Ein Forschungsteam der Universitäten Hildesheim, Bonn und Freiburg hat entschlüsselt, wie Muskeln auf Krafttraining reagieren. Die Befunde helfen, Trainingsprogramme für AthletInnen und PatientInnen zu verbessern und einem Muskelverlust im Alter entgegenzuwirken. Krafttraining gilt als unerlässlich für die Aufrechterhaltung der Muskulatur. Selbst für ältere Menschen empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation moderates Krafttraining an mindestens zwei Tagen pro Woche. Dies wirke dem Verlust der Muskelkraft entgegen. Die neue Studie wird in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins „Nature Communications“ vorgestellt.
Hildesheim/Germany, 28. Juli 2026. – Ausdauertraining konditioniert das Durchhalten und wirkt auf Menschen mit der Eigenschaft Langmütigkeit. Muskelmasse erhält und fördert den Aufbau der Substanz. Je nach Art wie man Trainiert entwickeln sich die Muskelfasern. Muskelfasern sind teils Veranlagung, Teils kann man und sollte diesen eine Form geben. Spezifisch auf Ausdauer trainieren, Kraftausdauer oder Geschwindigkeit, Schnelligkeit. Dementsprechend ist Ernährung begünstigt. Für Ausdauertraining wird Energie über einen längeren Zeitraum benötigt. Kohlenhydrahtreich steht im Vordergrund. Beim Aufbau von Muskelmasse werden Proteine erforderlich. Proteine sind die einzige Quelle körperliche Substanz aufzubauen und bilden dabei auch Mitochondrien. Mitochondrien sie die eigentliche Energiequelle des Körpers. Man könnte daher bestimmen, vorausgehendes Krafttraining ist einem späteren Ausdauertraining förderlich. Dementsprechend ist gezielte Ernährung in einem Rhythmus genauso denkbar wie gezielt abwechselndes Training. Doch die Substanz, und damit die körperliche Leistungsfähigkeit wird erst dann aufgebaut, wenn ausreichend Erholungsphasen eingehalten werden, wie die nachfolgende Studie deutlich macht.
Ein Aktiver Muskelaufbau mit dem Mindestziel die körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten führt zur Anpassung, wirkt einer körperlichen Verrohung, der Erosion entgegen und erhält Belastungsfähigkeit.
Muskelaufbau führt aber auch zu Schäden im krafterzeugenden, kontraktilen Apparat der Muskeln. Dieser Mechanismus ist keineswegs negativ. Vielmehr entspricht er der Entwicklung des Immunsystems. Ein Organismus muss belastet werden, um daraus Gegenmassnahmen über das vorherige Mass hinaus zu entwickeln. So wie bsw. Kinderkrankheiten die Immunabwehr für das heranwachsende bilden, so bildet späteres gezieltes Training – im Sinne einer Ausdifferenzierten Selektion des Muskelapparates – eine Stärkung des gesamten Organismus aus Sicht der Anatomie.
Bisher hatte die Forschung auf diese Schädigungen aber noch zu wenig Antworten. Ein Forschungsteam der Universität Hildesheim, Universität Bonn als auch der Universität Freiburg haben nun Einblicke in die beteiligten Mechanismen und einem damit verbundenen Proteinnetzwerk erreicht.
Freiwilligen Versuchsteilnehmern wurden nach einem hochintensiven Krafttraining Muskelproben entnommen. Untersucht wurde mittels „fraktionierter Proteomik“ (Teilsysteme aus der Gesamtheit der Proteine). Weiterhin wurden Wirkungen auf Muskulatur untersucht bei längeren Phasen reduzierter Trainingsintensität als auch Phasen ohne Krafttraining.
Man konnte nachweisen, das Krafttraining ein Proteinkraftwerk aktiviert, das beschädigte Muskelbestandteile erkennt und abbaut. Es fördert ein Reparatursystem, das die Neubildung von Muskelbestandteilen zum Ziel hat. Bei diesem Vorgang werden also beschädigte und abgebaute Bestandteile nicht nur ersetzt, auch der konraktile Apparat – Muskelzellen mit der Fähigkeit die Muskelkontraktion herbeizuführen – wird aufrechterhalten und verstärkt.
Prof. Pitter Huesgen von der Universität Freiburg erläutert: „Unsere Analyseverfahren haben es uns erlaubt, Muskelproteine zu identifizieren, die nach einem Krafttraining an den kontraktilen Apparat binden und dort ihre Schutz- und Reparaturaktivität entfalten“.
Die Muskelproben für die Studie hat Prof. Gehlert an der Universität Hildesheim isoliert. Wie die darin enthaltenen Proteine konkret arbeiten, hat anschließend das Labor von Prof. Dr. Jörg Höhfeld am Institut für Zellbiologie der Universität Bonn untersucht. „Wir konnten in isolierten Muskelzellen zeigen, dass die Reparaturproteine zunächst beschädigte Muskelkomponenten erkennen und dann durch einen zellulären Abbauweg, die sogenannte Autophagie, entsorgen. Das macht den Weg frei für eine Reparatur der Muskeln und eine Anpassung an das Krafttraining“, erklärt Höhfeld.
„Wir sehen nun, wie sich Trainingsintensität und Trainingsdauer auf das Reparatursystem und die Schädigung der Muskelfasern auswirken. So können wir die Abfolge von Trainingseinheiten bei AthletInnen sowie PatientInnen im klinischen Kontext optimal anpassen“, betont Gehlert die Relevanz der Ergebnisse. Diese neuen Erkenntnisse bringt er nun in die Ausbildung von SportwissenschaftlerInnen und die Trainingsoptimierung von SportlerInnen an Olympiastützpunkten sowie von Einsatzkräften der Polizei und Bundeswehr ein.
Die Studie entstand durch eine Kooperation von WissenschaftlerInnen der Universitäten Hildesheim, Bonn und Freiburg sowie der Deutschen Sporthochschule in Köln und der Universität Duisburg-Essen. Sie wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt gefördert.
Originalpublikation:
https://www.nature.com/articles/s41467-026-75501-y
Bildquelle
Krafttraining aktiviert die Muskelreparatur. Quelle: Volker Lannert. Copyright: Volker Lannert, Universität Bonn
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