Griech-Egypt_Clothes By Unknown author - LA2-NSRW-2-0064.jpg, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=947855

Kleidergeschichten der Griechen – die minoische Kultur

Begonnen hat das ganze um ca. 3700 v. Chr. auf Kreta. Eine der Hoch-Zeiten, bzw. eine Zeit höheren modischen Einflusses gab es um ca. 600-500 v. Chr.

Der Einfluss unkalkulierbarer Umstände durch Unwetter war damals wie heute Angsteinflösend (1). Allem voran aber entwickeln sich daraus prosoziale Verhaltensweisen (2). Vielleicht rückt man etwas enger zusammen. In einer aufgeklärten Welt, wenn Ursache und Wirkungen bekannt sind ist die Furcht scheinbar verflogen und die sich daraus entstandenen Warnungen werden heute eher in den sprichwörtlichen Wind geschlagen. Ein weiterer Grund für diesen Vorgang liegt darin, das Umweltfaktoren auf das Nervensystem des Menschen gehen und auf diese Weise das Immunsystem entstanden, entwickelt wurde (3).

Um dennoch im Bilde zu bleiben musste aus dem handelnden Menschen eine Ursache der Bewegung her, die eigentlich nur einer Urgewallt zuzutrauen gewesen sei. Eine Art göttlicher Ursprung (4). Die ersten Philosophen der Zeit haben dann auch schnell nach einem gemeinsamen Urgrund gesucht, an anderer Stelle dazu mehr, für die Ursache aller Entstehung. Was auf den Wechsel vom Politheismus zum Monotheismus hinweist. Der Übergang vom Mythos zum Logos, erklärbare Dinge – damit entstand eine Religion auf einen Gott hin, und das in einer Männerdominierten Welt. es sind die Anfänge des Patriarchats. Und während der weibliche Körper seit den Anfängen vor vor gut 3,5 Millionen Jahren mit Lucy seinen Anfang genommen hatte, steht nun die Zeit des Heldenmythos bevor. Ein menschlicher Heldencharakter muss entstehen, sich entwickeln, geformt werden und steht nun vor seiner grossen Zukunft.
Zur Zeit der Griechen und Ägypter bestand aber eine Vielzahl von Göttern für unterschiedlichste Dinge. Daher auch der Ursprung – Götzendienst. Man vermutet bis heute hinter so vielem alles mögliche, ausser einem göttlichen Ursprung und seiner waren Existenz. Man muss vielleicht verstehen das Menschen heute um ein vielfaches repräsentativer denken und sehen können als früher. Ein Beitrag darüber wie Repräsentationen im Gehirn entstehen und sich nicht nur über die Jahrtausende entwickelt haben, sondern bis heute in jedem Menschen, das zeigt ein Beitrag, „wie ein Gehirn lernt“, zu finden im Anhang (5).

Es waren schwere Unwetter, Erdbeben zu dieser Zeit die bei den Menschen Angst schürten. Menschenopfer sollen die Götter besänftigen. Den Beginn der Steinzeit datiert man auf die Momente als Menschen begonnen hatten Steine gezielt als Werkzeuge einzusetzen, was vor rund 2,6 Mio. Jahren der Fall war. Epochen hatten im Zeitverlauf unterschiedliche Anfänge und Enden. Im Mittelmeeraum, der gut besiedelt war, endete diese Zeit um ca. 2.200 v. Chr.

Vor rund 2000 Jahren setzten Menschen in Wissenschaft, Architektur, als Erfinder der Demokratie als auch Philosophie neue Massstäbe. Während im Mittleren und Nahen Osten Autokratische Machtsysteme entstanden, platzierte sich durch die griechische Kultur ein demokratisches Herrschaftssystem. So gilt das antike Griechenland als die Wiege des Abendlandes, während man über vom Nahen Osten bis heute bestätigend berichten kann, das es als die Wiege der Zivilisation gilt. Vielmehr Ägypten.

Den Anfang der griechischen Epoche macht Kreta. Ein Wissenschaftler mit Geld und Forscherdrang macht sich auf die Suche nach der Sage des Minotaurus. Der Minotaurus ist halb Mensch, halb Stier. Ein undurchschaubares Labyrinth das sich aus der natürlich gewachsenen Natur erhebt, bietet ausreichend Platz für die Vorstellung das hier die Gottheiten ihr Unwesen treiben.

