Eine Studie der Universität Trier zeigt, dass machiavellistische Persönlichkeitszüge die Wahrscheinlichkeit erhöhen, in eine Managementposition zu kommen.
Trier/Germany, 4. Februar 2026. – Etwas das in seiner inneren Ordnung steht, verfügt über die Macht bis hin zur eigenen, bis dahin geltenden Reife. Die Farbe Orange ist aufgrund ihrer Signalwirkung, die vor allem auch für Sicherheit steht, mächtiger als es vielleicht die Farbe Weis ist. Das entspricht der Natürlichkeit der Stoffe, der Dinge die da sind. Damit verbunden auch die Unordnung oder das Chaos, auch sie ist Teil einer Ordnung. Autorität bedeutet, das jemand oder etwas in der Lage ist die Dinge zu jedem Moment der Zeit auf eine Weise zu jonglieren, eine Ordnung wieder herstellen zu können, damit ein Gleichgewicht zustande kommt bzw. bestehen bleiben kann.
Freilich sind die Pflanzen der Natur, oder die Fahrzeuge die wir produzieren in gewisser Weise ausgereift. Dynamisches aber wie Tier oder Mensch, der letztlich über eine Psyche verfügt, über einen Verstand, lässt sich nur schwerer jonglieren. In einer Gruppe von Menschen würde man im Sinne einer Aufgabe, eines Ziels, eines Narrativs diese Gruppe zum Ziel hinführen wollen, mit möglichst wenig Reibungskräften.
Hätte ein Individuum der Gruppe dominante persönliche Ziele wie bsw. viel Geld im Leben verdienen zu wollen oder der oder die Beste in einem Team sein zu wollen, dann wirkt das auch in einer Gruppe und führt tendenziell zum Ungleichgewicht. Vor allem aber, die Persönlichkeit konzentriert ihre innere Macht auf Geld oder eben der oder die Beste zu sein. Das entspricht dem Mechanismus eines körperlichen Entzündungsherdes, bei dem sich die Macht auf den Punkt, den Ort der Entzündung konzentriert. Dem ordnet sich im Menschen, im menschlichen Denken, der Psyche mit der Zeit nach und nach alles unter. Man verdrängt dabei gerne, scheinbar aufkommende Nebenbuhler oder entlässt diese aus dem Amt, aus der Tätigkeit. Allem voran dann wenn sie gegen die eigene Moral sprechen und die Führung weis das diese ihm gefährlich werden könnte.
Auch die Macht tut das. Mit dem Fokus auf ein spezielles Ziel alleine hin, sublimieren sich alle Kräfte und Energien des Menschen nach und nach auf dieses Ziel und damit die der eigenen Macht. Der Ursprung dazu ist in den persönlichen Motiven zufinden, die sich mittels Erfahrung im Leben, Schicksale und ähnlichem absolut verändern können, wie die Studie noch zeigen wird. Wenn Gedanken, die ja ein persönliches Wachstum beschreiben, auf eine Sache konzentriert sind, werden andere Dinge vernachlässigt. So hat der Neuropsychologe Axel Beuther beschrieben, alle Verdrängungen, die bewusst oder auch meist unbewusst verdrängt wurden, werden für andere Menschen sichtbar sein, nur für sich selbst gewöhnlich nicht.
Eine Person die ihre Ziele und damit die Macht auf einen Punkt konzentriert, was meist einem entsprechenden Motiv voraus geht, wie bsw an einer bestimmten Stelle im Leben versagt zu haben, kann die negativen Wirkungen seines wirkens nicht einordnen noch wirklich erkennen. Erst die Konsequenz seines Handelns kann ihm selbst sichtbar werden.
Wenn ich in einem Gruppengefüge die Mächtigkeit der Dinge verstehe und auch Kraft meines Amtes Autorität habe, so bin ich in er Lage diese Gefüge entsprechend zu regeln. So weis ich bsw. um die Wirkung in einem Ladenlokal.
In einem Ladenlokal für Bekleidung sind an Kleiderbügeln Grössenreiter angebracht. Der Kunde darf damit wissen wo seine Größe zu finden sei, sofern er es selbst seine Größe kennt und zu finden weis. Sind die Größenreiter nicht angebracht weil nicht genug Betriebsmittel vorhanden sind oder aufgrund von Zeitmangel, Produktivität oder Manpower nicht angebracht wurden, so wirken Nachfragen von Kunden auf den Ablauf des geplanten Prozesses, vorgesehenen Problems. Wenn eine Bäckerei das Salz im Teig ab und an vergisst, dann wirkt das nachhaltig problematisch auf das weitere Verhältnis zwischen Kunden und Anbieter. Abläufe werden oder sind gestört.
