George Marshall, US-Aussenminister kündigt am 5. Juni 1947 ein Wiederaufbauprogramm für Europa an. Die Sowjetunion lehnte die Teilnahme ab. Die Verteilung der Gelder erfolgte durch die OEEC, ab 1960 OECD, Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Aus westlicher Sicht erfolgte hinter der Mauer Europas der Aufbau einer Planwirtschaft. Es entstanden Pläne zur europäischen Einigung. Robert Schuman regte an die Kohle- und Stahlproduktion gemeinsam zu bewirtschaften. Der Beginn der Montanunion, 1965 der Europäischen Gemeinschaft. De Gaulle und Adenauer unterzeichnen am 22. Januar 1963 einen deutsch-französischen Vertrag über gegenseitige Konsultationen um sich bei weiteren politischen Länderübergreifenden Maßnahmen besser abzustimmen. 1961 erfolgt der Mauerbau, den angeblich vor allem die Ära Ulbricht nicht wollte. Zumindest sagt dieser noch, „niemand habe die Absicht eine Mauer zu errichten“! Alles klar, kapiert! Dann sind das wohl alternative Fakten? Später nennt man dies dann „antifaschistischer Schutzwall“. In Stockholm wird 1960 die „European Free Trade Association“ gegründet. Wachstum und Wohlstand der westlichen Welt sind das Ziel. Die Gründerstaaten, mit Ausnahme der Schweiz bilden später die EWG. Großbritannien ist längst keine Großmacht mehr, aber über das Jahrzehnt besteht wirtschaftlicher Wohlstand. Irland trat aus dem Commonwealth aus und ging neue Bindungen ein, so bsw. der UNO und der EFTA.

Mit Alfred Hitchcocks „Psychothriller“ begann eine Krimiära in den Kinos. Mit dem Jahr 1958 gelang dem deutschen Fernsehen eine dauerhafte Krimiserie mit dem Namen Stahlnetz zu installieren, die sich bis 1968 festhielt. Auch die Serie Dragnet aus den USA durchflog seit seiner Entstehung 1952 das 60er-Jahrzehnt, die bis 2004 Bestand haben sollte. „Blaulicht“, oder auch „Das Fernsehgericht“ sollten die erste Gerichtssendung im deutschen TV werden. Mit „James Bond jagt Dr. No“ von 1962 zeigt sich Ursula Andress im Beigen Bikinie. Männer wie Frauen zeigt fortan auch nackte Oberkörper. Naja, Frau natürlich nicht ganz. Neue Stoffe ermöglichten mehr Körperbetonung. Selbstgehäkelte Bademode gab es dann gegen Ende der 60er, zu Beginn der 1970er.

Der Biologe Clarence Birdseye stellt fest, das man mit Extremkälte Lebensmittel frisch und Vitaminreich halten kann. Nach hunderten von Jahren des Konservierens durch Trocknen, Pökeln, Räuchern und Einwecken, sollte nun das Zeitalter der Gefriergemeinschaft beginnt. Das erste Modell sollte es bereits 1929 geben. Doch erst mit 1950er kamen nach und nach elektronischen Gefrierschränke auf den Markt. Da diese aber für Otto-normalverbraucher noch unerschwinglich waren, schlossen sich Bewohner ländlicher Räume zu „Gefriergemeinschaften“ zusammen um sich in Vorratshaltung zu Ernte- und Schlachtfestzeiten zu üben. Dem zogen die Raiffeisen-Genossenschaften nach und bot Gemeinschaftsgefrieranlagen an. Die Entwicklung von Gemeinschaftsanlagen dauert tatsächlich ein gutes Jahrzehnt, bis sich dann die Haushalte selbst einen Gefrierschrank leisten konnten. Mit den 1960er Jahren kamen diese dann in die Häuser und Wohnungen der Bevölkerung.

1969 StarClub
1969 StarClub

Die Bealtes traten erstmalig in Hamburg auf. Getanz wurde im StarClub. Während sich der globale Osten zunehmend isolierte und eine Mauer um seine Welt errichten ließ, machte sich der Westen frei und brachte praktikable Technologien in das Alltagsleben. Mit Unterstützung elektronischen Fortschritts. Die Mauer, die Ost- und Westdeutschland trennen sollte, musste schnell erbaut werden, was auch immer an Gefahren der Osten am Westen zu verspüren schien. Berlin war nun eine geteilte Stadt. Über Hamburg brach eine Jahrhundertsturmflut herein, bei der sich der spätere Bundeskanzler Schmidt profilieren konnte und der Grauen des Kalten Krieges begann. 1962 feiert John F. Kennedy seinen 45. Geburtstag, während Marilyn Monroe ihm ein durchweg erotisches Ständchen singen wird das einen gewissen nachhaltigen Eindruck hinterlassen sollte. Es hieß sie sei eine der Lieblingsmätressen des sexbesessenen Oberhauptes der USA. Die Regierung versucht Gerüchte, um mögliches Fremdgehen des Präsidenten zu unterbinden und zerstört alle Bilder und Aufnahmen, die diese beiden gemeinsam aufzeigten. Die Kennedys, allem voran seine Frau beherrschten die Vermarktung und der vertrauenerweckenden Darstellung einer intakten Familie mit gesunden und anständigen Kindern, Haus, Hof und Hündchen ohne zu hinterfragende Moral.

