Die negative Konsequenz ausbleibender Individualentwicklung


Die Zusammenstellung der Gene entscheidet darüber wie Menschen sich in Interaktion zu ihrer Umwelt entwickeln. Der individuelle genetische Hintergrund steuer die Evolution von Krebs. Warum entwickeln sich Krebserkrankungen bei verschiedenen Menschen unterschiedlich – selbst, wenn sie denselben Risikofaktoren ausgesetzt sind? Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) hat nun an Mäusen gezeigt, dass die genetische Ausgangsausstattung eines Organismus den Verlauf der Krebsentstehung maßgeblich beeinflusst. Die in Nature veröffentlichten Ergebnisse liefern neue Einblicke in die frühesten Phasen der Tumorentwicklung und könnten langfristig einen wichtigen Schritt hin zu einer präziseren personalisierten Krebsmedizin bedeuten.

Heidelberg/Germany, 22. Juli 2026. – Wie Menschen sich entwickeln ist vielleicht weit weniger vom eigenen Willen abhängig als man annehmen würde. Genetische Veranlagung, soziale Millieus – das sind nur Möglichkeiten seiner Entfaltung. Der Ursprung der individuellen Entwicklung liegt zunächst in den Genen, im Genom. Mentaler Einfluss als auch sexueller Trieb und Potenz sind sozusagen die Energie, die dafür Sorgen das die Veranlagungen zur Entfaltung der Eigenschaften in menschliche Produktivität umgesetzt werden kann. Aus dem Geschlecht gehen die Eigenschaften des Menschen hervor, könnte man abkürzend beschreiben. Oder weiter vereinfacht gesagt, wer Lust empfindet etwas zu tun, etwas umzusetzen, der kann, sofern es keine Hemmungen gibt, umsetzen was immer der Mensch, das Individuum möchte. Es ist aber gerade die Lust, die starken Einflüssen zur Hemmung ausgesetzt ist. Die Folge sind meist Neurosen. Wilhelm Reich vollzog den Schritt und hat entdeckt, das Sexualhemmung Tumore hervorruft – Kurz zu Krebs führen solle. Die Nachfolgende Studie zeigt, wie sich Krebs beim Menschen entwickelt, ist von seiner Individualität abhängig. Die Studie beweist noch nicht das Wilhelm Reich Recht hatte, aber sie macht deutlich das es hier eine sehr naheliegende Wechselwirkung gibt. Die Tumore bei den Tieren entwickelten sich trotz gleicher Voraussetzungen unterschiedlich, vielmehr so individuell wie die Vielfalt der genetischen Dispositionen.

Die Individualentwicklung von Menschen ergibt sich aus dem „Gebrauch“ seiner psychosexuellen Schnittstellen (1). Sexuell, weil diese an den Sexualorganen liegen. Rein funktional beschrieben, an diesen Stellen wird menschliche Produktion, mittels Energie entwickelt, geformt oder aber gehemmt. Kommunikationspsychologisch, wenn mich ein Thema interessiert, dann „dringe ich in dieses Themengebiet vor“. Wenn ich einen Themenkomplex verstehen möchte, dann „umschließe ich diesen“ genauso wie ich die Familienfehde umschließe, wenn ich meine Familie am Sonntagnachmittag zum Kaffeekränzchen lade. Und wenn ich sehe, das sich jemand um etwas kümmert mit dem ich Sorge habe, dann kann ich loslassen, „Ausscheiden“, die Lust am loslassen stellt sich ein.

Die Energie für das tun und wirken resultiert zum einen aus mentaler Erkenntnisfähigkeit – meist verbunden mit Belohnungssystemen, zum anderen aus dem Umgang der Ursprungstriebe, der Sexualität. Die extreme Wirkung von Liebe im Unterschied zur Objektliebe wurde über die Terra X Dokumentation am Max-Planck Institut in Tübingen vorgestellt (2). Wie stark Triebe sind, also die Potenz, zeigt das Ausmass an vorhandener Energie. Weil diese Energie die Entwicklung der Gene treibt, die individuellen Eigenschaften des Menschen, steht diese Energie auch dafür wie gross das spätere Entfaltungspotenzial sein oder werden kann. Kurz gesagt, was einmal aus mir wird, ist bestimmt durch diese Potenz. Bekannt ist, das diese Energie, diese Potenz durch das Motiv der Partnerschaft verändert werden kann. Energie ist immer da, sie wird lediglich übertragen und umgewandelt!

Sexuelle Triebe grundsätzlich in irgendeiner Form zu unterdrücken führt zu Neurosen, Zwangsstörungen, die – wie Sigmund Freud (1856 – 1939) vermutlich als erster entdeckt haben muss, den Menschen in seinen Handlungen hemmen. Diese Neurosen werden vor allem auch auch Traumata, Transgenerationale Übertragungen vollzogen (3). Bedauerlicherweise ist das Verhalten in einem Zeitgeist derart eingebettet das es als völlig normal und bedenkenlos hingenommen wird. „Von „alleine“ sichtbar, den Forschungen nach zu urteilen erst in der 2., 3. oder gar 4. Generation, abhängig vom sozialen Millieu (4). Im Alltag zeigt sich das sehr stark dort, wo Menschen sich an Dingen aufhalten, wo andere Lösungen oder dynamisches Verhalten möglich wäre. Sie beissen sich sozusagen an eigens herbeigeführten Regeln fest, oder begründen ihre Haltungen auf oder mit Bezug auf religiös fundamentiertem Determinismus, Glaubensgrundsätzen, von denen sie meist keinerlei Bereitschaft zeigen davon abzuweichen (5). Diese Hemmung kann tatsächlich bis zur Lähmung führen. Das war bisher bekannt und ist auch durch andere namhafte Autoren weiterhin belegt.

Der Pionier der Sexualforschung Wilhelm Reich (1897 – 1957) konnte seinerzeit aber herausfinden, das nicht allein Neurosen das Ende der Fahnenstange sind, sondern das gestaute Sexualenergie Tumore erzeugt, zu Krebs führt. Diese Erkenntnisse hat er lesefreudig in einem zweiteiligen Band „Die Entdeckung des Orgons“, Band 1, „die Funktion des Orgasmus“, Band 2, „Der Krebs“ festgehalten (6). Die Studie erhärtet unumgänglich den Verdacht das dies zutreffend sei.

Die Studie wurde von Forschenden von den Universitäten Cambridge, Edinburgh und Yale sowie dem DKFZ geleitet. Sie untersuchten über 580 Lebertumoren aus vier genetisch unterschiedlichen Mauslinien. Die genetischen Differenzen zwischen den vier Stämmen entsprachen in etwa den Differenzen innerhalb der menschlichen Bevölkerung. Alle Tiere wurden unter identischen Bedingungen gehalten und derselben krebsauslösenden Substanz ausgesetzt. Dennoch entwickelten sich die Tumoren je nach genetischem Hintergrund auf unterschiedliche Weise.

Bemerkenswert war dabei, dass die Tumoren trotz ihrer unterschiedlichen Entstehungswege am Ende dieselben zentralen Signalwege aktivierten – insbesondere den sogenannten MAPK-Signalweg. Diese mehrstufige Kaskade molekularer Signale steuert wichtige Prozesse des Lebens, darunter Zellwachstum und Zelldifferenzierung, und spielt bei zahlreichen Krebsarten eine wichtige Rolle. Viele bekannte Krebstreiber wie z. B. Braf oder Kras sind daueraktivierte Komponenten dieses Signalwegs.

Der genetische Hintergrund beeinflusste jedoch, welche Mutationen sich durchsetzen, wie stabil das Erbgut der Tumorzellen blieb und wie schnell sich Krebs entwickelte. Zwischen den vier Mausstämmen gab es erhebliche Differenzen bei der Entstehungszeit der Tumoren, die interessanterweise nicht mit Anzahl und Art der genetischen Veränderungen korrelierten.

Auffällig war auch die Beobachtung, dass bei einem der Mausstämme weniger genetische Veränderungen ausreichten, um eine bösartige Veränderung der Zellen zu erreichen und den Fortbestand des Tumors zu sichern, als bei den drei anderen Mauslinien.

Die Forschenden zeigen damit erstmals unter streng kontrollierten Bedingungen, wie stark die Wechselwirkung zwischen genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren den Verlauf der Krebsentwicklung bestimmt. Die Ergebnisse legen nahe, dass selbst vergleichsweise kleine Unterschiede im Erbgut erhebliche Auswirkungen auf Krebsrisiko, Tumorbiologie und möglicherweise sogar auch auf das Ansprechen von Therapien haben können.

„Krebs entsteht nicht rein zufällig. Zwar haben die Tumoren am Ende oft gleiche biologische Merkmale, doch der Weg dorthin wird entscheidend vom individuellen genetischen Hintergrund bestimmt. Wir konnten hier erstmals aufzeigen, inwieweit der genetische Hintergrund sowohl die Mutationsprozesse als auch die Wege zur Tumorentwicklung beeinflusst“, sagt Duncan T. Odom vom DKFZ, einer der Seniorautoren der Arbeit. Er ergänzt: „Das unterstreicht, wie wichtig es ist, den genetischen Hintergrund bei der Konzeption und Interpretation biomedizinischer und translationaler Forschung zu berücksichtigen. Wir sehen unsere Ergebnisse daher langfristig als einen wichtigen Schritt hin zu einer präziseren personalisierten Krebs-Prävention, Früherkennung und Behandlung.“



Publikation:
Sarah J. Aitken et al.: Genetic background sets the trajectory of experimental cancer evolution
Nature 2026, 10.1038/s41586-026-10821-z. https://www.nature.com/articles/s41586-026-10821-z.



Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, Interessierte und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs.

Um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Patientinnen und Patienten zu verbessern, betreibt das DKFZ gemeinsam mit exzellenten Universitätskliniken und Forschungseinrichtungen in ganz Deutschland Translationszentren:

Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT, 6 Standorte)
Deutsches Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK, 8 Standorte)
Hopp-Kindertumorzentrum (KiTZ) Heidelberg
Helmholtz-Institut für translationale Onkologie (HI-TRON) Mainz – ein Helmholtz-Institut des DKFZ
DKFZ-Hector Krebsinstitut an der Universitätsmedizin Mannheim
Nationales Krebspräventionszentrum (gemeinsam mit der Deutschen Krebshilfe)

Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

1 Org-Modi

„Und wir benötigen Lust, um uns auf diese Weise zum Ausdruck bringen zu wollen“. Mit diesen Worten beschreibt Erikson die progressive, also wachsende Produktivität des Menschen. Diese sogenannten Orgmodi umfassend den Modus der Einverleibung, Zurückhaltung, Ausscheidung, Eindringen und Umschließen (Vgl. Erikson, 1988, S. 39). Erikson stellt heraus, dass man von einer Gesellschaft erwarten muss, die Art verlängerter Kindheit des Menschen weiter zu fördern und auszubauen (Vgl. Erikson, 1988, S. 35).
Die Entwicklung der menschlichen – natürlichen und biologischen Intelligenz, die letztlich in der Künstlichen Intelligenz zum Ausdruck kommen soll, macht das Verständnis des Menschen um die Fähigkeit seiner wachsenden Produktivität erforderlich.

(Erikson, Erik, H.; Identität und Lebenszyklus; 1. Auflage 1973; Suhrkamp Taschenbuchverlag, 1988)



Produktivität des Menschen und seine Org-Modi
(http://de.gate-communications.com/produktivitaet-des-menschen-und-seine-org-modi/)

2 Einblicke in ein verliebtes Gehirn, Terra X Mai 2026 https://youtu.be/5367_2DkzVY?si=dCi6hT1ZEI51FEWx

Warum leistet sich die Evolution Liebe, Terra X Mai 2026 (https://youtu.be/s76fYg_aeC4?si=lJ3kUxx-awfXlGzE)

3 Scobel Interview – Das Trauma der Großeltern geerbt
(https://youtu.be/9KgMy6mASmc?si=vcCDY1qm6zBw8E5l)

Gefühlserbschaften – Übertragungen aus einer anderen Gefühlswelt, 2026
http://de.gate-communications.com/gefuehlserbschaften-uebertragungen-aus-einer-anderen-gefuehlswelt/

Moré, Angela; Transgnerationale Weitergabe
https://www.socialnet.de/lexikon/Transgenerationale-Weitergabe

Moré, Angela; Die unbewusste Weitergabe von Traumata und Schuldverstrickungen an nachfolgende Generationen, 2013;
https://journal-fuer-psychologie.de/article/view/268/310

4 Jugendliche sind gut informiert – und seelisch belastet, 2025
http://de.gate-communications.com/jugendliche-sind-gut-informiert-und-seelisch-belastet/

In der westlichen Hemmisphäre gilt eine Generation 30 Jahre,
in arabischen Ländern 80 Jahre.
Mit Ende des 2. Weltkrieges hat man die Zählung aufgrund der unsagbar vielen Toten mit Null begonnen, mit Start, erste Nachkriegsgeneration nach 1945.
Die aufgeführten Definierten Generationen stimmen nicht mit der Spanne 30 Jahre überein.

1883 – 1900 Generation Lost
1901 – 1927 Generation Greatest
1928 – 1945 Generation Silent
1946 – 1964 Generation Babyboom
1965 – 1980 Generation X
1980 – 1994 Generation Y (Millenials)
1995 – 2010 Generation Z
2010 – 2020 Generation B

Quelle
https://www.sanskritiias.com/uploaded_files/images/GENRATION_G.jpg

5 Die Gründe zur Sexualstauung sind theoretisch vielfältig. Das diese gestört sind kann man schon daraus ableiten, das der Versuch unternommen werden sollte einen Lebensfluss zustande zu bringen. Das Leben sollte möglichst im Fluss sein, wie der Humanpsychologe Abraham Maslow es einmal deutlich beschrieben hatte. Will man seine Motive allerdings unumgänglich auf dem eigenen Verständnis von Religion festlegen, so gibt es auch hier Argumente die dies entmachten.

Zum einen besteht ein enger Zusammenhang zwischen Evolution und Religion. Die Evolution ist biologisch bedingt. Religion ist eine Form menschlicher Kultivierung, unabhängig davon ob diese durch Säkularisierung in die Welt kam. Die Folge, der Mensch hadert mit sich. Vielmehr kommt man dann günstiger Weise ins hadern, wenn man an die eigene Grenze geht. Auch dafür gibt es sowohl bei Religion als auch bei der Sexualität begründete Massnahmen.

Die vielleicht berühmteste Stelle der biblischen Begründung ist die, bei der Abraham im alten Testament seinen Sohn opfern sollte. Als Abraham bereit ist und das Schwert erhebt, spricht Gott ihm zu, das zu unterlassen. Dieser Akt steht für die Bereitschaft seine eigene Innere Überzeugung aufzugeben, und ein Wirken und Wollen dem religiösen Akt zu übergeben (Genesis, 22,1 – 19), (Philipper 2, 12-18).

Aus biologisch evolutionärer Sicht, geht es beim Geschlechtsakt nicht darum möglichst schnell fertig zu sein oder möglichst lange hinauszuzögern bis ein Orgasmus herbei geführt wird. Es geht darum bis die jeweiligen Partner sich bis zum unumkehrbaren Maximum gegenseitig hochgeschaukelt haben. Man geht sozusagen gemeinsam an die Grenzen des unumkehrbaren.

Produktivität des Menschen und seine Org-Modi, 2025
http://de.gate-communications.com/produktivitaet-des-menschen-und-seine-org-modi/

Das Geschlecht des Körpers – Warum unsere Organe kein einfaches männlich oder weiblich kennen, 2025
http://de.gate-communications.com/das-geschlecht-des-koerpers-warum-unsere-organe-kein-einfaches-maennlich-oder-weiblich-kennen/

6 Reich, Wilhelm; Die Entdeckung des Orgons Band 1, Die Funktion des Orgasmus; Kiepenheuer & Witsch, 11. Auflage 2019;

Reich, Wilhelm; Die Entdeckung des Orgons Band 2, Der Krebs; Kiepenheuer & Witsch5. Auflage 2018;

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