Schwerpunkt auf intelligenten Textilstrukturen: ITA der RWTH Aachen lädt Studierende zu einer innovativen Sommerschule ein. Vom 21. bis 29. September 2026 verwandelt die Aachener Summer School das Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen in ein Labor der Zukunft: Eine Woche lang entwickeln Studierende mithilfe von Origami-Falttechniken und 3D-Druck aktive Textilstrukturen, die programmierbare Bewegungen ausführen. Diese interdisziplinäre Veranstaltung verbindet theoretische Grundlagen mit praktischem Prototyping – von der digitalen Modellierung bis hin zu funktionalen Textilprototypen.
Aachen/Germany, 21. September 2026. – Vom Falten zum Roboter: Textilien werden „intelligent“
Aktive Textilien, die selbstständig ihre Form ändern oder auf Umwelteinflüsse reagieren – das klingt wie Science-Fiction, ist aber bereits Realität. Die Kombination aus Origami-Design, 4D-Textilien (zeitabhängige Formänderungen) und additiver Fertigung lässt „intelligente“ Materialien entstehen. In der Summer School lernen die Teilnehmer, wie sie textile Substrate mit gedruckten Strukturen kombinieren, um komplexe Bewegungsmuster zu erzeugen.
Das Programm führt die Studierenden durch den gesamten Innovationszyklus:
• Grundlagenwissen: Experten des ITA und internationale Gäste vermitteln die mathematischen Prinzipien des Origami-Designs, die Physik von 4D-Textilien und die Eigenschaften textiler Substrate.
• Praktische Fähigkeiten: Hands-on-Training in Origami-Techniken und Strukturdesign – einschließlich 3D-Druck direkt auf Textilien. Von der digitalen Modellierung in CAD-Software bis zur Bedienung von Maschinen.
• Prototypenbau: In interdisziplinären Teams entwickeln die Studierenden eigene Konzepte – wie beispielsweise einen Robotergreifer, ein interaktives Kleidungsstück oder maßgeschneiderte Anwendungen in den Bereichen Medizin, Architektur oder Wearables.
Ein besonderes Highlight: die Kombination von traditionellem Origami mit modernster additiver Fertigung. Die Teilnehmer falten zunächst Papiermodelle, um geometrische Prinzipien zu verstehen, und übertragen diese Strukturen anschließend in digitale 3D-Modelle. Diese werden schließlich auf Textilmaterialien gedruckt – ein Prozess, der Kreativität mit ingenieurwissenschaftlicher Präzision verbindet.
Internationale Expertise trifft auf RWTH-Innovation
Zum Programm gehören:
• Ordine Lang (Origami-Künstlerin): Sie stellt die mathematischen Grundlagen des Faltens vor und demonstriert, wie Origami-Prinzipien auf technische Anwendungen übertragen werden können.
• Dr. Jingyi Yang (SIMTech, Singapur): Die Expertin für 4D-Textilien und programmierbare Materialien bringt internationale Perspektiven in die Summer School ein.
„Die Kombination aus Origami und 3D-Druck eröffnet völlig neue Möglichkeiten für textile Strukturen“, erklärt Zhen Danchen, Wissenschaftlerin am ITA. „Wir sehen hier Potenzial für Anwendungen in der Robotik, der Medizin oder sogar in der Mode – und genau das möchten wir den Studierenden vermitteln.“
Hintergrund: ITA und RWTH Aachen als treibende Kräfte der Textilforschung
Das Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen forscht an der Schnittstelle von Textiltechnik, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Mit der Summer School fördert es den interdisziplinären Austausch und gibt jungen Talenten die Chance, an wegweisenden Technologien mitzuwirken.
Die RWTH Aachen ist eine der größten und renommiertesten technischen Universitäten Europas. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem Textil- und Kunststofftechnik, additive Fertigung sowie nachhaltige Materialien – Themen, die in der Summer School eine zentrale Rolle spielen.
Weitere Informationen:
Bildquelle
Modulares Papier-Origami, gestaltet von den Teilnehmenden der Summer School. Copyright: Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen
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