Morgenrot

Gesellschaft mit neuer Priorität

Individuelle Entwicklungen des Menschen, wie diese durch Künstliche Intelligenz begünstigt werden, benötigen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkere Bindungskräfte. Wenn ich mich individuell entwickle, dann bewege ich mich als Mensch dorthin wo ich meine Entwicklung als begünstigt vermute. Eine Tendenz die man in den letzten Monaten, vielleicht sogar Jahren bereits erkennen konnte. Das sind die Fliehkräfte. Es sind also Bindungskräfte erforderlich die diese Menschen der individuellen Entwicklung ziehen lassen, oder die es schaffen diese in der Sippe zu halten, wenn dies für beide Parteien, letztlich für die jeweilige Sippe erforderlich und günstig ist, für die Entwicklung der Sippe nutzbar werden zu lassen. So entsteht aus Politik und Religion ein Übergang der sich nun in die Gesellschaften einfügt und diese durch neue Anschauungen vermischt. Gesellschaften wünschen und akzeptieren das was das Überleben in der Sippe begünstigt, unabhängig von Herkunft, Nationalität, Religion, sexueller Orientierung. Die gesellschaftlichen Werte und Normen verschieben sich.
Viele Jahre Recherchen liegen hinter mir und es braucht immer wieder einen Stein des Anstosses damit sich ein Rätsel auflösen kann. Täler wie das Geschnitztal, entlang des Wipptals, im Anhang dazu die Dokumentation, haben mir ein paar Parallelen deutlich gemacht, den Blick auf die eigene Vergangenheit aus anderen Perspektiven gezeigt und mir damit weitere Meilensteine in meiner Entwicklung, der Deutung zur Veränderung der Gesellschaft geholfen. Immer wieder heißt es, geschichtlich kommen wir aus dieser oder jener Region, diesem oder jenem Teil der Erde. Es muss uns daher freistehen, wohin uns die Frage nach der eigenen Identität immer wieder bringen wird. Für manche Menschen bleibt der Ort, an dem sie leben der Ort an dem sie weiter vererben. Für andere bedeutet es weiterzuziehen. Manchen wird zwangsläufig die Heimat genommen, weil sie sich schwertun mit dem trennen, oder weil sie erwarten, durch Religion oder Glauben das man ihnen doch zeigen möge wenn etwas anders werden soll als es ist. 

Ein Teil meiner Familie hat einen nachweisbaren Stammbaum zurückgehend bis ins 16. Jhd. Das ist in Anbetracht der Höfe im tirolerischen Gschnitztal, die nach Angaben des Landwirts in der Doku gemacht werden, 11. Jhd. natürlich unvergleichbar. Dennoch bringt der landwirtschaftliche Hof, mütterlicherseits, der Teil eines Hufeisendorfs irgendwo im Schwarzwald ist, ein paar Besonderheiten mit sich, die mit dem des Gschnitztal Ähnlichkeiten aufweisen. In beiden Fällen regiert dennoch die landwirtschaftliche Nutzung mit der Herstellung um Lebensmitteln.

