Ein Mann in einem weißen Kittel, mit Stethoskop um den Hals (links im Bild) misst den Blutdruck eines älteren Mannes, der mittig im Bild auf einer Liege sitzt. Beide schauen konzentriert auf das Messgerät. Copyright: © SeventyFour via Canva

Weltmännertag: Echte Stärke heißt auch, auf sich selbst zu achten


Männer sterben im Schnitt rund vier Jahre früher als Frauen. Neben biologischen und genetischen Faktoren spielt dabei auch der Lebensstil eine wichtige Rolle: So achten Männer meist weniger auf den eigenen Gesundheitszustand und nehmen seltener Angebote zur Gesundheitsförderung wahr. Zum Weltmännertag am 3. November weist das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit daher auf sein Informationsangebot auf dem Männergesundheitsportal hin. Es bietet wissenschaftlich geprüfte Informationen und praktische Gesundheitstipps für Männer.

Köln/Germany, 29. Oktober 2026. – Das Bild des Mannes verändert sich über die Generationen wie die der Frauen. Sie kommen sich wahrlich näher. Vor allem auch dann wenn es um die Gesundheit geht. Und mit wachsendem Wohlstand bringt auch ein veränderter Lebensstil mehr gesundheitliche Aspekte in das Alltagsleben ein. Trotzdem, Männer sterben im Schnitt rund vier Jahre früher als Frauen.

Biologische und genetische Faktoren greifen in dieses Geschehen ein. In der Vergangenheit haben Männer durchaus weniger auf ihren Gesundheitszustand geachtet. Und wenn man seinen Körper so mancher oxidativer Belastung wie Alkohol, Tabak oder Stress aussetzt und glaubt man habe einen robusten Körper der dies alles mitträgt, der Täuscht. Im Alter tun sich wachsend Kleinigkeiten zu einer ganzen Kohorte auf die im Einzelnen kaum mehr zu beheben sind. Ganz zu schweigen vom ermitteln des Ursprungs aus einem nicht erstrebenswertem Lebensstil. Die Kultur, wonach sich betagte Herrschaften allerdings über diese Formen der Eingeschränktheiten rühmen, scheint ihnen auch das Gefühl zu geben, das dies zu krönen sei und ein Zeichen der harten Schufterei des Lebens sei. Doch weit gefehlt ist das Leid dann oft unumkehrbar und bringt zunehmend deutliche Lebenseinschränkungen, vor allem in der Qualität des Alltags mit sich. Die Gedanken drehen sich zunehmend um die Entzündungsherde.

Die Gesundheitsförderung allerdings hinterlässt mit jeder weiteren Generation immer mehr ein gutes gesundes Bewusstsein. Zum Weltmännertag am 3. November weist das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) daher auf sein Informationsangebot https://www.maennergesundheitsportal.de hin. Es bietet wissenschaftlich geprüfte Informationen und praktische Gesundheitstipps für Männer.

Christoph Aluttis, Leiter des Referats Männergesundheit beim Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit: „Männer zeigen deutlich häufiger riskanten Alkoholkonsum und gehen seltener zur Vorsorge als Frauen. Die Folgen sind höhere Risiken für Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebs. Dahinter stehen auch tief verankerte Rollenbilder: Wer gelernt hat, Probleme allein zu bewältigen und vermeintliche Schwächen nicht zu zeigen, sucht Hilfe häufig zu spät. Das umfasst auch psychische Belastungslagen. Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen, ist aber kein Bruch mit Männlichkeit, sondern Teil eines zeitgemäßen Verständnisses davon.“

Fünf Maßnahmen, um die körperliche und psychische Gesundheit aktiv zu stärken:

• Ausreichend bewegen und Sport treiben: Ob regelmäßig Kraft- und Ausdauertraining oder gemeinsames Kicken – Bewegung schützt das Herz-Kreislauf-System und baut Stress ab. Das Portal gibt Tipps, welche Sportart am besten passt.
https://www.maennergesundheitsportal.de/themen/fitness-sport/passende-sportarten/

• Gesund ernähren: Eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung beugt Übergewicht, Diabetes und Herzinfarkten vor. Das Portal thematisiert dabei auch Essstörungen bei Jungen und Männern. https://www.maennergesundheitsportal.de/themen/ernaehrung/

• Psychische Gesundheit pflegen: Auf eigene Belastungsgrenzen achten, Stress vermeiden, Erholung einplanen, soziale Kontakte pflegen und Probleme offen ansprechen. https://www.maennergesundheitsportal.de/themen/psychische-gesundheit/

• Früherkennung nutzen: Gesetzliche Vorsorge- und Krebsfrüherkennungsangebote (insbesondere ab dem 45. Lebensjahr die jährliche Prostatakrebs-Vorsorge oder ab dem 50. Lebensjahr die Darmkrebsvorsorge) konsequent wahrnehmen. https://www.maennergesundheitsportal.de/themen/frueherkennung/

• Risikoverhalten reduzieren: Auf einen maßvollen Umgang mit Alkohol und Tabak achten. Gerade Alkohol wird unterschätzt, dabei gibt es keinen risikofreien Alkoholkonsum. https://www.maennergesundheitsportal.de/themen/suchtpraevention/


Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.

Bildquelle

Ein Mann in einem weißen Kittel, mit Stethoskop um den Hals (links im Bild) misst den Blutdruck eines älteren Mannes, der mittig im Bild auf einer Liege sitzt. Beide schauen konzentriert auf das Messgerät. Copyright: © SeventyFour via Canva

Der Newsletter erscheint einmal pro Woche Freitags mit allen Inhalten der Woche


Beitrag veröffentlicht

in

von