Nebliger Wald mit Sonnenschein

Globale Probleme gemeinsam bewältigen – Für sinkende Ozonwerte braucht es eine globale Strategie


In Nordamerika und Europa sind die Emissionen von Ozonvorläufern wie Stickoxiden (NOx) und flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) zwischen 2000 und 2018 um die Hälfte zurückgegangen, vor allem dank strenger Richtlinien zur Luftreinhaltung. Der Ozongehalt der Luft – und damit das Risiko für die menschliche Gesundheit – sank jedoch nicht im gleichen Maße. Erklärungen stützten sich bislang vor allem auf Vermutungen. Für mehr Klarheit haben jetzt Wissenschaftler vom Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit (RIFS) und Kolleg*innen gesorgt. Ihre Studie, erschienen in der Zeitschrift Atmospheric Chemistry and Physics, weist die zunehmende Rolle von im Ausland erzeugtem Ozon nach.

Potsdam/Germany, 29. Januar 2026. – Ressourcen werden knapper, das Sharingzeitalter ist weiter am wachsen, wenngleich auch mehr im Hintergrund. Die Angst der Menschen wächst mit jedem Verlust oder zu erwartenden Verlust. Doch es gibt etwas, das größer ist als alle Konflikte dieser Welt. Und es zeigt sich jetzt deutlicher als bislang. Es kann nur gemeinsam bewältigt werden. Am Beispiel Ozon zeigt sich das es diverse Naturphänomene zu lösen sind und das macht dieses Zeitalter so schwer händelbar. Mit einer Ozonschicht wird aber auch eine Grenze angesprochen die das Bedürfnis kollektiv menschlicher Sicherheit, Geborgenheit und Fürsorge anspricht.

Denn ist ein Problem vielleicht gelöst, dann beginnt an anderer Stelle ein anderes deutlich zu werden. Auf diese weise halten uns die Umweltphänomene auf Trapp. Der konstruktive besteht nicht darin schuldige Menschen zu finden, sondern die Ursachen zu ermitteln und konstruktiv Gegengewichte, Gegenmassnahmen zu entwickeln. Das Sharingzeitalter begünstigt dieses Verfahren. Der wandel der sich seit Jahren ergibt besteht darin das Menschen sich von Regional bis Global zu Interessengemeinschaften zusammenschließen. In der Forschung zur Ethnologie werden hier sehr unterschiedliche Verfahren differenziert. Beispiele sind, Wirtschafts- oder Verwandschaftsethnologie, Religions- oder Politikethnologie, Migrations- Medien- oder auch Ethnoloigie zur Geschlechterforschung. Die Erforschung der Ethnologie hat mit den 1980er Jahren deutlich an Fahrt aufgenommen und Disziplinen entwickelt. Heute wird deutlich das die Erforschung der Ethnologie als auch die Internationalisierung bzw. Globalisierung das langfristige Gegengewicht gegen Diskriminierung, Andersartigkeit, Minderheiten, Ausländerfeindlichkeit und Migrationsthemen sind.

Um den Sinn der Ethnologie zu verdeutlichen, spätestens seit dem 1300 Jahrhundert wurden Global Verwandschaftsbeziehungen weniger auf Basis sich liebender Menschen verbunden, sondern auf Basis Ländereien, Vermögen und oder Macht anzuhäufen oder zu steigern (Vgl. et al Lanzinger, 2016). Das es hier irgendwann zu einer Gegenbewegung kommen muss, musste auf lange Sicht zu erwarten sein. Kurzfristig nährt es Eigenschaften wie Gier, Klassenunterschiede, Bedürfnis nach Machtzuwachs. D.h. hier entstanden durch Anhäufungen eine Polarisierung zwischen Arm und Reich, der wir heute ausgesetzt sind. Um beim Beispiel zu bleiben, die Ethnologie der Verwandschaft macht hier inmitten des Sharingzeitalters eine Kehrtwende.

