Mode im Altertum

Über tausende Jahre lang war der größte Teil der Kleidung des Ägyptischen und des Mesopotamischen Volkes aus leichtem, luftigem Leinen. Ein Stoff der für das Heise Klima am Nil bestens geeignet schien. Für Leinen wird Flachs benötigt, das sich günstigerweise gut am Nil anbauen ließ. Die Kleidung war einfach gehalten, große Zuschnitte waren nicht nötig, lediglich verschiedene Anpassungen an Größe und Formen ergaben sich. Ein Schurz in Falten zierte die Hüften und den vorderen Teil des Mannes. Für die Frauen ergab sich eine Kalasiris, eine Art mantelförmiges Kleid. Die Ärmel teilweise abnehmbar. Die Zeit der Ägypter und der Kulturentwicklung im Nahen Orient ist eine Zeit grosser

Konflikte, Machtkämpfe und damit auch der Hervorbringung neuer Kulturen. Die Zeit ist daher auch gezeichnet von Waffen, Macht- und Statusdemonstration, Reichtum und Unterwerfungen. Pyramiden entstehen auch als symbolisches Leitbild in den Köpfen der Menschen, im denken der Menschen. Mit einer der bekanntesten Geschichten, der des Auszugs Moses aus Ägypten ins heilige Land endet diese über tausende Jahre andauernde Machtentwicklung, Weltreligionen entstehen, grundsätzliche philosophische Fragen deuten den Übergang in eine Zeit von Aufklärung und Nüchternheit und geben der Entstehung von Kulturen Formen.

Mit der Nutzung von Leinen und wenig Zuschnitt lag der Schwerpunkt auf Accessoires, Schmuck und Schminke und viele weitere Schmückende Elemente. Farbige Perlen, Schneckenhäuser, Perlenschnüre, vergoldeter Kopfschmuck, Perücken, Kajal an den Augen, Männer wie Frauen war auffällig, Fußreif und Armreif, Plisierte Gewänder, edelsteinbesetzte Tücher.

Festgewand. Holzstatue aus Theben um ca. 1900 v. Chr. Auf dem Kopf, Opfergabeen für die Götter, ein Kajal btont die Augen, eine Indigogefärbte Perücke, die Armreifen sind passend zu den Fussreifen, die aus Silber und farbigem Email sind. Das Kleid ist Perlenbesetzt, die Schüre sind aus Leder.
Kalasiris Wikipedia
Von Diese Datei wurde als Teil des Partnerprojektes mit dem Metropolitan Museum of Art an Wikimedia Commons gespendet. Siehe auch die Dateiquellen und Zugriffsberechtigungen ein., CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=57858977

Festgewand. Holzstatue aus Theben um ca. 1900 v. Chr. Auf dem Kopf, Opfergabeen für die Götter, ein Kajal betont die Augen, eine Indigogefärbte Perücke, die Armreifen sind passend zu den Fussreifen, die aus Silber und farbigem Email sind. Das Kleid ist Perlenbesetzt, die Schnüre sind aus Leder.


In der Zeit des Mittleren Reichs, kamen Ärmellose Hemden auf, die von Männer, wie Frauen und auch Kindern getragen wurden. Die jeweilige Silhouette wurde von der Verarbeitung und von der Handhabung durch das Waschen geprägt. Entweder entstanden die natürlichen Knitterfalten, oder die Falten wurden vorsätzlich gezielt gelegt. Ein dekorativer, farbenprächtiger Kragen, meist auch Gürtel schmückten die Zier (1).


Geschichte und Philosophie

Das Bild zeigt auf der rechten Seite die Fläche Mesopotamiens, in der Mitte die Halbinsel Sinai, links Ägypten. Die Reiche haben sich über die Jahrtausende immer verschoben.
Quelle Wikipedia
Von http://www.lib.utexas.edu/maps/historical/shepherd/egypt_napoleon_camp_1798.jpg, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3296048

Das Bild zeigt auf der rechten Seite die Fläche Mesopotamiens, in der Mitte die Halbinsel Sinai, links Ägypten. Die Reiche haben sich über die Jahrtausende immer verschoben.