Der Vater stammt aus einer der drei ehemaligen Textilhochburgen Deutschlands. Früher wurden erforderliche Rohstoffe für Textil in den Mittelgebirgen erwirtschaftet. Vor diesem Hintergrund war diese Familie nicht in der Landwirtschaft mit Lebensmittel gross geworden, sondern mit der Verarbeitung von Textilien auf der Schwäbischen Alb. Anders aber als durch die Familie mütterlicherseits gab es in dieser Familie bereits vor dem Zweiten Weltkrieg eine Adoption, sodass der ursprüngliche Name nicht mehr erhalten ist und die Herkunft insgesamt damit auch verschleiert. Ich habe dies ursprünglich dahingehend gedeutet, das ich als Mann nicht das Gewicht habe wie bei einer Frau, wie man später im Text noch erkennen können wird. Denn viele Jahre Tradition bringen ein gewisses Mass an natürlicher Macht mit sich und mein Wissen und die damit verbundene Frage um gesellschaftliche Entwicklung förderte dies zutage. Noch ist diese Haltung auch nicht wiederlegt. 
Die Menschen die länger leben, oder durch deren Familie oder Tradition etwas weitergegeben werden kann, diese bestimmen in der Regel die weitere Sozialisierung. Stirbt also ein Partnerteil, wird es durch den verbleibenden Anteil vererbt. Aus beiden Herkunftsfamilien hatten die Frauen, also die Omas sehr viele Jahre länger gelebt als die Männer, meine Opas.
Vor allem in Zeiten des Wirtschaftswunders kam der Frau in besonderer Weise die Rolle der Erziehung zu, von der Erich Fromm in „Haben oder Sein“ in den 1970er Jahren schreiben wird, das diese durch die weibliche Erziehung eben auch weiblicher geprägt sein würden. Für mich entstand an der Stelle später die Frage, ob ich damit ein Mensch bin, der eher durch ein Matriarchat geprägt ist oder durch ein Patriarchat. Eine Frage die man angesichts der gegenwärtigen Umstände viel zu selten an sich selbst richtet. Aber, etwas das wir Menschen beinahe täglich diskutieren, Eigenschaften des jeweiligen Geschlechts. Oft ziehen wir es auch ins Lächerliche wenn es heißt, „Frau am Steuer das wird teuer“ oder „Männer denken reduziert auf ihr Geschlecht“. Nur zu gerne sprechen wir über die Herkunft unseres Geschlechts oder aber über die besonderen Gaben die sich daraus ergeben. Leider oft auch unkonstruktiv.

Während charakteristische Merkmale in Vererbungslinien durch Blutsverwandschaft dann nachvollziehbar wären, wenn die Familie tatsächlich diese Fähigkeiten vererbt hätten, wäre dies bei einer Familie, bei der die Herkunft verschleiert wäre, nur noch schwer möglich. Es sei den es gibt nachweislich Regeln, die das Gegenteil bestätigen könnten. So bsw. das eine verschleierte Herkunft, ohne Anspruch auf Tradition und Konservatismus die Fähigkeit besitzt in eine moderne Welt zu überführen, von der sich Menschen mit Tradition und Herkunft nun mal wenig trennen können.

Ich habe hier einen Zusammenhang zwischen meiner Herkunft als Einzelfall und dem von mehreren und traditionsverbundenen Beständen besteht hergestellt, weil ich hoffe, die Umstände so deutlicher machen zu können und der Leserschaft so die Möglichkeit zu bieten, die eigenen Umstände nachvollziehbarer und emotionaler hinterfragen zu können, sofern man Ähnlichkeiten auch bei sich selbst erkennen kann.

Wenn Menschen aus ihren Familie nicht etwa Vermögen erben, sondern das handwerkliche Geschickt und die Instrumentarien, dann kann die produktive Fähigkeit unter den Nachfahren vererbt werden. Diese Form des Erbes kann man nicht mit Geld erwerben und hat damit einen höheren Stellenwert, sofern dies einem Ziel dient, dass dem der Charakterentwicklung entspricht. Unter die Vererbung getreten sind nachweislich (Beziehungen, Vernetzungen, Konflikte 2016) mit Beginn des 11. Jhd. Vererbung nach Zwangsverheiratungen zum Landerwerb, also Vermögensaufbau und Machtansprüchen. Zwangs- oder Einigungshochzeiten gab es aber auch zur Begünstigung von Machtpositionen, bsw. um sich Vorzüge in Ämtern mit Entscheidungsgewalt zu beschaffen. Auf diese Weise konnten diverse Bestrebungen durchgesetzt werden.
Nur die wenigstens Hochzeiten durften aus Liebe gewesen sein, dazu waren die Verhältnisse mutmasslich zu hartherzig und gefühlloser als im heutigen Vergleich. Liebesheirat waren und sind bislang noch Minderheiten. Liebesheirat waren aus dieser Perspektive betrachtet dann die zentrale Besonderheit.