Persönlichkeitsentwicklung war beim TV ganz oben angesagt. Der Job Fernsehansagerin war ein Beruf der verlangte den Sender zu repräsentieren. Das gesamte Persönlichkeitsprofil und Verhalten in der Öffentlichkeit musste nach den Vorstellungen des Senders erfolgen. Edelgard Stössel bekommt die Sittenstränge 1965 zu spüren, weil sie in einer Illustrierten im Babydoll auftaucht. Das ZDF dreht durch, die Ansagerin in Unterwäsche! Frau Stössel muss gehen, in der Gesellschaft herrscht Kopfschütteln über so viel Prüderie. Immerhin war das Babydoll eine Faschingsaufnahme und der Bikini ist bereits auf dem Markt.
In den 1950er Jahren erkannte man die Strategie, das Produkte Problemlöser sein könnten, was sich dann in den 60er Jahren deutlich herausheben sollte. Und so startete der Feldzug der Frauen ihren Werdegang durch die Werbung! Die Frage war, wie macht Frau den Mann glücklich. Der Mann hingegen stellt sich die Fragen, ob er up to date ist und seiner Frau einen verdienten Komfort bieten könne. 1962 dann beklagt ein Artikel einer Zeitschrift die zunehmende Untreue der Frauen. Der Schuldige war im Wohlstand gefunden. Die 60er Jahre sprechen daher den größeren Geldbeutel der Konsumenten an. Der immer laufende Käfer findet grossen Absatz. Das Fahrzeug wird erschwinglicher oder Konsumenten verdienen besser. Denn will man Familie haben muss man etwas auf sich machen. Noch sind Menschen bieder, aber die Zeitschriften zeigen zunehmend ein offeneres Bild der Gesellschaft.

In den 60ern kommt weltweit Science Fiction auf. 1967 entsteht der Film „The White Mountains“, ebenso „The City of Gold and Lead“ als Science Fiction. In Deutschland „Die unheimlichen“ 1966, „Die Lotushöhlen“ 1969. Weitere bekannte Kinohits waren, „Psycho“ 1960er, „Zwei glorreiche Halunken“ 1966, „Das Dschungelbuch“ 1967, „Easy Rider“ 1969 oder auch die Reifeprüfung“ 1967 mit Dustin Hoffmann. Im Kampf für eine gerechte Sache, Abenteuer, Exotik und Naturgewalten wurden in den 1960er Jahren auch Indianerfilme für Jungs interessant. Das ausgerechnet die DDR auch solche Filme produzierte bleibt bis heute entweder fragwürdig oder hat die Revolution von 1989 unterstützt und das Land von der Mauer befreit, wozu der Held an sich gut wäre. „Die Söhne der großen Bärin“ war jedenfalls eine 1966 entstandene Produktion der Ostdeutschen Kinogeschichte. Ansonsten kamen diese Art der Helden eher aus der westlichen Hemisphäre, naturgemäß aus den USA. „Flammender Stern“ 1960, „Geronimo“ mit Elvis Presley 1962, „Cheyenne Autumn“ 1964 und zuletzt natürlich die Saga um Winnetou, die mittels Karl-May 1962 mit dem „Schatz am Silbersee“ begonnen hatte.

Lichtburg Essen, Winnetou 2 Premiere

Auch Russ Meyer hatte einen eigenwilligen Status mit seinen Filmen und entsprechenden Argumenten. Er brachte in den 60ern die nackte Haut zum Anstoss. Er gilt als der Nacktfilmpionier der 60er und 70er Jahre. Sein Fokus, starke Frauen! Er gilt als Inspirationsquelle für viele spätere Film- und Musikproduktionen. „Faster, Pussycat“ 1965, „Blumen ohne Duft“ oder „die Satansweiber von Tittfield“ nennt der sein Eigen in den 60ern.

1968 gelang Hendrik Nikolaas Theodor Simons, kurz genannt Heintje der Durchbruch im Musikgeschäft. Mit „Ich bau dir ein Schloß“ und „Mama“ wurde er zum jüngsten Superstar seiner Zeit. Mama wurde auch eine Technoversion anlässlich seines 40 jährigen Jubiläums und seit wenigen Jahren, so heißt es sei er wieder im Geschäft. Man tut immer so als sei eine Karriere nie wirklich abgebrochen. Dabei sind es gerade die Pausen die eine Geschichte erzählen. Immerhin war hier ein ganz anderer Zeitgeist dazwischen und Heintje daher nicht mehr ganz so populär was zeigt das Kunst einfach auch vom Zeitgeist abhängt. 1967 heirateten Priscilla ihren King of Rock ´n ´Roll, Elvis Presley in Las Vegas. Lisa Marie kam 1968 zur Welt.

Elvis & Priscilla Presley’s Wedding Day in Las Vegas (1967) | British Pathé

1973 wurde die Ehe geschieden. Zwei Jahre nach der Hochzeit entsteht 1969 „The Wonder of You“. Offensichtlich liebte Elvis seine Frau sehr. 1969 gründete Les Humphries die gleichnamige Band und gestaltete fortan die 70er mit. Bob Dyland, Joan Baez und auch Leonard Cohen sind Namen der bekanntesten Musikfiguren aus dem Jahrzehnt. Otis Redding, Marvin Gaye, Sam Cook, Johnny Cash, viele von ihnen haben nicht nur Popkultur entwickelt, sondern den Zeitgeist aufgegriffen, Themen infrage gestellt.
Ray Charles, James Brown, dem 1963 mit „Live at the Apollo“ der Durchbruch gelang hatte massgeblichen Einfluss auf die gesamte spätere geschichtliche Entwicklung der Musik. Steve Wonder, Jimi Hendrix und Roy Orbison mit einem ganz eigenen Genre sind prägende Geister dieser Zeit.

1963 erfolgte ein Attentat auf den amtierenden US-Präsidenten John F. Kennedy. Rassentrennung wurde in den USA eine Staatsangelegenheit. Der Papst rückte mit seiner Rede vor der UNO in den Mittelpunkt und 1966 begann in China die Große proletarische Kulturrevolution. Mit Benno Ohnsorg als ein Opfer der ausführenden Staatsgewalt begannen 1967 der gewaltsame Übergang in die 1970er Jahre.

https://youtu.be/OO_9TwmAul0?si=T8ZCUCVyLd6pt0hc
1968: Die 68er-Revolte

Auch Che Guevara wurde ein Militäropfer bis dann endgültig die 1968-Bewegung den überwältigenden Übergang in ein neues Jahrzehnt einläutete. Zuletzt setze dann noch Neil Armstrong 1969 seinen Fuss auf den Mond und mit Woodstock beginnt eine Welt sich freizusetzen, die möglicherweise von der Entkolonialisierung seit 1947 ihren Feldzug beginnen sollte. Denn mit 1947 starteten die ersten Nationen ihre Unabhängigkeit. Begonnen hatte die Entkolonialisierung seit 1900 und hatte ihren Höhepunkt in den Jahrzehnten 1950 und 1960. Die Zahl Souveräner Staaten sollte sich bis 1990 auf über 180 von 196 Staaten weltweit erhöhen.


