Gründungsteam des Instituts für Trainingswissenschaft und Sportinformatik erhält eine EXIST-Förderung
Köln/Germany, 24. Maerz 2025. In der Welt des Tanzes spielt die Erkennung und Wahrnehmung von Rhythmus eine entscheidende Rolle. Aber nicht jeder Tänzer oder jede Tänzerin hat von Anfang an ein ausgeprägtes Rhythmusgefühl. Gerade die ersten Monate des Tanzunterrichts können für AnfängerInnen frustrierend sein. Genau hier setzt OnBeat an: eine innovative Lern-App, die es NutzerInnen ermöglicht, ihr Rhythmusgefühl auf spielerische und effiziente Weise zu perfektionieren.
Um eine solche Lern-App zu entwickeln, hat das Institut für Trainingswissenschaft und Sportinformatik (ITS) eine EXIST-Förderung über ca. 150.000 Euro für ein Jahr eingeworben, welche vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und dem Europäischen Sozialfonds finanziert wird.
Die App OnBeat nutzt zur Erkennung des Rhythmus einen Echtzeit-Erkennungsalgorithmus, der durch Machine Learning (ML) unterstützt wird und Feedback in auditiver, visueller und taktiler Form gibt. Das heißt: Die App erkennt in Echtzeit, ob die TänzerInnen richtig im Rhythmus bewegen und gibt den NutzerInnen sofort Rückmeldungen dazu – durch Sound, Bilder oder Vibrationen. Diese Methode basiert auf Erkenntnissen darüber, wie das Gehirn Rhythmus wahrnimmt und macht das Erlernen von Rhythmus zu einem interaktiven Erlebnis. Durch die Integration von Gamification wird das Engagement der Lernenden gefördert und sie entwickeln auf natürliche und angenehme Weise ein „Gefühl“ für den Takt. „OnBeat kann ein bahnbrechender Ansatz im Tanzunterricht werden, der dank modernster Technologie und Echtzeit-Feedback das Lernen erleichtert und gleichzeitig für eine motivierende Lernumgebung sorgt“, erklärt Prof. Daniel Memmert, geschäftsführender Institutsleiter am Institut für Trainingswissenschaft und Sportinformatik (ITS). Als Mentor des OnBeat-Teams bringt er seine Expertise aus verschiedenen aktuellen KI- und ML-Projekten, gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), ein.
„Unser Ziel ist es, das Lernen mit der APP so zu gestalten, dass es sowohl intuitiv als auch unterhaltsam ist“, sagt der Projektleiter Dr. Ashwin Phatak, der am ITS promoviert hat. Gemeinsam mit Mitgründer Justus Schlenger, der aktuell am ITS promoviert, sowie Juleana Villegas und Yago Caudet-Roca Garcia bringt das Team umfassende Kenntnisse in Sportwissenschaft, Biologie und Full-Stack-Development (Entwicklung von Frontend und Backend von Anwendungen) zusammen. Alle vier sind leidenschaftliche TänzerInnen, was ihnen ein tiefes Verständnis von den Bedürfnissen der TanzschülerInnen gibt.
Den primären Markt für OnBeat sehen die WissenschaftlerInnen im Bildungssektor. In Schulen und Tanzstudios könne die App als wertvolles Hilfsmittel für den Musik- und Tanzunterricht dienen. Tanzschulen könnten die App einsetzen, um das Training für AnfängerInnen effizienter und motivierender zu gestalten und so die SchülerInnenbindung zu stärken. OnBeat hat bereits Absichtserklärungen von zehn Tanzstudios erhalten, die ein großes Interesse an der App zeigen. Damit sei ein potenzieller Markt von rund 1.000 KundInnen bereits erschlossen, so das Projektteam. Eine Gruppe von Influencern aus der lateinamerikanischen Tanzszene, die insgesamt 600.000 Follower zählt, unterstützt das OnBeat-Team in den sozialen Medien.
Ein Advisors-Board begleitet und berät die GründerInnen. Es besteht aus Univ.-Prof. Dr. Daniel Memmert (Institut für Trainingswissenschaft und Sportinformatik, Mentor), Sebastian Walter (CPO & Co-Founder bei Mooncamp), Marion Steffen (Kanzlerin der Deutschen Sporthochschule Köln) und Univ.-Prof.‘in Dr. Claudia Steinberg (Institut für Tanz und Bewegungskultur).
Bildquelle
KI-generiert, Symbolbild Tanzen und App
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