Kreta_Island_of_Crete,_Greece
NASA photograph of Crete
By ISS Expedition 28 crew - NASA Earth Observatory, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16108310
Kreta_Island_of_Crete,_Greece
NASA photograph of Crete
By ISS Expedition 28 crew – NASA Earth Observatory, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16108310; NASA#2007934

Inmitten dieser bergigen und höhlenreichen Natur, so sind die Griechen überzeugt, lebt der Göttervater Zeus. Zeus soll getarnt als Stier die phönizische Göttin Europa in die er sich verschaut zu haben schien, Tochter des Königs Agenor in seine Höhle gelockt und sie verführt haben. Aus der Ehe gehen drei Kinder hervor. Minos, Rhadamanthys und Sarpedon. Der Sohn Minos wird später Herr des Minotaurus. Stiere gelten als Sinnbilder des Göttervaters Zeus. Die Vermutung liegt nahe das die Höhlen zu Kultstetten der frühen Religionsentstehungen wurden.

Kreta Gebirge Samaria_Gorge_09
By Lapplaender - Own work, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5769812
Kreta Gebirge Samaria_Gorge_09
By Lapplaender – Own work, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5769812

Der Sage nach bittet Minos den Meeresgott Poseidon um ein Wunder. Das Wunder soll den Anspruch von Minos auf den Thron untermauern. Poseidon schenkt Minos einen Stier. Anders als Minos versprochen hat, opfert dieser nicht den Stier, sondern tauscht ihn gegen ein anderes Tier aus seiner Herde aus. Die Götter spüren den Betrug auf und zwingen Minos Gemahlin sich mit dem Stier zu paaren. Das Kind ist der Minotaurus. Nach der Geburt sperrt Minos seinen Sohn in ein Labyrinth unter seinem Palast. Der Minotaurus ernährt sich von Menschenfleisch. Ihm werden daher immer wieder Menschenopfer dargebracht.

Um 1900 wird der Forscher Evenz fündig und findet Fundstücke aus dem 2000 v. Chr.. Es wird als wahrscheinlich betrachtet das es einen echten König Minos nie gab. Dennoch ist daraus die Minoische Kultur entstanden. Die Kulturentstehung und Entwicklung basiert daher auf der Entstehung einer Form von Religionsausführung.

Von hier an entwickelt sich eine Form von Kultur, die auf Basis der Entstehung bzw. dem Vorhandensein einer solchen Götterwelt von beeindruckendem Ausmass ist und damit in die reale Welt transformiert wird.

Wie bei vielen anderen Religionen und Kulturentstehung die sich auf eine Götterwelt beziehen, so entstand auch die Minoische Kultur auf einer Entwicklungszeit in der Mythologie und zeigt damit deutlich auf eine Glaubensform des Polytheismus.

Gebündelt wird diese Kultur später eine Form der Demokratie annehmen. Schnell wird klar, aus dieser Sage wird das Fundament der griechischen Kultur erwachsen. An anderen Stellen würde man vielleicht sagen, hier ging das heutige Europa schwanger.

Die minoische Kleidung

Handel und Handwerk hatten sich im Südosten Europas aber auch an den Mittelmeerländern verbreitet. Mit diesem Handel hob sich auch die Entwicklung der Kleidung voran. Die Länder der antiken Hochkulturen waren auf dem Gebiet dessen was man damals als Mode bezeichnet hatte, lange Zeit führend. In Griechenland und Rom spezialisierten sich Handwerker zur Vervollkommnung von Textilien und Gewänder heraus. Baumwolle, Seide und andere Luxuswaren wurden aus dem Orient importiert. Hier zeigt sich auch das ein Sinn für Luxus bereits vorhanden war und nicht erst im Verlauf der Evolution entstanden ist. Ein Sinn für schönes, seltenes, aufwendigeres musste also früh vorhanden sein gewesen. In diesen frühen Zeiten sind dazu aber auch Klassengesellschaften und Status erforderlich. Neben den heimischen Rohstoffen kamen über den Orient qualitätsvollere Textilien und auch neue Materialien.