Das Konzert 1967 in Monterey ist oder war genauso ein Zufallsprodukt wie Woodstook 1969. Mit dem Unterschied, das Monterey der Auslöser für Woodstock war.

Doch die Bedeutung dieser Konzerte dürfte eine vielleicht viel größere sein. Konzerte mit aussergewöhnlicher Musik, Bands und Singer Songwriter spielten sich auf den Bühnen regelrecht in Trance und zogen die Fans in völlige Mitleidenschaften. Eine gigantische Atmosphäre von Liebe, Sanftmütigkeit und positiver Gedanken muss dieser Zeit gelegen haben, die damit nicht nur die Entwicklungen der 1960er Jahre geprägt haben konnte, vielmehr, sie wird wohl das Ende der Nachkriegsdepression beendet haben. Und diese begann nicht erst seit dem 2. Weltkrieg, sondern bereits mit dem Ersten Weltkrieg und zeigt damit eine gewaltige Zeitspanne die Wahrlich für die Geburt in ein neues Zeitalter stehen muss.

Monterey Pop Festival – 40 Years ago Documentary

Woodstock ´69 Saturday Part 2

Woodstock ’69 – Extras as Never Before Seen (HD 720p) 


1963 „Barcarole in der Nacht“ – Connie Francis

Komponiert von Werner Scharfenberger und aus der Feder von Kurt Feltz singt die bis heute berühmte US-amerikanerin Connie Francis die Trauer um die verflossene Liebe. 1962 (Discogs) erstmalig entstanden wurde der Song durch eine MGM Records-Produktion am 5. Februar 1963 zum Nr. 1 Hit. Die gebürtige Amerikanerin nahm einige deutschsprachige Songs auf, darunter „Die Liebe ist ein seltsames Spiel“, „Einmal komm ich wieder“ oder „Wenn du gehst“. Feltz’ Barcarole ist ein sehr tränenreiches Lied, in dem der verflossene Pierro beweint wird: „Er heißt Pierro, und es gibt eine and’re, die er liebt.“ Der für die B-Seite der Single vorgesehene Song Colombino war bereits am 13. April 1962 im Wiener Austrophon Studio produziert worden.

Die deutsche Musikzeitschrift Musikmarkt erwähnte Barcarole in der Nacht erstmals in ihrer Hit-Parade für Juni 1963 als bester Neueinsteiger auf Platz fünf. In der Juli-Hit-Parade lag der Titel auf dem ersten Platz, anschließend wurde er noch bis zum November 1963 notiert. Damit kam er auf eine Laufzeit von 24 Wochen. In der wöchentlichen Musicbox der Jugendzeitschrift Bravo hielt sich Barcarole in der Nacht 18 Wochen lang und belegte zweimal Platz eins. Das brachte dem Song Rang vier in der Jahres-Musicbox 1963 ein.

Connie Francis – Barcarole in der Nacht – 1963



1965 „The Sound of Silence“ – Simon & Garfunkel

The Sound of Silence

Menschen die in der Öffentlichkeit stehen haben den Job Botschaften in die Welt zu tragen. Je exklusiver diese Botschaften sind, desto intensiver ihre Gnaden. Und so galt auch Paul Simon mit seiner Geschichte als einer dieser Geschichtenerzähler.

Der Song entstand vor dem Hintergrund der Ermordung John F. Kennendys. Der damals 21 Jahre alte und frisch gebackene Collegeabsolvent Paul Simon hätte können nicht besser ein Repräsentant der damaligen Jugendszene sein können, die große Angst vor der Zukunft in sich sah und sich von der amerikanischen Gesellschaft ausgegrenzt empfand. Ein Muster das sich in jedem späteren Jahrzehnt immer zu wiederholen scheint und die Kraft der Jugend bis heute zuzunehmend scheint.

Paul Simon und Art Garfunkel waren Schulfreunde, nicht gerade füreinander geschaffen, aber mit ausreichend Harmonie durchaus überzeugend genug, um daraus später Hits zu produzieren. Das erste Album der beiden floppte allerdings und so trennte sich das Gespann wieder. Simon ging nach Europa und baute sich eine Karriere als Solokünstler auf. Der Produzent Tom Wilson hatte ungefragt den Song mit weiteren Instrumenten erneut aufgenommen. So wurde der Song 1965 ein Hit, Paul erfuhr kurz vor einem Auftritt in Dänemark davon.

Paul Simon ist so ein Mensch, ein Mensch von dem man das Gefühl bekommt, er zöge sich zurück, wenn es draußen, in der Menge zu laut würde um daraus Kunst zu entwerfen. Aus einem solchen Charakter entsteht dann ein Song wie der aus dem auch der Stoff für das Popduo Simon & Garfunkel bis heute ist.
Wie es aber so kommt, so bleibt an einem Song oft über viele Jahre nur die Hülle von Bedeutung übrig und der Sinn eines Songs geht dann schon mal verloren. Melodie und Schwere der Musik aber halten einen gewissen, im Fall von „The Sound of Silence“, Charakter aufrecht, der letztlich dazu führt irgendwann einmal die Bedeutung des Songs von neuem zu hinterfragen.
Und so berichtet Paul in einem jüngeren Interview mit Ultimate Rock-Magazine tatsächlich auch von einer gewissen Tiefgründigkeit, die durch den Song zum Ausdruck kommt.
Die erste aufgenommene Version des Liedes, die nur aus dem Gesang des Paars und der Akustikgitarre von Simon bestand, wurde 1964 auf ihrem Debütalbum an einem Mittwoch Morgen um 3 uhr in der Früh aufgenommen.

