Der also langsam zuckende Muskelfasern hat, der wird sicherlich bevorzugt Ausdauersportarten angehen und trifft dort auf eben solche Menschen. Der erste Schritt ist das Bewusstsein über sich selbst zu bekommen.
Als Beispiel, ich war eher der Typ langsam zuckend, was sich in vielen Dingen des Lebens zeigte. Aber ich hatte immer auch den Wunsch von Schnelligkeit, Reaktionsfreude, beim Sport auch immer wieder Sprint zu trainieren, was ich vom Fußball her kannte. Unter allen meinen Fussballfreunden war ich aber der gelenkigste und wusste daher, hier habe ich besonderes Potenzial. Nach langem recherchieren und suchen wusste ich dann, Tanzen ist für mich die perfekte Leidenschaft.

Eine dritte Konstruktionsart spielt beim Training von Kraftausdauer des Öfteren eine Rolle. Die isometrische bzw. statische Kontraktion wird bei einer Kraft-Haltearbeit verwendet. Wenn ich in einer angespannten Situation verweilen muss, dann muss ich den Muskel auf Spannung halten, weder konzentrisch noch exzentrisch bewegen. Also weder verkürzen noch verlängern.

Die Veranlagung von Muskulatur entsteht oder besteht nicht in einem Leben selbst. Vieles, gerade die neurologische Entwicklung wird vererbt. Wesen Vater oder Mutter einmal Geige gespielt hat, der hat auch die neuronalen motorischen Verbindungen, wird vermutlich zwangsläufig eine Affinität zum Geigenspielen entwickeln. Ganz abgesehen von der gesamten Ausbildung von Knochen, Gelenk und Muskelfasern.




Muskeln und ihre Gegenspieler

Skelettmuskulatur lassen sich in bislang drei Kategorien unterteilen. Eine vierte kann man bedingt hinzurechnen. Agonisten (Spieler), Antagonisten (Gegenspieler) als auch Synergisten (Mitspieler). Zuletzt gibt es noch die Stabilisatoren.

Die Ausführung einer gewünschten Aktion benötigt den spielenden Muskel, den Agonisten. Eigentlich heißt dieser ja Bewegung oder eben Erstbeweger. Agonisten sind Muskeln die zur Bewegung einen kontrollierten Gegendruck erzeugen. Auf diese Weise lässt sich eine Bewegung sehr Stabil und konzentriert ausführen.
Synergisten unterstützen oder neutralisieren Bewegungen. Mit ihrer Unterstützung wird eine Bewegung präzise und kann eine hohe Performance erreichen. Die Synergisten oder mitspielenden Muskeln bieten vor allem im Hinblick auf die körperliche Koordination eine zentrale Rolle. Sie wirken koordinierter und lassen Bewegungen fließender erscheinen.

Zuletzt gibt es noch die Stabilisatoren. Das sind Muskulaturen die ein Gelenk dann fixieren, während an einer anderen Stelle eine Bewegung ausgeführt wird (Haas, 2020, S. 7). So bsw. Wären Bauch, Wirbelsäule oder Rumpf insgesamt stabilisierend eingesetzt, wenn reine Arm oder Handarbeit genutzt werden soll.


Visuelles Vorstellungsvermögen

Bei eher oberflächlichen Bewegungen oder Bewegungen, die nicht im Wettbewerb benötigt werden, spielt die visuelle Vorstellungskraft nur eine untergeordnete Rolle. Ansonsten, man hört es meist bei Sportveranstaltungen, wie Akteure davon berichten wie sie in einem Tunnelblick in der Sache sind. Sich versuchen sich mental jede Kleinigkeit vorzustellen, sie fragen bewusst jeden Muskel ab der für bestimmte Figuren benötigt wird. Gerade beim Bob oder Rodeln sieht man es den Sportlerinnen und Sportlern kaum an. Aber alles ist hoch konzentriert. Ich muss hier erneut auf das Buch von Erich Fromm, „Die Kunst der Liebe“ verweisen, der hier auch gezielt über das sich konzentrieren können und wollen schreibt. Konzentrieren, sich fokussieren können ist eine Fähigkeit die einer natürlichen Erosion ausgesetzt ist. Da sind ganz schnell Menschen, Mechanismen und Systeme auf der Seite die versucht sind diese Fähigkeit erheblich zu stören. Schon aus dieser Form eines „Angriffsverhaltens“ kann auf die essenzielle Wichtigkeit für die menschliche Entwicklung schließen. Lernen und Konzentration, das tun wir jeden Tag, aber in der Regel unkonstruktiv. Es benötigt Lebenslust und vor allem das erkennen der Vorteile für das eigene Leben.

Das Vorstellungsvermögen ist tatsächlich genau das was es benötigt um bewusst und konzentriert Bewegungen auszuführen. Ich erinnere mich ungern an das Schicksal eines Jugendfreundes, der in einem Moment der Unachtsamkeit beim Turnen am Trampolin zwischen Matte und Befestigungsrahmen stürzte und seither unheilbar im Rollstuhl verweilt.
Im Augenblick der Unachtsamkeit ein Schulfreund in den Anfangsjahren unserer gemeinsamen Schulzeit, der ein Fahrzeug zu spät wahrgenommen hatte, als er mit dem Rad unterwegs war. Er verstarb noch im Rettungshubschrauber. Ein Schicksal, eine Unachtsamkeit verändert dein ganzes Leben, es raubt den Angehörigen den Lebensmut.

Als Kind lernen wir hinfallen und wieder aufstehen. Viele Jahre lang lernen wir gezielt Bewegungsabläufe. In gewisser Weise ist es schade das wir damit in der Regel irgendwann Brechen. Sich kindliche Neugier und Aufgeregtheit erhalten, trotz des Erlernens von vertrauenerweckender Souveränität ist ein hohes Gut. Denn Gedanken die nicht genutzt werden verkümmern. Und oft sind Menschen motorisch durchaus begabt, haben dieses Talent aber nie entdeckt, weil es vielleicht keine Herausforderung gab. Ein Gehirn wird nicht größer oder voluminöser, es verdichtet sich bei Wissenszunahme. Und dazu gehört eben auch die motorische Ausbildung. Man kann also immer weiter daran arbeiten.

Bei der Visualisierung von Bewegungen kommt es darauf an, das man sich überlegt und vorstellt, was der Körper tun soll (Haas, 2020, S. 11).
Das Visualisieren an sich hat selbst dann eine große Wirkung, wenn man keine Bewegungen geplant hätte. Der Bewegungspädagoge Eric Franklin verwendet hier das Bild eines einpflanzenden positiven Gedankens (Haas, 2020, S. 11). Sich vorstellen, was man einmal sein möchte, oder sich selbst vorstellen können in einer absehbaren Zukunft, auch dieser Gedanke bringt durchsetzende Gedanken auf das angestrebte Ziel mit sich. Visualisierung ist demnach vor allem auch ein sehr gutes Training für Führung und Management. Wie will ich mit meinem Team, mit jedem einzelnen, mit einer Charaktereigenschaft umgehen oder kann hervorrufen – könnte eine Zielvorstellung sein.

Man wird nicht immer daran denken wie man sich jetzt bewegt oder was man tut, aber das eigene Gesamtbild hat jetzt eine Orientierung und der Körper bewegt sich tatsächlich auf die Realisierung des zukünftigen Zieles aus.
Sich Dinge auch dann positiv vorstellen zu können, auch wenn sie bisher negativ behaftet waren ist ein Geheimnis das es zu offenbaren gilt, ein anderes das es oft schon genügt, wenn man gedanklich Perspektiven wechselt.

Für den Moment, ohne weiteres in die Ferne zu schweifen gilt, je präziser ich mir eine Bewegung vorstelle, desto größer, vielmehr dichter wird die Ausführung im Gehirn. Umso präziser werde ich daraufhin arbeiten und wirken. Gerade das vorzustellen, was in der Realität noch nicht einfach umsetzbar wird, hat eine große Kraftwirkung durch die Visualisierung. So bsw. Stelle ich mir zu meiner Bewegung eine Musik, einen bestimmten Song vor und wie ich zu dieser Musik spezifische Bewegungen ausführen würde. Auch da kommt die Harmonie in Bewegungsabläufen schon ganz alleine mit.

