Wirtschaft vor Acht

Woher kommt wirtschaftlicher Wachstum – Konsumieren und Sparen

Wirtschaftsmagazin Wirtschaft vor Acht, 19. Februar 2025. Im unbeabsichtigten Teil Eins der Kurzdarstellung des Wirtschaftsmagazins des Ersten Deutschen Fernsehens stand die Frage, wie und woher kann Wachstum für Wirtschaft kommen. Es wurde die Rentensituation diskutiert. 
In Teil zwei steht im nachfolgenden Video dieselbe Frage mit weiteren Akteuren die Wirtschaft gestalten. 

Wie kann eine positive Stimmung für Wachstum entstehen?
Experten sind der Meinung Steuern für Unternehmen zu senken. Niedrige Steuern machen einen Standort attraktiver, wichtig im Staatenwettbewerb. Unternehmen in BRD investierten seit 2018 weniger, in anderen Ländern investieren Unternehmen mehr.

Wenn Unternehmen aber weniger Steuern zahlen, wie kommt der Staat dann an mehr Geld?
Der kleinste Nenner bleibt die Kaufkraft. Wenn Menschen konsumieren, ihr Einkommen für Konsum ausgeben, dann kommt es zum Wachstum, wie das Kurzvideo deutlich macht.

Wie Markus Grüne hier sagt, wie wir uns als Konsumenten verhalten, hängt davon ab, wie wir wählen, welche Gesetze, Einschränkungen und Möglichkeiten der Staat bietet.
Dieses Verhältnis bildet dann die positive oder negative Stimmung.

Wirtschaft vor Acht 19.02.2025 (Börsenwerte nicht aktuell)

Am Ende eines Zeitgeistes gegenüber der Wirtschaft, Volkswirtschaft und unserer Geschichte...

Wie wir Menschen, Konsumenten uns verhalten wird durch Gesetzgebung und Gestaltung der Politik stark beeinflusst. In Volkswirtschaftlichen Modellen steht der Kaufkraft das Sparen gegenüber. Im einfachsten Fall wird das Geld, das nicht für Konsum ausgegeben wird, zum Sparen verwendet. Im anderen Fall steht nach Abzügen das gesamte Einkommen als Konsum zur Verfügung, geht man von Modellrechnungen aus.


Welche Partei liegt nicht nur am nächsten an der Wahrheit mit ihren Wahlversprechen, welche vertritt eine zukunftsträchtige Haltung gegenüber der Weltwirtschaftlichen Herausforderung unserer Zeit, unseres Zeitgeistes.
Im Fokus steht, Rückzug, in Form wie es Populisten zelebrieren, oder aber Expansion.
Die nächste Stufe der Expansion liegt in der intensiveren Vernetzung der Welt. Die Märkte sind offen. Handelsvereinbarungen zwischen Staaten und Kontinenten erleichtern oder behindern zwischenstaatliche Handelsbeziehungen. Zölle sind ein Instrument um Barrieren aufzubauen oder abzubauen.
Letztlich entscheiden aber Moral und Finanzielle Vor- und Nachteile darüber welche Staaten wie in welche Beziehungen zueinander gehen. 

Man darf hier auf die Errungenschaft des englischen Ökonomen Davod Ricardo und sein Komparatives Kostentheorem verweisen:
Die Theorie des komparativen Kostenvorteils sagt aus, dass sich Handel zwischen zwei Parteien lohnt, sobald diese ihre Güter zu unterschiedlichen Kosten produzieren. Ricardo bewies, dass internationale Arbeitsteilung die Wohlfahrt der am Handel beteiligten Volkswirtschaften fördert. Damit begründet er die Vorteilhaftigkeit von Spezialisierung auf das Produkt mit den niedrigsten Opportunitätskosten .