„The Sound of Silence“ ist heute Kult. In seiner schwere und Melancholie als auch einem Drang zur Dramaturgie, wie man es heute von Simon & Garfunkel gewohnt ist, lädt der Hit aus den 1960ern dazu ein sich in der Moral der Gegenwart zu hinterfragen, was offensichtlich auch Pauls Absicht zu sein schien.

Paul gab im Interview die Umstände der damaligen Zeit zu bedenken, der Umstand wie der Song entstand. Damals war er 21 Jahre alt, verkroch sich im Badezimmer, das Licht war aus, er stellte den Wasserhahn an, weil ihn das fließende Wasser beruhigte. Die Kacheln an Wand und Boden gaben den Schall seiner Gitarre wieder und so entstand eine Atmosphäre, die das Wesen des Songs wiedergeben würde, erzählt er weiter im Interview. „Das Hauptding war, das mich diese Atmosphäre ins Träumen und reflektieren überführte und ich ganz bei mir selbst sein konnte. Tief in meinen Gedanken wahrnehmen was in mir vorging.“ So begann ich zu spielen, „Hallo Dunkelheit, mein alter Freund, ich bin gekommen, um wieder einmal mit dir zu plaudern, startet der zukünftige internationale Nummer Eins Hit.
Andere KünstlerInnen bescheinigten Paul später die Begabung zu haben, ein komplexes Ding durch einen einfachen Song zum Ausdruck gebracht zu haben und damit die Masse erreichen zu können. Er erreichte Menschen, die sich entfremdet und ausgeschlossen aus der Gesellschaft empfanden, die damalige Jugend in den USA. Aber wie man später wusste, war dieser Trend weltweit. Die breite Masse, die Erwachsenen der Gesellschaft würde dem Rufen der Jugend nicht folgen. Sie fühlten sich durch den Song von Paul Simon verstanden. Das Kernstück, so Paul Simon ist das kollektiv nachvollziehbare Gefühl einer existenziellen Poesie.

Der Inhalt war nichts was ich auf einer tieferen Bewusstseinsebene erleben sollte. Es war eine Zeit nachwirkender jugendlicher Angst, die in mir stattfand, aber es hatte einen Wahrheitsgehalt und der bewegten Millionen von Menschen. Der Erzähler dieser Geschichte hat niemanden, mit dem er sprechen kann. Nur die Dunkelheit scheint ihn zu verstehen. Doch es ist nicht die Perspektive eines Einzelnen, eine Masse von Menschen die in ihrem eigenen Schweigen Zuflucht suchten.
Die Angst vor der Zukunft, Menschen sagen viel und doch nichts, sie hören viel und verstehen doch nicht. Und da sind wenige die nicht verstanden noch gehört werden. Sie finden sich in einer Gleichgültigkeit wieder. „Narren“, sagte ich, „Ihr wisst doch, schweigen wächst wie ein Krebsgeschwür, hört meine Worte, damit ich euch lehre, nehmt meine Arme, damit ich euch erreiche…“ singt das Duo scheinbar vergebens einen Weckruf.
Der Song schließt mit der Warnung ab, zu einem alles verzehrenden Konsum und vielen Opfern, wenn die Gesellschaft weiter so stark am Schweigen festhält.

Mit, „Und die Menschen verneigten sich und beteten / Zu dem Neongott (Götzendienst), den sie gemacht hatten / Und das Schild zeigte seine Warnung / In den Worten, die es formte / Und das Schild sagte: „Die Worte der Propheten / Sind auf die Wände der U-Bahn geschrieben / Und auf die Mietskasernen / Und geflüstert in den Klängen der Stille,“ beschreibt der Text das die Botschaften sichtbar in der Welt sind, die Leute diese aber missachten und nicht zu verstehen scheinen. Niemand, so scheint es, lässt sich warnen.

Der Ausdruck des Schweigens des Songwriters Paul führt dazu seine eigenen Gedanken wahrzunehmen. Er schafft sich im Badezimmer dazu die passende Atmosphäre, genauso wie er sich gefühlt empfindet.
„In ruhelosen Träumen ging ich allein
Enge Straßen aus Kopfsteinpflaster
Unter dem Schein einer Straßenlaterne…“ beschreibt das Gefühl des alleine seins, inmitten der Dunkelheit nur ein kleines schwaches Licht der Hoffnung.

Doch im Licht sind, sieht er Menschen die Schweigen, die ihre Stimmen nicht teilen, niemand scheint in der Stille zu hören. Arglosigkeit und Angst scheinen sich die Klinke in die Hand zu geben.

„Narren“ sagten “(Du)ich, doch weiß ich nicht
Schweigen wächst wie ein Krebsgeschwür
Höre meine Worte, damit ich dich lehren kann
Nimm meine Arme, damit ich dich erreichen kann.
Aber meine Worte fielen wie stumme Regentropfen
Und hallten in den Brunnen der Stille wider

Sanremo 2025 – Clara con Il Volo cantano „The Sound of Silence“

CLARA e IL VOLO – The sound of the silence | SANREMO 2025

Sanremo, Clara und Il Volo singen The Sound of Silence. Die Geschichte eines der kultigsten Lieder aller Zeiten.
Der dritte Abend des Sanremo-Festivals 2025 verzeichnete beachtliche Einschaltquoten. Hier sind die Details und der Vergleich mit den vergangenen Ausgaben.
Am vierten Abend des Sanremo Festivals 2025, der dem Thema Cover gewidmet war, sang Clara, flankiert von dem berühmten Trio Il Volo, „The Sound of Silence“ von Simon & Garfunkel. Die Wahl dieses ikonischen Liedes war eine ehrgeizige Herausforderung, aber die Interpretation wurde den Erwartungen gerecht und bot einen Moment intensiver Emotionen im Ariston Theater.
Clara, eine junge, aufstrebende Künstlerin, bewies eine überraschende stimmliche Reife und schaffte es, die dem Lied innewohnende Tiefe und Melancholie zu vermitteln. Ihre Stimme verband sich harmonisch mit der kraftvollen und lyrischen Stimme von Il Volo, bestehend aus Piero Barone, Ignazio Boschetto und Gianluca Ginoble. Das Trio, das für seine Fähigkeit bekannt ist, Popmusik mit Belcanto zu verschmelzen, fügte der Aufführung eine opernhafte Dimension hinzu und bereicherte das ursprüngliche Arrangement mit symphonischen Obertönen.