Bereits mit der Zeit um 7000 – 4000 v. Chr. wurde die Herausbildung von Kulturen zunehmend deutlicher. Menschliche Gesellschaften wurden differenzierter. Künste, Rituale wurden praktiziert. Metallverarbeitung veränderte vieles.

Die kulturelle Entwicklung ging mit Religion und damit verbundenen Ritualen einher. Fruchtbarkeit spielt in der Entwicklung von Kultur und Religion eine bedeutende Rolle. Sie wird im Zusammenhang von Werden und Vergehen, Fruchtbarem Boden und unfruchtbaren Zeiten gesehen. Im Gebären und loslassen. Vom monotheistischen Gott wird erst seit der Kultivierung Ägyptens gesprochen. Zuvor und bis dahin wurden auch viele Göttinnen verehrt. Während der ägyptischen Reiche herrschte überwiegend eine Henotheistische Religion. Halb Gott, halb Mensch.

In besonders fruchtbaren Gegenden wuchs Ackerbau heran und es entstanden Siedlungen (2). Klima und Wasser waren für solche Stätten vor allem der Nahe Osten und der Nordosten Chinas. Catal Hüyük in der Zentraltürkei gilt als die erste richtig grosse und funktionierende Siedlung. Im Nahen Osten war Jericho seit ca. 8000 v. Chr. eine ebenso bedeutende Stadt. Von Catal Hüyük ist inzwischen bekannt das sie matrizentrisch organisiert war. Vererbungs- und Heiratsmuster waren nicht nach Blutsverwandschaft organisiert. Zwar nach bestimmten Regeln, die aber meist nach Religion zugeordnet waren. Während Catal Hüyük aber einging, konnte sich Jericho auch gegen Umwelteinflüsse wie Erdbeben und Invasionen durchsetzen und bestand mehrere 1000 Jahre (3).

Das Land zwischen Euphrat und Tigris (heutiger Irak) – Mesopotamien entwickelte komplexere Zivilisationen, von denen auch Schriftliche Aufzeichnungen erhalten geblieben waren. Nach einer Völkerwanderung, die den Angaben nach aufgrund von Klimaänderungen zustande kam, siedelten auf der westlichen Seite des Arabischen Halbmondes, gegenüber Mesopotamien siedelten sich zunehmend Menschen in Ägypten an. Es entstanden auf grossen Flächen komplexere Stadtstaaten. Die Ägypter unterwarfen schon in den Anfängen ihres Daseins.  Eine rund 5.000 Jahre alte Inschrift im Südwesten der Sinai-Halbinsel zeigt furchteinflößend, wie die Ägypter den Sinai kolonisierten und die Bewohner unterwarfen. Die auf einem gut sichtbaren Felsen prominent festgehaltene Szene veranschaulicht die Dominanz der Ägypter in Gestalt eines großen Mannes mit erhobenen Armen und einen davor knienden Sinaiten mit einem Pfeil in der Brust (4).

Mesopotamien gilt als erste Hochkultur, die aus ganzen Regionen mit Stadtstaaten bestand. Gemeinsame Kulturen und vereinte Wirtschaftsinteressen schafften Bindungen zwischen Regionen und Stadtstaaten. Bekannt sind differenzierte Völker wie Sumer und Akkad. Der Reichtum der Städte zeigte sich in Königsgräbern in Ur. Darin Schmuck, Gold, Musikinstrumente, kostbare Kleider und Kosmetik (5). Irgendwann in der Frühdynastischen Zeit, ca. 3000 v. Chr. kam es zu ständigen Kriegen zwischen den Städten. Es formten sich Allianzen. In Abstammung der Amoriter entstanden semitische Stämme und Städte. Babylon, Assur, Mari, Larsa übernahmen die Herrschaft in Mesopotamien. Um ca. 1500 v. Chr. ging das Mesopotamische Reich unter. Ständige Attacken von Nomadengruppen und den bestehenden Stämmen schwächten die Handlungen in der Region. Es entstand das Neubabylonische Reich das unter Nebukadnezar (605 – 562 v. Chr.) zu neuer Blüte aufwuchs. Nebukadnezar eroberte Jerusalem. Das reich zerfiel aber wieder in kurzer Zeit (6).