Bis in die 2000er Jahre, war vieles noch evolutionären Vorgängen vorbehalten. Irgendwann aber geht es darum die Welt, unsere Gedanken zu vernetzen, was im Hinblick auf Social Media schon irgendwann in den frühen 1970er Jahren seinen Feldzug nahm. Denn dort kamen die Telekommunikationsunternehmen so richtig in Fahrt, auf deren Basis irgendwann das Internet und letztlich dann kleinste mobile Geräte, die den Platz, an dem wir leben, vom Bedarf am Standort leben zu müssen entkoppelt haben.
Früher musste man den Acker bestellen, was einen festen Grund zur Folge haben musste, die Sesshaftigkeit begann, mit ihr die Patriarchale Herrschaftsform.


Inzwischen leben wir im Vertical Farming und können Produkten künstlich befruchten, sind auf diese Weise der Sesshaftigkeit unabhängig geworden. Die Voraussetzungen haben sich geändert und mit dem Zeitalter der Künstlichen Intelligenz stehen wir vor einer radikalen Innovation, wie ich der Bewertung dafür Ottmar M. E. Schreiner (2005) entnehmen darf.

Aktuell sind wir durch sekundenschnelle Nachrichten global vernetzt, Standortsgebundenheit ist bedingt erforderlich und es gibt, so entnehme ich es der Psychologie, folgende beiden Standpunkte.
Entweder wir bleiben dort, wo wir sind, einen Platz, an dem wir uns geborgen zu fühlen scheinen, was wir gerne auch als Heimat bezeichnen wollen, oder wir entfernen uns wehenartig, eruptiv aus dieser Position und kehren immer wieder zurück. Ein Vor und Zurück muss sich nicht auf Standorte alleine Beziehen. Es kann auch bedeuten sich von Traditionellem, von Konservativen Werten zu distanzieren und irgendwann wieder zurückzukommen und sich auf die ursprünglichen Werte zu besinnen.
Was Menschen bewegt, was diese mehrheitlich im jeweiligen Zeitgeist wollen, das entscheidet und entlädt sich dann in Kriegen, Konflikten und Krisen. Die einen sind bis dato im Übermut, andere hingegen verstecken sich vielleicht, letztlich wird die Darstellung der Jahrhundertphilosophin Hannah Arendt hier am zutreffendsten beschrieben, wie ich meine – Kriege, Konflikte, Zwiespalt und Krisen sind der Geburtshelfer in Moral, Philosophie und erwünschter Lebensweisen die sich gegenüber unseren nächsten und im Kollektiv durchsetzen wollen und müssen.

Was kommen wird ist das, was sich mehrheitlich durchsetzen wird. Manche fühlen sich von Zeichen und Wundern begleitet, von anderen wird Zivilcourage eingefordert. Ich bin überzeugt, die jetzige Zeit entspricht der Beschreibung und Untersuchung des Wirtschaftsphilosophen Anders Indset, der mit seinem Bestseller „Quantenwirtschaft“ beschrieben hatte wie die Dinge sich geben werden. Mit dem Schwinden des Kolonialismus besteht durch jede Nation die Möglichkeit ausreichend geeigneter Anbieter von Produkten zu werden, die dominanteren Staaten gegenüber stehen. Der Markt wird dadurch vielfältiger, menschliche Bedürfnisse verschieben und verlagern sich. Unter diesen Bedingungen wird der Weltmarkt so Robust, das Staaten wie USA oder Russland nicht genügend Macht habe die Interessen aktuell so herzustellen zu wollen, wie sie einmal waren, aufgeteilt in Ost und West, dass wofür unsere politischen Väter und Mütter über Jahrzehnte gekämpft haben, Staatensouveränität und ein Ende des Kalten Krieges.
Der aktuelle Versuch von USA und Russland die Mauern wieder aufzubauen wird lediglich beweisen, so meine Annahme, das dies nicht mehr funktioniert und damit die Staatensouveränität und die Robustheit der Weltwirtschaft stärken.


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