Mit der Entwicklung der Gehirnforschung, Mitte der 1990er Jahre wird zunehmend deutlich, dass Menschen bevorzugt nur zwei Sichtweisen wahrnehmen können. Diese sind durch die Eltern vorgeprägt. Eine weibliche und eine männliche. Was dabei dominiert, oder auch ausgewogen ist, wo ein Mangel herrscht, oder etwas begünstigt ist, das hängt vom Zusammenhang des Bildes dieser beiden Eigenschaften ab, genauso wie der Anteil der in uns tief verankerten Religion.

Die Motivation wie Menschen in ein neues Beziehungsgeflecht gehen, allem voran die daraus resultierenden Erben, oder anders gesagt, wie sich die Erben entwickeln hängt vom Motiv der Übereinkunft ab. Auch das ist inzwischen nachweisbar. Ein Kind aus Liebe gezeigt wird neue Liebe hervorbringen. Ein Mensch aus finanziellen Motiven in die Welt gebracht, wird versuchen über finanzielle Interessen Gunst bei den Eltern, Gunst in der Erwachsenenwelt zu finden.
Man kann als Fazit sicherlich herausstellen, das erst seit den letzten Jahrhunderten, in denen der Fortschritt, insbesondere der technologische Fortschritt schneller vonstattenging als die Jahrhunderte zuvor. Denn gewöhnliches Wachstum, Evolution verläuft nicht linear, sondern exponentiell. Hinzu kommt, das die Halbwertszeit von Wissen und technologischem Fortschritt umgekehrt Proportional zur Evolution verläuft. Auf gut deutsch, Wachstum beschleunigt sich. 
Aus diesem Grund kann man durchaus sagen, die Resultate der Entwicklung durch Blutsverwandschaft wird inzwischen deutlicher Sichtbar und hervorgehoben. Man kann allmählich in der Welt sehen welche Bedeutung die Entwicklung und Entstehung das Patriarchat hat. Blutsverwandschaft wird der Entstehung des Patriarchats zugeschrieben.

Aktuell sind oder scheinen die Entwicklungen wirklich dramatischer Natur zu sein. Trotz alledem ist inzwischen erkennbar, das dieser Entwicklung eine Konturschärfe bevorsteht. D.h., man kann allmählich erkennen, um was es sich hier handeln könnte. Konturschärfe, ich verwende den Begriff, weil Macht den Körper formt. Und Macht formt damit auch Charakter. In diesem Fall handelt es sich weniger um einen „fleischlichen“ Körper, sondern um ein greifbares Gebilde im Kopf der Menschen. Wenn man so will ein Ordnungssystem.
Einschlägigen Recherchen zur Folge bringt das Patriarchat also eine Heldenfigur hervor.
Mit dieser Heldenfigur, die ich an der Stelle aber nicht weiter ausführen möchte, sich durch wenige aber spezifische Eigenschaften deutlich macht und in Wechselwirkung zu späteren Zeitpunkten von beiden Geschlechtsformen möglich wird, sind ein eigenes Thema.

In meiner Darstellung stelle ich daher die These auf, es wird eine Heldenfigur geben, die sich durch ein paar wenige Eigenschaften deutlich machen wird. Diese Eigenschaften sind und werden das sein das die weiteren Verläufe der Entwicklungen herausstellen wird.

Zur Verdeutlichung des ganzen gehe ich aber auf eine Zeit zurück, die Entstehung des Patriarchats. Bevor es zu dieser Erscheinung kam, verlief die Vererbung nicht nach biologischen Gesichtspunkten, sondern nach Religion. Es standen zu dieser Zeit andere Entwicklungen des Menschen im Vordergrund. Nicht die genetische Variante war maßgeblich für Vererbungen, sondern die Entwicklungen durch die religiöse Orientierung. Und die ging zu dieser damaligen Zeit von Frauen aus.