Menschen wurden produktiver, es entstand Privateigentum an Produktionsmitteln und damit auch Sklavenhalterung. Errungenschaften kamen der vorherrschenden Elite zugute. Nur privilegierte Menschen hatten die Chance an Stoffe und Kostbarkeiten zu kommen, Schmuckstücke ihr eigen nennen zu können. Durch Kunsthandwerk war es möglich geworden hochwertig erscheinenden Gewänder zu ermöglichen. Auf diese Weise entstanden Standesabzeichen, Amts- und Rangsymboliken. Der Beginn einer schere zwischen Arm und Reich, freien und unfreien nahm erste Gestalt an. Der Wunsch, das Bedürfnisse sich von anderen zu unterschieden suchte sich einen Weg in die sichtbare Welt.

Mit dem Aufstieg eines hellenistischen Weltreiches wurde die antike Tracht weit verbreitet. Etwas später in der Zeit annektierten die Römer die jeweils zerfallenen hellenisitschen Staaten. Die Zeit des Hellenismus hatte ihren Anfang nach dem Tod Alexanders des Großen um ca. 323 v. Chr. und dauerte bis ca. an den Beginn der römischen Kaiserzeit, ca. 30 v. Chr..

Die literarischen Werke von Homer, Ilias und Odysseca geben offenbar mehr Informationen über die Kleidung preis als man es durch die Kunst konnte.

Es muss ein rchteckiger Wollstoff gewesen sein, der bei der griechischen Bevölkerung sowohl als Mantel als auch als Decke verwendet wurde.

Die Männer warfen die Chlaina, die mit einer Fibel getragen wurde über Schulter und Rücken. Ein einfacher Mantel – Haplois oder auch ein doppelt gefalteter Diplax konnte ausgebreitet zur Decke umfunktioniert werden. Frauen wickelten sich in den Peplos u, der an den Schultern mit Nadeln fixiert wurde.

Terracotta figure of a woman; Greek
mid-5th century BCE
On view at The Met Fifth Avenue in Gallery 157
The sculptural type of a woman wearing a peplos becomes prominent during the second quarter of the fifth century B.C., especially in small bronzes. Contemporary works in terracotta on this scale are exceedingly rare. It is possible that this piece served as a model for the preparation of molds from which bronze representations would have been cast.

Public domain data for this object can also be accessed using the Met's Open Access API.
Terracotta figure of a woman; Greek, Peplos
(Source: https://www.metmuseum.org/art/collection/search/247569)

mid-5th century BCE
On view at The Met Fifth Avenue in Gallery 157
The sculptural type of a woman wearing a peplos becomes prominent during the second quarter of the fifth century B.C., especially in small bronzes. Contemporary works in terracotta on this scale are exceedingly rare. It is possible that this piece served as a model for the preparation of molds from which bronze representations would have been cast.

Public domain data for this object can also be accessed using the Met’s Open Access API.

Title: Terracotta figure of a woman
Period: Classical
Date: mid-5th century BCE
Culture: Greek
Medium: Terracotta
Dimensions: H. 17 3/4 in. (45 cm)
Classification: Terracottas
Credit Line: Rogers Fund, 1906
Object Number: 06.1151
Curatorial Department: Greek and Roman Art


Um die Brust zu wärmen und ein ausreißen zu verhindern wurde das Rückenteil etwas nach vorne gezogen. Ab de, 6. Jhd. v. Chr. wurde auch dieses Stoffteil erst doppelt genommen und zu einem Apoptygma gebildet.

Peploskore, Athen, Akropolismuseum, um 530 v. Chr., Rekonstruktion
Kostümgeschichte griechisch-minoische Kultur; Peploskore, Athen, Akropolismuseum, um 530 v. Chr., Rekonstruktion https://de.wikipedia.org/wiki/Peplos#/media/Datei:Istanbul_-_Museo_archeologico_-_Mostra_sul_colore_nell’antichit%C3%A0_02_-_Foto_G._Dall’Orto_28-5-2006sm.jpg
Von Giovanni Dall’Orto (Image:Istanbul – Museo archeologico – Mostra sul colore nell’antichità 02 – Foto G. Dall’Orto 28-5-2006.jpg), Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3553266


Die bis auf den Gürtel überwiegend unbekleideten Männerstatuetten trugen nur wenige und auch selten Kopfbedeckungen. Neben Wollgewändern wurden auch Hemdkleider aus Leinen getragen. Benannt nach dem aus dem Semitischen Wort stammende Chiton für Leinen. Sie wurden aus dem Orient eingeführt. Die mykenische Krieger trugen kurze Hemdkleider. Während Frauen den Chiton erst im 6. Jhd. v. Chr. nahmen.