Für Ägypten brachte die Nähe zum früheren Mesopotamien einen dauerhaften Handel mit sich, bei dem die Fruchtbarkeit des Bodens auf beiden Seiten eine bedeutende Rolle spielte.

Die Region ist bis heute, durch ihre Vielzahl der Völker und Stämme, aber auch wegen unterschiedlich stark ausdifferenzierter Religion ein Schmelztigel, geprägt von immer wieder aufflammenden Konflikten. Auf den Felsen hunderte eingeritze Darstellungen. Altägyptische Graffiti zeugen davon, dass sich hier vor mehr als 5.000 Jahren an der Peripherie eine neue Herrschaft herausbildete. Einer dieser Könige nannte sich „Skorpion“. Mit einer Inszenierung als göttlicher Herrscher und rohen Gewaltdarstellungen zeigte er seine Macht (7). 

Ägypten

Der Name Ägypten geht auf das altgriechische Wort Aigyptos zurück, erfährt sprachliche und Auslegungstechnische Abweichungen, wird letztlich dann zu Gumhuriyya Misr al-Arabiyya was für Arabische Republik Ägypten steht. Das Land umfasste den Sinai, Oasen in der Westlichen Wüste (Lybische Wüste) und Küstengebiete am Roten Meer.

Fachleute spekulieren bis heute darüber wie eine solche Kontinuität für ein solches Gebilde über so lange Zeit erhalten bleiben konnte. Zwei Thesen stehen hier im Raum, entweder war Ägypten in ständiger Wehrhaltung um nicht Fremdherrschaften zu verfallen. Die anderen These war die, andere Staaten, Fremde Mächte in den eigenen Staat zu integrieren und zu ägyptifizieren (8).

So war und blieb Ägypten ein Streitbares Land, das in irgendeiner Form immer verschiedenen Herrschaftsansprüchen ausgesetzt war. Denn eigenen oder herausfordernden.

Ägypten zählt zu den ältesten Hochkulturen der uns bekannten Welt, als die Wiege der Zivilisation. Die gesamte Zeit umfasst grob ca. 5000 – 7000 Jahre und unterteilt sich in mehrere Epochen.

Zur Übersicht eine kurze Chronologie der Reiche

3500 – 3032 v. Chr. Prädynastische Zeit
3032 – 2707 v. Chr. Frühzeit, Könige werden in Mabas bestattet. Bestehend aus den Gräbern der ersten Herrschern Ägyptens.
2707 – 2170 v. Chr. Altes Reich
2170 – 2119 v. Chr. Erste Zwischenzeit
2119 – 1793 v. Chr. Mittleres Reich
1793 – 1550 v. Chr. Zweite Zwischenzeit. Ägypten ist von hier an zwei geteilt.
1550 – 1069 v. Chr. Neues Reich
664 – 332 v. Chr. Spätzeit

Idee und Gedanke zur Entstehung der Pyramiden

Jedes Jahr flutet der Nil das nebenläufige Land, was den Ägyptern den Glauben vom Werden und Vergehen zementiert. In der Schöpfungsgeschichte der alten Ägypter erhebt sich ein Urhügel aus einer Urflut. Aus dieser Vorstellung ergab sich die Idee der ersten Grabhügel noch lange vor den Dynastien des Alten Reiches. Die Cheospyramide, damals 147 m hoch, wurde vom ersten Pharao Hufu erbaut. Bekannt unter dem griechischen Namen Keops lässt er diese Pyramide vor rund 5000 Jahren bauen. Die Pyramide soll fortan ached Hufu heissen, was so viel bedeutet wie Horizont des Hufu.

Immer wieder verlagern sich die Machtzentren in Ägypten und die Totengräber nehmen oft andere Formen an. Zuletzt, um die Gräber vor Raub zu schützen beginnt man die Gräber unterirdisch zu platzieren, wodurch das Tal der Könige seinen Namen erhält.