Es folgt eine Abkehr von der Blutsverwandschaft patriarchaler Systeme hin zu modernen Formen von Verwandschaft wie sie beispielhaft durch Pauli und Schnegg beschrieben werden. „Durch wiederholte Akte des Teilens oder des Füreinander-Sorgens, auch jenseits von Abstammung oder Heirat, entsteht das Gefühl, verwand! zu sein!“ (Vgl. et al, Pauli, 2017). Was an vielen Stellen bereits zu beobachten ist, und die Umstände von Unwahrheiten, Fake-News oder Hasstiraden begünstigen dies, vollzieht sich bereits seit Jahrezehnten im Hintergrund, wenn man so will. Es vollzieht sich ein Wandel vom pyramidalen, hierarchischen Denken hin zu Demokratischen System. Umsetzbar durch Verbindung der Menschen vor dem Hintergrund dem finden gemeinsamer Lösungen für globale Probleme.

In den 1980er Jahren entdeckte man das Ozonloch über der Antarktis und als Schutzschild steht es sinnbildlich auch aus philosophischer Sicht für die Notwendigkeit globalen gemeinsamen Handelns. Neben der Schutzschildfunktion zeigt diese auch Grenzen auf! Es macht aber auch vor allem deutlich, weshalb es Strömungen für Diffusion und Trennendes in der Welt gibt. Der Planet bleibt wie er ist, und so wenig wie ein Gehirn grösser wird wenn es Wissen erfährt, so wenig wird der Planet wachsen. Vielmehr findet die Kehrtwende dahingehend statt das eine Verdichtung erfolgt, nach innen gerichtet, was sich spätestens durch die Entwicklung von social media sehr deutlich entwickelt hat. Noch immer machen Umweltschäden und Belastungen den Menschen Angst und zwingen daher zum Einlenken, unabhängig von der Schuldfrage. Sie erzwingen ein globales Handeln und miteinander (Vgl. Umweltkatastrophen fördern prosoziales Verhalten, Studie 2022) .

Einerseits waren Europa und Nordamerika mit ihren Anstrengungen zur Verbesserung der lokalen Luftqualität erfolgreich: Durch die Umsetzung strenger Luftqualitätsrichtlinien reduzierten sie die Emissionen von Ozonvorläufern erheblich. Zu den Maßnahmen gehörten die Festlegung strengerer Emissionsnormen für Fahrzeuge und industrielle Prozesse, die Förderung sauberer Technologien und die Nutzung des technologischen Fortschritts. Infolgedessen sanken die Ozonwerte in den Sommermonaten. Jedoch stiegen die Werte im Winter und Frühjahr, so dass sich die jährliche Ozonbelastung für die Bevölkerung nicht wesentlich veränderte.

„Die beobachteten saisonalen und jährlichen Veränderungen werden seit den frühen 2000er Jahren in Studien diskutiert. Diese verweisen auf eine Vielzahl möglicher Ursachen, zum Beispiel das verstärkte Eindringen von Ozon aus der Stratosphäre aufgrund des Klimawandels und höhere Ozonimporte aus Regionen mit rasch steigenden Emissionen, insbesondere in Ostasien. Hinzu kommt ein verringerter Ozonabbau im Winter aufgrund des Rückgangs der lokalen NOx-Emissionen. Es ist wichtig zu verstehen, dass dasselbe NOx, das bei Sonneneinstrahlung Ozon erzeugt, dieses umgekehrt bei Abwesenheit von Sonnenlicht auch abbaut. Alle Erklärungen für die Veränderungen blieben jedoch weitgehend im Bereich statistischer Vermutungen“, erklärt Erstautor Tabish Ansari.