Griechischer Chiton

Aus dem Orient herbei geführt machte die griechische Bevölkerung den Chiton zu ihrem eigenen und passten diesen entsprechend an. Der Kleinasiatische Chiton bestand ursprünglich mit einem Vorder- und Rückenteil, als auch zwei Ärmeln aus vier Teilen. Die Griechen adaptierten diesen auf ihr bisheriges einfaches rechteckiges Stoffteil. Die Arme wurden in Form von Flügeln angenäht und bildeten eine offene Röhre.

Grundsätzlich blieb die Grundform bei den Griechen zwar gleich. Von Stamm zu Stamm aber entwickelten sich kleine Besonderheiten heraus, was Mitglieder der jeweiligen Stämme identifizierbar machen.

Aus den jeweiligen politischen wie kulturellen Machtzentren gingen starke Modeimpulse aus, was Hauptmerkmal der Gesamtheit der Stämme und Stadtstaaten wurde. Während der archaischen Epoche wurde Ostionier in der Mode, wenn man das damals bereits so nennen konnte, tonangebend. Der Wohlstand entwickelte sich in den Kolonien zügiger als im Mutterland. Die materiellen Voraussetzungen für Luxus und Extravaganzen waren gegeben.

Hauptkleidungsstück der Männer blieb der Chiton, anfänglich ungegürtet, später gegürtet. Der orientalische Einfluß bliebt lange bestehen und zeigte sich in langen Hemdkleidern für Herren. Der Zweckmässigkeit wegen trugen Angehörig der unteren Schichten, als auch arbeitende, sowie Krieger und Reisende kurze Gewänder. Die langen Gewänder waren für vornehme Herren und Festkleider gedacht.

Mit dem 6. Jhd. v.Chr. begann man Mäntel auch schräg um den Körper zu wickeln, als Himation bekannt geworden.

Himation, griechisch-minoische Kultur; Greek Research Pinterest https://pin.it/1flCwoz6k
Himation, griechisch-minoische Kultur; Greek Research
Quelle Pinterest https://pin.it/1flCwoz6k


Auch leichtere Mantelformen wie Chlamys wurden jetzt verwendet. Um die linke Schulter gelegt, rechts durch eine Agraffe gehalten. Der Bequemlichkeit wegen bei jungen Leuten, Soldaten, Reitern und Reisenden beliebt.

Chlamys The Hadrianic Baths at Aphrodisias, Caria (Turkey) FOLLOWING HADRIAN
Chlamys The Hadrianic Baths at Aphrodisias, Caria (Turkey) FOLLOWING HADRIAN

Quelle
(Pinterest, https://pin.it/7JaY9IyjO)

(https://followinghadrian.com/2015/04/20/the-hadrianic-baths-at-aphrodisias-caria-turkey/?fbclid=IwAR1_rZhdMVd48JXGZYgtUEGeB9gjN38qPfgyVWVO9rjUf1ivxe8ZhcHqYhg&blogsub=flooded#subscribe-blog)

Agraffe, griechisch-minoische Kultur, 490 v. Chr. Gold Fibula. Greek 490 - 323 B.C. | Photo (C) RMN-Grand Palais (musée du Louvre) / Hervé Lewandowski
Agraffe, griechisch-minoische Kultur, 490 v. Chr. Gold Fibula. Greek 490 – 323 B.C. | Photo (C) RMN-Grand Palais (musée du Louvre) / Hervé Lewandowski

Quelle
Pinterest (https://pin.it/55ICV33k4)

Frauenkleidung

Die Frauen behielten die Heftnadeltrachten bei. Auf einer Francoise-Vase von 560 v. Chr. hat man diese in einem wollenen Peplos gefunden. Auch Homer erwähnt das dieser Peplos an den Seite bereits genäht sei, und in der Taille durch eine enge Gürtung zusammengehalten wird. Im weiteren Verlauf des 6. jhd. v. Chr. setzte sich der gefibelte Leinenchiton durch. Der kleinasiatische Ärmelchiton galt während des orientalischen Einflusses noch als modische Extravaganz.

