Das Leben beginnt mit der Erbinformation. Dort wo sich Bedingungen ständig ändern. Der Ort war abwechselnd nass, trocken, kalt, warm, salzig oder nicht. Diese Wechselnden Bedingungen haben Moleküle angetrieben, verbunden und fortgepflanzt. Die RNA hat den Metabolismus (Stoffwechsel) und eine Hülle gebildet, daraus sind dann die Zellen entstanden.
Wenn man in der Wissenschaft nicht weis wie etwas entstanden ist, geht man von Theorien aus und prüft die Umstände die für diese Theorien sprechen. Es gibt also immer ein Motiv, eine Methode und ein Ziel.
Für die Theorie zur Entstehung des Lebens ist diese Massnahme erfolgt. Manches konnte nachgewiesen werden, anderes versucht man gegenwärtig nachzuweisen und oder Theorien wieder zu verwerfen. Diese Theorie von der Entstehung des Lebens geht von der Grundannahme aus, das aus einem Nichts heraus Stoffwechsel entstanden sein muss und sorgt für viel Diskussionsbedarf.
Gegenwärtig steht am Anfang die Frage woher die Erbinformation kam, bzw. woher Information kam, die wiederum in Proteine eingelagert sein müssen. Es ist die Frage von Henne und Ei – was war zuerst da?
Wie Leben entstand
Hydrothermale Flüssigkeit, die in der Atmosphäre vorhanden war, enthält Wasserstoff H2. Aus dem Ozeanwasser kommt Kohlenstoff CO2 hinzu. Wenn beide auf Dauer miteinander reagieren kommt es zu Wachstum. Es bilden sich Strukturen und die Bildung von Protozellen beginnt.
Jede Zelle benötigt für ihr Wachstum eine Zellhülle, eine Zellstruktur und Informationen. Dies war durch die Entstehung von Protozellen gegeben.
Die Poren von Gesteinsmaterialien trennten das saure CO2-reiche Meerwasser (PH 5-7) aussen vom basischen Wasserstoff H2 innen (PH 8-10) in der Zelle. Das entspricht einem Chemischen Ungleichgewicht.
Aktuell gilt die Annahme, die These, daraus entstanden Protozellen. Teilweise bereits belegt, teilweise muss noch belegt werden.
Ein Protonengradient, der an der Hülle der Zelle besteht (Membran) trennt die äusseren Atome von den inneren. Aussen sitzen mehr Protonen (Positiv geladene Atome) als innen. Die äusseren wollen in die Zelle und erzeugen auf diese Weise eine Spannung. Dieses Spannungsfeld, positiv geladene Protonen die in die Zelle zu den negativ geladenen Zellen wollen treiben das Leben an. Es treibt Bakterien an sich zu bewegen, Dinge über die Membran zu importieren oder Exportieren.
Am Anfang des Lebens standen demnach die Protozelle, die mittels Umwelteinflüssen, während der Entstehungszeit aus Wasserstoff und Kohlenstoff bestand, das Wachstum von Molekülen und Zellen voran getrieben hat. Es folgen die notwendigen Erbinformationen aus denen jedes weitere leben entstand.
Im Hinblick auf die heutigen Umstände kann man daraus auch deutlich hervorheben, die größte Unberechenbarkeit ist bei aller Liebe zu den Statistiken und historischer Ereignisse noch immer die unberechenbarste Konstante und wird daher von Menschen bis heute gefürchtet. Was die Evolution im innersten antreibt ist auch das was die Zukunft des Lebens in sich trägt. Wir wissen nicht wirklich was auf uns zukommen wird.
Quellen:
Woher kommt das Leben? 2003, Dokumentation Arte Kultursender
Madigan, Michael T.; Martinko, John M.; Brock Mikrobiologie 11. aktualisierte Auflage 2009 Pearson Verlag
Junker, Reinhard; Hrsg. Scherer, Siegfried; Evolution, Ein kritisches Lehrbuch, 7. aktualisierte Ausgabe 2013, Biologie Wevel Lehrmittelverlag
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