Die Bevölkerung in Deutschland zahlt laut einer Umfrage des Kommunikationsverbandes Bitkom e.V. zu zwei Dritteln mit Smartphone oder Smartwatch. Und es sind längst nicht nur die jüngeren Generationen.
Berlin/Germany, 4. Mai 2026. – „Weißt du, was zwischen mir und meinen Calvins steht? Nichts.“ Ein Satz der Calvin Klein in den 1980er Jahren zur ikonischen Marke machte und Brooke Shields über die Vogue hinaus zur Werbeikone aufstiegen lies. Genauso markant muss heute ebensowenig zwischen dem Bezahlvorgang an der Kasse und dem Einkaufserlebnis stehen. Das bezahlen ist und muss Nebensache sein und werden. Zumindest gilt das an mehr impulsfreien Zugängen.
So steht heute zwischen Signalgeber und Signalnehmer, wenn es ums Bezahlen geht nur noch ein Hauch von nichts und ein bisschen Kurzfrequenz-Technologie. Die Entwicklung der NFC-Technologie, Near Frequenz Communication wird runde 20 Jahre jung sein. Heute ist die Technologie so sicher und zuverlässig geworden, das man kontaktloses bezahlen sicher ins vertrauen nehmen kann. Ob Karte, Smartphone oder Uhr, ganz nach dem Motto, „Ich brauch nichts mehr als meine Uhr oder Telefon und bin damit umsorgt“ bezahlt man über die Nahfrequenzfunktion zwischen der nur noch der Sicherheitsaspekt passt.
Es sind die kleinen Dingen des Lebens die das leben nicht nur beschleunigen. Jeder Vorgang der irgendwo zu beachten ist oder beachtet werden muss bringt auch Störungen mit sich. Krame ich den Geldbeutel aus der Tasche muss ich im nächsten Schritt bedenken ob ich genug Geld dabei habe oder hatte ich dies bereits im Vorfeld bedacht. Auch das Stehen an der Kasse soll den kleinsten zeitlichen Anteil ausmachen. Denn wenn das Erlebnis Einkauf durchlaufen ist, dann nichts wie raus. Es sind viele dinge des Alltags die mittels moderner Kommunikation entfallen und das leben etwas leichter und unbeschwerter zu machen scheinen.
Es ist aber allem voran Zeitgemäss. Nicht nur weil wir es am technologischen Fortschritt und seinen Möglichkeiten abschätzen, sondern weil mit der modernen Zeit neue Probleme auf uns zukommen und Ressourcen freizusetzen sind. Auf den Konservatismus bezogen heisst es dann, auch das war schon immer so!
Bislang ist jede Epoche der Vergangenheit von einem Fortschritt geprägt der neue und andere Ressourcen in Anspruch nehmen sollte. Neue Perspektiven bot und die Lebensumstände der Menschen mit Vielfältigkeit und mehr Robustheit begleiten sollte. So vielfältig der Mensch ist, so vielfälltig sind und werden die Möglichkeiten die uns das Leben, die Gegenwart und die Zukunft bieten. Genauso vielfälltig hat sich unsere Welt entwickelt. Für jede Lebensart und jedes Vergnügen steht etwas bereit. Die Vielfalt macht das Leben robust, jeder kann und soll sich aussuchen können in welcher Form mit welchen Dingen zu hantieren sein soll. Auf diese Weise darf bis heute auch noch in barer Münze bezahlt werden. Dennoch erweitert der Fortschritt das Spektrum an Möglichkeiten.
Gut 66% der Deutschen hatten in den vergangene zwölf Monaten zumindest einmal mit dem Smartphone bezahlt und dafür das Portemonnai in der Tasche gelassen. Vor drei Jahren, so berichtet die Bitkom, waren es noch knapp über 50%.
Die Bitkom befragte dafür 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren. Die Befragung ist repräsentativ. 10% laut Angaben bezahlen inzwischen schon regelmässig, 22% sogar täglich, 23 mehrmals pro Woche. „Smartwatch und Smartphone erfreuen sich beim Bezahlen wachsender Beliebtheit, weil sie ein sicherer, schneller und bequemer Weg an der Kasse sind“, sagt Alina Bone-Winkel, Expertin für Digital Finance beim Bitkom.
Es sind aber nicht nur die jüngeren Menschen. Was früher vielleicht als Best Ager bezeichnet wurde trifft heute auf das gesamte Milieu der Altersgruppen zu. Besonders die Seniorinnen und Senioren haben über die Nutzung der neueren Technologien wie Internet, Smartwatch und Co offensichtlich einen Schatz für sich entdeckt. Menschen ab 65 bezahlen inzwischen zu 33% ab und an mit smarten Gerätschaften. Bei den 16 bis 29 Jährigen sind es bereits 78%. Wird allerdings NFC per Kartenzahlung genutzt, so liegt die Nutzung hierbei bereits bei 97%. 95% der Seniorinnen und Senioren bezahlen mit einer der drei smarten Möglichkeiten wie Karte, Phone oder Uhr.
Bone-Winkel gibt eine Empfehlung und meint dazu weiter: „Ob Karte, Uhr oder Handy – wer digital bezahlen möchte, muss dies auch überall tun können. Die Bundesregierung sollte ihr Vorhaben zur verpflichtenden flächendeckenden Akzeptanz von mindestens einer digitalen Bezahlmethode schnellstmöglich umsetzen.“
Über die Bitkom
Bitkom e. V. ist der Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche und vertritt mehr als 2.200 Unternehmen aus der digitalen Wirtschaft. Sein übergeordnetes Ziel ist es, Deutschland zu einem führenden Digitalstandort zu machen, die digitale Transformation von Wirtschaft und Verwaltung voranzutreiben und eine breite gesellschaftliche Teilhabe an digitalen Entwicklungen zu erreichen. Bitkom setzt sich aktiv für die Digitalisierung von Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung ein und ist zentrale Ansprechstelle für Politik, Öffentlichkeit und Wissenschaft.
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