Griech-minoisch-KulturZwiebelkopffibel, vergoldete Bronze, 335–365, 8,3 cm, gefunden in Tongeren, Gallo-Römisches Museum Tongern
Griech-minoisch-KulturZwiebelkopffibel, vergoldete Bronze, 335–365, 8,3 cm, gefunden in Tongeren, Gallo-Römisches Museum Tongern;

Drieknoppenfibula_in_verguld_brons,_300_tot_365_NC,_vindplaats-_Koninksem,_Aan_Paspoel,_zuidwestgrafveld,_1974,_graf_99-,_collectie_Gallo-Romeins_Museum_Tongeren,_74.A.35,_004

Von http://exploratorium.galloromeinsmuseum.be/Default.aspx?query=search=deeplink%7C/record/uniqid=obj_5870&showtype=record, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=84550815

In diesem Ärmelchiton werden die Frauen der Barbaren und alle anderen ausserhalb der antiken Welt lebenden Völker, sowie die Amazonen und Sklavinnen dargestellt.

Frisuren und Haarpracht

Frisuren der Herren waren häufiger mit viel Zeitaufwand verbunden, was bei Frauen deutlich weniger ins Gewicht gefallen zu sein schien. Die Helden Homers sind angeblich dafür bekannt sich mit Lockenwickler und Pomade ausser Haus getraut zu haben. Nach heutigem ermessen wären sie damit weitaus weiblicher dargestellt als es Vorstellungen ermöglichen könnten. Löckchen zierten die Stirn, im Nacken ein Schopf – dem Krobylos aufgebunden, mit Binden und Spangen verziert.

Griech-mino-Kultur, Pmade; https://thebeardemporium.com/product/zeus-original-pomade/
Griech-mino-Kultur, Pomade; Pomade ist eine Art Haargel, die es zur Zeit der minoischen Kultur wohl weniger in einer so edlen Verpackung gegeben haben dürfte.
Quelle: https://thebeardemporium.com/product/zeus-original-pomade/

Gelockt über Schulter und Nacken, oder Zöpfe sowohl echt wie unecht waren on vogue. Der Kinnbart keilförmig gestutzt, Schnurrbärte wurden getragen. Männer trugen zum Reiten und auf Reisen den Petasos. Auch Damen trugen Hüte, aber wirklich nur zum Reisen. Das Haupt wurde in der Öffentlichkeit vom Mantel überragt oder dem Überschlag des Peplos genutzt. Zeitweise nutzte man auch Kopftücher.

Krobylos Griechisch minoische Kultur um 500 v_Chr
Krobylos Griechisch minoische Kultur um 500 v_Chr; https://royaltynowstudios.com/articles/what-did-cleopatra-look-like/

In der Menge heutiger Moden sieht man Unterschiede zur Lebensweise eigentlich nur noch am Fortschritt und technischem Einfluss. Vielleicht noch daran das Menschen zur damaligen Zeit schneller alterten als heute.

2026-08-08_Petasos_Greek, Ancient Symbol & Headgear_Britannica
Petasos_Greek, Ancient Symbol & Headgear_Britannica; https://www.britannica.com/topic/petasos?utm_source=Pinterest&utm_medium=organic

Fußbekleidung


So wie man oft auch barhäuptig ausser Haus ging, so war man des öfteren auch barfußig unter den Menschen. Das Barfußgehen war auch in der Blütezeit Athens kein Zeichen von Armut. Sandalen mit Ledersohlen, mittels Riemen am Fuß befestigt, waren Männer- und Frauensandalen gleichermassen kaum zu unterscheiden. Bis auf die Verwendung feineren Materials bei Frauen. Die Idee zum Riemengebundenen Schuh kam von den Persern, die Ionier machten daraus Schnabelschuhe mit aufgebogener Spitze. Wanderer, Jäger und Krieger nutzten schon Stiefel. Der aus Lydien stammende Kothurn war ein Stulpenstiefel mit dicker Sohle.