Quelle: Engineer Channel/Rai Italy


1965 California Dreamin` – The Mamas & The Papas


Behütet und doch Weltoffen

Noch in New York lebend kritisierte die damals noch junge hübsche Blondine Michelle das kalte und nasse Wetter und sehnte sich in ihr Paradies nach Kalifornien. Doch schon jetzt entstanden die ersten Zeilen ihres Mannes John, der The Mamas & The Papas rund um seine Frau herum gestaltete.

Michelle wuchs als behütete und unbekümmerte junge Frau, pendelnd zwischen Mexico, wo ihr Vater am College arbeitete und Kalifornien auf. Später dann zwischen New York und San Francisco. John Phillips, mit dem sie später verheiratet war, orientierte das Songschreiben an seiner Frau, wie Michelle Phillips in einem Interview beschrieben hatte.
Im Song spiegelt sich ein bisschen die unterschiedlichen Orte wieder wie Michelle diese seit ihrer Kindheit erleben konnte. Anfänglich als junges Mädchen zwischen Mexico und Kalifornien, später dann zwischen New York und San Francisco. Verwundern tut das nicht, weil San Francisco als weitaus liberaler gilt als New York.
Und so sagte Michelle in New York, das sie den Kalifornischen Flair, die Wärme und Geborgenheit von dort vermissen würde. Und weil für Künstler die Umstände den großen Einfluss ausmachen, wurde diese Erfahrung Teil von California Dreamin, dem kalifornischen Traum.

John und Michelle waren schon ich frühen Jahren zusammen, die Umbrüche brachten es mit sich das man eine neue Band zu gründen versuchte, auch unter dem Aspekt viel Geld zu verdienen. Doch es war John der Michelle überreden musste. Sie war ein begehrtes Modell für Teenager Magazine und stand kurz vor einem Vertrag mit einem großen Unternehmen für Damenunterwäsche. Sie würde jetzt eine Menge mehr Geld verdienen. Doch John sah in ihr eine gute Sängerin und war der Auffassung, das man bei einem Trio als Band, wie er es plante, mit zwei Einkommen als Ehepaar viel Geld verdienen können würde. Doch Michelle sah in sich keine Sängerin, John aber schien es besser zu wissen.

Mit Danny Dothery hatte man nun per Zufall den Tenor gefunden und damit das dritte Bandmitglied. Alle arbeiteten ohne Unterlass an ihrer Karriere.

Bis dann auch noch Cassy ins Spiel kam. Michelle und sie waren sofort und fortan beste Freundinnen.
Als die ersten Zeilen entstanden war es 1963. John und Michelle waren in New York. John, dessen Songideen sich weitgehend an seiner Frau orientierten, kam bei einem Spaziergang die erste Strophe für einen neuen Song in den Sinn. Er beschrieb darin das Heimweh seiner Frau nach Kalifornien. Beim Besuch der St. Patrick´s Kirche in New York kam dann die nächste Strophe in die Sinne.
Der Song aber verschwand in der Schublade, wie Michelle beschreibt. Erst Jahre später, als man knapp bei Kasse ist und die Band in der Gründung steht, wird The Tambourine Man von den Byrds zum großen Erfolg. Die Geschichte zur Band war den vieren bekannt. Und Denny sagte zu John, „..so musst du die Songs schreiben“. Michelle und John zogen California Dreamin wieder aus der Schublade. Barry McGuire, ein Freund, vermittelte dann 1965 an Lou Adler von den Dunhill Records. Es wurde eine erste Aufnahme erstellt. Lou Adler war überzeugt und bot einen Vertrag an. Cassy, die sich lange gedrückt hatte, sah auch für sich die Chance und als sie dann endlich einwilligte mit der Band den Weg zu gehen, unterschrieben alle den Vertrag. Der erste große Hit für The Mamas & The Papas war damit geboren. Nach anfänglichem zögern und mit großem Zweifel der Gruppe schoss der Hit dann durch die Decke. Kurze Zeit später erschien die Single „Monday Monday“, die später auf das Album kommen sollte und in den USA auf Platz Eins schoss.


Es war John Phillips, der kurze Zeit später gemeinsam mit Scott McKenzie San Francisco die Hymne für Woodstock schreiben würde. John hatte die Fähigkeit die Stimmen die er für The Mamas & The Papas bekam so zu arrangieren das daraus die Kunst des A Cappella entstehen konnte. A Cappella, eine Kunst des Gesangs, meist ohne Instrumente, harmonische Klänge und speziellen Klangfarben der Künstler hervorhebend, zusammenzubringen. Wie auch Abba in späteren Jahren noch von der Magie der Zweitstimmen sprach, so lag die Besonderheit bei Mamas & Papas ebenfalls in der Komposition der besonderen stimmen, was besonders dann auffällt, wenn man sich die späteren Coversongs anschaut. So entstand mit California Dreamin´auch der Name The Mamas & The Papas. Kurze Zeit später auch der Nummer Eins Hit in den USA „Monday, Monday“. Bis 1968 entstanden zahlreiche Hits bis sich die Gruppe dann auflöste. Der Versuch einer Neugründung scheiterte 1974 mit dem Tod von Mama Cass Elliot.