Jetzt im Norden Ägyptens gelegen, liegt auch die Stadt Pi Ramese, die Ausgangspunkt des Biblischen Moses gewesen sein soll. Die Fachwelt will sogar davon ausgehen das Tutanch Amun oder Ramses der Herrscher gewesen sein soll, der die Sklaven unterworfen und gedemütigt haben soll, letztlich auch versucht haben soll Moses daran zu hindern in das gelobte Land ziehen zu wollen (9).

Für die Ägypter ist der Pharao göttlich und gilt als lebender Horus. Gott des Himmels. Der Horusknabe, so wird es später an anderer Stelle deutlich werden, ist der essenzielle Teil des Patriarchats. Er wird später der Anteil einer Heldenfigur werden, die in der neuen Welt den Fortschritt einnehmen muss. Damit wird die Heldenfigur die essentielle Eigenschaft der patriarchalen Bewegung.

Der Vater von Horus ist der mächtige Gott Osiris. Die Ägypter glauben, Osiris wurde von seinem bösen Bruder Set getötet. Schwester und Ehefrau Isis holte ihn zurück ins Leben. Seitdem herrscht Osiris über das Totenreich. Jeder Pharao wird ihm nach seinem Ableben gleich gesetzt.

Diese Geschichte zeigt, auch wenn Menschen heutzutage verstandesgemäss nicht religiös sind, nicht sein wollen, oder auch bemüht sind sich von solchen Formen zu distanzieren, Geschichten dieser Art gibt es in allen übergeordneten Völkern die einem höheren Sinn nachstrebend oder Geborgenheit und Schutz im Glauben gesucht hatten. So bsw. bei den Völkern Lateinamerikas, die Unabhängig von der Religionsentwicklung im Nahen Osten waren.

Fruchtbarkeit spielt in allen Völkern und allen Religionen eine sehr grosse Rolle. Mit Fruchtbarkeit wird immer mit weiblichen Eigenschaften verbunden. Der Horusknabe ist, zu dieser Zeit die Funktion des Helden der neuen Raum erobert. Damit ist nicht nur Land gemeint, auch oder heute vor allem auch technischer Fortschritt. Seine Kraft, die des Helden ist durch die weibliche Frucht gestärkt. Vielmehr entsteht durch ihr Zutun das Werden und Vergehen. Woraus das Verständnis für die Vegetation entstand. Ein Beispiel für die Bedeutung der Fruchtbarkeit, Osiris, ursprünglich ein Fruchtbarkeitsgott, wird durch den Mythos mit dem Totenreich verbunden: Von seiner Schwestergattin Isis wird er wieder zum Leben erweckt (10).

Ebenfalls sehr Auffällig in den ägyptischen Dynastien ist die Inszest, bzw. die Verheiratung mit Verwandschaft. Um die Macht zu erhalten sollte diese in der Familie, über Blutsverwandschaft definiert bleiben. Hier zeigt sich vor allem eines, vermutlich war es Charlie Chaplin der sagte, „Wer Macht braucht, hat böses im Sinn“. Möglicherweise hat er damit Recht, denn, Macht im Sinne des Seins ist Bestandteil des Lebens. Wer sein Bewusstsein aber auf Macht-Haben-Wollen konzentriert – Sigmund Freud hätte es mutmasslich Objektliebe genannt, wird keine guten Absichten haben können. Später verloren die Pharaonen an Macht, was dies Theorie erhärtet.

Eine weitere Untermauerung ist ebenso, das diese Form der Blutsverwandschaft zur heutigen Definition von Völkern missbraucht wird und daher aus Sicht der Rassenlehre vermutlich Grundstein des Antisemitismus gilt. Antisemitismus wird biblisch erstmalig im Buch Esra deutlich.

Die Geschichte von der Entstehung der Macht bis hin zur Befreiung der Sklaven und dem Auszug bzw. dem neuen Ziel ins heilige Reich zu ziehen ist eine Geschichte die man bis heute in jeder patriarchal strukturierten Systematik beobachten kann. Das Machtsystem Ägyptens zerbricht am Auszug Moses aus Ägypten ins geheiligte Land. Das ein einfacher Sklave die Autorität besitzt den göttlichen Pharao zu unterwerfen und mittels Plagen an der Verfolgung gehindert wird, ist eine Geschichte des täglichen Lebens geworden. Hat heute seine Aktualität darin, das es hier um den Fall der Autokratie geht und dem Aufbau einer Demokratie.