Kothurn; griechisch-minoisch; Von Pearson Scott Foresman - Archives of Pearson Scott Foresman, donated to the Wikimedia Foundation, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2535071
Kothurn; griechisch-minoisch; Von Pearson Scott Foresman – Archives of Pearson Scott Foresman, donated to the Wikimedia Foundation, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2535071

Stoffe, Farben, Schmuck


Den Einfluss des Orients konnte man am reichen Goldschmuck und an kostbaren Stoffen gut erkennen. Man geht davon aus das der weiße Leinen in Öl appretiert (Veredelt) war und feine plisseartige Faltungen mit eingewebten farbigen Mustern verziert war. Frauen verwendeten dennoch vorwiegend ihre Peplos aus Wollstoffen.


Herstellung der Kleidung

Vom Spinnen bis zum Weben lag alles in den Händen der Frauen. Eine Vasenmalerei stellt Penelope am Webstuhl dar. Dieser ist bereits als Gewichtswebstuhl aus der Jungsteinzeit bekannt. Auch den vornehmsten Frauen war es wohl nicht zu unanständig und gering sich am Webstuhl zu vergnügen. Während Odysseus seine Irrfahrten trieb, soll Penelope ihre bedrängenden Freier hingehalten haben, mit der Begründung sie müsse für den Vater des verschollen geglaubten Gatten ein Leichengewand anfertigen.

Arbeiter und Sklaven webten aber ebenso Stoffe für den Verkauf. Die Wolle ist aus heimischen Gefilden, Leinen hingegen wurde aus Ägypten importiert. Später konnte in Griechenland Flachs angebaut werden. Und man glaubt es kaum, über Luxus hat man sich auch seinerzeit gestritten, der Neid war also auch damals wie heute ausreichend ausgeprägt. Kostbare Importe kamen nämlich weithin aus dem Orient, insbesondere phönizische Stoffe.

Männer schmückten sich genauso gerne wie Frauen. Kunstvoll gestaltete Nadeln und Spangen für die Gewänder, goldene Ketten und Armbänder, Ohr- und Fingerringe. Auf dem Kopf Bänder, Reifen und Kränze.


Einfluss Ionischer Mode

Das Volk Ionien geht auf die Küstenstadt Ionien zurück, ursprünglich im Zentrum Anatoliens gelegen. Ihre Mode hatte grossen Einfluss auf das griechische Festland. Im 6. Jhd. v. Chr. kam der lange Leinenchiton und reicher Goldschmuck im Haar der Männer mit dem städtischen Luxus aus Ionien nach Athen. Herodot soll vom Trachtenwechsel der Frauen berichtet haben.

Athenerinnen sollen einen heimgekehrten Krieger, der aus dem Feldzug gegen Aegina kam mit ihren Gewandnadeln erstochen haben. Die Männer hätten die Frauen daraufhin gezwungen die Nadeln gegen genähte Chitons einzutauschen.

Auch bei den Männern gab es Mantel und Chiton, dennoch gab es Hemdkleider die kürzer und knapper gewesen seien. Die Masse der arbeitenden Bevölkerung, Sklaven, Handwerker und Bauern hatten gröbere Stoffgewänder, meist Fellgewänder. Die Formen waren zwangsläufig des Aufwandes wegen einfacher gehalten und vor allem zweckmässiger. Exomis nannte man ein kurzes knappes gegürtetes Gewand, zusammen gehalten auf einer Schulterseite. Zeitweise genügte fürs Arbeiten auch ein Hüftschurz. Übergewänder symbolisierten eine höhere Schicht, weshalb sie den niederen Schichten unzugänglich blieben. Halbkugelige Kappen aus Fell oder Leder schmückten das Haupt. Hirten, Fischer und andere Gruppen die sich viel im freien aufhielten trugen spitze Mützen, einen Pilos.