Mit Visualisierungen lassen sich auch negative Dinge überwinden. Es sind nicht mehr nur negative Gedanken, vielmehr kämpft man oft mit Stress, Besorgnis sich zu verletzen, geht es um den Wettbewerb spielen die Sorge um Konkurrenz und die Angst vor dem Versagen eine große Rolle. Bei mir hat es nicht zum Sportler im wirklichen Wettbewerb gereicht. Ich war von Grund auf mit toxischem Stress versorgt (Vgl. Studie im Anhang, 2025, Stress bei Kindern). Nicht nur das ich es dann auch aus dem Spitzensport erfahren habe, es wurde in einer Promotion als Thema diskutiert und hat mir ein großes Verständnis für die Anfälligkeit im menschlichen Körper, vielmehr natürlich der Psyche gezeigt.
Stress kann vor allem auch dann entstehen, wenn man zu viel will. Im Wettbewerb hat man oft dieses Problem. Ein Gehirn, das würde ich aus heutiger Sicht sagen, ist dann so weit wenn es differenzieren kann. Wenn es scheinbar gleichzeitig auftretende Ereignisse zuordnen und damit auch unter Kontrolle bringen kann. Das Gehirn ist so angelegt und es gibt Ton und Takt an.
Es genügt sich gedanklich mit einer Anspannung zu beschäftigen, die Gedanken für den Moment auf einen Mangel zu konzentrieren und sofort tritt eine Kette in Gang, die an irgendeiner Stelle zu einem Fehler in der Ausführung führt.

Vielleicht muss man einfach sagen, und das gilt wirklich nicht allein für den Profibereich, sondern ganz bestimmt schon in der Anfangsphase von Sport. Im Sport kämpft man immer mit Selbstzweifeln. Und das bedeutet reines Wachstum. Wenn ich geistig oder körperlich wachse, z.B. nicht in die Höhe, sondern einen athletischeren Körper bekomme, dann wirkt sich das positiv aus. Aber, es gibt wie bei der Muskulatur, wie zuvor berichtet eben auch hier einen Gegenspieler. Ich kann nicht nur positive Gedanken haben, weil ich mich aus einer Position heraus verbessere. Sport und Bewegung ist etwas das man für sich selbst tut, und damit geht auch Selbstbewusstsein mit einher, es entsteht ein neues Selbstbild, ein Bild wie ich mich sehe. Das ist eine positive Entwicklung. Und weil Konflikte im Inneren des Ichs unser Antrieb sind, ist es im Konflikt zu einem Wachstum der Gegenspieler, der uns zeigt, dass wir unzulänglich sind. Und das gilt es eben zu überwinden. Hierin liegt auch das große Potenzial wie wir Menschen einschätzen und mit ihnen umgehen. Aus der eigenen Erfahrung weiß ich, jede meiner weiteren Entwicklungsstufen hat mich Menschen in meinem Gegenüber noch höher zu schätzen gelernt, weil ich an mir selbst erkannt habe welches Potenzial in mir steckt. Und so wie ich mir wünsche das man in mir das Potenzial entdeckt, so wünscht sich auch jeder andere Mensch um mich herum das er auf diese Weise gesehen wird, gesehen werden kann. Da steckt sehr viel Coaching drin und zeigt, Sport, Training und Bildung muss ein Must-have sein für jede Führungskraft.
Dass ich nach meiner Arbeitszeit aufs Fahrrad gestiegen bin, um einen Radweg von einer Stunde auf ebener Fläche zu bewältigen, das hat mir ein Vorgesetzter, der Leiter eines Ladenlokals zum Vorwurf gemacht. Ich müsse unausgelastet sein. Ich lasse mich nicht unterkriegen und habe das Problem erkannt. Ich bin im falschen Milieu. Wer so denkt der hat längst aufgehört den Begriff Führung in irgendeiner Form zu vertreten.



Neu Gehirnzellen, neue Verknüpfungen

Mittels Neurogenese entstehen neue Gehirnzellen. Jede Bewegung bringt es mit sich, das neue Nervenbahnen gebildet werden. Sich wiederholende Bewegungen stabilisieren die Fähigkeit dieser Bewegung. Wenn ich durch einen Park laufe, in dem Schnee liegt und niemand zuvor ist hier gelaufen, dann macht genau das unser Gehirn auch. Wird dieser eine Weg zum Trampelpfad, dann ist das auch im Gehirn so. Dieser Weg prägt sich und stabilisiert sich, um beim Bild des renommierten Neurowissenschaftlers Manfred Spitzer zu bleiben, der mit diesem Beispiel zum Thema Lernen schrieb. Ein neuer Gedanke, ein neuer Weg etabliert sich dadurch das man ihn oft geht. Er ist Kommunikation.

Die Herausbildung dieses Trampelpfads bedeutet das Bewegungen, Ausführungen präziser werden, solange meine Aufmerksamkeit darauf gerichtet ist. Ich kann also einfach den Pfad gehen und achte nicht darauf auf was oder wohin ich trete, oder aber ich setze jeden Schritt gezielt ein. Diese Eigenschaft nennt sich Tiefensensibilität (Propriorezeption) (Haas, 2020, S. 15).
Mittels dieser Sensibilität haben wir eine Selbstwahrnehmung über den Raum in dem wir uns aufhalten und wie wir perspektivisch darin aufgestellt sind. Das Gehirn kann differenzieren, also unterscheiden, das entspricht der breite des Gedächtnisses. Es kann Detailliertheit, das bedeutet die Tiefe des Gedächtnisses. Wie viel Bewusstsein habe ich in der Kleinigkeit an sich. Auch Diffusion kann helfen oder zu einem großen Problem werden. Diffusion hat man dann, wenn einzelne Phasen in andere Phasen übergehen. Das hat man sehr häufig bei Über- oder Unteranpassung, und damit vor allem auch bei Identitäten. Bei Identitätsdiffusion dringen andere Menschen in das eigene Ich vor.


Das Nervensystem

Wie im Gehirn auch, so sind es auch im Körper elektronische Reize, die für die Ausführung einer Bewegung verantwortlich sind.
Das ZNS, das Zentrale Nervensystem besteht aus Gehirn und Rückenmark, das periphere Nervensystem liegt außerhalb dieser beiden. Das periphere teilt sich auf in somatisches und vegetatives Nervensystem. Das vegetative ist kein willkürliches, sondern steuert den Ablauf der inneren Organe.
Neurone, die im Gehirn über einen Zellkörper, Zellkern, Dendriten und Axone verfügen, empfangen über die Kontaktstellen, den Dendriten Signale. Die Axone senden Signale von den Neuronen zu anderen Neuronen. An den Axonen sind Endköpfchen an denen Neurotransmitter frei gesetzt werden. Das sind Botenstoffe, die mittels Ernährung gefördert oder bei Mangel gehemmtes Wachstum aufweisen. Im Regelfall werden durch diese Neurotransmitter Gedanken von Axonen an Dendriten anderer Neurone übertragen und es kommt eben zu diesem solchen Wege durch den Schnee im Park. Axone sind von einer Markscheide, einer Hülle umgeben. Durch eine Lücke an der Markscheide, Ranviersche Schnürringe werden Impulse auf anderen Dendriten übertragen, vielmehr springen diese über und damit auf die Nervenbahnen die zur motorischen Endplatte am Muskel führt. Der Muskel kann jetzt das tun, was der Gedanke war, in irgendeiner Form kontrahieren (Beck, 2019).
Mit dieser Darstellung bin ich jetzt sehr stark an den Zusammenhang zwischen den Entwicklungen zur Künstlichen Intelligenz und dem Sport angelehnt. Wie man sieht, die Dinge verschmelzen nahezu ineinander. Beides wird einem sowohl durch den Trainerschein vermittelt, als auch im Studium rund um Kommunikation und Informatik. Da es sich um mein Gebiet der Untersuchung handelt, darf ich an der Stelle auch auf den Zusammenhang zur Bekleidung kommen. Diese sich daraus ergebenden Werte wird man durch Elektronik irgendwann auch in Kleidung finden. Was uns auf diese Weise Mode soziologisch verbindet oder trennt. Aktuell bsw. arbeite ich an dem Unterschied und der Wirkung wie es ist wenn man zu zweit spazieren oder Wandern gehen würde, in diesem Fall aber eine Person weit entfernt in der Wohnung ist und der andere Partner tatsächlich wandert. Im Unterschied dazu das man sich mittels Handy unterwegs gegenüberstehen würde, würden, weil die Kamera an der Kleidung befestigt ist, der Partner nicht gegenüber stehen, sondern den gleichen Blick haben wie der Partner der am laufen, wandern oder joggen wäre. Zunächst setze ich die Elektronik als Designentwurf in die Kleidung ein. Später geht es darum welche Wirkungen dies auf die Veränderung in Kommunikation und Verhalten haben wird. 