Streitwagen 
Das Bild zeigt,m auf den ägyptischen Streitwagen fuhren meist zwei Männer. Ein Elitekrieger mit Bogen, Wurfspieß und Streitaxt. Auch ein Waffensklave der zeitgleich den Wagen lenkte und beide Männer mit einem Schild schützen sollte. Eine weiße Tunika war in der Taille mit einem geschlungenen Band gegürtet. Dessen Enden hingen lang herunter.
Quelle Kostümgeschichte Auguste Racinet S. 23, Streitwagen
Das Bild zeigt, auf den ägyptischen Streitwagen fuhren meist ein oder zwei Männer. Ein Elitekrieger mit Bogen, Wurfspieß und Streitaxt. Auch ein Waffensklave der zeitgleich den Wagen lenkte und beide Männer mit einem Schild schützen sollte. Eine weiße Tunika war in der Taille mit einem geschlungenen Band gegürtet. Dessen Enden hingen lang herunter.

Das Alltagsleben der Ägypter

Die Ägyptischen Einwohner des Alten reiches teilten die Menschen in vier unterschiedliche Gruppen. Ägypter (Retu) und sahen darin das dominierende Volk. Die Dunkelhäutigen (Nahsi), Asiatische Menschen (Aamu) und Völker des Nordens, die Weißhäutigen. Altägyptische Menschen waren im allgemeinen groß und schlank, hatten breite, volle Schultern, einen ausgeprägten Brustkorb und sehnige Arme. Die Hüften schmal, die Beine hager, als auch lange Füße die vom Barfußlaufen zu resultieren schienen (11).

Bereits Altägypten war zentral regiert. Der Nil machtee eine hochproduktive Landwirtschaft möglich. Die Bevölkerung konnte nahtlos ernährt werden. Die zeitweisen Überflutungen des Nils erforderten eine Enge Zusammenarbeit mit den Siedlungen. Der Fluss war leicht zu befahren, transporte waren möglich, so entstand ein Reger Austausch und Kommunikation. Das Ägyptische Volk war dadurch sehr engmaschig verbunden.

Der Pharao besass göttliche Autorität. Hohe Beamte waren aus der eigenen Familie, sie übernahmen juristische und politische Aufgaben. Ein Minister verwaltete die Steuern und führte Buch. Arbeitskräfte bauten die Pyramiden nach Anweisung. Weiterhin kamen Facharbeiter und Künstler zum Einsatz. Die Grabstätten sollten innen für das Leben nach dem Tod ausgestaltet werden.

Es wird geschätzt, ca. 80% der Bevölkerung seien Kleinbauern die das Land bewirtschafteten. Ein Abgabesystem verdonnerte diese dazu ihre Lebensmittel an die obere Klasse abzugeben. Priester brachten die Vielzahl der Gottheiten in einen rationalen Zusammenhang. Es entstanden strukturierte Religionen. Städte wurden zu religiösen Zentren die durch einen Gott übersinnt wurden.