Das System wieder so herzustellen, das es stimmt und funktioniert, Fehlerursachen beseitigen und ausräumen benötigt die Fähigkeit der Führung, das gesamte System zu überblicken, was meist rein Funktional zu verstehen ist. Die Fähigkeit frühzeitig Ausschweifungen durch mitarbeitende zu erkennen, wann ein System ins Ungleichgewicht gerät und das entsprechende Gleichgewicht durch Massnahmen wieder in die Wege zu leiten, das ist eine Form moralischer Autorität die eine ausgereifte Lebensquantität und Erfahrung mit sich bringt. Das zeigt, eine Führung sollte möglichst ausgereift sein! (Vgl. Reife, Lexikon, de.gate-communications)
Eine natürlich gewachsene Macht ist oft auch unausgewogen. Sind Menschen offen für Veränderungen, kann diese Macht aber in ein relatives Gleichgewicht gebracht werden.
Geht man nach den Feststellungen des Philosophen Marchiavelli, dann ist der Konzentration auf Macht besitzen zu wollen, meist das Problem inhärent, also verinnerlicht, das man gegen die vermeintlich Schwächeren agiert, weil man gegen die „oberen“ das richtige Rezept sucht oder bereits resigniert hat. Auf diese weise schaufelt man sich einen Weg entlang der Karriereleiter. Genau das ist der Grund, für eine Aussage die Arnold Schwarzenegger in den vergangenen Tagen machte und sich entsprechend äusserte. Seine Botschaft ist an Menschen gerichtet die der Ideologie um Donald Trumps nacheifern. Seiner Darstellung nach hinterlassen Menschen wie Donald Trump kein rühmliches Erbe, sondern Leid, Scham und Zerstörung. Er machte deutlich, hierbei handelt es sich nicht um Helden. Es sind Verlierer – Es sei eine Versager-Ideologie (Quelle unbekannt, social media). Offensichtlich wissen die Anhänger Trumps nicht um ihre Position, weil diese aus dem Ursprung heraus verdrängt wurden. Verdrängungen sind Abwehrmechanismen (Vgl. Lexikon de.gate-communications). Aber, in Trump bündeln sich die genau identische Merkmale einer Masse gleichdenkender Menschen. Durch Trump bekommen diese Menschen ein Gesicht.
Aus Sicht des Kommunikationspsychologen Paul Watzlawick würden man an der Stelle beschreiben, das die Art und weise wie Menschen, die sich um Trump versammeln, mit dem Mittel arbeiten, auf einer Beziehungsebene zu kommunizieren. Watzlawick unterscheidet in Gesprächen zwischen Sach- und Beziehungsebene. Wobei dieser in einem seiner Axiome darstellt, das wir in aller Regel aus der Sachebene in die Beziehungsebene abrutschen. Also andere Menschen persönlich angehen. Oft auch niederträchtig.
Die Autorität seiner Worte besteht darin, das Schwarzenegger in der Nachkriegszeit aufgewachsen ist, und miterlebt hat wie gezeichnet Menschen vom Krieg und deren Ideologien waren oder noch sind. Emotionale Verbindungen spielen beim erlangen moralischer Autorität, der Urmutter von Autorität – die entscheidende Rolle.
Eine Möglichkeit dem entgegen zu wirken kann die sein, das man es dem Schicksal überlässt die eigenen Fähigkeiten entdecken zu können bzw. zu dürfen und auf diese weise den potenziellen Weg dorthin findet womit man auch glücklich sein kann.
Wer hinterlistig, berechnend und ohne Rücksicht auf Moral, Recht und Ethik sein Streben nach Macht und Geld verfolgt, gilt in der Psychologie als machiavellistisch. Unschwer zu erkennen ist dabei das keine Autorität vorhanden sein kann. Namensgebend ist der italienische Philosoph Niccolo Machiavelli, der zu Beginn des 16. Jahrhunderts eine Art Handbuch für Fürsten verfasste. Eine Untersuchung in der Arbeitsmarktökonomik der Universität Trier hat sich diesen Charaktertyp näher angesehen.
Das Ergebnis: Machiavellisten haben eine 31 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, in eine Managementposition aufzusteigen, als Menschen ohne diese Eigenschaften.
„Beförderungen basieren oft nicht nur auf produktiver Leistung, sondern sind ein Wettbewerb unter Kollegen. Sabotage oder die Verweigerung von Kooperation können die eigenen Chancen also verbessern“, erklärt Studienautor Prof. Dr. Uwe Jirjahn die Gründe, warum Machiavellisten häufiger die Karriereleiter hochsteigen.