Quellen und weitere Infos

Arte Kultursender, Dokumentation 2023, The Mamas & The Papas
(https://www.arte.tv/de/videos/112838-000-A/california-dreamin-die-geschichte-von-the-mamas-the-papas)

California Dreamin`
(https://archive.org/details/THE_MAMAS_THE_PAPAS_California_Dreamin_1966)

Cass Elliot
(https://www.biography.com/musicians/mama-cass)

December 11, 1966, Ed Sullivan Show, The Mamas & The Papas, California Dreamin`
(https://www.youtube.com/watch?v=WGoq_rVMucQ&embeds_referring_euri=https%3A%2F%2Fthestrangebrew.co.uk%2F)

https://thestrangebrew.co.uk/interviews/michelle-phillips-mamas-papas

https://www.biography.com/musicians/michelle-phillips

(https://pophistorydig.com/topics/the-mamas-and-the-papas-1960s/)

https://www.songfacts.com/facts/the-mamas-the-papas/california-dreamin

1001 Songs, You must hear before you die, S. 154


1967 San Francisco – Scott McKenzie

Das Monterey Pop Festival, das ursprünglich von Phillips, dem Freund von Scott McKenzie und Frontman von The Mamas and the Papas war, dem Musikproduzenten Lou sowie Scott selbst entwickelt wurde, gilt als das eigentlich in besserer Erinnerung gebliebene Woodstock.

Manche berichteten von Tranceähnlihen Zuständen, wie man diese häufig bei Ritualisierungsprozessionen erlebt. So etwa entstanden auch die Bilder von Jimi Hendricks, der sich in Trance spielte und auf der Bühne letztlich seine Gitarre mit Benzin übergoss und verbrannte. Man sagt, es sei wie eine Opfergabe gewesen. Ein Opfer aus dem neues Leben hervorgehen sollte und zwei Jahre später zu Woodstock führte, das mit etwas um 400.000 Zuschauer erreichen sollte.

Dagegen war Monterey zwar klein, aber es gilt aus der Idee heraus wohl als eine Geburt für eine neue Ära zur Musik.

Die Inspiration im Song stammt aus der Analogie zu Olympia. Phillips sah vor seinem geistigen Auge die Krönung mit den Kränzen die sie trugen. Das Bild der Hippiebewegung mit Blumenkränzen au den Köpfen, Boho-Kleidern und halb- oder ganz unbekleideten sich in den Armen liegenden Menschen ist die reale Umsetzung dieser Vision.

Aus dem Interview mit Phillips: Actually, I was thinking of the Olympics and the wreaths that the people wore.

Es war Phillips Wunsch das ein Song entstehen sollte der wie eine Art Hymne zu diesem Festival werden sollte. Tatsächlich war ihm das auch gelungen, was man auch aus dem Textinhalt so wahrnehmen kann. Das Festival aber war größer als alles was man sich vorstellen konnte und ging in die Unsterblichkeit der Geschichte ein, eine historische Zäsur.

Bis spät in die 1980er jahre hinein ist mit der Wurzel zu Woodstock auch eine Laisezz Faire Mentalität in die Geschäftswelt eingezogen und bildete auch dort eine neue Ära der Führung.


1969 Suspicious Minds – Elvis Presley

Elvis Presley – Suspicious Minds (Official Music Video)

Nach einem langen Abstieg in die kommerzielle Vergessenheit holte sich Elvis Presley den Titel des King of Rock `n`Roll während der Fernsehshow zurück, die heute als Comeback Special `68 bekannt ist.

Nachdem Elvis Presley in den 1960er Jahren überwiegend harmlose Unterhaltungsfilme gedreht hatte, läutete er mit einem TV-Special von 1968 sein Comeback auf der Bühne ein. „Der King“, ganz in schwarzem Leder gekleidet, singt seine größten Hits und zeigt sich in der legendär gewordenen NBC-Sendung auf dem Zenit seines Erfolgs. Er zementierte seine Rückkehr mit einer Neuen Platte die er im American Sound Studio in Memphis, aufnahm während er 1969 S From Elvis in Memphis und die Singles „In the Ghetto“, „Kentucky Rain“ und !Suspicious Minds“ aufnahm. Letzteres wurde die achtzehnte Nummer 1 des Sängers in den USA. Es war auch sein letzter. Rückblickend kann man sich jedoch kaum einen passenderen letzten Chart-Topper für den King vorstellen.

Alles an „Suspicious Minds“ wirkte wie aus einem Guss, von Presleys markantem Gesang über das kantige Arrangement bis hin zu dem klaustrophobischen Text, der ein Paar beschreibt, das in einer Falle aus Eifersucht und Misstrauen gefangen ist. Obwohl der Text aus der Feder des Memphis-Musikers Mark James stammte, beherrschte Presley den Song stimmlich so, dass er sich wie eine Eigenkomposition anfühlte. Es klang nicht nur so, als hätte er die Worte geschrieben, sondern er vermittelte dem Publikum auch den Eindruck, als hätte er sie gelebt. Ein weiteres aufschlussreiches Detail, das viele DJs überraschte, war das fingierte Ausblenden und überraschende Einblenden am Ende. Das Ergebnis war mit nichts anderem aus dem Elvis-Songbook vergleichbar.

„Suspicious Minds“ wurde in den folgenden Jahren von einer beträchtlichen Anzahl von Künstlern gecovert, und zwar auf überraschend vielfältige Weise. Vor allem die feinen Young Cannibals gaben dem Song 1985 einen Modern-Rock-Twist und Dwight Yoakam machte ihn 1992 zu einem Country-Song, aber auch die Jam-Rocker Phish, die Indie-Stars The Flaming Lips und Clay Aliken von American Idol haben sich des Songs angenommen. Einige dieser Cover sind auf ihre Weise gut, aber keines kommt an das königliche Original des Königs heran.