Exomis griech mino Young_man_exomis_Musei_Capitolini_MC892; By Marie-Lan Nguyen (User:Jastrow) 2009, CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7871590
Exomis griech mino Young_man_exomis_Musei_Capitolini_MC892; By Marie-Lan Nguyen (User:Jastrow) 2009, CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7871590
Pilos_Odysseus_Chiaramonti_Inv1901
Odysseus wearing the pilos hat, an exomis and a chlamys
By Unknown artist - Jastrow (2006), Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1301591
Pilos_Odysseus_Chiaramonti_Inv1901
Odysseus wearing the pilos hat, an exomis and a chlamys
By Unknown artist – Jastrow (2006), Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1301591

Quellen

Bildquelle Titelbild
Griech-Egypt_Clothes

By Unknown author – LA2-NSRW-2-0064.jpg, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=947855

1. Egyptian man, 2. Egyptian woman, 3. Ancient greek woman wearing a peplos, 4. Greek man shown in „chiton“, 5. Greek woman during Hellenistic period, 6. Noble roman in tunic, 7. Roman woman during the time of the roman empire, 8. Byzantine emperor Justinian, 9. Byzantine empress Theodora, 10. Frankish nobleman, 11. Frankish lady, 12. German nobleman 13th century, 13. German lady of nobility 13th century, 14. Titled young lady (1400), 15. Titled young man (1400), 16. Gentleman of Burgundy, 17. Gentleman of Burgundy, 18. Lady of Burgundy and 19. Nurnberg Citizen (1500).

1 Soziologe über den Umgang mit Katastrophen Schwere Naturereignisse überraschen die Gesellschaft immer wieder, 2024
http://de.gate-communications.com/soziologe-ueber-den-umgang-mit-katastrophen-schwere-naturereignisse-ueberraschen-die-gesellschaft-immer-wieder/

2 Umweltkatastrophen fördern prosoziales Verhalten, 2022

http://de.gate-communications.com/umweltkatastrophen-foerdern-prosoziales-verhalten/

3 Wie Umweltbelastungen das Immunsystem verändern, 2026
http://de.gate-communications.com/wie-umweltbelastungen-das-immunsystem-veraendern/

4 „Religionen sind bedeutend für den Umgang mit Klimawandel und Hunger“, 2024
http://de.gate-communications.com/religionen-sind-bedeutend-fuer-den-umgang-mit-klimawandel-und-hunger/

5 Wie das Gehirn lernt, 2025
http://de.gate-communications.com/wie-das-gehirn-lernt/

Thiel, Erika; Geschichte des Kostüms – Die europäische Mode von den Anfängen bis zur Gegenwart, Henschelverlag, Kunst und Gesellschaft, Berlin, 1990;

Dark Greece – Die Wahrheit über das antike Griechenland, Mehrteilige Folge des Schweizer Fernsehens.

https://www.srf.ch/play/tv/dark-greece—die-wahrheit-ueber-das-antike-griechenland/video/legenden-und-blut-folge-1?urn=urn:srf:video:bccb9d2b-2f37-4fd1-be80-7306e1af2787

Legenden und Blut (Folge 1)

Die Wurzeln Griechenlands liegen in der Bronzezeit mit den Kulturen der Minoer und Mykener. Mythen wie Troja oder der Minotaurus könnten auf realen Ereignissen beruhen. Neue Forschungen zeigen, wie stark diese frühen Gesellschaften Sprache, Religion und Handel geprägt haben.

06.06.202645 Minverfügbar bis 31.05.2029

Warum sitzt Europa auf dem Stier? Matriarchale Grundlagen von Europa
https://web.archive.org/web/20150108160650/http://www.hdfg.de/pdf/Europa-Handbuch-08_Kuhn.pdf

Der Europa-Mythos in der antiken Literatur
https://web.archive.org/web/20070930060614/http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/phil_Fak_IV/Klass_Phil/Europaprotokoll.htm

Mythoskop
https://mythoskop.de/#/graph?focusedEntityId=1287&transitiveChildGenerationsToShow=2&transitiveParentGenerationsToShow=2&transitivePartnerGenerationsToShow=1

Eingrenzung der Epochen
https://sciodoo.de/steinzeit-epochen/

Hellenismus
Der Hellenismus ist eine der spannendsten Kunstepochen der Antike. Er begann nach dem Tod Alexanders des Großen (323 v. Chr.) und dauerte etwa bis zum Beginn der römischen Kaiserzeit (ca. 30 v. Chr.). Charakteristisch für diese Epoche ist ein starker Wandel in Stil, Themen und Ausdruck der Kunstwerke.

Ursprung und Geschichte der ionischen Ordnung, Merkmale und Beispiele, Abgerufen, 09.08.2026
https://de.thpanorama.com/blog/cultura-general/orden-jnico-origen-e-historia-caractersticas-y-ejemplos.html

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