Die Eigenschaften eines Menschen gehen aus seinem Geschlecht hervor. Mit dem, was ich mich als Mensch beschäftige, die Gegenstände, das, was mich produktiv werden lässt das bildet und produziert meine Eigenschaften, die ich dann mit dem tun, an mir selbst beobachten kann.
Gerade vor der Diskussion, der Frage nach der Existenz des Ichs im Kontext der Künstlichen Intelligenz zeigt sich die Bedeutung dieser Entwicklung aus einer anderen Perspektive. Denn, es nicht wichtig wie wichtig ich mir selbst wäre, sondern was ich durch mich erfahren kann. Das meint die Wirkung von anderen auf mich, das meint meine Wirkung auf andere, auf die Gesellschaft.
Die Fähigkeit zur Introspektion, eine Form der Identitätsaufarbeitung nennt sich meines Wissens Autoerotik. Die Lust an seinem eigenen handeln zu erkennen was im Dialog zwischen mir und der Gesellschaft vor sich geht, was verändert wird oder bleibt, wie es ist. Auch der Tod bekommt vor diesem Hintergrund eine neue Bedeutung, sind wir doch eine Ansammlung unserer Vorfahren. Den das Fleisch ist vergänglich, der Geist aber wird immer sein. Und auf diese Weise bildet Macht den Körper, macht uns zu dem, was wir sind. Überlebensfähig, tauglich für ein erforderliches Wachstum ein nachgeschalteten Wirklichkeit, die die Fähigkeit besitzt, durch die Erfahrungen der vergangenen Jahrhunderte resümierend den aktuellen Zeitgeist erfahrbar zu machen, diesen zu beeinflussen, uns einzubringen. Man könnte sagen, mit dem Bewusstsein darüber woher ich komme, bekomme ich auch ein Bewusstsein darüber, wer in mir wohnt. Und ich bin damit viele aus meiner Familie. Ist dies verschleiert, dann bin ich vielleicht nicht so viele, oder eben jemand mit viel Reichtum und Erfahrung durch viele Verschiedene in mir. Das Ich als eine Art „Organ“ bekommt auch hier eine ganz neue Dimension. Denn ich muss Gefäß werden, ich muss frei werden, damit in mir der Geist der Vorfahren Platz findet.


Bindungskräfte der Gesellschaft

Mit dem Zeitalter der Künstlichen Intelligenz wird es demnach wichtiger werden zu erfahren, was ich speziell, ich am besten kann, was mich ausmacht als Mensch, als Individuum.
Herbert Spencer, der nach Charles Darwin den Begriff der Evolution gebildet hatte, hatte irgendwann einmal erkannt, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt dadurch zustande komme, das Menschen spezifische Eigenschaften haben, und diese sich herauskristallisieren. Um es zu verdeutlichen, die Menschen in einem homogenen Umfeld, also einem Dorf oder einer Stadt die untereinander verwoben sind, tauschen Produkte aus ihrer eigenen individuellen Produktivität heraus. Jemand der eine Schüssel produzieren kann, wird diese seinem Nachbarn geben. Von einem dritten Nachbarn, Nachbarin wird der erst gebende etwas bekommen, dass er nicht selbst herstellen kann. Dreiecks oder Ringhandel genannt, der entsteht, wenn sich der Handel über dritte erstreckt. Die Schüssel ist aus Ton gebrannt, der Erst gebende benötigt einen Schöpflöffel der vielleicht aus Kupfer geformt ist. Ein anderer Hof kann mit seinen Tieren dazu beisteuern, dass die Schüssel mit Nahrung gefüllt werden kann, genauso wie ein Obstbauer oder eine Kräuterfee ihr Obst, Gemüse und heilende Gewürze miteinbringen.
Kehrt eine solche Zeit unter bestimmten Bedingungen wieder, nimmt der Handel zwar andere Formen an, aber, in der Sache kann es gleich bleiben. Sprich, die Handelsformen ändern sich gemeinsam mit den Beziehungen der Menschen untereinander.
Diese Darstellung von Spencer sind in seinem dreiteiligen Hauptwerk „Die Grundlagen der Soziologie“ zu finden. Spencer hat, wie einige andere seiner Zeitgenossen nicht nur klargemacht wie etwas funktioniert, er ruft mich heute zur sinnstiftenden Ordnung auf, in dem mir deutlich wird, will ich sein Werk, mehr als 100 Jahre später verstehen, werde ich erkennen, dass es gerade jetzt wieder an Aktualität gewinnt. Vielmehr noch, eine alte Formel muss auf neue Umstände wieder neu erfragt werden um zu verstehen was in unserer Gesellschaft vor sich geht.

Ob und das Menschen zusammen kommen oder zusammen wirken hat nicht in erster Linie etwas mit intelligentem oder weniger intelligentem Verhalten zu tun. Vielmehr ist es eine Frage der Macht in Organisationen, der Formung von Macht durch die Ansammlung der vergangenen Epochen und Zeitgeschichten. Diese Grundannahmen gibt es bei Matriarchat und Patriarchat. Man kann sie nicht wegtun noch zu tun. Wissenschaft bedeutet sich das zu erschließen und bekannt zu machen was existiert. Zu begreifen, was ich in den Händen halte, den Dingen eine Form geben, die noch niemand zuvor gesehen hat. Man könnte beschreiben, aus dem weiblichen Geschlecht, Matrizentrik, gehen horizontale Bindungskräfte hervor, aus dem männlichen Geschlecht, Patrizentrik, gehen vertikale Bindungskräfte hervor. 

Das Matriarchat wie das Patriarchat sind keine Gegenstücke wie Mann und Frau, sondern, beides beschreibt die Machtverhältnisse in den Organisationen mit unterschiedlichen Auswirkungen. Aus der Matriarchatsforschung sind bsw. bekannt, das diese aus dem weiblichen Geschlecht hervorgehen, und diese Bindungseigenschaft damit beim weiblichen Geschlecht liegt. Demnach würden weibliche Geschlechter dafür sorgen, dass es zu dieser Form des Handels kommt. Die Fähigkeit der Notwendigkeit zusammen zu wirken. 

Nun kann es aber bei dieser Form des Handels schnell zu Ungerechtigkeiten kommen – Männern werden ein besonderes Gefühl für Gerechtigkeitsarithmetik nachgesagt – nämlich dann, wenn ich behaupte, das die Arbeit, die ich damit verbringen musste, eine Schüssel anzufertigen größer ist als jemand anderes, der sein Tier schlachten muss. Oder jemand anderes der den Acker bestellen muss. Vor diesem Hintergrund ist über den Ringtausch hinaus dann damit begonnen worden über Güter zu diskutieren. 
Wieviel Gut entspricht einem anderen Gut – war die Frage.

Die Entstehung des Geldes war jetzt nicht mehr weit. Es ging also um Wachstum. Wachstum, das sich entfernen muss aus einer Basis, vor dem Hintergrund ein Problem zu überwinden, – ich beschreibe die Dinge hier möglichst einfach und reduziert, die Zusammenhänge sind natürlich komplizierter, komplexer, – Probleme zu überwinden, dazu benötigt es den Heldenmythos. Und der kommt aus dem männlichen Geschlecht.
Man könnte tatsächlich sagen, den Frauen das Königinnenreich, den Männern den Heldenmythos.
Wir werden auch keine Probleme haben dies anzunehmen. Denn wenn du einmal tief in deiner Seelenkiste nach deiner Identität fragst, dann wirst du erkennen, was du im Grunde deines Herzens sein möchtest. Und das einzige, was du dann willst, das ist die Betriebsanleitung dafür wie man die weibliche Seele in dir, die männliche Seele in dir Betätigt. So als wolltest du wissen wie man das TV-Gerät bedient. So willst auch du für dein Leben die übergeordnete Frage klären, was muss ich tun, um die Prinzessin zu sein, was muss ich tun, um der Held zu sein. Du fragst nicht, bin ich weiblich oder männlich, oder irgendetwas dazwischen. Du fragst, welchen Charakter muss ich annehmen, um mein tiefliegendes Ziel zu erreichen!

Thomas Hobbes hatte in seinem Hauptwerk Leviathan einmal davon gesprochen, das die zentralen Bindungskräfte einer Gesellschaft, vor dem Hintergrund ihrer Herausforderungen mit dem zeitlichen Verlauf durch die beiden Geschlechter ermöglicht wird.
Wenn demnach weibliches bis männliches Geschlecht, mit allen ihren Zwischenstufen, die ja ebenfalls evolutionär vorgegeben und das Überleben sichern, sich in der entsprechenden maximal möglichen Machtorganisation zusammen finden, dann wird das Überleben der Gesellschaft auf Dauer gesichert sein. Wie also muss eine Gesellschaft sein in der ein Überleben der, des Einzelnen gegeben ist, in der die Individuen ihre Persönlichkeitsmaxime erarbeiten können und dürfen?

Eine der weltweit anerkannten Forscherinnen des Matriarchats, Heide Göttner-Abendroth hat dazu eine Form beschrieben, die sich egalitär nennt. Es geht in dieser Form der Gesellschaft darum das Regeln erforderlich werden, die eine Gesellschaft für die Zukunft tauglich werden lässt. Dabei spielen die Bindungskräfte beider Geschlechter die Rolle, das sich jeder Mensch in der Gesellschaft seiner Position, wie sie durch den Charakter herausgearbeitet wird, werden kann, anzunehmen in der Lage ist. Wir schaffen dann keine neuen Regeln, sondern wir erkennen die Erfordernisse das ein bestimmtes Verhalten Vorzüge aufzuweisen hat, die uns im Inneren zusammen halten. Wir halten diese Regeln freiwillig ein. Das ist Teil der Demokratie. Auch dann wenn wir uns schwer tun Meinungen auszuhalten, dann ist Demokratie genauso gefährdet wie sie erforderlich ist. Die aktuelle Weltwirtschaftliche Lage macht dies sehr deutlich. Ein Präsident, hier der USA, der von den erworbenen Regeln abweichen möchte etwas zu beweisen und stattdessen auf Basis von Beziehungen seine Entscheidungen trifft. Egal ob die Aussagen gelogen sind oder nicht, manipuliert oder nicht. Seine Strategie, Macht durch Beziehungen um Macht durch Demokratie zu unterlaufen und damit in den Mittelpunkt der Gesellschaft zu stellen. 

Unter Berücksichtigung der Wechselwirkung, der Reziprozität der Geschlechter, das Männer weibliche Eigenschaften annehmen können, als auch Frauen männliche Eigenschaften annehmen können, mit all den Zwischenstufen, geht es in der absehbaren Zukunft darum, sich nach der Entwicklung und Produktivität meiner Charaktereigenschaften zu orientieren. Und das über die Selbstverwirklichung in der wir in weiten Teilen der Welt bereits stehen, hinaus.
Damit mich ein Mensch von außen als Besonnen definieren kann, muss dieser Mensch wissen und erkennen können wie ein Mensch ist der Besonnen sein kann. Bilde dich also weiter, werde beharrlich, werde geduldig, habe Mut, sei freundlich, sei vergebend und fixiere dich nicht, aber leiste wenn erforderlich Widerstand. Übe dich in Ehrlichkeit, sei zuverlässig, in allem dankbar, übe dich in Selbstbeherrschung und sei und bleibe zu jeder Zeit demütig. Übernehme Verantwortung, sei zufrieden und übe dich in Genügsamkeit, sein Sanftmütig und großzügig, das alles kommt auf dich zurück. Habe vertrauen auch bei aller Enttäuschung, sei ermutigt und ermutige andere, gerade in Zeiten vieler Kritik, sei verfügbar, aufmerksam und achtsam. Stifte Frieden versuche dich in Weisheit, hab Mitgefühl und übe dich in Gerechtigkeit. Sei begeistert und Initiativ, Umsichtig, fürsorglich, effektiv, besonnen, hab Freude und sei optimistisch. Auch Gehorsam ist ein grosses Wort, von dem neulich ein Mensch gesprochen hatte, man kann nicht bereuen ohne daraus auch einen Gehorsam ziehen zu können. Ehrfurcht, Respekt und vor allem, Wertschätzung ist in dieser Zeit wichtig. Glaube das sich die Dinge zum positiven Entwickeln und so wirst auch du deinen Charakter entdecken. Die Generaltugenden sind hier noch nicht erwähnt. Und wenn dann jemand von uns geht, und ich kann ihn mit diesen Worten beschreiben, dann lebt dieser in mir fort. Ich bin ein Gefäss geworden und ich bin zulänglich, habe meine Ziele für diese Lebensphasen erreicht.
Er benötigt die Musterkennung dieser Charaktereigenschaft. Genauso sind meine Erlebnisse, meine Kultivierung und meine Sozialisierung dafür verantwortlich wie sich mein Charakter entwickeln wird.