Zu den Geschichten

Die Sprache der Philosophie symbolisiert durch die Zeitereignisse immer den Status einer Themenzeitkapsel. Die chronologische Darstellung ist der Zahlenstrahl durch die Zeitgeschichte. Momente der Zeit sind aber immer Bestandteil einer gesamten Zeitkapsel, die in unterschiedlichen Epochen, Zeitbögen stattfinden können, die erst durch umfangreiche Zeitbögen zum Ausdruck kommen. Chronologien beinhalten daher Ereignisse die man als Wehen, Eruptionen einer Geburt betrachten kann und darf, die Umstände, aus denen sie entstehen, die sich als ein Akt kollektiver Möglichkeiten deutet. So ist oder war es meine Motivation die Geschichte auf diesen Seiten zu gestalten. Gemeinsame Erlebnisse, die über das Denken des Einzelnen, der Einzelnen hinausragen und für die Welt als sichtbare Ereignisse kollektiv wahrnehmbar sind.

Nach Recherchen von Video, Film, Bild und Buchmaterial zu urteilen erfolgt in den 1960ern der gedankliche Wechsel vom Nachtrauern an Verluste und Verlorengeglaubtes, an Selbstmitleid und schweren Melancholischen Gedanken, hin zu aufgeschlossenem Gedankengut. Geld und Konsum war durch den Marshallplan gegeben, positive Gedanken und der Sinn nach Aufgeschlossenheit setzte sich allmählich den Widerstand überwindend, in Resilienten Gedanken durch. Man konnte die Nachkriegszeit allmählich etwas loslassen, das schöne nahm Raum ein.

Chronologischer Zahlenstrahl der 1960er

die letzten Jahre der 1950er

1957, 25. März, Sechs Staaten unterschreiben den Vertrag zur EWG. Der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft

1958, 24. März, Elvis Presley wird Soldat.

1958, 28. Juni, Pelè wird mit 17 Jahren Fussball-Weltmeister bei der WM in Schweden

1959, 15. Oktober, Deutschland zählt drei Millionen Fernsehteilnehmer

1959, 22. Oktober, Der Film die Brücke wird ausgestrahlt. Regisseur Bernhardt Wicki zeigt, wie in den letzten Tagen des zweiten Weltkriegs die Naivität von Jugendlichen ausgenutzt wird.

1960

Olympische Spiele in Rom starten

9. November, John F. Kennedy wird Präsident der USA

In Europa kommen TV-Geräte auf den Markt, in England werden 10 Millionen Haushalte gezählt, Deutschland vier Millionen, in Frankreich 2 Millionen Haushalte.

Der japanische Technologiekonzern Sony entwickelt Erstes transistorisiertes TV-Gerät.

Ken Olsen vom Unternehmen DEC entwickelt einen Minicomputer PDP-1 mit der Programmiersprache APL. John G. Kemey und Thomas E Kurtz entwickeln in den USA die Programmiersprache BASIC.

1961

1. Februar, In Deutschland wird die 40h Woche wird angestrebt.

IBM entwickelt Magnet-Speicher für Computer.

23. Mai, Rassenunruhen in den USA

6. Juni 1961 Der Psychoanalytiker Carl Gustav Jung stirbt

Bau der Berliner Mauer

In den USA wird die erste Stereosendung per Radio ausgestrahlt

1962

17. Februar, Hamburger Flutkatastrophe fordert mehr als 300 Tote

14. März, Abrüstungskonferenz in Genf

29. Mai, Adolf Eichmann, der im zweiten Weltkrieg mit der Endlösung der Judenfrage beauftragt ist, wird gehängt.

Am selbige Tag feiert John F. Kennedy seinen 45. Geburtstag, während Marilyn Monroe ihm ein durchweg erotisches Ständchen singen wird das einen gewissen nachhaltigen Eindruck hinterlassen sollte. Es hieß sie sei eine der Lieblingsmetressen des sexbesssessenen Oberhauptes der USA.

17. Juni, Brasilien wird bei der WM in Chile Fussballweltmeister

9. August, Hermann Hesse, geboren in Calw stirbt im Tessin.

11. August, die Sowjetunion starten die Weltraumflüge Wostok III und Wostock IV und gehen damit in unmittelbare Konkurrenz zu den USA.

22. Oktober, die Kubakrise erreicht ihren Höhepunkt, Waffenlieferungen durch die Sowjetunion reisen nicht ab, woraufhin John F. Kennedy eine Blockade, ein Handelsembargo gegenüber Kuba verhängt.

Die ersten integrierten Schaltungen kommen auf den Markt. Das US-Unternehmen Signetics entwickelt die Dioden-Transistor-Logik.

1963

Das US-Unternehmen Sylvania entwickelt eine High Level Logic, Später als Transistor-Transistor-Logik, TTL bekannt. Von nun an enstehen zunehmend elektronische Technologien.

3. Juni, Papst Johannes XXIII stirbt im Alter von 81 Jahren. Nach 43 Stunden wird am 21. Juni 1963 Papst Paul VI. Gewählt.

26. Juni, ist John F. Kennedy zu Besuch in Berliner und bekennt sich vor dem Schöneberger Rathaus im beisein von 1,5 Millionen Menschen mit dem Spruch „Ish bin ein Bearleener“ zum Glauben an die Wiedervereinigung des geteilten Deutschlands.

24. Juni, die Fussball-Bundesliga in Deutschland wird gegründet.

11. Oktober Edith Piaf stirbt

15. Oktober, Konrad Adenauer tritt zurück

24. Oktober, 29 Bergleute kommen beim Grubenunglück im Niedersächsischen Lengede ums Leben.

22. November, John F. Kennedy wird in Dallas erschossen.

7. November das Grubenunglück von Lengende wird zum Wunder von Lengende. Nach 7 Tagen werden weitere 11 Menschen gerettet.