Man muss dem allerdings hinzufügen, die jetztige Zeit, bei der es um Authentizität und Emotionen geht, begünstigt diese Form der Entwicklung weniger. Denn, es zählt nicht mehr ausschließlich das was fachlich erworben wurde, sondern die Emotionalen Verbindungen sind Teil einer aufstrebenden menschlichen Autorität, die zu erlangen sind. Organisationen die sich in schweren Krisenzeiten auflösen, lehren denen die zu kämpfen haben das Fürchten. Auf diese Weise wird man bemüht sein ein Maximum an innerer Leistung abzurufen, was wirklich hilfreich sein wird.
Das bedeutet nicht, dass ein schlechter Charakter automatisch die beruflichen Aussichten verbessert. Die beiden anderen zur „Dunklen Triade“ zählenden Züge Narzissmus und Psychopathie steigern die Aufstiegschancen nicht. „Narzissten und Psychopathen handeln impulsiver, denken kurzfristiger und verschleiern ihr unethisches Verhalten schlechter“, beschreibt Koautor Dr. Mehrzad Baktash die Unterschiede zum Machiavellisten.
Nicht alle Manager betroffen
Auch lässt sich nicht schlussfolgern, dass Manager mehrheitlich machiavellistisch sind. Faktoren wie Extrovertiertheit, Bildung und Geschlecht spielen auch eine Rolle. Dennoch ist es erstaunlich, wie stark verbreitet dieser Menschenschlag in allen Leveln des Managements ist. „Der Machiavellismus-Score bei Managern ist 14,5 Prozent größer als bei Nicht-Managern“, veranschaulicht Jirjahn. „Dabei können wir ausschließen, dass es der Posten ist, der die Menschen erst machiavellistisch werden lässt.“
Für Unternehmen stellt das ein Problem dar. Machiavellistischen Führungskräfte brechen Versprechen und nutzen Angestellte aus. Das wirkt negativ auf die Zufriedenheit der Belegschaft. Auch würden Machiavellisten ethische Standards, Verhaltenscodices und Aspekte sozialer Verantwortung nur einhalten, wenn es ihnen selbst nützt.
Lösungsansätze haben die beiden Forscher auch. „Man könnte exzessive Bonuskulturen abbauen, um weniger Anreize für Machiavallisten zu setzen“, schlägt Baktash vor. Mehr Kontrolle und Mitbestimmung durch Angestellte in Form von Vorgesetztenbeurteilungen und Betriebsräten könnten ebenfalls Abhilfe schaffen. Außerdem sollte der Wettbewerbscharakter bei Beförderungen verringert werden.
Unbekannt ist noch der Zusammenhang von Geschlecht und Machiavellismus im Management. Hierzu führen die beiden Forschenden aktuell eine gesonderte Untersuchung durch.
Niccoló Machiavelli (1469 – 1527) befindet sich in einer Zeit politischer Krisen und sucht den Weg zu einem dauerhaft geordneten Staatswesen. Dieses Staatswesen soll durch seine Organisation das sittliche Bewusstsein der Bürger festigen. Machiavelli sieht dafür die Grundlage in der Tüchtigkeit und den Machtwillen des Herrschers. Auf dieser Basis beschreibt Machiavelli Eigenschaften des Regenten der in der Lage ist, den Staat in eine Ordnung zu bringen und sich an der Macht zu bewähren. Im Zuge dessen trennt Machiavelli Politik und Moral (Staat und Kirche).
Das Managerpersönlichleiten unbeliebt seien geht mutmasslich ebenfalls auf Machiavelli zurück, weil dieser darstellte, das Herrscher auch im Notfall bereit sein müssten Böses zu tun um dem Interesse der Machterhaltung. Damit deutet er auf die abschreckende Wirkung der Persönlichkeit hin. Machiavelli gilt mit seiner Schrift als einer der Wegbereiter zur Reformation der christlichen Kirche und trug mit zu ihrer Spaltung bei.
Hintergrund:
Die Studienergebnisse berechnen sich aus Daten der „Panel Analysis of Intimate Relationships and Familiy Dynamics“ (pairfam). In mehreren Wellen (2016, 2018, 2020) machten deutsche Studienteilnehmende Angaben zu ihrer beruflichen Situation. Außerdem bewerteten sie auf einer Skala von 1 (trifft überhaupt nicht auf mich zu) bis 5 (trifft vollkommen auf mich zu) Aussagen wie:
• „Ich neige dazu, andere zu manipulieren, um meinen Willen durchzusetzen.“
• „Ich habe getäuscht oder gelogen, um meinen Willen durchzusetzen.“
• „Ich habe Schmeicheleien genutzt, um meinen Willen durchzusetzen.“
Originalpublikation:
Zur Studie: https://doi.org/10.1177/00197939251403986
Bildquelle
Heiko S auf Pixabay



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