Ancient Egyptian, Assyrian, and Persian costumes and decorations
Quelle Wikipedia Commons; Ancient Egyptian, Assyrian, and Persian costumes and decorations 1920
Quelle Wikipdia
Wandgemälde aus der 18. Dynastie (15. Jahrhundert v. Chr.). Von Norman de Garis Davies, Nina Davies (2-dimensional 1 to 1 Copy of an 15th century BC Picture) - Matthias Seidel, Abdel Ghaffar Shedid: Das Grab des Nacht. Kunst und Geschichte eines Beamtengrabes der 18. Dynastie in Theben-West, von Zabern, Mainz 1991 ISBN 3805313322, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2416357
Quelle Wikipdia
Wandgemälde aus der 18. Dynastie (15. Jahrhundert v. Chr.). Von Norman de Garis Davies, Nina Davies (2-dimensional 1 to 1 Copy of an 15th century BC Picture) – Matthias Seidel, Abdel Ghaffar Shedid: Das Grab des Nacht. Kunst und Geschichte eines Beamtengrabes der 18. Dynastie in Theben-West, von Zabern, Mainz 1991 ISBN 3805313322, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2416357
Quelle Wikipedia
Tutankhamun tomb photographs; Ein Schurz aus dem Grab des Tutanchamun (KV62) 
Von Harry Burton (1879-1940) - Harry Burton: Tutankhamun tomb photographs: a photographic record in 5 albums containing 490 original photographic prints ; representing the excavations of the tomb of Tutankhamun and its contents. Vol. 5, ca. 1924, (Online)., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=46887187
Quelle Wikipedia
Tutankhamun tomb photographs; Ein Schurz aus dem Grab des Tutanchamun (KV62)
Von Harry Burton (1879-1940) – Harry Burton: Tutankhamun tomb photographs: a photographic record in 5 albums containing 490 original photographic prints ; representing the excavations of the tomb of Tutankhamun and its contents. Vol. 5, ca. 1924, (Online)., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=46887187

Religion, Macht und Hierarchie

Das Leben auf das Leben nach dem Tod vorzubereiten, zu Lebzeiten, das war in Ägypten nicht nur eine Religion. Die gesamte Wirtschaft lebte davon. Mit Ägypten, Mesopotamien und dem Iran entstanden drei Weltreligionen. Zarathustra, eine Art Prophet wird über den Iran gestiftete und findet seinen Anfang um 560 v. Chr. Entspricht einer monotheistischen Religion mit stark ausgeprägtem Dualismus. In den drei Weltreligionen wird ein Schöpfergott verehrt. Der sich jeweils in den drei Strömungen, Judentum, Christentum und Islam Durch Propheten und der Verwirklichung der Schriften offenbart.

Mit der Entwicklung der Schrift, aber eben auch seinem Bürokratieapparat von Schreibern ist Ägypten nicht nur ein Land der Bürokratie wie der Autor Jürgen Stryjak feststellt. Hier ist auch der Monotheismus entstanden. Der altägyptische König Echnaton hatte mit seinem alleinigen Glauben an den Sonnengott Aton den ersten Monotheistischen Glauben in der Menschheitsgeschichte begründet. 1300 Jahre vor Christus, wie der Autor schreibt (12). In einer Dokumentation über Maria von Nazareth (13), der Mutter von Jesus nach zu urteilen, entstand der Übergang vom Polytheismus zum Monotheismus mit der Geburt von Jesus im Jahre Null.

Daraus lässt sich eine ca. 1300 Jahre andauernde Spanne ableiten, bei der man von einer mentalen Schwangerschaft sprechen kann. Denn durch die Geburt eines Propheten wird der Glaube an einen übersinnlichen Gott nicht nur zementiert. Er wird, den Angaben zur Folge biblisch über 700 mal angekündigt. Die Spanne in der die Bibel geschrieben wurde umfasst 1400 Jahre. Die Quellen sind unterschiedlich, es wird viel interpretiert. Aber vielleicht gerade aufgrund dieser bis heute feststehenden Unklarheiten geht es dabei auch mehr um die Symboliken. Denn es gibt hier viel Interpretationen.

Eine Idee die schon mehrfach erwähnt wurde ist die Idee der Geburt des Helden den die Welt benötigt. Dabei spielt auch die Darstellung der Aufgabe der Maria eine sehr bedeutende Rolle. Platon hat diese Art mentaler Schwangerschaften wie bei der Hebammenkunst als Mäeutik genannt (14). Die Sache selbst wird mit dem Umständen in Wechselwirkung in das sichtbare Erleben getrieben. Wie später noch dazustellen sein wird, aus dem Polytheistischen Weltbild, einer Diffusen Götterwelt bündelt sich dieser in eine Heldenfigur, die durch den Fortschritt der Zeit wandelt.