Mit Hilfe von Simulationen unter Verwendung eines atmosphärischen Chemie-Transportmodells mit einem neuartigen, am RIFS entwickelten System zur Emissionskennzeichnung konnte das Forschungsteam die globale Ozonverteilung modellieren und sie den ursprünglichen Emissionen aus verschiedenen Regionen und Sektoren zuordnen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Vorteile lokaler Emissionskontrollen durch einen zunehmenden Anteil von im Ausland produziertem Ozon aufgehoben werden. Folglich können frühere Annahmen über die Rolle des zunehmenden ausländischen Beitrags nun als gesichert gelten. „Der Anstieg der NOx-Emissionen aus Regionen wie Ostasien, insbesondere China, und der zunehmende Beitrag des internationalen Schiffsverkehrs tragen erheblich zum hemisphärischen und interkontinentalen Transport von Ozon bei“, sagt Ansari.

Luftschadstoffe aus Asien erreichen Europa und Amerika

Der Studie zufolge ist auch der zunehmende Einfluss natürlicher NOx-Emissionen, zum Beispiel durch Vegetation, Waldbrände und Blitze, auf die Ozonbildung bemerkenswert. Die natürlichen NOx-Emissionen haben nicht wesentlich zugenommen, produzieren aber derzeit mehr Ozon. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Konkurrenz durch NOx-Emissionen aus anthropogenen Quellen wie der Industrie oder dem Fahrzeugbau abgenommen hat. Da weniger anthropogenes NOx zur Bildung von Ozon in der nordamerikanischen und europäischen Luft zur Verfügung steht, ist das natürliche NOx aktiver geworden. Diese Art des Wettbewerbs zwischen Molekülen ist ein bekanntes Phänomen in der Atmosphärenchemie.

Die AutorInnen betonen, dass eine wirksame Ozonreduzierung internationales Engagement und Zusammenarbeit erfordert. Die Entwicklung eines vertrauensvollen Dialogs auf der Grundlage zuverlässiger Schätzungen des Ozontransports zwischen den Regionen ist entscheidend für die Umsetzung wirksamer Maßnahmen. Regionale Maßnahmen allein reichen nicht aus, um Schadstoffe wie Ozon zu bekämpfen, die lange genug in der Atmosphäre verbleiben, um sich über Kontinente hinweg zu verbreiten.

Originalpublikation:

Ansari, T., Nalam, A., Lupaşcu, A., Hinz, C., Grasse, S., & Butler, T. M. (2025). Explaining trends and changing seasonal cycles of surface ozone in North America and Europe over the 2000-2018 period: a global modelling study with NOx and VOC tagging. Atmospheric Chemistry and Physics, 25(22), 16833-16876. https://doi.org/10.5194/acp-25-16833-2025

Umweltkatastrophen fördern prosoiales Verhalten, 2022
http://de.gate-communications.com/umweltkatastrophen-foerdern-prosoziales-verhalten/

Lanzinger Margareth (Hg.), Fertig, Christine, Beziehungen, Vernetzungen, Konflikte – Perspektiven Historischer Verwandschaftsforschung, 2016, Böhlau Verlag.

Pauli, Julia (Hg.), Fischer Hans, Beer, Bettina; Ethnologie – Einführung in die Erforschung kultureller Vielfalt.
2017, Dietrich Reiner Verlag

Weitere Informationen

Besseres Verständnis des Systems Erde, 2008
http://de.gate-communications.com/besseres-verstaendnis-des-systems-erde/

Nachhaltigkeit benötigt ein gutes Systemverständnis, 2022
http://de.gate-communications.com/nachhaltigkeit-benoetigt-ein-gutes-systemverstaendnis/

CO2-Ausstoß Viele wünschen sich eine fairere Verteilung – auch Wohlhabende, 2025
http://de.gate-communications.com/co2-ausstoss-viele-wuenschen-sich-eine-fairere-verteilung-auch-wohlhabende/

Die Welt überschreitet ihren ersten Klimakipppunkt, 2025
http://de.gate-communications.com/die-welt-ueberschreitet-ihren-ersten-klimakipppunkt/

Der Newsletter erscheint einmal pro Woche Freitags mit allen Inhalten der Woche


Beitrag veröffentlicht

in

von

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert