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Haltung zeigen Diversitätsdiskurse und Konfliktbearbeitung – Konferenz und Lesung an der Viadrina


Wo liegen die Triggerpunkte der Gegenwartsgesellschaft? Welche Konflikte entstehen aus gesellschaftlicher Polarisierung? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der eintägigen Konferenz „Haltung zeigen!? Diversitätsdiskurse und Konfliktbearbeitung“, die am Freitag, den 28. März, von 10.00 bis 18.00 Uhr an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) stattfindet. Der Master-Studiengang Mediation und Konfliktmanagement lädt professionelle KonfliktbearbeiterInnen aus allen Kontexten dazu ein, gemeinsam über einen konstruktiven Umgang mit der Realität gesellschaftlicher Diversitäten zu sprechen.

Frankfurt Oder/Germany, 18. Februar 2025. Diskurse um Diversität in Organisationen, politischen Prozessen und der Gesellschaft insgesamt werden kontrovers geführt und sorgen mitunter für Polarisierung. Die Konferenz nimmt Konflikte in den Blick, die durch stark unterschiedliche politische und weltanschauliche Ausgangspositionen ausgelöst oder verschärft werden. Dabei wird auch die eigene wertebasierte Grundhaltung und gesellschaftliche Positionierung von KonfliktbearbeiterInnen kritisch reflektiert.

Am Vormittag führen profilierte RednerInnen mit Impulsvorträgen in verschiedene Aspekte des kontroversen Themenfeldes ein.

Es sprechen:

• Kübra Gümüşay: „Macht, Konflikte und Zukunft“
• Dr. Max Czollek: „Ist das Grundgesetz woke?! Homogenitätsfantasien und die Realitäten pluraler Demokratie“
• Dr. Thomas Lux: „Triggerpunkte: Konsens und Konflikt in der Gegenwartsgesellschaft“

Am Nachmittag können sich Teilnehmende in parallelen Workshops mit verschiedenen inhaltlichen Aspekten von Diversität und wertebasierten Positionierungen in der Konfliktbearbeitung auseinandersetzen. Die Workshops behandeln die Themen Gender, kulturelle und religiöse Unterschiede, Diversity-Management in Großunternehmen, chronische Krankheit, Klimaschutz und Klimaaktivismus, positionierte Mediation und Rechtsextremismus.

Am Vorabend der Konferenz (Donnerstag, 27. März, 19.00 Uhr) liest der Autor und Journalist Daniel Schulz im Logensaal der Viadrina aus seinem Buch „Wir waren wie Brüder“. Die Lesung ist kostenfrei und steht allen Interessierten offen.

Eine Anmeldung zur Konferenz ist noch bis Mitte März möglich (siehe unten: weitere Informationen).

Zu den Personen:

Kübra Gümüşay ist Autorin des Bestsellers „Sprache & Sein“ sowie Initiatorin zahlreicher preisgekrönter Kampagnen und Vereine. Sie ist Fellow am New Institute in Hamburg und Moderatorin der Gesprächsreihe „Utopia Talks“ am Thalia Theater. Aktuell erforscht sie alternative Zukünfte, reale Utopien und die Politik der Imaginationen.

Dr. Max Czollek ist Autor und Mitherausgeber des Magazins Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart und seit 2021 Kurator der Coalition for a Pluralistic Public Discourse (CPPD) für eine plurale Erinnerungskultur. Aktuell ist er Gastkurator am Haus der Kulturen der Welt Berlin, wo er seit 2023 eine Gesprächsreihe leitet.

Dr. Thomas Lux lehrt und forscht am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Forschungsleistungen auf dem Gebiet der politischen Soziologie der Ungleichheit wurden unter anderem mit dem Preis der Fritz Thyssen Stiftung ausgezeichnet. Für das Buch „Triggerpunkte: Konsens und Konflikt in der Gegenwartsgesellschaft“ (mit Steffen Mau und Linus Westheuser) erhielt er den Preis „Das Politische Buch 2023“ der Friedrich-Ebert-Stiftung.



Weitere Informationen:
(https://www.europa-uni.de/de/studium/studienangebot/wb-ma-mediation-und-konfliktmanagement/konferenz-25/index.html)

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