Mit der Geschichte um Moses, der über die Bibel hinaus als mosaischer Gott bekannt ist und dem Auszug aus Ägypten beginnt eine Form der Auflehnung eines niederen Volkes gegen die Pharaonen, die als Halbgötter bezeichnet wurden. Dieser Zeitpunkt und der Tatsache das Niederschriften erfolgten kann grob als der Zeitpunkt zur Entstehung des Monotheismus gesehen werden. Zumal in dieser Zeit des Übergangs auch von Honotheismus gesprochen wird (15). „Diese Verehrung war noch kein Monotheismus, es handelt sich vielmehr um eine Etappe auf dem Weg dazu“, sagt Ludwig Morenz, der zum Tempelkomplex von Serabit al Chadim forscht (16). Insofern belegen sich die zeitlichen Annahmen auch etwas.

Zeit der Philosophie


Sehr grob umschrieben, ca. 500 v. Chr. entsteht eine Zeit der grossen Philosophie. Vermutlich aus der Entstehung der drei Weltreligionen und der damit verbundenen Konflikte. Um ca. 900 v. Chr. gab es die bedeutenste Reichsteilung, Jerusalems, was mutmaslich ausschlaggebend für die spätere Reformierung war.

Vorsokratik


Es ist eine Zeit der Religion, einer Religion die zur Reform wird und eine Gestalt erhält. Es folgt in der Antike die Zeit der Philosophie mit den Vorsokratikern. Der Prozess der Säkularisierung ist nicht eindeutig festgehalten. Da es bei den Vorsokratikern aber um grundsätzliche Fragen der Welt ging, ist davon auszugehen, das hier ein Prozess der teilweisen Verweltlichung stattgefunden hat. Man hat nach Erklärungen gesucht, nach Beweisen. Es entstanden Fragen wie etwa, die Frage nach dem Urgrund (arché), dem Urgesetz (lógos) der Welt und damit verbunden einer Art Einheitsgrund für alles. Man beschäftigt sich in dieser Zeit der sogenannten Vorsokratiker mit der Natur des Menschen, seiner sittlichen Bestimmungen, Beschaffenheit der Seele (agathón) und der Tugend (areté). Die Frage nach der grundsätzlichen Glückseligkeit (Eudämonie) wird offensichtlich Zentrum einer Individualethik. Als Vorsokratiker bezeichnet man ausgehend von der Platonischen Schule, Platon selbst, Sokrates, Aristoteles, die Sophisten, verschiedene Naturphilosophen und Atomisten. Zentrum dieses Ursprungs ist Athen. Als erster Philosoph gilt Thales von Milet (ca. 624 – 546 v. Chr.)

Haben oder Sein

An dieser Stelle beginnt auch die Diskussion um das Haben und sein. Vielleicht war hier tatsächlich die Vorgeschichte ausschlaggebend, wonach sich in den Reichen der Mesopotamier und der Ägypter ein Wandel Vollzog, bei dem es um Sesshaftigkeit und der Frage nach dem Besitztum ging.

Philosophen stiessen die Frage des Seins immer wieder von neuem an, was dafür spricht, das s als Wesensmerkmal in das kollektive Unbewusste der späteren Menschen grossen Einfluss nehmen sollte.

Während der Mensch sich im Falle von Besitztümern dadurch definiert was er hat, was er sich aufgrund seines Werdegangs, seines Status oder Erben leisten kann definiert, definiert sich der Mensch im Seinszustand dadurch was er aus sich gemacht hat. Im Seinszustand ist jeder Besitz wertlos. Im Seinszustand verwendet der Mensch die Dinge der Welt um sich zu verwirklichen, sich zu entfalten.

Für Platon ist Eros der Antrieb der den Menschen immer wieder in die Region des wahren Seins und des Guten führt. Eros weckt im Menschen die Sehnsucht, sich der Schau der Ideen zu widmen. Ein philosophisches Streben nach der Schönheit der Erkenntnisse. Die Stoiker hingegen lassen als „Sein“ nur gelten, was wirkt oder leidet und meinen damit dem menschlichen Organismus. Die Stoiker waren eine Gruppe von Philosophen um ca. 300 v. Chr. Die Ursache allen Seins liegt in der schöpferischen Urkraft Gottes, was auf den Konflikt hinweist die Liebe der Seele an Besitztümer zu klammern (Philosophie-Atlas. S. 57).