Unterschieden werden Motorneuronen, Sensorische Neuronen und Interneuronen. Motorneuronen führen über Nerven aus dem Gehirn, efferent per Drüsen an die motorischen Endplatten. Synapsen die den Kontraktionsimpuls an die Muskelfaser übertragen.
Sensorische Neuronen erfahren über Druck, Berührung, Sicht oder anderen Organe Signale. Diese Form der Neuronen sind afferent, sie führen Signale vom Nerv zum Gehirn.
Über Interneuronen tauschen sich Nervenzellen zwischen sensorischen und motorischen Signalen aus. Sie kommen nur in Gehirn und Rückenmark vor und sind nicht Teil des peripheren Nervensystems.

Bislang konnte nachgewiesen werden, ein regelmäßiges sportives Training verbessert die

Gehinrleistung (Vgl. Studie im Anhang, 2021, Sport macht Schlau, Universität Siegen). Auch das Gehirn wird besser durchblutet, was die Gehirnleistung fördert. Aktuell kann man ab und an lesen, hören oder durch Medien sehen das Tanzen in mehrerlei Hinsicht positive Wirkungen vor allem auch im Hinblick auf soziale Wechselwirkung hat. Abgesehen davon das es neurodegenerativen Erkrankungen entgegenwirken soll, ebenfalls laut Studien. Tanz und Musiktherapien sind daher erfolgversprechende Möglichkeiten ernsthaften Erkrankungen entgegenzuwirken.
Die Einbeziehung vieler Gelenke und damit Bewegungsabläufe fördert die mentale Gedächtnisleistung, weil das Gehirn, bewusst oder unbewusst auf die motorischen Fähigkeiten zurückgreift. Bewusste Wahrnehmung über weitere anzulehnende Bewegungen befördert natürlich die Gedächtnisleistung weiter und sorgt für neue Verbindungen und Verknüpfungen. Abgesehen davon nenne ich sehr gerne auch ein Beispiel mit den Liegestützen.
Wenn ich Liegestütze nur mit den Armen ausführe, so wird es mich sehr viel Kraft kosten, die Ausbeute aber wird gering sein. Konzentriere ich mich aber auf die gesamte Körpermuskulatur und mache unter vollständiger Körperspannung Liegestütze, dann verteilt sich die Kraft auf alle Muskeln. Neben dem Muskelwachstum benötige ich damit um ein Vielfaches weniger Energie. Lediglich für das Gehirn bedeutet es Konzentrationsleistung. Und diese Verbessert sich damit.

Quellen:

Der Stoffwechsel Kompass, Prof. Dr. Ingo Froböse, Spiegelbestseller, 2024, Ullstein Buchverlage GmbH

Die Kunst des Liebens, Erich Fromm, 1956, Englischer Originaltitel, „The Art of Loving“ 1984, Annis Fromm, Manesse Verlag Zürich

Dance Anatomie, Jacqui Greene Haas, 2018, Erstausgabe 2010 Dance Anatomy Human Kinetics Verlag, Deutsche Ausgabe Stiebner Verlag GmbH

Das Neue Aerobic Training, Gunda Slomka, Dr. Gudrun Paul, Corinna Michels-Plum, Chris Harvey, Anke Haberland, Meyer & Meyer Verlag, 8. Auflage, 2017

Macht Sport schlau? – Wie sich Bewegung auf unser Gehirn auswirkt, Björn Erwig, 21.07.2021, (https://www.uni-siegen.de/sport/blog/950152.html)

Arthrose in Jungen Jahren, Studie 2020,
(https://www.arthroseportal.com/mit-arthrose-leben/arthrose-in-jungen-jahren/)

Sport Anatomie, Gehrke, Thorsten, Hrsg. Bernd Gottwald, Nikol Verlag, 2020, 12. Auflage

Faszinierendes Gehirn, Eine bebilderte Reise in die Welt der Nervenzellen, Henning Beck, Sofia Anastasiadou, Christopher Meyer zu Reckendorf, 2018, Springer Verlag, 2. Auflage

Anatomie des Strechtchings, Mit der richtigen Dehnung zu mehr Beweglichkeit, Walker, Brad, 2011, Riva Verlag München, 4. Auflage

Faszien-Yoga, Dehnen, entspannen, vitalisieren, mit Yin- und Power-Yoga, Walther, Tasja, Piglas, Johanna, Trias Verlag in Georg Thieme Verlag KG, 2016, 1. Auflage

Yoga Anatomie-Guide für gezielte Fitnessübungen, 2014, Hrsg. Lisa Purcell, Oren, Goldie Karpel, Fullmann Publishing Verlag GmbH Potsdam

Aerobic und Step Aerobic, Schuba, Violetta, Hauser, Sara, 2012, Limpert Verlag Wiebelsheim, 2. Auflage

Leben im Rollstuhl: Was Olympiasiegerin Kristina Vogel so stark macht (https://www.schwaebische.de/regional/lindau/lindau/leben-im-rollstuhl-was-olympiasiegerin-kristina-vogel-so-stark-macht-2552111)


Studie, 14. Januar 2025, Frühkindlicher Stress verändert Angst-Reaktionen geschlechtsspezifisch
(https://www.psych.mpg.de/2933724/news_publication_23988138_transferred )


Muskelspindeln

Muskelspindeln haben die Aufgabe, Messungen und Regulierungen an Muskellängen vorzunehmen. Sie sind sozusagen Spannungsfühler. Wenn Muskeln sich bewegen, dann bedeutet das ein Zusammenziehen oder Dehnen, bekannt als Flexion oder Extension, bzw. grundsätzlich Muskelkontraktion. Damit ein gewisser Schutz vor Überdehnung besteht, muss die Länge des Muskels irgendwie gesteuert bzw. reguliert werden. Aus dieser Funktion ergibt sich noch eine weitere wichtige Funktion der Muskelspindel. Für die Regenerationsphase gilt, die Muskulatur möglichst nicht zu bewegen. Durch das Bewegen eines Muskels, der ruhen sollte, beginnt auch die Muskelspindel mit Signalen auf den Muskel einzuwirken. Für den Muskel, der sich dann bewegt, bedeutet dies ein Hinauszögern der Erholung. Daher ist im Regenerationsprozess möglichst maximale Ruhe zu empfehlen. Umso schneller erholt sich der Muskel. Die Muskelspindel ist eine ca. 3mm lange und 0,2mm dicke Muskelfaser, in 3-6 Muskelfasern vorkommend, die quer zur Verlaufsrichtung der Muskulatur liegen. So als würde man an einer Wasserleitung eine Wasseruhr anbringen, um den Durchfluss zu messen, oder einen Stromzähler um den Stromfluss zu messen. Allerdings sind es hier intrafusale Fasern, die Signale zur Beeinflussung des Muskels geben, wie zuvor erläutert. Die reine Arbeitsmuskulatur, auch extrafusale Fasern genannt, kann sich im Gegensatz zu den Muskelspindeln aber kontrahieren, d.h., zusammenziehen und strecken. Von der Muskelspindel geht stattdessen ein Signal über das Rückenmark (Afferent) zum Gehirn, worauf hin diese entsprechende Anweisungen zurückgibt (Efferent). Während die Muskelspindel konkret an einem Muskel Signale empfängt und gibt, erfolgt die Meldung über das Gehirn zu reagieren auf die jeweils betroffenen Antagonisten und Synergisten, um eine Hemmung oder Kontraktion mit Gegenwirkung zum Agonisten zu veranlassen. Ein gewisser Nachteil kann die Muskelspindel im Falle der Reflexion sein, wenn dies im Sport erfolgt. Klopft man mit einem Reflexhammer auf die Kniescheiben sehne, kommt es zu einer kurzfristigen Aktivierung der Muskelspindel, die unmittelbar mit der Anweisung zum Reflex reagiert. Die Reflexreaktion, die durch die Muskelspindel entsteht, wird dadurch außer Gefecht gesetzt, in dem bsw. eine Dehnung aufrechterhalten wird. Eine lange Zeit galt die Diskussion, ob das sogenannte Bouncing, also die wippende Dehnung gut sei und zum Erfolg führen könne. Bei anhaltender Dauerdehnung wird der Muskelreflex unterdrückt und die entsprechenden Golgi-Organe aktiviert. Diese liegen in den Sehnen und dienen dem Schutz vor Überdehnen, also möglichem Reisen der Sehnen. Würde man wippend dehnen, so käme es zu temporären reflexartigen Überdehnungen, bzw. ruckartigen Muskelverkürzungen. Durch langsame Steigerung des Stretchings wird der Reflex unterdrückt und es besteht keine Gefahr durch Überdehnung.

Quelle

Sehnenspindel (https://flexikon.doccheck.com/de/Golgi-Organ)

Sport Anatomie, Thorsten Gehrke 12. Auflage, Nikol Verlag 2020 Afferent https://flexikon.doccheck.com/de/Afferenz

#muskel



Regeneration

Durch sportliche Betätigung wird die Belastungsgrenze nach hinten verschoben. Die Stresstoleranz erhöht sich. Der Organismus wird belastbarer. Reaktionszeiten verkürzen sich, ein typischer Trainingseffekt. Regelmässiges Training führt zu Adaptionsmechanismen. Der Körper stellt sich auf Belastungen ein. Biologische Adaption ist das, was man unter Trainierbarkeit versteht. Adaptionszeiten gehen von langsam bis schnell, von Knorpel, Sehnen, Bänder über Knochen, Muskulatur und Nerven. Wenn wir wenig Stresstolerant sind, dann wirken schon wenige Ereignisse in kleinen Zeitfenstern sehr belastend. In Zeiten in denen wir jeden Strohhalm nach Lob und Anerkennung ergreifen ist einmal mehr Bewegung erforderlich. Langfristige Anerkennung erreicht man mit der Bereitschaft das zu tun, wovon man überzeugt ist das es langfristig richtig und gut für einen ist, denn damit gehen immer auch Verluste einher, die es zu verkraften gilt. Die eigene Leidenschaft für den Preis gesellschaftlich geringerer Anerkennung in Kauf zu nehmen kann für das eigene Individuum ertragreicher sein als jedes Lob, dessen Ernsthaftigkeit und Aufrichtigkeit fragwürdig erscheint. Was von Herzen kommt wird auch als solches übertragen, mit dem Herzen. Mit zunehmender Mobilität steigt der Bedarf des Körpers nach Bewegung. Der Zyklus der sich wiederholenden Jahreszeiten beschleunigt sich mit der Beschleunigung der Lebensumstände. Der Sportwissenschaftler Bredenkamp kann zeigen, das der Mensch ab dem 25. Lebensjahr in jedem Lebensjahrzehnt ca. 10 % der Muskulatur verliert. Das Gewicht bleibt zwar, aber der Muskelschwund wird durch Fett kompensiert. Der Energiestoffwechsel ist die Basis aller Lebensvorgänge (Vgl. et al Bredenkamp, 2011, S. 274) Die Energiegewinnung erfolgt im Abbau (Katabolismus). Der Aufbau (Anabol) der Körpersubstanz benötigt Energie bereitstellende Substanzen. Ohne Abbau also kein Aufbau oder wie Josef Niebauer, ebenso Sportwissenschaftler von der Paracelsus Medizinischen Universität Salzburg sagt: „Die Erklärung finden wir im Prinzip der Ganzheitlichkeit. Ohne Tag gibt es keine Nacht, zur Ebbe gehört die Flut und ohne Yin kein Yang.“ Glukose ist Blutzucker. Dieser wird aus Kohlenhydraten gewonnen. Der Energiestoffwechsel hat Vorrang vor dem Baustoffwechsel. Das wird dadurch sichtbar als das der Körper beim Mangel an Eiweiß notwendiges Eiweiß aus Muskelzellen und Leber entnimmt, was es möglichst zu meiden gilt (Vgl. et al Bredenkamp, 2011, S. 275). Die wichtigste Aufgabe des Organismus ist daher nicht der Aufbau von Muskulatur, sondern das Aufrechterhalten der Stoffwechselvorgänge. Man sollte einen Grossteil seiner Energie in den Erhalt des reibungslosen Ablaufs dieser Vorgänge stecken. Es ist daher Aufgabe den eigenen Lebensrythmus zu identifizieren, kennenzulernen, sich diesem Anpassen und Unterordnen zu lernen. Im vorliegenden Abschnitt befasse ich mich eingehend mit der Wechselwirkung von Regeneration und Training. Im Anhang sind weitere Verlinkungen zur Nahrungsmittelverwendung sowie dem Zentralen Nervensystem.

Adrenalin steigert die Leistungsbereitschaft

Während Angst, Sorgen, Schreckmomente, alles, was Bedrohlich wirkend erscheint ein negativer Stress ist, kann Adrenalin im positiven Sinne Höchstleistungen hervorrufen. Mit jedem Maximum an Leistungsbereitschaft geht auch dieselbe Antwort mit maximaler Erschöpfung einher. Krafttraining, maximale Belastungen der Muskulatur erzeugen oder erhöhen die Bildung von Laktat im Blut. Die Gewinnung von Energie ohne Sauerstoff ist geringer als mit Sauerstoff und hat als Nebenprodukt die Bildung von Laktat zur Folge. Laktat begünstigt die Ausschüttung von Adrenalin und sorgt so für Stress. Laktat macht die Muskulatur schnell Müde und bremst die Leistungsfähigkeit. Die Milchsäure übersäuert den Muskel, hemmt das Immunsystem, Verletzungsanfälligkeit steigt, und die Regenerationsfähigkeit ist gehemmt. Adrenalin kann daher als ein Zeichen unausgewogener Verhaltensmuster verstanden werden.

Regeneration

Körperliches Training ermüdet. Ermüdung beschränkt Dauer und Intensität des Trainings. Ermüdung ist ein Schutzmechanismus für den Körper. Sie verhindert völlige Ausschöpfung körperlicher Reserven. Regelmässiges Training schiebt Ermüdungsgrenzen zeitlich nach hinten raus und setzt damit später ein. Vollständige Regeneration entscheidet, wann eine erneute Belastung erfolgen sollte oder darf. Während der Regenerationsphase organisiert sich der Organismus um. So als würde man das Bild der Wohnung dadurch optisch verändern in dem man die Möbel einmal umorganisiert, die Wände neu tapeziert oder streicht. Im Anschluss ist es meist erfrischender und wirkt fürs Erste belebter, aufgeräumter. Man ist zunächst leistungsfähiger. Die Gefahr Regeneration zu umgehen ist bekanntermassen hoch, denn wenn es gut läuft oder man das Gefühl empfindet die Dinge seien günstig gelegen will und kann nicht aufhören wollen. Aber der menschliche Zyklus, der natürliche Zyklus der Welt hat seine eigenen Zeitzyklen, denen man sich unterordnen muss. Die Missachtung zahlt sich nicht aus und diese zu umgehen ist kurz- bis mittelfristiger Zugewinn der später einzubüßen sein wird. Mit der Wohlstandsentwicklung haben wir gelernt die Notwendigkeit gewisser Rituale zu untergraben und stellen ihre Notwendigkeit nicht nur in Frage, sondern lösen diese gleichermaßen auf. Sowie die Änderung der Fruchtfolge biologischen Nahrungsmittelanbaus die Ergiebigkeit erhöht, so ist auch im Wechsel der Stoffwechselvorgänge ein gesunder Verlauf im Organismus zu erwarten, wenn man sich seinen Regeln unterordnet. Jede Muskelarbeit ist Mikroverletzung, Abbau von Körpersubstanz, Myofibrillen werden beschädigt, Laktat übersäuert die Muskulatur die Energiespeicher sind entleert.

Regenerative Zeitabschnitte

Zeittafel der Regeneration. Jedes Organ, jedes körperliche Element unterliegt eigener Strukturen und zeitlicher Prozesse. Für die Regeneration gilt die Wiederherstellung der Muskulatur. Weil aber Binde- und Stützgewebe in der Regel länger Zeit benötigen sich zu Regenerieren, benötigt ein Training Stabilisierungsphasen. Bänder und Stützgewebe können zu langwierigen Verletzungen führen, wie man es vom Umknicken mit der Folge von Bänderriss oder anderen Traumas kennt. Bei Stabilisierungsphasen handelt es sich um konstant gehaltenes Belastungsniveau. Man arbeitet nicht mit einer Erhöhung des Trainingsreizes, sondern bleibt eine Zeit auf dem gleichen Niveau. 4-8 Minuten der Kreatin-Phosphat-Speicher wird aufgefüllt. 10-20 Minuten Blutdruck und Herzfrequenz normalisieren sich. 30 Minuten Laktat-Konzentration im Blut sinkt, Normalwerte sind 2 bis 3 mmol/l 60 Minuten Die Eiweißbiosynthese in der beanspruchten Muskulatur steigt. 90 Minuten Der Stoffwechsel geht von der katabolen (Abbauphase) in die anabole (Aufbauphase) über. 120 Minuten Die Muskulatur regeneriert sich. Neuromuskuläre und sensomotorische Funktion werden wieder hergestellt. 6 – 24 Stunden Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes, Blutverdickung wird rückgebildet. 24 Stunden Glykogen in der Leber ist aufgefüllt. 2- 7 Tage Fehlendes Glykogen in der Muskulatur ist wieder aufgefüllt. 3-4 Tage Immunabwehrkräfte sind wieder hergestellt. 3-5 Tage Die Fettspeicher sind wieder aufgefüllt. 7-14 Tage Die Ausdauerleistung der Muskulatur ist wieder normalisiert.

Was effiziente Regeneration begünstigt

Sport im Regenerationsbereich bedeutet, die maximale Herzfrequenz ist der ausschlaggebende Vitalwerte, dessen Maximum 60-70% der üblichen Leistung nicht übersteigen sollte. – Cool-down (aktiv und passiv) – Rascher Ausgleich eines Flüssigkeitsdefizits – Schnelles Auffüllen der Kohlenhydrahtspeicher – Entspannungstechniken z.B. Autogenes Training, mentales Training, – Bestimmte Yogaarten helfen zur Entspannung – Gute Grundlagenausdauer – Viel frische Luft – Ausreichend Schlaf

Mentale Umorganisation

Wissenschaftler konnten nachweisen, das dass Gehirn auch Nachts weiter trainiert. Nach dem eine Bewegungsabfolge einstudiert wurde, ist die Automatisierung der Schrittfolge am Folgetag sprunghaft angestiegen. Bei ungenügendem Schlaf bleibt dieser Aspekt aus. Schlaf unterstützt daher den Lernvorgang. Schlaf bringt Struktur in neu gewonnenes Wissen. Weit entfernt liegende Neuronennetze werden koordiniert. Schlaf hat damit Einfluss auf die geistige Leistungsfähigkeit. Beim Schlaf wird das Wachstumshormon Somatotropin ausgeschüttet. Das Wachstum ist nicht nur für Kinder wichtig, beim Erwachsenen stimuliert es das Zellwachstum und die Regenerationsprozesse.

Training – vom richtigen Zeitpunkt

Ein Beispiel zur Anschauung: Ausgangsniveau An einem Montag setzt man einen Trainingsreiz. Es kommt zu einer Belastung, der Körper wird müde und auch mental lässt die Leistungsbereitschaft nach. Ermüdung An einem Dienstag ruht man sich aus, schläft, entspannt. Erholungsphase Man wird nach einer gewissen Zeit Hunger verspüren und nimmt Nahrung zu sich, bestenfalls regenerationsfreundliche Nahrung (Hinweise sie Unten). Ausgangsniveau Es ist Mittwoch. Wir erreichen allmählich einen Zustand, der dem des Montags entspricht. Gegen Ende der Erholungsphase spüren wir aber keine Ermüdung, sondern nehmen wahr, es kommt zu einem Anstieg der Leistungsbereitschaft über das Ausgangsniveau. Superkompensation Am Donnerstag spüren wir die erhöhte Leistungsbereitschaft und können nun einen stark überschwelligen Trainingsreiz setzen. Die Superkompensation setzt nun ein. Die Leistung kann nun weiter gesteigert werden. Mit dem Durchschreiten der Superkompensation haben wir den optimalen Zeitpunkt für eine Erhöhung des Trainingsreizes erreicht. (Vgl. Liane Simmel, 2019, S. 244)

Würde man über 2-3 Tage mehrmals täglich Trainingseinheiten vollziehen, so müsste man ca. 1,5 bis 2 Tage Regeneration einfügen. Maßstab ist dabei die Regenerationszeit der Muskulatur von ca. 24 Stunden. Diese Zeit ist aber sehr dynamisch, weil, wie wir nun wissen, dass Einflussfaktoren die Zeit der Regeneration bestimmen. Weniger gut trainierte Menschen könnten auch 48 bis 72 Stunden benötigen. Man muss jeweils immer neu entscheiden, das Körpergefühl und die mentale Fitness wahrnehmen und sich darauf einlassen. Ob man bei der Arbeit überwiegend am Schreibtisch sitzt oder körperlich anspruchsvollere Arbeitsleistung zu vollbringen hat, es leuchtet schnell ein das die klassische Arbeitswelt keineswegs dem menschlichen Organismus angepasst ist. Die Zunahme von Krankenständen in den Unternehmen sollte diese These untermauern können. Die weiteren Gewebeformen des Körpers benötigen nun ebenfalls Regeneration. Weshalb man die Durchgänge der Trainingsphase zwei Wochen durchführen würde. Im Anschluss erfolgt ein zweiwöchiges Regenerationsprogramm, bei dem die Herzfrequenz keinesfalls über die 60-70% der Trainingsleistung erreichen sollte. Die Rekrutierung der Muskulatur sollte dabei auf keinen Fall ins Maximum gehen.

Woran Übertraining erkennbar ist

– Der Körper fühlt sich während des Trainings, müde, schwer, erschöpft an, extreme Schweißbildung – Die Trainingsleistung sinkt – Training wird als Belastung empfunden – Extreme Erschöpfung nach dem Training und man erholt sich nur sehr langsam – Die Müdigkeit hält über einen recht langen Zeitraum an und der Schlaf ist nicht mehr erholsam – Einschlafen oder Tiefschlafphasen entfallen regelrecht – Appetitlosigkeit vorherrschend – Verletzungen der Haut heilen schlechter und dauern länger an, Verletzungsgefahren besteht – Infektionsgefahr, Kopfschmerzen und Allergien entstehen oder sind begünstigt – Im Allgemeinen ist man antriebslos, gereizt, unkonzentriert und lustlos


Regeneration Teil II – Stoffwechsel, ein Gewebe findet seinen Wandel

Stoffwechsel, die Notwendigkeit von Training und Regeneration

Während der Katabolismus, der Abbau von Substanz der Energiegewinnung dient, Energie freisetzt, benötigt der anabole Stoffwechsel, Energie, ist also Aufbau von Substanz. In der katabolen Phase, der Energiestoffwechselphase, erfolgt ein gezieltes Sportprogramm, in der anabolen Phase, der Baustoffwechselphase, wird die Substanz erneuert und aufgebaut. Das Wesen des Organismus, vor allem im Hinblick auf die Stabilität der Gehirn- und Nervenfunktion, ist es daher einen möglichst reibungslosen Ablauf des Stoffwechselvorganges zu erreichen (Vgl. Bredenkamp S. 274). Dennoch ist Stoffwechsel genetisch bedingt. Sport oder Fitness stören ganz gezielt die Homöostase, das Ruhegleichgewicht des Körpers. Belastungsreize setzen Anpassungserscheinungen in Gang, mit dem Ziel durch eine langfristige Belastungssteigerung den Körper an neue Belastungen anzupassen. Belastungen meint hier eindeutig den Körper. Mit dem Körper geht aber auch die mentale Belastung einher und wirkt daher gleichermaßen. Unterschwellige Reize sind wirkungslos, schwach überschwellige Reize führen zu einer Stagnation, ein Gewöhnungseffekt verhindert das Wachstum und ein über die Massen zu starker Reiz beinhaltet Verletzungsgefahren oder verlangt langfristige Erholung. Bis heute gilt hier die Schulz Arnd‘sche Reizstufenregel, auch wenn diese angeblich nicht mehr offiziell anerkannt wird. Sie wird doch immer wieder hinzugezogen. Erst ein stark überschwelliger Reiz, ein Reiz, der deutlich über das bisherige Niveau hinausgeht, führt zu einer spürbaren Leistungsverbesserung die zur Adaption führen wird.

In Abbauphasen werden alte Zellen und Fasern abgebaut. Das Bilden neuer Zellen ist von der jeweiligen Substanz abhängig sowie der Begünstigung zur Regeneration. Die Erholung von Muskelzellen geht schneller als ein Knorpel, deren Regeneration Jahre dauern könnten. Ein Gewebe das schnell Regenerieren kann begünstigt zügiger die Anpassungsvorgänge an neue Belastungen. Mit Stoffen wie Alkohol oder Purine werden Entzündungsherde gefördert oder entstehen. Der Körper muss diese Stoffe daher immer wieder abbauen können.

Einflussfaktor Oxidativer Stress

Stresstoleranz ist die Fähigkeit auf abiotische (leblos) und biotische (lebend) Einflüsse souverän zu reagieren (Vgl. Spektrum Lexikon Anhang). Ein typischer Effekt von Training ist die Verkürzung von Reaktionszeiten. Durch Lernen und damit Konditionieren ist man im Geschehen, schließt an das letzte Ereignis an und bleibt damit fortwährend am Laufen. Wenn man eine gewisse Zeit pausiert, dann erkennt man bereits die ersten Mikroereignisse die verloren gegangen zu scheinen. Insofern ist Pause gut, um diesen Effekt zu erkennen, vor allem aber bedeutet eine kürzere Reaktionszeit den Gegenpart zum Stress. Die Folge erhöhter Reaktionszeit ist ein gelassenerer Umgang mit Stress belastenden Einflüssen. Der Organismus ist und wird Toleranter im Umgang mit Stressfaktoren, wird Stressresilient. Das Gehirn auch in der Nacht sein Training weiterhin absolviert muss nicht neu sein. Wissenschaftler untersuchen dies aber differenziert. Nach dem eine Bewegungsabfolge einstudiert wurde, ist die Automatisierung der Schrittfolge am Folgetag sprunghaft angestiegen (Vgl. Tanzmedizin 252). Bei ungenügendem Schlaf bleibt dieser Aspekt aus. Schlaf unterstützt daher den Lernvorgang. Schlaf bringt Struktur in neu gewonnenes Wissen. Weit entfernt liegende Neuronennetze werden koordiniert. Schlaf hat damit Einfluss auf die geistige Leistungsfähigkeit. Beim Schlaf wird das Wachstumshormon Somatotropin ausgeschüttet. Das Wachstum ist nicht nur für Kinder wichtig, beim Erwachsenen stimuliert es das Zellwachstum und die Regenerationsprozesse (Vgl. Tanzmedizin 252). Unstrukturierte Dinge benötigen zur Ordnung und Umorganisation wesentlich mehr Aufwand als geordnete Strukturen.

Sport bringt den Kreislauf in Schwung, es regt den Stoffwechsel an und hält diesen auf Hochtouren. Sport ist für den Körper eine Mehrbelastung. Muskeln und Gewebe werden feine Mikrorisse bekommen und der Körper bildet freie Radikale. Freie Radikale lösen in den Körperzellen Zerfallsprozesse aus – Oxidationen. Oxidationen zerstören Zellpartikel und ganze Zellen. Nach Angaben Liane Simmel handelt es sich um runde 100.000 Angriffe pro Tag, um eine Zahl zu nennen. Dieses Verhalten wird als oxidativer Stress bezeichnet. Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe enthalten Antioxidantien vor, welche diese freien Radikalen an sich binden, neutralisieren und abtransportieren (Vgl. et al Liane Simmel, 2016, S. 36). Man könnte für den Moment meinen, möglichst wenig zu bewegen sei vorteilhafter. Weit gefehlt! Sport wirkt der körperlichen Ermüdung entgegen. Ein regelmäßiges Training schiebt die Ermüdungsgrenzen zeitlich weiter raus. Mit jedem Training und der Reizanpassung zur biologischen Adaption gewinnen wir etwas mehr an Wachsamkeit, die Ermüdung setzt später ein. Auch im Umgang mit unerwarteten Ereignissen ist man in der Regel resistenter.

Energiebereitstellung

Energie steht dem Körper allein durch Adenosintriphosphat (ATP) zur Verfügung. Das ATP kann als Batterie für den Muskel verstanden werden. ATP spaltet das Adenosindiphospaht (ADP) ab, Energie entsteht. Dieser Vorgang der Energiebereitstellung und Ausschüttung dauert nur wenig Sekunden und findet in den Muskelzellen, den Mitochondrien statt. Stoffe müssen erneut zugeführt werden, um diesen Spaltvorgang dauerhaft zu wiederholen. Die erforderliche Belastung des Körpers entscheidet darüber, ob weitere Energie mit oder ohne Sauerstoffverbrennung hinzugefügt wird. Aerobe oder Anereobe Fettverbrennung genannt. Die aerobe Energiegewinnung bedeutet, unter Mitwirkung von Sauerstoff werden Kohlenhydrate verbrannt, Fett wird abgebaut. Die Energieausbeute ist verhältnismäßig hoch. Die anaerobe Energiegewinnung stellt Energie ohne Mitwirkung von Sauerstoff bereit. Der Wirkungsgrad ist recht gering, der Organismus schneller erschöpft. Aerobe Energiegewinnung stellt sich beim Ausdauersport, ab Überschreitung einer bestimmten Schwelle ein. Anaerob ruft der Körper die Energie ab wen es um Schnelligkeit, Kraft oder der Mischung von Schnellkraft geht. Welche Energieform genutzt wird, entscheidet der Körper anhand des Trainings, das man willentlich vorgibt. Dementsprechend muss man dem Körper auch die zu nutzende Energieform zusprechen.

Nahrung bewusst wahrnehmen

Die Magendehnung verleiht das Gefühl von Sättigung. Schnell verdauliches wirkt auch nur kurzfristig sättigend, schwer verdauliches hingegen gibt ein Gefühl der Sättigung, kann aber im Sport mittel bis langfristig belastend wirken. Daher ist das bewusste Wahrnehmen des Sättigungszustandes nach der Einnahme einer Mahlzeit wichtig. Stress und Angst können die Dehnbarkeit des Magens beeinträchtigen. Geringe Mengen führen dann zur Sättigung. Zu empfehle ist, und wem es wichtig ist, der sollte mit der Nahrungsaufnahme auf sein Gefühl und auf Körpersignale hören, sich darauf sensibilisieren. Nahrungsvernachlässigung hat immer irgendwelche Folgeerscheinungen, die man zwar wissen könnte und vielleicht auch sollte. Aber erst das erkennen, das man einen Mangel empfindet, ist schon ein sehr wichtiger erster Schritt in die richtige Richtung. Nahrung ist ein biologisches Defizitbedürfnis. Hat man zu wenig Carotinoide, Vitamin B, ist das Sehen beeinträchtigt, wenn zu Beginn auch nur in geringem Masse. Der Körper sagt einem, wenn man Nahrungsmangel erleidet. Bewusst ist uns das aber in der Regel weniger. Äusseres Erscheinungsbild, Ernährung oder Ernährungsgewohnheiten oder Bewegung, Bewegungsabläufe schaffen bei Menschen oft Unzufriedenheit. Verdrängtes bleibt nur eine gewisse Zeit im Unterbewussten. Es kostet in der Tat Mühe die, als Defizit wahrgenommenen körperlichen Momentaufnahmen zu nutzen und seiner Gestalt eine eigene Form zu geben. Wir tun vieles, um in der Gesellschaft anzukommen, akzeptiert zu werden und nicht alles ist gut für uns. Oft kann der Körper uns ein Feedback auf eine Reaktion geben und uns deutlich machen, was dieser wirklich möchte, was dieser erwartet. Ein weniger Gesellschaft mit einem bisschen mehr Ich ersetzen ist vielleicht ein etwas mehr an Selbstbewusstsein. Als Mensch sind und bleiben wir wertvoll, auch mit unseren Defiziten und Unzulänglichkeiten.

Geeignete Lebensmittel

Schon mit dem Einkauf entscheiden wir bewusst, welche Nährstoffe und Substanzen dem Stoffwechsel später zur Verfügung stehen werden. Mit Impulskäufen kann man sich manchmal etwas Gutes tun. Nämlich dann, wenn man sich dem inneren Wunsch sich gehen zu lassen Raum geben möchte. Denn genau das ist ein Bedürfnis, das man berücksichtigen kann. Hat man diesem Wunsch stattgegeben, ist das Bedürfnis sich wieder disziplinieren zu wollen wieder hergestellt. Daher stehen Impulskäufen gezielte Einkäufe von Nährstoffen gegenüber. Vor Ort kauft man nur ein, überlegen tut man sich zu Hause wie man sich ernähren möchte. Auf diese Weise entgeht man auch einer möglichen Verführung am Point of Sale. Ungesättigte Fettsäuren, das sind Fettsäuren mit einer oder mehreren Doppelbindungen sind reaktionsfreudig. Sie hemmen Entzündungsvorgänge, unterstützen das Immunsystem und kurbeln vor allem den Regenerationsprozess zum Stoffwechsel an. Man findet sie in pflanzlichen Lebensmitteln oder Kaltwasserfischen. Nüsse, Samen oder fettreiches Gemüse sind sehr gut geeignet. Fleisch oder Milchprodukte enthalten diese gewöhnlich nicht. Rund 2/3 der täglichen Fettzufuhr ist empfohlen. Der Körper kann diese Stoffe nicht selbst bilden (Vgl. et al Liane Simmel, 2016, S. 29)

Eiweiß und der Substanzaufbau

Das man Glücklich werden kann, wenn man besonders viel Eiweiß zu sich nehmen würde, darauf würde ich wohl weislich weniger schließen, auch wenn das Glückshormon Serotonin mittels Eiweiß gebildet wird. Eiweiß ist der Baustoff für die Körpersubstanz, Bildung körpereigener Strukturen, Knochen, Gelenke, Enzyme und Hormone. Außerdem Muskeln, Sehnen und dem Blut und es stabilisiert das Immunsystem. Weil das Wort Protein aus dem griechischen kommt und übersetzt das „Wichtigste“ heißen mag, muss der Aufbau der Körpersubstanz auch die höchste Bedeutung haben. Während Kohlenhydrate im Körper, im Fettgewebe gespeichert werden können, ist das bei Eiweiß nicht der Fall. Der Leser sei einmal darauf aufmerksam gemacht, den Versuch zu wagen, sich den Mangel an Proteinen bewusst werden zu lassen. Denn, der Körper benötigt ständig Eiweiß, es kann aber nicht im Körper gespeichert werden und damit ist der Körper darauf angewiesen mehrmals am Tag Eiweiß zu sich zu nehmen. Nach einem Training regt Eiweiß die Muskelbildung an. Ansonsten, fehlt Eiweiß geht der Körper an die körpereigenen Reserven mit der Folge, Körper und Geist haben wenig Energie, Muskeln fühlen sich schwach an, das Immunsystem ist geschwächt. Des Weiteren ist eine schlechte Laune als Folge eher verkraftbar als die Anfälligkeit von möglichen Verletzungen (Vgl. et al Liane Simmel, 2016, S. 31).

Baufett hat eine wichtige Schutzfunktion. Das Fett ist daher an speziellen Stellen am Körper unerlässlich wie bsw. der Ferse oder als Nierenschutz. Speicherfett dient ausschließlich der Speicherung von Energie. Zellen mit dünnen elastischen Wänden, die sich durch extreme Dehnbarkeit dem Speicherbedarf anpassen und befindet sich im Unterhautfettgewebe. Menge und Verteilung ist genetisch vorgegeben. Bei Frauen wird im Fettgewebe Östrogen gespeichert und hergestellt. Unterhalb eines bestimmten Körperfettwertes wird dies gesundheitlich kritisch.

Versorgung im und durch Binde- und Fasziengewebe

Muskelfaszien sind bindegewebige Schichten vom Ursprung über das Sehnengewebe, den Skelettmuskel über ein Gelenk hin zum Bestimmungsort. Eine Faszienhülle. Sie versorgt den Muskel mit Gefäßen und Nerven. Sie ist die Gleitschicht zwischen den Muskeln, Knochen und Organen. Von ihrer Elastizität hängt die Bewegungsfähigkeit ab. Weil die Faszien untereinander verbunden sind, zieht sich das Fasziengewebe wie eine Art globale Informations- und Kommunikationsvernetzung um den Körper. Dehnen verbessert die Beweglichkeit, senkt den Muskeltonus und fördert die Regeneration des Muskels. Das Dehnen sorgt für die Gleitfähigkeit der Muskelfaszien im Gewebe. Rhythmisches Bewegen stimuliert und dehnt die Faszienhüllen. Wenn Binde- und Fasziengewebe sozusagen im Saft stehen, ist die Elastizität des Gewebes geschmeidiger. Viel Trinken bedeutet für das Gewebe, das es schadhafte Substanzen ausspülen kann und das Gewebe nicht so schnell verklebt. Dieselbe Menge Flüssigkeit, die durch den Urin ausgeschieden wird, entspricht der Menge, die über die Verstoffwechselung der Atmung ausgeschieden wird. Sind Faszien verklebt, verzögert sich der Abtransport von Abfallstoffen, Muskeln drohen zu übersäuern, ermüden und wir neigen zu Muskelkrämpfen Vgl. et al Liane Simmel, 2016, S. 43). Atmungsaktive Kleidung, also Kleidung, die den Schweiß von der Haut weg trägt, ist einer Hitze stauenden Bekleidung vorzuziehen. Es ist nicht der Hitzestau selbst, der unter der Kleidung entstehen würde. Wenn Flüssigkeit auf einer Substanz verdunstet, entzieht diese dem Körper Wärme. Diesen Test kann man einfach mit Spiritus auf der Haut machen. Man kann beobachten wie der Spiritus sekundenschnell verdampft und dabei die Haut an der Stelle sehr schnell auskühlt. Beim Sport oder höherer Belastung ist das sehr gefährlich, der Körper kühlt intensiv aus und ist Verletzungsanfällig.

Einen Tag Grundlagenausdauer in Form von Ausdauertraining, ein Tag Kraft und oder Koordinationstraining, vielleicht verbunden mit Dehnung kann im Hinblick auf gesunde Regeneration hilfreich sein, weil die Muskelgruppen genug Zeit zur Erholung haben. Sie wechseln sich ab. In dieser Form ist auch die Ernährung etwas einfacher zu gestalten. Denn fürs Ausdauertraining ist Kohlehydratreiche Ernährung geeigneter, für den Muskelaufbau Eiweiß. Mit Faszienrollen kann man Verklebungen in den Faszien lösen. Sofern unbekannt, nicht von ersten schmerzen abschrecken lassen. Beim Abrollen, was immer in eine Richtung erfolgen sollte lösen sich die Verklebungen was als Schmerzhaft empfunden wird und auch ist. Nach dem Lösen der Verklebung ist man an diesen Stellen schmerzfrei. Die Verwendung von Faszienrollen ist wohltuend und wirkt durch die anschließende bessere Durchblutung auch erfrischend, kribbelig angenehm. Faszienforschung ist erst seit wenigen Jahren ein präsentes Thema.


Regeneration Teil III – Nervensachen leicht gemacht

Das Nervensystem

Unser Nervenkostüm, wie man es zutreffend beschreiben kann, ist darauf angewiesen möglichst stabil zu bleiben, ein ganzes Leben lang. Denn von hier aus geht der wesentliche Einfluss auf unser Leben vor sich. Alle Reize die von Außen auf den Menschen prallen wirken aufgrund von Rezeptoren, auf den Körper. Rezeptoren sind Nervenzellen mit unterschiedlichen Eigenschaften. Chemische als auch physikalische Reize werden als elektrische Impulse umgewandelt. Es sind aber nicht nur Temperatur, Druck oder andere Eigenschaften, die auf den Körper wirken, es sind auch Gelenkstellung oder der Dehnzustand des Körpers, oder die Kraft, Schnelligkeit, die Ausdauerwahrnehmung. Der Zustand der Muskulatur, die über die Rezeptoren kommuniziert werden. Von diesen Rezeptoren ausgehend werden die Informationen als Impulse an das afferente Nervensystem zum zentralen Nervensystem (ZNS) weitergeleitet. Die eingehenden Informationen werden per Assoziationen mit Erinnerungen, Wertungen oder auch Emotionen verbunden. Es sind nun ebenfalls Impulse die über die efferenten Nervenfasern an die jeweilige Peripherie geleitet, transportiert werden und dort das Ergebnis der internen Informationsverarbeitung an den Bewegungsapparat überführen (Vgl. Liane Simmel, 2019, s. 37). Afferent aus dem lateinischen hintragend, sowie Efferent als aus dem lateinischen hinaustragen meint die jeweiligen Leitungsbahnen aus der Peripherie, z.B. Hand oder Fuß über den Körper und dann über die Kanäle im Rückenmark, zuletzt durch die Halswirbelsäule ins Gehirn übertragen werden. Dort werden diese verarbeitet und an die jeweils erwünschte Stelle, selektiv, des Körpers geleitet. Afferent, also in den Menschen hinein, genauer zum Gehirn gehen ca. 80% der Nervenbahnen, 20% sind efferent, dienen der Ausführung von Gehirnbefehlen und leiten die Impulse aus dem Zentralen Nervensystem hin zur Peripherie. Das Nervensystem verbindet also die verschiedenen Bereiche des Körpers miteinander, kommuniziert mit der Aussenwelt und koordiniert das innere Universum.

ZNS

Das zentrale Nervensystem (ZNS) besteht aus Gehirn und Rückenmark. Die Reizbearbeitung findet bereits im Rückenmark statt. Das die Wirbelsäule, als Träger der Kanäle für das Nervensystem, aber auch als Träger des Rumpfes und der anhängenden Peripherie besser Extremitäten, auch symbolisch für den Halt und die Dynamik im Leben steht ist gedanklich schon recht naheliegend. So kann die Rückensäule darstellen wie aufrichtig wir im Leben stehen. Eine der wohl bekanntesten Formen ist die Verkrümmung der Wirbelsäule, aber auch die Positionierung der Schulterblätter machen die Unterdrückte Haltung nach Aussen hin sichtbar (Vgl. et al, Gärtner, 2013, S. 184) oder der immerwährende Blick von oben nach unten, wobei nicht die Größe des Menschen die Neigung vorgibt, sondern die Stellung der Auges deutlich macht ob ein Mensch demütig oder hochmütig ist. Ruediger Dahlke drückt sich dabei insofern aus, als das er schreibt, jemand der sich nervlich am Ende fühlt sei mit seiner Kommunikation gescheitert (Vgl. Dahlke, 1999, S. 188). Was für die einen ein Nervenkitzel sein muss, um eine Art Biofeedback erleben zu können bedeutet für andere die Art von Biofeedback auf die man gerne verzichten möchte. Das Periphere Nervensystem durchzieht den ganzen Körper und leitet seine Impulse durch sensible Nerven (Afferent) an das ZNS, oder vom ZNS über die motorischen Nerven (Efferent) zur Peripherie. Als eine weitere Unterteilung dient das somatische Nervensystem der motorischen, willkürlichen Ansteuerung der Skelettmuskulatur, nimmt Reize und Informationen aus dem Bewegungsapparat auf. Als willkürliches Nervensystem ist es aktive Schnittstelle zur Aussenwelt und größtenteils dem eigenen Willen unterworfen. Das vegetative Nervensystem untersteht einer unwillkürlichen Steuerung. Innere Organe sowie die lebenswichtigen und erhaltenden Vorgänge wie Herz-Kreislaufsystem, Verdauung oder Atmung werden über dieses Nervensystem gesteuert. Es unterteilt sich in einen Sympathikus und Parasympathikus. Dieses System gilt als Autonom (Vgl. Liane Simmel, 2019, s. 35). Die Plastizität, genauer Neuroplastizität beschreibt die Abbildung der wahrgenommenen Aussen- und Innenwelt in unserem Gehirn. Man sagt es sei repräsentiert. Die reale Repräsentation des eigenen Körpers wie man diesen an anderen Menschen beobachten kann, ist eine Art neuronales Spiegelbild, die neuronale Bedeutung in uns. Hier nicht hergehörend, aber dennoch erwähnenswert ist die Tatsache, dass die innere Repräsentation unsere Körperwahrnehmung ist, gleichwohl aber liegt die Repräsentation der sichtbaren Aussenwelt als Spiegelbild ebenfalls in uns vor. Die Bedeutung kann aber eine ganz andere sein. Das bedeutet das Bewegungen, die wir tun nicht unbedingt die eigenen sein müssen. Jemand der Marathon läuft, weil das alle tun, kann also eher ein besserer Sprinter sein, oder eben umgekehrt. Man kann diese Gefahr an der Stelle erwähnenswerter Weise deutlich machen. Je feinmotorischer ein Körperteil ist, desto größer ist dessen Repräsentation im Gehirn.

Regeneration ist daher nicht nur im Hinblick auf aktiv sportliche Betätigung wichtig. Gerade dann wenn man kein Sport, wenig Bewegung hat oder sich mit Fitness schwer tut sollte man immer wieder Ruhephasen einbauen. Empfohlener Weise ist Autogenes Training hilfreich, weil es dazu führt sich gedanklich in Ruhe zu vertiefen. Auch das kann man trainieren.

Quellen:

Ruediger Dahlke, Krankheit als Sprache der Seele, Be-Deutung und Chance der Krankheitsbilder. 10. Auflage, 1999, Goldmann Verlag München

Heiko Gärtner, Tobias Krüger, Krankheiten, auf einen Blick erkennen, Anlitz- und Körperdiagnose, 1. Auflage, 2013, MVG Verlag München

Liane Simmel, Tanzmedizin in der Praxis, Anatomie, Prävention, Trainingstipps, 5. Auflage 2019 Henschel Verlag

Liane Simmel, Eva-Maria Kraft, Ernährung für Tänzer, Grundlagen, Leistungsförderung, Praxistipps, 2016, Henschel Verlag

Andreas Bredenkamp, Michael Hamm, erfolgreich Trainieren, Trainings- und Ernährungsgrundlagen, 8. Auflage, 2011, Fitness Contur Verlag

Die Auswahl gesundheitlicher Sportliteratur erfolgte zum einen aus dem Eigeninteresse des Verfassers der Texte. Daneben vereint der Tanzsport noch wenige sehr essenzielle Eigenschaften wie Hoher Leistungsanspruch, dem Umgang mit Konkurrenzdruck und Sozialer Isolation, aufgrund des Künstlerdasein dauerhafte finanzielle Unsicherheit sowie Disziplin und in dem Zusammenhang wenig gesellschaftliche Anerkennung mit hoher körperlicher Verletzungsgefahr. Dies begünstigt die Autoren im wesentlichen auch soziale und gesellschaftsrelevante Aspekte mit zu berücksichtigen.

Professorin Liane Simmel ist Ärztin und Sportpsychologiecoach und ehemalige Profitänzerin. Analog zur Theatertätigkeit absolvierte sie ein Medizinstudium und ist heute Tanzmedizinierin.

Weiterführende Infos:

Regeneration https://sporthub.tumblr.com/post/655958212628086784/regeneration

Regeneration – Stoffwechsel, ein Gewebe findet seinen wandel https://sporthub.tumblr.com/post/655961437299212289/regeneration-stoffwechsel-ein-gewebe-findet

Regeneration – Nervensachen leicht gemacht https://sporthub.tumblr.com/post/655961864685207552/bild-von-pexels-auf-pixabay-quellen

Regeneratives Training https://www.sportaktiv.com/regeneratives-training-das-sind-die-facts

Ernährung als Unterstützung zur Regeneration https://www.sportaktiv.com/nachtanken-bitte-wie-gezielte-ernaehrung-die-regeneration-unterstuetzt

Prim. Univ.-Prof. Ddr. Josef Niebauer

https://salk.at

Faszienrollen, Liebscher & Bracht https://www.liebscher-bracht.com/ueber-uns/therapie/faszien-rollmassage/wie-oft-welche-richtung/

Phasen der Regeneration https://www.sportaktiv.com/die-phasen-der-regeneration-im-zeitraffer-das-passiert-nach-der-belastung

TriC kennt den Trick -Wie Planarien in Hungerphasen regenerieren können https://idw-online.de/de/news771860

New Measure to Predict Stress Resilience https://idw-online.de/en/news766703

Stresstoleranz, die Fähigkeit auf unterschiedliche (abiotische und biotische) Einflüsse souverän zu reagieren.

https://www.spektrum.de/lexikon/biologie-kompakt/stresstoleranz/11389