1964

4, Januar, Papst Paul VI besucht alle heiligen Gedenkstätten Jerusalems wo es dann zu einer Historischen Begegnung mit dem Patriarchen von Konstantinobel Athenagoras am Ölberg.

29. Januar, der spätere Schauspieler und Profisportler Hans-Jürgen Bäumler gewinnt die Silbermedaille an der Innsbrucker Berg-Isel-Schanze bei den IX. Olympischen Winterspielen.

9. Februar die USA verstärken ihren Einsatz in Vietnam.

4. April Boxer Bubi Scholz wird in der Dortmunder Westfalenhalle Europameister im Halbschwergewicht.

23. Juni, Papst Paul VI. Spricht sich vor 26 Kanälen gegen die Antibabypille aus.

18. Juni, Volksschauspieler Hans Moser stirbt.

2. Juli, Präsident Lyndon B. Johnson kann Rassenunruhen in den USA trotz Unterzeichnung des Bürgerrechtsgesetzes, das Gleichberechtigung der Rassen proklamiert und Diskriminiserungen untersagt nicht verhindern.

2. Juni, der Minirock setzt sich durch

3. November, Überwältigender Sieg in die zweite Amtszeit für US-Präsident Johnson.

1965

Early Bird, der erste Nachrichtensatellit mit geostationärer Umlaufbahn Intelsat I wird im All installiert.

24. Januar, Sir Winston Churchill stirbt.

7. Februar, Kriegshandlungen in Vietnam weiten sich aus.

18. März Russland, am 23. März dann die USA liefen sich wieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen in der Weltraummission.

7. März, Deutschland bemüht sich um Kontakte zu Israel

14. April, Napalmölbomben auf Vietnam.

7. April, ein bedeutender Moment in der TV-Geschichte. Das Farbfernsehen wird ermöglicht.

19. August, in Frankfurt am Main geht der Massenmordprozess gegen 22 angeklagte Mitglieder der SS-Wachmannschaft des Konzentrationslager von Ausschwitz zu Ende.

19. Dezember, De Gaulle wird erneut französischer Staatspräsident.

1966

3. April, ein erstes Kunstherz wird in den USA erprobt. Ein Patient wird erstmalig an eine Herzmaschine angeschlossen.

2. Juni, die USA landen mit der unbemannten Mondsonde Surveyor 1 erstmalig auf dem Mond.

30. Juli, England wird in England Fussballweltmeister

1. September, Eine Lösung des Südtirolproblems ist in Sicht. Präsident Aldo Moro gibt eine Regierungserklärung für Südtirol ab.

1. Oktober, die beiden Kriegsverbrecher Albert Speer und Baldur von Schirach, die beim Nürnberger Kriegsverbrecherprozess 1946 zu 20 Jahren Haft verurteilt wurden, verlassen das Spandauer Kriegsverbrecher-Gefängnis.

18. Februar, Oppenheimer, Erfinder der ersten Atombombe stirbt 62 Jährig in New Jersey.

19. April, Konrad Adenauer stirbt.

5. Juni, Seit Gründung des Staates Israel beginnt der dritte Krieg im israelisch-arabischen Konflikt.

5. Juni, der Suezkanal wird geschlossen und durch Versenkung von Schiffen unpassierbar gemacht. Ägypten erklärt die Öffnung des Kanales erfolge erst, wenn Israel das Gebiet östlich von Sues frei macht.

31. Juli, der letzte Alleininhaber Alfred Krupp von Bohlen und Halbach stirbt in Essen.

25. August, in Deutschland wird nun regelmässig Farbfernsehen gesehen.

9. Oktober, Che Guevara, Revolutionär und früherer kubanischer Minister, wird im bolivianischen Dschungelgebiet erschossen.

Die IBM entwickelt die flexible Magnetplatte, Diskette, die erste Floppy-Disk kommt auf den Markt.

1968

27. März, Juri Gagarin, erster Mensch im Weltraum stirbt.

4. April, Martin Luther King wird auf dem Balkon eines Hotels in Memphis (Tennesse) durch die Schüsse eines Attentäters getötet.

11. April, Rudi Dutschke, Anführer des sozialistischen deutschen Studentenbundes (SDS) wird durch eine 23-jähigen Attentäter in Berlin angeschossen und schwer verletzt.

3. Mai, Studentenunruhen in Frankreich.

11. Mai, Studentenunruhen in Deutschland. Sie protestieren gegen die Notstandsgesetze der Verfassung.

27. Mai, Prozess um Contergan. Leitende Angestellte der Chemiewerke Grünenthal müssen wegen des Pharma-Skandals der die gesamte westliche Welt betrifft, verantworten. Durch das Schlafmittel Thalidomid sollen tausende Missbildungen von Kindern zustande gekommen sein.

6. Juni, Robert Kennedy, bruder des ermordeten US-Präseidten John F. Kennedy wird bei einem Attentat in Los Angeles ermordet.

5. November, Richard Nixon wird US-Präsident.

Juni, Olympische Sommerspiele in Mexiko

21. Dezember, Apolloflug um den Mond.

1969

16. Juli, der erste Mensch betritt den Mond.
Das Ereignis wird im TV übertragen.

23. Oktober, Die USA ziehen sich aus Vietnam zurück

23. November, das Südtirol-Paket wird mit Zusagen gebilligt. Dieser beinhaltet einen Operationskalender mit der Durchführung von Massnahmen durch die italienische Regierung. Inhalt sind Autonomiezusagen wirtschaftlicher und kultureller Art, beibehaltung der deutschen Sprache, eine italienische Kommission soll sich in der Regierung italiens dauerhaft mit der Südtiroler Politik befassen.

Der Schweizer Niklas Wirth entwickelt die Computer-Programmiersprache PASCAL. Marcian Edward Hoff von Intel Corp bringt in den USA den ersten Mikroprozessor auf den Markt. Erstmalig sind 664 Transistoren auf einem Chip vereint.