Durchaus kann man die Zeit, in der diese Diskussion entstand, die Anfänge der Philosophie und der Frage nach allem Seins und der Herkunft der Dinge mit der aktuellen Situation vergleichen.

Mitte des 20. Jhd. Erlebt die Welt einen Aufschwung im Materialismus der Dinge und der Aufklärung. Mit gegenwärtigen Kriegen und einer Beschleunigten klimatischen Veränderung steht man erneut vor der Sinnfrage.

Quelle

1 et. al. Argyris, Sophie; Ben, Marcus Hrsg; Mode, 3000 Jahre Kostüme, Trends, Stile, Designer; Dorling Kindersley London Verlag 2012; S. 16;

2 Vom wandern zur Sesshaftwerdung
http://de.gate-communications.com/vom-wandern-zur-sesshaftwerdung/

3 et al.; Santon, Kate; McKay, Liz (Hrsg.) Der grosse Atlas der Weltgeschichte – Von den Ursprüngen bis in das 21. Jahrhundert; arragon Books Ltd. 2005; , S. 18

4 Felsinschriften auf dem Sinai – Analogie in eine Moderne Zeit
http://de.gate-communications.com/felsinschriften-auf-dem-sinai-analogie-in-eine-moderne-zeit/

5 et al.; Santon, Kate; McKay, Liz (Hrsg.) Der grosse Atlas der Weltgeschichte – Von den Ursprüngen bis in das 21. Jahrhundert; arragon Books Ltd. 2005; , S. 20

6 et al.; Santon, Kate; McKay, Liz (Hrsg.) Der grosse Atlas der Weltgeschichte – Von den Ursprüngen bis in das 21. Jahrhundert; arragon Books Ltd. 2005; , S. 23

7 Mit göttlicher Inszenierung und Gewaltdarstellung zur Macht, 2025
http://de.gate-communications.com/mit-goettlicher-inszenierung-und-gewaltdarstellung-zur-macht/

8 Stryjak, Jürgen, Ägypten – Ein Länderportrait, Sonderausgabe für bpb Bundeszentrale für politische Bildung, Chrstoph Links Verlag GmbH, Berlin 2020; S. 19

9 Ägypten – Welt der Pharaonen: Pyramiden Doku (2022)
(https://www.youtube.com/watch?v=vX-_HfWQq6g&t=1890s)

10 et al.; Santon, Kate; McKay, Liz (Hrsg.) Der grosse Atlas der Weltgeschichte – Von den Ursprüngen bis in das 21. Jahrhundert; arragon Books Ltd. 2005;

11 Racinet, Auguste, Kostümgeschichte vom Altertum bis zum 19. Jhd. Sämtliche Farbtafeln, Verlag Taschen Bibliotheca Universalis, 1825 – 1893; S. 24

12 Stryjak, Jürgen, Ägypten – Ein Länderportrait, Sonderausgabe für bpb Bundeszentrale für politische Bildung, Chrstoph Links Verlag GmbH, Berlin 2020; S. 21

13 Maria – Objekt der Kunst Teil 1
(https://youtu.be/Itxv81sg9g0?si=PJIoMwj5JD3km7vO)

14 Gottfried, Gabriel; Grundprobleme der Philosophie – in geschichtlicher Entwicklung; Utb Verlag, 2024; S. 36

15 Honotheismus
https://weltreligionen.lexas.org/glossar/henotheismus.aspx

16 Idee vom personalen Gott „El“ könnte vom Sinai stammen, 2024

http://de.gate-communications.com/idee-vom-personalen-gott-el-koennte-vom-sinai-stammen/

17 Burkard, Franz-Peter, Kunzmann, Peter; Dtv-Atlas Philosophie; 2023, 19. Auflage, dtv Verlagsgesellschaft mbH, S. 57

Der Newsletter erscheint einmal pro Woche Freitags mit allen Inhalten der Woche


Beitrag veröffentlicht

in

von

Schlagwörter:

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert