Was fesselt unseren Blick wirklich? Eine neue Studie der Universität Osnabrück und des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften zeigt: Unsere Augen verweilen nicht dort, wo Bilder besonders kompliziert sind – sondern dort, wo das Gehirn entscheidet, Erinnerungen zu schaffen. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Nature Neuroscience veröffentlicht.
Osnabrück/Germany, 27. Mai 2026. – Im Gehirn sind für alles und jede Funktion, die vor allem auch den eigenen Körper betreffen ein Geflecht von Nervenzellen, die man als Landkarten bezeichnet. Auf diese Weise gibt es unzählige Landkarten und diese stehen im engen Zusammenhang mit der sozialen Prägung. Auch was vererbt wurde zeigt sich in diesen Anlagen. Auch für die „mechanische“ Funktion der Augen gibt es eine solche Landkarte. Und ebenso eine Landkarte wofür man einen Blick hat. Doch was man sieht und wahrnimmt bleibt nicht nur vorgeprägt.
Augen sind dauerhaft unterwegs und wechseln gut 200.000-mal am Tag den Punkt der Wahrnehmung. Wie lange der Blick auf einer Sache verweilt hängt nicht, wie man lange vermutet hatte von der Komplexität des Objektes ab. Vielmehr davon, wie die Studie der Uni Osnabrück zeigen kann, ob etwas gesehenes ins Gedächtnis überführt werden kann. Ein Wissenschaftsteam um Philip Sulewski und Prof. Dr. Tim C. Kietzmann vom Institut für Kognitionswissenschaft untersucht, was die Verweildauer unseres Blicks bestimmt.
Versuchspersonen betrachteten jeweils über 4.000 natürliche Szenen, während gleichzeitig ihre Hirnaktivität und Augenbewegungen aufgezeichnet wurden. In einem Teil der Durchgänge beschrieben die Teilnehmenden anschließend, was sie gesehen hatten.
Das Ergebnis zeigt, „Die bisherige Erklärung, dass komplexere Inhalte mehr Verarbeitungszeit brauchen, ließ sich somit nicht bestätigen“, sagt Prof. Dr. Tim C. Kietzmann. Es liegt zunächst die Vermutung eines Prinzips nahe, wonach Menschen vom einfachen zum schwierigen bzw. komplexen übergehen. Und was als komplex oder kompliziert wahrgenommen wird, unterscheidet sich bei Menschen. In den Versuchen stabilisierte sich die Hirnaktivität stets zum gleichen Zeitpunkt, unabhängig davon, wie lange der Blick verweilte, so der Befund.
Bildinhalte, die die Versuchspersonen später in ihren Beschreibungen erwähnten, waren zuvor deutlich länger betrachtet worden. Auch Inhalte, die ein trainiertes KI-System als besonders einprägsam einschätzte, erhielten längere Fixierungen. Dazu passend fanden die Forschenden während längerer Fixierungen verstärkt Signalmuster im Gehirn der Probanden, die als Kennzeichen von Gedächtnisprozessen gelten.
Die Studie zeichnet damit ein neues Bild der Blicksteuerung: Das Gehirn entscheidet sich für eine längere Verweildauer unseres Blicks, wenn es lohnenswert scheint, den Inhalt abzuspeichern. Mit unseren Augenbewegungen schaffen wir so aktiv die Voraussetzungen dafür, dass wichtige Informationen im Gedächtnis verankert werden können.
Der Zusammenhang zur Künstlichen Intelligenz
Wohin ein Auge im Tagesverlauf wandert, ist insbesondere für die Entwicklung von KI, auch aus Sicht der Wirtschaft interessant. Die Entwicklung moderner Technologien verfolgen oft nicht nur die Blicke der Menschen – EyeTracking. Der Konsum ist in aller Regel International der größte Markt und gilt nicht nur als Indikator und Motor einer Wirtschaft, einer Volkswirtschaft. Der Handel ist die vermittelnde Brücke zwischen Produkten und Kundinnen und Kunden. Die Digitale Vermittlung zwischen Endgeräten in Ladenlokalen ist weit fortgeschritten. Menschen sind so individuell, das man versucht ist, die Trefferquote, das richtige Produkt an Mann oder Frau zu bringen maximal zu halten. Denn die Eigenschaften von Produkten passen im besten Fall auf die geforderten Eigenschaften der Menschen die damit ihr individuelles Bedürfnis befriedigen wollen. KI unterstützt nicht nur diese Trefferquote, es minimiert auch den Ressourcenverbrauch und trägt zur Kreislaufwirtschaft bei.
Gesundheit
Hintergründe wie ein Gehirn funktioniert, als auch Forschungsergebnisse, spiegeln häufig das wieder was zuvor vermutet wurde. Die Bestätigung, der Beweis das zutreffend ist, was erahnt wurde unterstützt den Prozess Gehirn-Gerechten Denkens, wie Vera Birkenbihl dies einmal formulierte. Die informative Rückkopplung ist für das Gehirn wichtig, nicht nur der Anpassungsleistung wegen. Sondern auch in Bezug auf das Selbstbewusstsein, was gerade beim Gehirn sehr wichtig ist.
Bestätigen sich Verhaltensmuster allerdings nicht, wird es ratsam sein das Denken zu hinterfragen. Der Grund ist durchaus Plausibel. Ein Gesundheitsaspekt. Das Gehirn ist weitaus sensibler als es der jeweilige Zeitgeist in dem die Generationen leben zu glauben vermitteln. Die Zunahme Neurodegenerativer Krankheiten wie Alzheimer sind rapide wachsend. Ein Zusammenhang zum Zeitalter der Künstlichen Intelligenz ist naheliegend. Die KI macht die mentalen und kognitiven Zugänge, also die Informationen für das Gehirn niederschwelliger und feinfühliger. Das entspricht der gewöhnlichen Fluktuation der Evolution und damit dem Zeitgeist jeder weiteren Generation.
Originalpublikation:
https://www.nature.com/articles/s41593-026-02285-1
Bildquelle
this_is_engineering-woman Pixabay
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