Die Bereitschaft an sich und an anderen wachsen zu wollen, benötigt die Bereitschaft dorthin zu gehen, wo ich glaube das die Entwicklung meiner Charakterpersönlichkeit gegeben sein kann.
Die Besonderheiten im Gschnitztal, so zeigt es die Doku sind die Tatsache das dort Landwirtschaft noch betrieben wird wie teilweise vor rund 100 Jahren. Es wird Zeit und Technologie benötigen bis man hier mit Maschinen arbeiten kann. Doch ob man das will?
Es ist dann die Mischung, dass Menschen hier herkommen, um Urlaub in einer nahezu unberührten Natur erfahren zu wollen. Man legt Wert auf den nicht vorhandenen Overtourism, man will kein Rambazamba, sondern dieses Erden zurück in eine unberührte Natur, dessen Bergwelt mich an die Demut der Menschen vor der gewaltigen Natur bilden erinnern. Nur beides zusammen bildet die Grundlage dafür eine Zeit zum Einfrieren zu bringen, und das seit dem 11. Jahrhundert, als die ersten 9 Urhöfe entstanden sind. Wenn ich so leben möchte, dann gehe ich dorthin und lasse mich von dieser Welt sozialisieren. Mit der Vielfalt und technologischem Fortschritt wird der Widerspruch erbracht das ich mich in eine Zeit zurückversetzen kann bei der viele Menschen so leben können wie sie das erwünschen. Und das ist die Besonderheit eines neuen modernen gesellschaftlichen Zusammenlebens. Wie immer ist für jeden etwas da, etwas dabei. Aber die Bereitschaft zur Veränderung die muss von mir ausgehen. Es benötigt die Herausbildung des entsprechenden Charakteranteils. Im Wechselspiel zwischen Geborgenheit, dem Ort, an dem ich Zuflucht finde und der Fähigkeit die moderne Zeit meistern zu können, in diesem Konflikt besteht der Antrieb des Lebens. Und das gehört einfach zu unserem Leben, wo immer wir sind.

Basisformen der Organisation

In den Grund-Organisationsformen Matriarchat und Patriarchat gibt es mit unter zwei Dimensionen. Matrizentrik, meint die Organisationsform an sich, mit dem Schwerpunkt der zentralen Ordnung. Wenn die Macht im Schwerpunkt matrizentrisch wäre, dann würde es mich als Mann zum Wohnort der Sippe führen, in der die Frau lebt. Läge die Macht in der Patrizentrik dann würde ich mich patriarchal unterordnen, wo immer ich lebe und in meinem Wachstum selbst einmal zum Patriarchen heranwachsen. Das zentrische beschreibt die zentrale Beschaffenheit der Macht im Inneren, die mich zu sich zieht, mich das verstehen lässt, was es benötigt, selbst Bestandteil dieser Macht zu werden. Matrilokalität meint die Entscheidung darüber, wo an welchem Ort ich lebe, wo es mich hinzieht. Gleiches gilt für das Patrilokale.

Diese Ausdifferenzierungen sind miteinander verwoben und so dynamisch das sich daraus die Form der egalitären Gesellschaft herausbilden, wie Heide Göttner-Abendroth es genannt hat. Sie ist dynamisch, weil sich zum Überleben in den Sippen Menschen zu tun müssen oder weggehen werden. Das widerspricht dem Ursprungsgedanken der Sesshaftigkeit. Diese ist mit dem Entstehen des Patriarchats aufgekommen.

Die Eigenschaften, wie es diese zur Zeit der Entstehung des Patriarchats gab, und die aus den Eigenschaften des Matriarchats entnommen sind, sind zwar eher fließend, mussten aber für die Menschen der damaligen Zeit große Kämpfe bedeutet haben.
Zu Zeiten der matriarchalen Ordnung hat man Muster in den Göttern gesehen, eine Zeit der Mystik. Hier ist die Schrift, „Berggöttinnen der Alpen“ von Heide Göttner-Abendroth zu empfehlen. Sie beschreibt sehr eindrücklich die Mystik der Landschaft, der Bilder die diese Menschen damals gesehen hatten und damit Berge, Täler, Monumente ein Leben gaben. Denn bis dato war die Gehirnentwicklung so weit das man in all den Naturgewalten noch Auswirkungen auf das reale Leben erkannte. Man war demütig und ehrfürchtig. Man nahm die Stimme der Natur wahr die von Göttinnen und Göttern stammte. Meine persönliche Auffassung ist, man muss Göttner-Abendroth als weltweit anerkannte Matriarchtsforscherin nachsehen, dass sie ein eher beschimpfendes Wort an die Männerwelt richtet. Ist sie doch zahlreichen Anfeindungen gegenüber stehend. Sie hat die Dinge infrage gestellt, viele Ungerechtigkeiten aufgedeckt und wurde daher auch von wissenschaftlicher Seite angegangen. Eine Unterstützung mildert diese erforderliche Haltung der Abwehr sicherlich.
Am Ende dieser Zeit steht der Beginn der Bündelung dieser Götter zu einem Gott, der Übergang der Religionsformen fand statt. Die Eigenschaften die bis dato in dieser mystischen Welt gefunden wurden, sollten sich zum Glauben an einen Gott bündeln. Es gab damals also den Zwang einen Fixpunkt, einen Orientierungspunkt zu finden. Eine solche Entwicklung ist Teil einer Säkularität, bzw. Sakralität, einer Heiligung. Auch das Teil einer evolutionären Entwicklung.
Stell dich zu Hause auf ein Bein und gehe mit dem Körper in eine Horizontale. Halte ich nirgends fest und stehe nur auf diesem Bein. Zumindest am Anfang wird dir das nur gelingen, wenn du deine Augen auf einen Fixpunkt richtest. Weicht dein Blick davon ab, dann wird dich dein Gleichgewichtssinn lehren, was es heißt nicht fokussiert zu sein.

An dieser Haltung gibt es auch nicht viel zu rütteln, den es waren und sind Frauen selbst gewesen die aus ihrer Mitte den Heldenmythos hervorgerufen hatten. Die Frauen hatten die Notwendigkeit erkannt das es einen Menschen geben muss der als Held in die Geschichte eingehen muss. Sie erkannten Wachstum und Veränderung und wussten, das man sich irgendwie zu schützen habe. Es hat also seine Richtigkeit. Was störend sein könnte ist die eigene innere Trägheit. Man liebt das worin man lebt, obwohl man vielleicht spürt, das kann nicht immer so weiter gehen. Wenn irgendwann das Unglück kommt, dann kann man zu seiner verfehlten Entscheidung aber keinen Zusammenhang herstellen. Die Unglücke müssten sich wiederholen um daraus eine zeitliche Kontinuität und einen Zusammenhang ableiten zu können. Diese Form der Lerntheorie gilt für die gegenwärtige Auffassung.

Während ich sonst weniger auf die Inhalte eingehe, als vielmehr versuche die Visionen greifbarer werden zu lassen, gehe ich mit meiner These nun ein wenig weiter und tiefer, weil sich meines Erachtens die Hinweise, Ereignisse in die Richtung bewegen, politischer, wirtschaftlicher, gesellschaftlicher Natur, was es zu erwarten gibt. An oberster Stelle stehen hier eben die Herausbildungen der Persönlichkeitseigenschaften. Und diese gehen zwangsläufig mit Neuordnungen einher. Mit der KI beschäftigen wir uns mit sehr zentralen menschlichen Themen wie bsw. Emotionen, wie und wo wir uns zum Einsatz bringen, was wir tun, woran wir arbeiten und dann um zu erkennen, wo wir uns abheben.
Wenn das Individuum sich aber herausbildet, dann sind gesellschaftliche Bindungskräfte wichtiger als je zuvor. Und das begründet aus meiner Sicht, warum Bindungskräfte durch das weibliche Geschlecht, vielmehr weibliche Attribute das Patriarchat, den patriarchalen Charakter zurückdrängen werden.




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